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    3-Klick-Regel

    Usability-Grundsatz, der besagt, dass Nutzer jede wichtige Information innerhalb von drei Klicks erreichen können sollten. Auch wenn die Regel heute weniger streng ausgelegt wird, bleibt die Kernidee einer klaren, intuitiven Navigation im Vordergrund.

    #ohne

    301/302 Redirect

    HTTP-Weiterleitungen, die Suchmaschinen und Browsern signalisieren, dass eine Seite dauerhaft (301) oder temporär (302) verschoben wurde. Wichtig für SEO, um Linkkraft zu erhalten und Duplicate Content zu vermeiden.

    #ohne

    404/410

    HTTP-Statuscodes, die anzeigen, ob eine Seite nicht gefunden wurde (404) oder dauerhaft entfernt wurde (410). Beide Signale sind für Nutzerführung und SEO wichtig, da sie definieren, wie Crawler mit nicht existierenden URLs umgehen.

    A

    #Marketing & Kampagnen

    A.I.D.A. (classic)

    (Werbewirkung, Kampagnenstruktur, Kommunikationspsychologie, klassisches Werbewirkungsmodell, Kampagnenlogik)

    Das A.I.D.A.-Modell ist ein klassisches, lineares Werbewirkungsmodell, das beschreibt, wie Werbebotschaften idealtypisch von der ersten Wahrnehmung bis zur Handlung wirken. Es geht davon aus, dass Kommunikation vier aufeinanderfolgende Stufen durchläuft.

    Die vier Stufen

    • Attention
    • Erzeugen von Aufmerksamkeit durch visuelle, sprachliche oder inhaltliche Reize.
    • Interest
    • Aufbau von Interesse durch relevante Informationen oder Nutzenargumente.
    • Desire
    • Entwicklung eines Verlangens durch emotionale Aufladung, Relevanz oder Identifikation.
    • Action
    • Auslösen einer konkreten Handlung, z. B. Kauf, Kontaktaufnahme oder Klick.

    Beispiel (Kampagne)

    Ein auffälliges Key Visual erzeugt Aufmerksamkeit. Eine Headline mit klarem Nutzen weckt Interesse. Emotionale Bildsprache oder Social Proof erzeugen Verlangen. Ein klarer Call to Action führt zur Handlung.

    Einordnung

    • historisches Grundmodell der Werbewirkung
    • didaktisch hilfreich zur Erklärung einfacher Kommunikationslogiken
    • geeignet für lineare Abverkaufs- und Performance-Szenarien

    Einschränkungen

    • bildet reale, nichtlineare Entscheidungsprozesse nur vereinfacht ab
    • berücksichtigt Markenwissen, Wiederholung und Kontext kaum
    • erklärt Markenwirkung und langfristige Erinnerung nur unzureichend

    Strategische Bedeutung heute

    A.I.D.A. dient primär als Referenz- und Einstiegsmodell. Für komplexe Customer Journeys, starke Marken und moderne Medienlogiken ist es nicht ausreichend, sondern muss durch weiterführende Modelle ergänzt werden.

    Querverweise

    Funnel · Customer Journey · Brand Salience · Messy Middle · Distinctive Assets · Conversion

    #Marketing & Kampagnen #Daten, Tracking & Analyse #Performance & KPIs

    A/B Testing

    Methode zur Optimierung von Websites, bei der zwei Varianten einer Seite gegeneinander getestet werden. Ziel ist es herauszufinden, welche Version bessere Ergebnisse erzielt, beispielsweise bei Klicks oder Conversions.

    #ohne

    AI Content Detection

    Systeme, die erkennen sollen, ob ein Text von künstlicher Intelligenz generiert wurde. Aufgrund hoher Fehlerraten sind die Ergebnisse häufig unzuverlässig.

    #ohne

    API

    Schnittstelle, über die Anwendungen miteinander kommunizieren können. Erlaubt den Austausch von Daten und Funktionen zwischen Systemen.

    #ohne

    Abmelderate

    Die Abmelderate – auch Unsubscribe Rate oder Opt-out-Rate – misst, wie viele Empfänger sich nach einer E-Mail abmelden.

    Formel:

    Abmelderate = (Abmeldungen / zugestellte E-Mails) × 100

    Eine steigende Abmelderate zeigt Probleme wie zu hohe Versandfrequenz, irrelevante Inhalte oder enttäuschte Erwartungen beim Opt-in. Hohe Abmelderaten schaden Listenqualität und Reputation des Absenders. Professionelles E-Mail-Marketing überwacht Abmelderaten konsequent und optimiert Segmentierung, Inhalte und Taktung.

    #User Experience & Usability #Web & Technik #Content & Redaktion

    Above the Fold

    Bereich einer Webseite, der ohne Scrollen sichtbar ist. Inhalte hier sind besonders wichtig, weil sie sofort die Aufmerksamkeit der Nutzer erhalten.

    #ohne

    Above the Line (ATL)

    (Mediaplanung, Markenkommunikation, Reichweitenaufbau)

    Above the Line bezeichnet klassische, reichweitenstarke Werbemaßnahmen, die über etablierte Massenmedien ausgespielt werden. Dazu zählen insbesondere TV, Radio, Print, Out-of-Home und großflächige Online-Videoformate. Ziel ist der Aufbau von Bekanntheit, Image und mentaler Verfügbarkeit.

    ATL-Kommunikation ist in der Regel standardisiert, breit ausgerichtet und langfristig wirksam. Sie eignet sich besonders für Markenaufbau, Markteinführungen und Kampagnen mit hoher Sichtbarkeit. Die Wirkung entfaltet sich über Wiederholung, Konsistenz und Präsenz.

    Abzugrenzen ist Above the Line von Below the Line. Während ATL auf Reichweite und Markenwirkung zielt, fokussiert BTL stärker auf direkte Aktivierung, Interaktion oder Conversion. ATL ist weniger adressierbar, dafür stärker in der Breitenwirkung.

    Beispiel

    Eine nationale TV-Kampagne zur Steigerung der Markenbekanntheit.

    Querverweise

    Below the Line · Brand Awareness · Reichweite · Mediaplanung · Brand Salience

    #ohne

    Ad Fatigue

    Ad Fatigue, auch als Anzeigenmüdigkeit oder Werbe-Erschöpfung bekannt, beschreibt den Moment, in dem Nutzer Botschaften nicht mehr wahrnehmen, weil sie zu oft oder zu ähnlich ausgespielt werden. Die Leistung der Kampagne sinkt: schlechtere Klickrate, geringere Aufmerksamkeit, steigende Kosten. Die Lösung sind neue Creatives, kürzere Frequenzen oder frische Zielgruppenimpulse.

    #Marketing & Kampagnen #Werbung & Media #Performance & KPIs

    Ad Impression

    (Media, Kampagnensteuerung, Reichweite)

    Eine Ad Impression bezeichnet eine einzelne Ausspielung einer Werbeanzeige auf einem digitalen oder analogen Werbeträger. Eine Impression wird gezählt, jedes Mal, wenn eine Anzeige ausgeliefert und dargestellt wird – unabhängig davon, ob sie aktiv wahrgenommen, angeklickt oder erinnert wird.

