Genau hier trennt sich Wachstum von Stillstand.

Wenn bei dir nichts los ist, passiert gerade das Entscheidende. 

Coca-Cola war lange ein klassisches Sommer-Erfrischungsgetränk.

Im Winter brach der Absatz ein. Genau dort – in der schwächsten Zeit – setzte die Marke ihren stärksten Anker. Nicht über den Preis. Nicht über Funktion. Sondern über Bedeutung.

Dieses Prinzip ist kein Einzelfall, sondern ein zentrales Element moderner Markenstrategie, insbesondere in Branchen mit starker Saisonalität im Marketing.

Das strategische Muster hinter nachhaltigem Wachstum

Coca-Cola hat seine Schwäche nicht bekämpft, sondern neu gerahmt:

  • Entkopplung von Wetter und Nutzen
  • Andocken an ein wiederkehrendes Ritual
  • Konsequente Wiederholung über Jahre

Ergebnis: Ein Sommerprodukt wird zum festen Bestandteil der emotional stärksten Zeit des Jahres. Ohne Preisopfer. Ohne Aktionismus.

die provokante Wahrheit

Marketing ohne Rabatte

Rabatte sind die faulste Art, eine Schwachphase zu beleben.
Sie erzeugen Bewegung, aber keine Bedeutung.

Rabatte ziehen Entscheidungen vor.

Bedeutung verankert Entscheidungen.

Coca-Cola hat bewusst nicht den Preis gewählt – weil Preis die Marke beschädigt und Rituale auflöst.

Schwachphasen sind keine Umsatzlücken – sie sind Orientierungsphasen.
Genau hier trennen sich Marken, die abwarten, von denen, die vorausdenken.

Andere prominente Beispiele

Warum es nie nur um Rabatte ging

Das gleiche Muster zeigt sich auch außerhalb klassischer Markenwelten. Black Friday und Prime Day wurden nicht geschaffen, um Rabatte zu rechtfertigen, sondern um tote oder diffuse Kaufphasen neu zu bündeln.

Der Preis ist dabei nur der sichtbare Hebel – die eigentliche Leistung liegt in der Neurahmung von Zeit, Aufmerksamkeit und Entscheidung. Auch hier gilt: Nicht der Nachlass erzeugt Wirkung, sondern der Anlass.

Wachstum trotz Nachfrageschwäche

Das größte Wachstumspotenzial liegt fast immer in der Phase, die als „tot“ gilt.

Für Unternehmen, die nachhaltig wachsen wollen, ist genau das der Hebel für Wachstum ohne Rabatte und für eine stabile Marktposition.

Warum diese Phasen strategisch wertvoll sind:

  • Weniger Lärm
  • Mehr Aufmerksamkeit
  • Mehr Zeit für Prägung

Hochphasen verkaufen.

Schwachphasen entscheiden, wer später verkauft.

Übertragbare Wachstumsstrategie

  • Schwachzeit identifizieren (Zeitfenster, Leerlauf, Flaute)
  • Funktion verlassen (nicht rechtfertigen, umdeuten)
  • Anlass schaffen (Ritual, Ruhe, Planung, Zugehörigkeit)
  • Konsistenz erzwingen (gleiche Codes, gleiche Zeit, jährlich)

Nicht lauter werden. Verlässlicher werden.

Saisonalität strategisch nutzen – statt Preise senken

  • Bau im Winter: Planung statt Ausführung
  • Gastronomie zwischen Mittag & Abend: Aufenthalt statt Mahlzeit
  • Dienstleistungen in Flauten: Orientierung statt Abschluss

Überall gilt: Bedeutung vor Bedarf.

Fazit

Rabatte sind nicht verboten.

Sie sind nur kein Ersatz für Strategie.

Wer in Schwachphasen über den Preis geht, gewinnt Tempo und verliert Position.

Wer Bedeutung schafft, gewinnt Zukunft.

Wo niemand verkauft, wird entschieden, wer später gewinnt.