    In der Kampagnenplanung dienen Impressions als zentrale Steuerungsgröße für Reichweite, Frequenz und Mediendruck. Sie geben Auskunft über das Auslieferungsvolumen, jedoch nicht über Wirkung oder Aufmerksamkeit.

    Strategischer Kontext

    • Impressions sind Grundlage für Reichweiten- und Frequenzmodelle
    • Sie bilden die Basis für Abrechnungsmodelle wie CPM/TKP (Tausender-Kontakt-Preis)
    • In Awareness-Kampagnen sind sie ein primärer Input-Wert, in Performance-Kampagnen werden sie ergänzend zu Interaktions- und Conversion-Kennzahlen betrachtet

    Wichtige Abgrenzungen

    • Ad Impression ≠ Sichtkontakt
    • (eine Impression garantiert keine bewusste Wahrnehmung)
    • Ad Impression ≠ Reichweite
    • (Reichweite zählt eindeutige Personen, Impressions zählen Kontakte)
    • Ad Impression ≠ Interaktion
    • (keine Aktion notwendig)

    Qualitätsaspekt

    Moderne Mediaplanung unterscheidet zwischen:

    • ausgelieferten Impressions
    • sichtbaren (Viewable) Impressions gemäß definierter Sichtbarkeitsstandards (z. B. IAB)

    Formel (Beispiel)

    Frequenz = Impressions ÷ Reichweite

    Querverweise:

    Reichweite · Frequenz · TKP/CPM · Mediendruck · Viewability · Brand Awareness · Kampagnen-KPIs

    #Werbung & Media #Web & Technik #Performance & KPIs

    Ad Rank

    Bewertungsgröße bei Google Ads, die bestimmt, welche Anzeigen in welcher Reihenfolge erscheinen. Sie setzt sich aus Gebot, Qualität und erwarteten Auswirkungen von Erweiterungen zusammen.

    #Web & Technik #Werbung & Media #User Experience & Usability

    Adblocker

    Software oder Browser-Plugins, die Werbung auf Webseiten ausblenden. Sie verbessern das Nutzererlebnis, erschweren jedoch die Finanzierung werbefinanzierter Inhalte.

    #Marke & Identität #Strategie & Positionierung

    Added Value Model

    Ein Modell, das erklärt, wie zusätzlicher Wert (Service, Garantien, Expertise, Erlebnis) den Produktpreis legitimiert und Kaufentscheidungen erleichtert. Wichtig für Premium-Brands und Produktlinien, die sich im Kern ähnlich sind, aber unterschiedliche Zielgruppen bedienen. Siehe unser playbook.

    #Entscheidungslogik & Heuristiken #Zielgruppen & Verhalten #Strategie & Positionierung

    Adoption Barrier

    Adoptionsbarrieren sind alle Hindernisse, die Menschen davon abhalten, Neues auszuprobieren: Zeit, Risiko, Preis, Gewohnheit, fehlende Kompetenz, Aufwand, Gewohnheiten, Unsicherheit. Jede Innovation scheitert oder gewinnt an diesen Barrieren. Marken müssen Barrieren erkennen, abbauen und durch soziale Beweise, klare Nutzenkommunikation und einfache Einstiege Unsicherheiten minimieren. Wichtig gerade für Launch-Strategien.

    #ohne

    Adserver

    Technologie, die Werbeanzeigen ausliefert, verwaltet und die Performance misst. Grundlage nahezu aller digitalen Werbekampagnen.

    #Content & Redaktion #Werbung & Media #Recht, Datenschutz & Regulierung

    Advertorial

    (Kommunikationsform, Content-Integration, Glaubwürdigkeitsmechanik)

    Ein Advertorial ist ein redaktionell gestalteter Kommunikationsbeitrag, der in Form, Tonalität und Aufbau an journalistische Inhalte angelehnt ist, jedoch im Auftrag eines Absenders entsteht. Ziel ist es, Inhalte kontextnah und erklärend zu vermitteln, ohne die formale Logik klassischer Werbung zu nutzen.

    Die Wirkung eines Advertorials entsteht durch Einbettung in ein glaubwürdiges Umfeld und durch inhaltliche Relevanz, nicht durch Lautstärke oder Wiederholung. Es eignet sich besonders für erklärungsbedürftige Themen, komplexe Leistungen oder Positionierungen, die Argumentation benötigen.

    Typische Merkmale

    • redaktioneller Aufbau (Überschrift, Textlogik, Argumentationsfluss)
    • thematische Nähe zum Umfeldmedium
    • klare, aber zurückhaltende Absenderkennzeichnung
    • Fokus auf Information statt Aktivierung

    Strategische Bedeutung

    • Vermittlung komplexer Inhalte in akzeptierter Form
    • Aufbau von Glaubwürdigkeit und Verständnis
    • Brücke zwischen Markenbotschaft und journalistischem Kontext

    Risiken

    • Vertrauensverlust bei unklarer Kennzeichnung
    • geringe Wirkung ohne echten Informationswert
    • Ablehnung bei zu werblicher Tonalität

    Abgrenzung

    • Advertorial ≠ Native Advertising (stärker erklärend, weniger algorithmisch)
    • Advertorial ≠ Content Marketing (mediengebunden, nicht owned)
    • Advertorial ≠ klassische Anzeige

    Ein Advertorial funktioniert nur, wenn Inhalt vor Absicht steht.

    Kennzeichnungspflicht

    Advertorials müssen als Werbung gekennzeichnet werden, sobald sie gegen Entgelt oder eine geldwerte Gegenleistung veröffentlicht werden. Die Kennzeichnung muss klar, eindeutig und unmittelbar erkennbar sein (z. B. „Anzeige“, „Werbung“ oder „Advertorial“). Redaktionelle Gestaltung oder hoher Informationsgehalt entbinden nicht von dieser Pflicht.

    Citylights erstellt schlüsselfertige und fachlich versierte Advertorials und Interviews für Kunden auf höchstem Niveau, platziert diese und stimmt die Veröffentlichung mit der Redaktion ab.

    Querverweise

    Native Advertising · Content Marketing · Glaubwürdigkeit · Kontext · Fachmedien

    #Wahrnehmung & Psychologie #Entscheidungslogik & Heuristiken #Zielgruppen & Verhalten

    Affekt-Heuristik / Affect Heuristic

    (Kognitionspsychologie, Entscheidungsfindung, Risikowahrnehmung)

    Die Affekt-Heuristik beschreibt einen kognitiven Entscheidungsmechanismus, bei dem Menschen komplexe Bewertungen durch ein unmittelbares emotionales Urteil ersetzen. Statt Chancen, Risiken oder Fakten analytisch abzuwägen, dient das aktuelle Gefühl als mentale Abkürzung:

    Was sich gut anfühlt, wird als vorteilhaft, sicher oder sinnvoll eingeschätzt; was sich schlecht anfühlt, als riskant, teuer oder problematisch.

    Der Mechanismus ist eng mit System-1-Denken (schnell, intuitiv, automatisch) verbunden und tritt besonders unter Zeitdruck, Unsicherheit oder Informationsüberlastung auf. Die Affekt-Heuristik ist kein irrationales Fehlverhalten, sondern ein energiesparender Bewertungsprozess des Gehirns.

    Strategischer Kontext

    • Emotionen beeinflussen Risikowahrnehmung stärker als Fakten
    • Positive Affekte senken subjektiv wahrgenommene Risiken
    • Negative Affekte erhöhen Risiko- und Kostenwahrnehmung
    • Argumente werden durch Gefühl gefiltert, nicht umgekehrt

    In Marketing, Politik und Markenführung wirkt die Affekt-Heuristik nicht als Überzeugung, sondern als Bewertungsrahmen: Sie bestimmt, wie Informationen interpretiert werden, bevor sie rational geprüft werden.

    Wichtige Abgrenzungen

    Affekt-Heuristik ≠ Emotionale Manipulation

    (sie beschreibt Wahrnehmung, nicht Beeinflussung)

    Affekt-Heuristik ≠ Bauchgefühl

    (es handelt sich um einen systematischen kognitiven Mechanismus)

    Affekt-Heuristik ≠ reine Sympathie

    (sie betrifft Risiko-, Nutzen- und Kostenbewertungen)

    Kurzbeispiel

    Zwei Produkte bieten identische technische Leistung.

    Produkt A wirkt kühl, distanziert und komplex.

    Produkt B wirkt klar, ruhig und vertraut gestaltet.

    Obwohl die Fakten gleich sind, wird Produkt B als weniger riskant und nutzerfreundlicher eingeschätzt.

    Nicht wegen besserer Argumente – sondern wegen eines positiveren Affekts.

    Querverweise

    Heuristik · System-1-Denken · Entscheidungspsychologie · Risikowahrnehmung · Markenpsychologie · Verfügbarkeitsheuristik

    Fachliche Herkunft

    • Paul Slovic et al.The Affect Heuristic
    • Daniel KahnemanThinking, Fast and Slow
    • Forschung zu Risiko- und Entscheidungswahrnehmung (Judgment & Decision Making)

    #Marketing & Kampagnen #Vertrieb & Conversion

    Affiliate Marketing

    Affiliate Marketing (Auch bekannt als: Partnerprogramm, Provisionsmarketing) ist ein provisionsbasiertes Vertriebsmodell, bei dem Unternehmen Partner (Affiliates) dafür belohnen, dass sie Kunden, Anfragen oder Verkäufe vermitteln. Der Affiliate bewirbt Produkte oder Dienstleistungen über Links, Banner, Reviews oder Social Media. Sobald ein Nutzer über diesen Link konvertiert, erhält der Affiliate eine Provision.

    Typische Bezahlmodelle:

    • CPC (Cost per Click) – pro Klick
    • CPL (Cost per Lead) – pro qualifiziertem Lead
    • CPA (Cost per Action) – pro definiertem Abschluss
    • RevShare – prozentuale Umsatzbeteiligung

    Wichtig sind Tracking-Mechanismen wie Cookies, Pixel oder serverseitige Tracking-Lösungen, damit der Verkauf korrekt einem Affiliate zugeordnet wird. Für Marken ist Affiliate Marketing skalierbar, risikoarm und gut steuerbar – aber nur wirksam, wenn Partner seriös, CI-konform und zielgruppenpräzise arbeiten.

    #ohne

    Agiles Projektmanagement

    Flexible und iterative Vorgehensweise bei der Projektarbeit. Setzt auf kurze Feedbackzyklen, Selbstorganisation und ständige Anpassung an neue Anforderungen.

    #ohne

    Alt-Tag

    HTML-Attribut, das Alternativtext für Bilder bereitstellt. Wichtig für Barrierefreiheit und SEO, da Suchmaschinen Bildinhalte nicht selbst erkennen können.

    #ohne

    Ambient Marketing

    (Kampagnenkonzeption, Kontextwirkung, Aufmerksamkeitssteuerung)

    Ambient Marketing bezeichnet eine Marketingform, bei der bestehende Umgebungen, Orte oder Alltagssituationen gezielt als Träger der Markenbotschaft genutzt werden. Die Werbung fügt sich in den Kontext ein und entfaltet ihre Wirkung durch Situationsbezug, Cleverness und unerwartete Relevanz, nicht primär durch Lautstärke oder Provokation.

    Im Unterschied zu klassischer Werbung tritt Ambient Marketing nicht als klar abgegrenztes Werbemittel auf, sondern integriert sich in den Raum, den Menschen ohnehin nutzen. Die Aufmerksamkeit entsteht aus dem Aha-Effekt, dass der Ort selbst Teil der Botschaft wird. Wirkung entsteht häufig durch Kontextverständnis und Wiedererkennung, weniger durch Irritation.

    Abzugrenzen ist Ambient Marketing vom Guerilla Marketing. Während Guerilla Marketing auf den aktiven Bruch mit Erwartungen und den überraschenden Eingriff in den Raum setzt, nutzt Ambient Marketing vorhandene Umgebungen subtil und anschlussfähig. Auch vom Pattern Interrupt unterscheidet es sich: Ambient Marketing kann aufmerksamkeitsstark sein, muss aber keinen Wahrnehmungsbruch erzwingen, sondern funktioniert oft über Passung und situative Intelligenz.

    Beispiel

    Eine Marke nutzt Zebrastreifen, Bushaltestellen oder Treppenstufen, um ihre Botschaft so zu integrieren, dass sie erst im Nutzungskontext vollständig verstanden wird.

    Querverweise

    Guerilla Marketing · Pattern Interrupt · Kontextwirkung · Earned Media · Markeninszenierung

    #ohne

    Ambient Media

    (Medienstrategie, Kontextwirkung, Aufmerksamkeitsmechanik)

    Ambient Media bezeichnet Werbeformen, die in das alltägliche Umfeld der Zielgruppe integriert sind und dort unerwartet, kontextnah und aufmerksamkeitsstark wirken. Die Werbung tritt nicht als klassisches Werbemedium auf, sondern nutzt Räume, Situationen oder Objekte, die Menschen ohnehin wahrnehmen.

    Die Wirkung von Ambient Media entsteht aus dem Bruch mit Erwartungshaltungen und der hohen Kontextpassung. Aufmerksamkeit wird nicht gekauft, sondern ausgelöst, weil die Platzierung überrascht oder Sinn ergibt.

    Typische Ausprägungen

    • Werbung im öffentlichen Raum außerhalb klassischer Flächen
    • Integration in urbane Möbel, Alltagsgegenstände oder Situationen
    • orts- oder anlassbezogene Inszenierungen
    • temporäre, oft einmalige Platzierungen

    Strategische Bedeutung

    • hohe Aufmerksamkeit bei vergleichsweise geringem Mediendruck
    • starke Erinnerungswirkung durch Kontext und Überraschung
    • geeignet für Marken, die Haltung, Kreativität oder Nähe zeigen wollen

    Risiken

    • begrenzte Skalierbarkeit
    • rechtliche und genehmigungsrelevante Hürden
    • Wirkung stark abhängig von Kontext und Umsetzung

    Abgrenzung

    • Ambient Media ≠ Out-of-Home-Werbung (nicht standardisiert)
    • Ambient Media ≠ Guerilla Marketing (weniger provokativ, stärker kontextuell)
    • Ambient Media ≠ Event-Marketing (keine Erlebnisveranstaltung)

    Ambient Media nutzt Aufmerksamkeit durch Einbettung, nicht durch Lautstärke.