FAQ– Wachstumsstrategie in Schwachphasen

„Wachstum in Schwachphasen“ beschreibt eine strategische Perspektive: Nicht nur die Hochphasen nutzen, sondern in Zeiten geringerer Nachfrage gezielt Bedeutung schaffen, um langfristig stärker zu wachsen.

Weil sie weniger Lärm, mehr Aufmerksamkeit und mehr Zeit für die Prägung von Markenbotschaften bieten. Diese Phasen entscheiden laut Insight über spätere Kaufmomente, weil hier Orientierung entsteht.

Rabatte können kurzfristig Bewegung erzeugen, schaffen aber keine Bedeutung und wirken nicht dauerhaft auf Vertrauen und Marktposition. Das Insight argumentiert, dass der Preis alleine keinen langfristigen Markeneffekt hat.

Coca-Cola hat seine saisonale Schwäche nicht über den Preis, sondern durch Neurahmung des Produkts als Ritual überwunden. Das führte zu wiederkehrender Relevanz, ohne auf Rabatte zu setzen.

Das Muster funktioniert überall dort, wo ein „Anlass“ (z. B. Ritual, Jahreszeit, Servicephase) neu definiert und in der Kommunikation verankert wird – nicht durch Preisnachlässe, sondern durch Bedeutung und Kontext.

Reaktion (z. B. durch Preisnachlass) erzeugt kurzfristige Käufe, während Prägung den Standort einer Marke im Kopf der Zielgruppe stärkt und langfristig Wahlentscheidungen beeinflusst.

Schwachphasen sind Zeiträume mit geringer Aktivität, wiederkehrender Flaute oder reduzierter Nachfrage – z. B. saisonale Einbrüche, Mittagsflauten im Gastgewerbe oder Ruhephasen zwischen Kampagnen.

  1. Schwachzeit identifizieren
  2. Funktion verlassen / neu rahmen
  3. Anlass schaffen (Ritual, Zugehörigkeit, Bedeutung)
  4. Konsistenz erzwingen (immer gleiche Codes)
  5. Diese Schritte verlagern die Wirkung von Preis auf Bedeutung.

Bedeutung verankert Entscheidungen, weil sie Orientierung und Vertrauen vermittelt – längerfristig wirksamer als kurzfristige Preisaktionen oder Rabatte.

Indem es in diesen Phasen Botschaften mit langfristiger Relevanz platziert, Rituale etabliert, Wiedererkennung steigert und die Marke konsequent stärkt statt nur kurzfristige Reize zu setzen.

Über diese Insights

Die hier veröffentlichten Insights befassen sich mit strategischen Entscheidungsfragen rund um Marke, Marketing und Kommunikation. Sie analysieren Strukturen, Wirkmechaniken und typische Fehlannahmen, die in unterschiedlichen Unternehmensphasen auftreten können – basierend auf unserer langjährigen Erfahrung aus zahlreichen Projekten.

Insights liefern keine allgemeingültigen Rezepte, weil es sie nicht gibt.

Stattdessen schaffen sie Verständnis für Zusammenhänge, hinterfragen gewohnte Denkmuster und zeigen, warum wirksame Kommunikation heute Analyse, Erfahrung und fachlich fundierte Konzepte erfordert. Die Inhalte basieren auf Beobachtungen und Erkenntnissen aus über drei Jahrzehnten praktischer Arbeit im Marketing- und Kommunikationsumfeld. Sie erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern machen Denkmodelle und Zusammenhänge sichtbar, die langfristige Wirkung entfalten können.

Entstanden sind diese Perspektiven im Kontext realer Projekte und Fragestellungen, wie sie Unternehmen unterschiedlicher Größe und Ausrichtung im deutschsprachigen Raum begegnen. Aus Gründen der Vertraulichkeit und Compliance können viele dieser Erkenntnisse nicht anhand eigener Projekte dargestellt werden und werden daher teilweise anhand externer Beobachtungen, Kampagnen oder öffentlich zugänglicher Beispiele erläutert.

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