    Querverweise

    Kontext · Aufmerksamkeit · Pattern Interrupt · Guerilla Marketing · Wahrnehmungspsychologie

    #ohne

    Ambush-Marketing

    (Markenstrategie, Kampagnenkommunikation, Wettbewerbsdynamik)

    Ambush-Marketing bezeichnet eine Marketingstrategie, bei der sich eine Marke bewusst an ein fremdes Event, eine Kampagne oder einen medialen Kontext andockt, ohne offizieller Sponsor oder Partner zu sein. Ziel ist es, von Aufmerksamkeit, Reichweite oder emotionaler Aufladung zu profitieren, ohne die Kosten oder Rechte eines offiziellen Engagements zu tragen.

    Im Kern geht es um Aufmerksamkeitsumleitung: Die Marke nutzt Nähe, Timing oder Assoziationen, um beim Publikum gedanklich mit dem Event verknüpft zu werden, obwohl keine formale Verbindung besteht. Ambush-Marketing bewegt sich dabei häufig in einer rechtlichen und ethischen Grauzone.

    Typische Formen

    • kommunikative Anlehnung an Großereignisse (Sport, Kultur, Medien)
    • zeitliche Koinzidenz mit fremden Kampagnen
    • symbolische oder thematische Nähe ohne Nennung des Events

    Strategische Chancen

    • hohe Aufmerksamkeit bei vergleichsweise geringem Budget
    • Störung dominanter Sponsorenkommunikation
    • Positionierung als wendig, kreativ oder rebellisch

    Risiken

    • rechtliche Auseinandersetzungen
    • Reputationsschäden durch opportunistisches Verhalten
    • negative Wahrnehmung bei Veranstaltern oder Publikum

    Abgrenzung

    • Ambush-Marketing ≠ Sponsoring
    • Ambush-Marketing ≠ Guerilla-Marketing
    • Ambush-Marketing ≠ Co-Branding

    Ambush-Marketing ist keine langfristige Markenstrategie, sondern eine situative Taktik, die sorgfältige Abwägung erfordert.

    Querverweise

    Guerilla Marketing · Markenpositionierung · Aufmerksamkeit · Wettbewerbskommunikation · Recht & Markenführung

    #Wahrnehmung & Psychologie #Entscheidungslogik & Heuristiken

    Ankereffekt / Anchoring

    Ankereffekt – auch bekannt als Anchoring, Ankerheuristik oder Referenzpunkt – beschreibt, dass Menschen Entscheidungen unbewusst an einem ersten Hinweis ausrichten. Dieser „Anker“ kann eine Zahl, eine Formulierung, ein Bild oder sogar eine völlig irrelevante Information sein. Alles, was danach kommt, wird automatisch in Relation zu diesem Startpunkt bewertet. Preise wirken fairer, wenn daneben ein höherer Referenzwert steht, und Aussagen erscheinen glaubwürdiger, wenn sie mit einem starken ersten Bild beginnen.

    Marken nutzen Anchoring gezielt, indem sie klare Startpunkte setzen: Einstiegspreise, Vorher/Nachher-Bilder, Leitmotive, prägnante Formulierungen. Wer den Anker setzt, kontrolliert den Rahmen – und damit die Wahrnehmung dessen, was günstig, teuer, hochwertig oder vertrauenswürdig wirkt.

    Beispiel: In einer Studie sollten Teilnehmende die letzten zwei Ziffern ihrer Ausweisnummer notieren. Obwohl die Zahl zufällig war, schätzten Personen mit hohen Ziffern durchgehend höhere Autopreise. Eine irrelevante Zahl hatte den gesamten Preisrahmen verschoben.

    Übertragen auf Märkte: Ein frühes Preisbild – „Listenpreis“, „UVP“, „ähnliche Modelle kosten …“ – legt sofort fest, was als normal, günstig oder teuer gilt. Marken, die diesen ersten Bezugspunkt setzen, steuern unbewusst den Denkrahmen.

    Hinweis: Die vertiefte Anwendung findet sich im Citylights-Anchoring-Playbook.

    #Marke & Identität #Wahrnehmung & Psychologie

    Anmutung

    Die visuelle Grundstimmung, die eine Marke oder ein Design vermittelt. Sie entsteht aus Farben, Formen, Bildsprache und Typografie.

    #ohne

    Annual Contract Value (ACV)

    Annual Contract Value (ACV), auch als jährlicher Vertragswert oder Jahresumsatz pro Vertrag bekannt, misst den durchschnittlichen Jahreswert eines laufenden Kundenvertrags. ACV betrachtet nur wiederkehrende Umsätze (Subscription, Service-Gebühren), keine einmaligen Setups oder Projektkosten. Berechnet wird ACV durch: Gesamtwert des Vertrags ÷ Laufzeit in Jahren.

    Der Wert zeigt, wie stabil ein Kunde zum Gesamtumsatz beiträgt und wie attraktiv ein Vertrag langfristig ist. Für SaaS, Agentur-Retainer und Service-Modelle ist ACV eine Kernkennzahl, um Planungssicherheit, Forecasts und Kundensegmente zu analysieren. ACV ergänzt andere Metriken wie ARR (Annual Recurring Revenue) und LTV (Customer Lifetime Value).

    #ohne

    Antiklimax

    Ein Antiklimax entsteht, wenn Spannung aufgebaut, aber nicht eingelöst wird. Nutzer fühlen sich „heruntergefahren“ – enttäuscht, verwirrt oder gelangweilt. Typische Beispiele: groß angekündigte Features ohne relevanten Nutzen, hypermoderne Rebrandings ohne Substanz, starke Employer Claims ohne erlebbaren Inhalt. Marken müssen Versprechen dramaturgisch sauber auflösen, sonst entsteht Vertrauensverlust.

    #ohne

    Antizyklische Werbung

    (Medienstrategie, Wettbewerbsdynamik, Markenaufbau)

    Antizyklische Werbung bezeichnet den bewussten Einsatz von Werbemaßnahmen entgegen dem allgemeinen Markt- oder Konjunkturzyklus. Statt Budgets in Hochphasen zu erhöhen, investieren Marken gezielt in Zeiten sinkender Nachfrage, reduzierter Werbeaktivität oder wirtschaftlicher Unsicherheit.

    Der Ansatz nutzt den Umstand, dass in Schwächephasen Wettbewerbsdruck, Mediapreise und Reizüberlastung häufig geringer sind. Dadurch können Marken effizienter Sichtbarkeit, Erinnerung und Marktanteile aufbauen.

    Typische Einsatzsituationen

    • Konjunkturabschwung oder Krisenzeiten
    • saisonale Nachfragetiefs
    • Rückzug von Wettbewerbern aus Medien
    • Budgetkürzungen im Marktumfeld

    Strategische Vorteile

    • geringere Mediakosten bei höherer Aufmerksamkeit
    • Aufbau von Share of Voice bei reduziertem Wettbewerb
    • langfristige Stärkung von Markenpräsenz und Vertrauen
    • bessere Ausgangsposition für die nächste Wachstumsphase

    Risiken

    • kurzfristig schwächere Absatzwirkung
    • interne Rechtfertigungsprobleme bei ROI-Fokus
    • falsche Umsetzung kann als unpassend oder unsensibel wahrgenommen werden

    Abgrenzung

    • Antizyklische Werbung ≠ Sparmaßnahmen
    • Antizyklische Werbung ≠ kurzfristige Aktivierung
    • Antizyklische Werbung ≠ Opportunismus ohne Strategie

    Antizyklische Werbung ist eine Investitionsentscheidung mit langfristigem Horizont, kein taktischer Schnellgewinn.

    Querverweise

    Share of Voice · Wettbewerbsstrategie · Markenaufbau · Mediaplanung · Konjunktur

    #ohne

    Arousal

    Arousal ist der Aktivierungsgrad des Nervensystems. Inhalte, die Freude, Spannung, leichte Reibung oder Überraschung erzeugen, erhöhen Arousal — und damit die Wahrscheinlichkeit, dass jemand reagiert.

    Kurzes Beispiel

    Eine B2B-Marke startet einen Post mit:

    „Warum deine ‚sichere‘ Prozesskette viel riskanter ist, als du denkst.“

    Das erzeugt leichte Spannung → höheres Engagement.

    Regeln für den Einsatz

    – Arousal funktioniert am besten subtil, nicht laut.

    – Zu viel Reibung kippt schnell in Ablehnung.

    – Der emotionale Impuls muss zur Marke passen.

    #ohne

    Arousal Transfer (Erregungstransfer)

    Arousal Transfer bezeichnet den psychologischen Effekt, bei dem eine körperliche oder emotionale Erregung aus einer Situation unbewusst in die nächste Situation „hinübergezogen“ wird. Da der Körper länger erregt bleibt, als das Gehirn neu bewertet, wird die verbliebene Aktivierung fälschlich dem nächsten Reiz zugeschrieben. Erhöhte Erregung entsteht durch Spannung, Stress, Überraschung, Gefahr oder körperliche Aktivität. Diese Aktivierung baut sich nur langsam ab. Kommt direkt danach ein neuer Reiz, wird dieser intensiver wahrgenommen: Positive Inhalte wirken positiver, negative wirken negativer. Die Erregung verstärkt also die emotionale Wirkung des Folgereizes – unabhängig davon, ob beide Situationen inhaltlich zusammenhängen.

    Relevanz für Marketing & Kommunikation: Arousal Transfer verstärkt Botschaften, die auf emotionale Momente folgen. Eine inszenierte Überraschung, ein Spannungsmoment oder ein starker visueller Impuls erhöht die Wirkung der anschließenden Argumente. In Präsentationen, Verkaufsgesprächen und Kampagnen steigert dieser Effekt Aufmerksamkeit, Engagement und Abschlussbereitschaft. Dramaturgische Sequenzen werden dadurch überzeugender.

    Typische Beispiele:

    • Spannung im Film erhöht die Reaktion auf die nachfolgende Szene.
    • Sportlich aktivierte Personen bewerten Werbebotschaften emotionaler.
    • Aufregung in Gefahrensituationen führt zu intensiveren Reaktionen in direkt folgenden Momenten.
    • Überraschung in Präsentationen steigert die Wirkung der danach gezeigten Fakten.

    Kernmechanismen:

    • langsamer Abbau physiologischer Erregung
    • Fehlattribution der Aktivierung
    • emotionale Verstärkung des Folgereizes

    Wissenschaftlicher Ursprung:

    Zillmann, 1971–1983 („Excitation Transfer Theory“).

    #ohne

    Arousal-Level

    Das Arousal-Level beschreibt den aktuellen physiologischen Aktivierungszustand eines Menschen: wie wach, gestresst, angespannt, müde oder energetisch er ist. Dieser Zustand beeinflusst direkt, wie Informationen wahrgenommen, bewertet und entschieden werden. Hohe Aktivierung (Stress, Lärm, Bewegung, kognitive Belastung) führt zu schnelleren, oberflächlicheren Entscheidungen und verstärkt negative Eindrücke. Niedrige Aktivierung (Ruhe, Wärme, angenehme Umgebung) erhöht Vertrauen, Geduld und die Fähigkeit, komplexere Inhalte aufzunehmen.

    Ein zentraler, objektiver Indikator für das Arousal-Level ist die Pupillenweite: Sie erweitert sich nicht nur aufgrund von Licht, sondern auch bei kognitiver Anstrengung, Stress, Emotion, Interesse oder Überraschung. Menschen können diese Reaktion nicht steuern – sie ist ein unbewusster Marker für Aktivierungsgrad, Aufmerksamkeit und mentale Belastung. Identische Botschaften können – abhängig vom Arousal – völlig unterschiedlich verstanden werden. Das Arousal-Level ist einer der stärksten, aber meist unterschätzten Faktoren in Entscheidungen, Missverständnissen und Kommunikation.

    #ohne

    Attribution Modeling

    Glossar – Attribution Modeling (Auch bekannt als: Attributionsmodellierung, Touchpoint-Bewertung, Multi-Touch-Attribution) beschreibt die Methode, mit der Unternehmen bestimmen, welcher Kontaktpunkt (Anzeige, Social Post, Newsletter, Website-Besuch, Empfehlung, organische Suche usw.) welchen Anteil am späteren Erfolg hatte – etwa an einem Lead, Kauf oder einer Bewerbung. Da Kunden selten nach einem einzigen Kontakt konvertieren, verteilt die Attribution den Wert über mehrere Touchpoints. Es gibt unterschiedliche Modelle:

    Last Click – der letzte Kontakt zählt (einfach, aber oft verzerrt)

    First Click – der erste Kontakt zählt (gut für Awareness, ungenau bei komplexen Journeys)

    Linear – alle Touchpoints zählen gleich

    Time Decay – spätere Kontakte zählen stärker

    Data-driven – Algorithmen berechnen realen Einfluss (modern, am zuverlässigsten)

    Attribution ist entscheidend für Budgetentscheidungen, da sie zeigt, welche Kanäle wirklich Wirkung erzeugen. Ohne Attribution wird häufig der falsche Kanal bewertet, weil Sichtbarkeit und Wirkung oft auseinanderfallen. Citylights arbeitet bevorzugt mit datengetriebenen Multi-Touch-Modellen, da sie den gesamten Funnel abbilden und Verzerrungen reduzieren.

    #ohne

    Auflösung DPI

    Auflösung, auch als Resolution oder Bildauflösung bekannt, beschreibt, wie viele Bildpunkte (Pixel) ein Bild pro Längeneinheit enthält. Wichtige Begriffe:

    PPI (Pixel per Inch): Pixeldichte eines Bildes, relevant für Bildschirm und Druckvorbereitung.

    DPI (Dots per Inch): Punkteraster des Druckers – umgangssprachlich oft mit PPI verwechselt.

    Für Bildqualität im Druck zählt:

    Entscheidend ist die Auflösung bei Endgröße. Faustwerte:

    – Broschüren, Magazine: ca. 300 PPI bei Endformat

    – Plakate / Großflächen (größere Distanz): oft 150–200 PPI ausreichend

    – Web / Screen: Pixelmaße wichtiger als DPI, üblich z. B. 1920×1080 px, 1080×1080 px etc.

    Berechnung aus Pixeln:

    Endbreite in Inch = Pixelbreite ÷ gewünschte PPI.

    Beispiel: 3000 px / 300 PPI ≈ 10" ≈ 25,4 cm.

    Umgekehrt: Breite in cm ÷ 2,54 × gewünschte PPI = benötigte Pixelbreite.

    „Erforderliche Auflösung“ hängt immer von Endformat und Betrachtungsabstand ab – nicht nur von einer festen DPI-Zahl.

    #ohne

    Aufmerksamkeitsspanne

    Die Aufmerksamkeitsspanne beschreibt, wie lange ein Mensch einem Reiz folgt, bevor der Geist abschweift. Entscheidend ist nicht die absolute Dauer, sondern die Reizqualität: Klarheit, Relevanz, Kontrast und emotionale Bedeutung. In der Kommunikation bedeutet das: Wenn eine Botschaft nicht innerhalb der ersten Sekunden Bedeutung erzeugt, verliert sie. Marken müssen Signal und Nutzen sofort erkennbar machen – visuell, sprachlich und emotional.

    #ohne

    Austauschmarkt

    Ein Austauschmarkt entsteht dort, wo Anbieter, Produkte oder Dienstleistungen aus Sicht der Kunden als weitgehend ähnlich wahrgenommen werden. Die Angebote unterscheiden sich kaum in Nutzen, Preisstruktur, Qualität oder Kommunikation. Für Käufer wirkt alles austauschbar – dadurch rückt der Wettbewerb näher an den reinen Preis. Marken in Austauschmärkten kämpfen weniger um Wert und mehr um Vergleichslogik.

    Typische Anzeichen: hohe Wechselbereitschaft, geringe Markenloyalität, Rabattschlachten, identische Versprechen und kaum spürbare Positionierungsunterschiede. Ein Austauschmarkt ist selten objektiv gegeben – er entsteht meist durch fehlende Differenzierung, schwache Markenführung oder inkonsistente Kommunikation.

    Für Marken bedeutet das: Wer nicht klarer wirkt als der Rest, landet automatisch im Austauschmarkt. Nur deutliche Narrative, sichtbare Kompetenz, stabile Cues und ein klarer Frame heben ein Angebot aus dieser Vergleichszone heraus. Austauschbarkeit ist kein Marktgesetz, sondern das Ergebnis eines unklaren Auftritts.

    #Marke & Identität #Content & Redaktion #Wahrnehmung & Psychologie

    Authentizität

    Authentizität beschreibt die Übereinstimmung zwischen dem, was eine Marke sagt, und dem, was sie tut. Menschen spüren sehr schnell, ob Verhalten, Sprache, Bildwelt und Entscheidungen zusammenpassen. Authentisch wirkt nicht, wer „echt“ sein möchte, sondern wer konsistent handelt: klare Werte, klare Haltung, nachvollziehbare Entscheidungen.

    In der Kommunikation bedeutet Authentizität nicht, alles ungefiltert zu zeigen. Es bedeutet, das Wesentliche ehrlich, stabil und ohne künstliche Überhöhung zu vermitteln. Marken, die authentisch wirken, bauen Vertrauen schneller auf, weil ihre Signale zusammenpassen: Tonalität, Storytelling, Service, Preislogik, Auftreten.

    Authentizität entsteht also nicht aus Spontanität, sondern aus Kohärenz. Wenn Erwartungen erfüllt werden, wenn Worte durch Taten gestützt werden und wenn Marken bei Druck nicht zucken, wirkt ihre Kommunikation glaubwürdig. Fehlende Authentizität erzeugt dagegen sofort Reibung: Branding und Verhalten klaffen auseinander, und das Publikum zweifelt an der Absicht.

    Für starke Marken ist Authentizität kein Stilmittel, sondern ein Beweis von Verlässlichkeit – und damit ein Kern ihres Wertversprechens.

    #Wahrnehmung & Psychologie #Entscheidungslogik & Heuristiken

    Authority Bias / Autoritätsbias

    Authority Bias beschreibt die Tendenz von Menschen, Aussagen, Entscheidungen und Einschätzungen von Autoritäten schneller und unkritischer zu übernehmen – selbst dann, wenn die Inhalte nicht überprüft wurden. Autorität kann aus Fachwissen, Rang, öffentlicher Position, Selbstsicherheit oder auch nur aus professionellem Auftreten entstehen. Das Gehirn nutzt diesen Effekt als Abkürzung: „Wenn eine kompetent wirkende Person etwas sagt, wird es schon stimmen.“ Dadurch sinkt die Bereitschaft, Informationen zu hinterfragen.

    Für Marken, Führung und Kommunikation ist der Effekt zentral. Wer als Experte, verlässlicher Partner oder souveränes Unternehmen wahrgenommen wird, erhält sofort mehr Vertrauen, mehr Aufmerksamkeit und weniger Widerstand. Schon kleine Signale – klare Sprache, strukturierte Argumente, sichtbare Erfolge, Referenzen – reichen, um diesen Wahrnehmungsrahmen zu aktivieren. Der Authority Bias ist damit eng verwandt mit der Autoritätsfestigung: Wer Autorität zeigt, verstärkt die Wirkung seiner Botschaften; wer sie nicht zeigt, muss deutlich mehr erklären, um dieselbe Überzeugungskraft zu erreichen.

    #Marketing & Kampagnen #Marke & Identität

    Awareness

    Awareness, auch als Markenbekanntheit oder Sichtbarkeit bekannt, beschreibt den Grad, zu dem Menschen eine Marke wahrnehmen oder wiedererkennen. Awareness entsteht durch Berührungspunkte: Inhalte, Werbung, Empfehlungen, Produkte, Service. Sie ist der Einstieg in jeden Funnel – ohne Aufmerksamkeit gibt es keine Bewertung und keinen Kauf. Hohe Awareness bedeutet nicht automatisch Erfolg, aber sie schafft die Voraussetzung dafür, dass eine Marke überhaupt gewählt werden kann.

    B

    #ohne

    BELOHNUNGSPRINZIP

    (Verhaltenspsychologie, Motivation, Marketingwirkung)

    Das Belohnungsprinzip beschreibt den psychologischen Mechanismus, nach dem Verhalten, das mit einer Belohnung verknüpft ist, mit höherer Wahrscheinlichkeit wiederholt wird. Belohnungen können materiell oder immateriell sein und wirken, indem sie positive Emotionen auslösen und Lernprozesse verstärken.

    In Marketing und Kommunikation wird das Belohnungsprinzip genutzt, um Aufmerksamkeit in Handlung zu überführen, etwa durch Incentives, Fortschrittsanzeigen, Statussymbole oder exklusive Vorteile. Die Wirkung ist besonders stark, wenn Belohnung und Handlung zeitlich nah beieinanderliegen.

    Abzugrenzen ist das Belohnungsprinzip von Bestrafung und von rein intrinsischer Motivation. Während intrinsische Motivation aus Interesse oder Überzeugung entsteht, wirkt das Belohnungsprinzip extrinsisch. Es unterscheidet sich auch von Manipulation oder Dark Patterns: Belohnungen setzen Transparenz und Freiwilligkeit voraus. Werden sie verdeckt oder irreführend eingesetzt, kippen sie in manipulative Mechaniken.

    Beispiel

    Ein Nutzer erhält nach einer Aktion einen Bonus, Zugang zu exklusiven Inhalten oder sichtbaren Statusfortschritt, was die Wahrscheinlichkeit weiterer Interaktionen erhöht.

    Strategische Einordnung

    • wirksam zur Aktivierung und Verhaltensverstärkung
    • begrenzt geeignet für langfristige Bindung ohne Markenbezug
    • Risiko der Gewöhnung bei dauerhafter Anwendung

    Querverweise

    Incentive · Motivation · Gamification · Verhaltensökonomie · Dark Patterns

    #ohne

    Backlink

    Ein Backlink ist ein Verweis von einer externen Webseite auf die eigene Seite. Suchmaschinen werten solche Links als Empfehlung: Je glaubwürdiger die verlinkende Seite, desto höher die Bedeutung des Backlinks. Qualität zählt dabei stärker als Masse. Ein einzelner Link von einer seriösen, thematisch passenden Seite wirkt oft mehr als viele Links aus schwachen oder irrelevanten Quellen.

    Backlinks beeinflussen Sichtbarkeit, Vertrauen und Ranking. Sie zeigen Google & Co., dass Inhalte relevant sind und von anderen bestätigt werden. Entscheidend sind dabei Herkunft, Kontext, Ankertext (der klickbare Text) und die allgemeine Autorität der Quelle.

    Marken nutzen Backlinks gezielt, um Reichweite, Domainautorität und Wahrnehmung aufzubauen – etwa über Presseberichte, Partnerschaften, hochwertige Inhalte oder Erwähnungen in Fachmedien. Schlechte oder gekaufte Backlinks schaden dagegen: Sie wirken unnatürlich und können Rankings massiv verschlechtern. Ein guter Backlink ist daher ein Qualitätsbeweis, kein Massenprodukt.

    #ohne

    Banner-Blindheit / Banner Blindness

    Banner-Blindheit beschreibt das Phänomen, dass Nutzer Werbebanner und visuelle Hinweise auf Webseiten unbewusst übersehen – selbst dann, wenn sie eigentlich relevant wären. Der Effekt wurde erstmals in Studien der Stanford University und der Carnegie Mellon University nachgewiesen: Menschen entwickeln eine Art „visuelle Filterroutine“, die alles ausblendet, was wie Werbung aussieht.

    Das Gehirn schützt sich damit vor Reizüberflutung. Elemente, die zu grell, zu animiert oder zu typisch „Werbung“ wirken, landen automatisch im mentalen Müllfilter. Dadurch sinken Aufmerksamkeit, Klickrate und Wirksamkeit klassischer Banner.

    Für Marken bedeutet das: Sichtbarkeit entsteht nicht durch mehr Lautstärke, sondern durch Relevanz, gutes Umfeld, klare Cues und natürliche Integration ins Layout. Werbegrafiken, die wie störende Fremdkörper wirken, werden reflexartig ausgeblendet. Inhalte, die sich wie Teil der Nutzung anfühlen, haben dagegen eine echte Chance, wahrgenommen zu werden.

    Aggressive Banner – grelle Farben, harte Kontraste, blinkende Elemente, aufdringliche Animationen – werden vom Gehirn nicht nur ausgeblendet, sondern oft als Bedrohung oder Störung interpretiert. Das erzeugt Reaktanz: Ablehnung, Stress, manchmal sogar Wut.

    #ohne

    Barrierefreiheit

    Gestaltung digitaler Inhalte, die für alle Nutzer zugänglich ist – unabhängig von Einschränkungen. Pflicht im modernen Webdesign.

    #ohne

    Bartering

    (Medienökonomie, Marketingfinanzierung, Kooperationsmodelle)

    Bartering bezeichnet den Austausch von Leistungen ohne direkte Geldzahlung. Im Marketing bedeutet dies meist, dass Werbeleistung gegen Produkte, Dienstleistungen oder Gegenleistungen getauscht wird. Der monetäre Wert wird bilanziell bewertet, aber nicht als klassische Zahlung abgewickelt.

    Bartering wird häufig eingesetzt, um Budgets zu entlasten, Reichweite zu sichern oder ungenutzte Kapazitäten zu verwerten. Typisch sind Medien-, Event- oder Influencer-Kooperationen.

    Typische Formen

    • Werbeplätze gegen Produkte oder Services
    • Medienkooperationen mit Gegenleistungen
    • Leistungstausch zwischen Markenpartnern
    • Teil-Bartering (Kombination aus Geld + Leistung)

    Strategische Bedeutung

    • ermöglicht Kommunikation trotz begrenzter Budgets
    • sinnvoll bei klar definierter Zielgruppenpassung
    • kann Markteintritt oder Testphasen erleichtern

    Risiken

    • eingeschränkte Steuerbarkeit von Timing und Platzierung
    • Gefahr von Qualitäts- oder Imageverlust
    • komplexe Bewertung und Abrechnung
    • kann Marktpreise und Wahrnehmung verzerren

    Abgrenzung

    • Bartering ≠ Sponsoring (klarer Leistungstausch statt Förderrolle)
    • Bartering ≠ Rabatt (keine Preissenkung)
    • Bartering ≠ klassische Media-Buchung

    Bartering ist ein ökonomisches Tauschmodell, kein Ersatz für strategische Mediaplanung.

    Querverweise

    Sponsoring · Media-Kooperation · Budgetsteuerung · Wertwahrnehmung · Preispsychologie

    #ohne

    Baukastenprinzip

    Struktur, bei der Elemente flexibel kombiniert und wiederverwendet werden können. Erhöht Effizienz und Konsistenz im Designprozess.

    #ohne

    Behavioral Cues

    Behavioral Cues sind kleine, oft unbewusste Signale, die Verhalten steuern: Farbcodes, Symbole, Formulierungen, gewohnte Abläufe. Sie dienen dem Gehirn als Abkürzungen. Ein klarer „Jetzt starten“-Button, eine vertraute Farbwelt oder ein konsistentes Icon-System erzeugen Reibungslosigkeit. Marken, die ihre Cues kennen und wiederholen, wirken intuitiver – Marken, die sie ignorieren, erzeugen Reibungsverluste.

    #ohne

    Behavioral Cues

    (Verhaltenspsychologie, Kommunikation, Wahrnehmung)

    Behavioral Cues bezeichnet beobachtbare Verhaltenshinweise, die Rückschlüsse auf innere Zustände, Absichten oder Entscheidungen von Menschen zulassen. Dazu zählen u. a. Wortwahl, Reaktionszeiten, Blickverhalten, Gestik, Mimik, Tonfall oder wiederkehrende Handlungsmuster.

    In Marketing, Kommunikation und Psychologie werden Behavioral Cues genutzt, um Entscheidungsprozesse besser zu verstehen, Relevanz zu erhöhen und Botschaften situativ anzupassen. Sie sind keine Beweise, sondern Indikatoren, deren Bedeutung immer kontextabhängig ist.

    Strategischer Kontext

    • Interpretation von Nutzer- und Kundenverhalten
    • Grundlage für personalisierte Ansprache
    • Unterstützung qualitativer Analysen
    • Ergänzung zu quantitativen Daten

    Wichtige Abgrenzungen

    Behavioral Cues ≠ Motivation

    (Verhaltenshinweise sind keine Ursachen)

    Behavioral Cues ≠ sichere Vorhersage

    (es handelt sich um Wahrscheinlichkeiten)

    Querverweise

    Verhaltenspsychologie · Nutzerverhalten · Entscheidungsfindung · Psychologische Trigger · Kontextanalyse

    #ohne

    Behavioral Targeting

    (Digitales Marketing, Targeting, Personalisierung)

    Behavioral Targeting bezeichnet die zielgerichtete Ansprache von Nutzern auf Basis ihres beobachteten Verhaltens. Dazu zählen z. B. besuchte Seiten, Suchanfragen, Klickpfade, Interaktionen, Verweildauer oder frühere Käufe. Ziel ist es, Inhalte oder Werbung relevanter auszuspielen als bei rein demografischer Ansprache.

    Das Verfahren basiert auf der Annahme, dass vergangenes Verhalten Rückschlüsse auf aktuelle Interessen oder Kaufabsichten zulässt. Behavioral Targeting arbeitet mit Wahrscheinlichkeiten, nicht mit sicheren Vorhersagen, und wird häufig in Echtzeit-Auktionssystemen (Programmatic Advertising) eingesetzt.

    Strategischer Kontext

    • Erhöhung der Relevanz von Werbung und Inhalten
    • Reduktion von Streuverlusten
    • Ergänzung zu demografischem und kontextuellem Targeting
    • Grundlage personalisierter Kampagnensteuerung

    Wichtige Abgrenzungen

    Behavioral Targeting ≠ Predictive Targeting

    (keine Prognose, sondern Reaktion auf beobachtetes Verhalten)

    Behavioral Targeting ≠ Kontextuelles Targeting

    (Ausrichtung auf Nutzerverhalten, nicht auf Umfeld)

    Datenschutz & Regulierung

    Behavioral Targeting unterliegt datenschutzrechtlichen Vorgaben (z. B. DSGVO, ePrivacy). Je nach Ausprägung sind Einwilligung, Transparenz und Zweckbindung erforderlich.

    Querverweise

    Targeting · Personalisierung · Programmatic Advertising · Datenschutz · Nutzerverhalten

    #ohne

    Behavioral Targeting

    (Datenbasiertes Marketing, Nutzerverhalten, Personalisierung)

    Behavioral Targeting bezeichnet die zielgerichtete Ansprache von Nutzern auf Basis ihres beobachteten Verhaltens, etwa Klicks, Suchanfragen, Interaktionen oder Kaufhistorien. Ziel ist es, Inhalte oder Werbung situativ relevanter auszuspielen.

    Der Fokus liegt nicht auf demografischen Merkmalen, sondern auf tatsächlichem Verhalten.

    Einsatzfelder

    • Online-Werbung und Retargeting
    • Personalisierte Inhalte
    • Conversion-Optimierung

    Chancen

    • höhere Relevanz und Effizienz
    • Reduktion von Streuverlusten

    Risiken

    • Datenschutz- und Akzeptanzprobleme
    • Wahrnehmung als übergriffig
    • Abhängigkeit von Datenqualität

    Abgrenzung

    • Behavioral Targeting ≠ demografisches Targeting
    • Behavioral Targeting ≠ psychografisches Targeting

    Querverweise

    Targeting · Personalisierung · Datenschutz · Dark Patterns

    #ohne

    Belonging Frame

    Ein Belonging Frame beschreibt einen sozialen Mechanismus, bei dem Menschen ihr Verhalten danach ausrichten, zu welcher Gruppe sie gehören wollen – und zu welcher sie auf keinen Fall gezählt werden möchten. Wenn jemand in einer öffentlichen Situation zurechtgewiesen, ausgeschlossen oder „aus dem Kreis“ gestellt wird, aktiviert das beim restlichen Publikum ein stilles Anpassungsverhalten. Die Zuschauer wollen nicht die nächsten sein, die negativ auffallen, also rücken sie unbewusst näher an die Regeln, Werte und Erwartungen desjenigen heran, der die Situation führt. Dadurch steigt das Commitment der Gruppe, Normen werden gefestigt und die Autorität des Hosts oder Leaders wirkt stärker und stabiler, ohne dass zusätzliche Machtmittel eingesetzt werden müssen. Der Belonging Frame ist deshalb ein wirkungsvolles Muster in Führung, Moderation, Markenpsychologie und Social Dynamics, weil er Zugehörigkeit und Konformität nicht erzwingt, sondern über soziale Selbstregulation erzeugt. Die Gruppe steuert sich im Kern selbst – aus Angst vor Ausschluss und dem Bedürfnis, „auf der richtigen Seite“ zu stehen.

    #ohne

    Below the Fold

    Bereich einer Website, der erst sichtbar wird, wenn Nutzer scrollen. Inhalte hier sind weniger prominent, aber dennoch wichtig.

    #ohne

    Below the Line (BTL)

    (Aktivierung, Direktmarketing, Conversion)

    Below the Line bezeichnet gezielte, meist direkte Marketingmaßnahmen, die auf klar definierte Zielgruppen ausgerichtet sind. Dazu zählen unter anderem Direktmarketing, Promotions, Events, Sponsoring, POS-Maßnahmen, E-Mail-Marketing oder gezielte digitale Kampagnen.

    BTL-Kommunikation ist interaktiver, messbarer und kurzfristiger ausgerichtet als ATL. Sie dient der Aktivierung, der Verhaltensauslösung oder der Conversion und setzt häufig auf Incentives, persönliche Ansprache oder situative Relevanz.

    Abzugrenzen ist Below the Line von Above the Line. Während ATL auf Reichweite und Markenaufbau abzielt, arbeitet BTL mit Nähe, Relevanz und direkter Wirkung. In der Praxis werden beide Ansätze häufig kombiniert.

    Beispiel

    Eine gezielte E-Mail-Kampagne mit personalisiertem Angebot oder eine Promotion am Point of Sale.

    Querverweise

    Above the Line · Direct Marketing · Incentive · Conversion · Customer Journey

    #ohne

    Benchmarking

    Vergleich der eigenen Leistungen oder Kennzahlen mit Wettbewerbern oder Branchenstandards. Ziel ist die Identifikation von Optimierungspotenzial.

    #ohne

    Bewertungsasymmetrie

    Bewertungsasymmetrie beschreibt das Ungleichgewicht zwischen zufriedenen und unzufriedenen Kunden im Bewertungsverhalten. Zufriedene Kunden haben oft keinen Anlass zu bewerten – sie sind still. Unzufriedene Kunden sind hingegen motiviert, ihrem Ärger Ausdruck zu verleihen. Dadurch entsteht ein strukturelles Ungleichgewicht, das die Gesamtnote verzerrt. Branchen wie Gastronomie, Handwerk und Gesundheitswesen sind besonders betroffen. Bewertungsasymmetrie erklärt, warum aktive Bewertungsstrategien und systematische Einladung zufriedener Kunden essenziell sind, um ein realistisches Bild sichtbar zu machen.

    #ohne

    Bewertungscluster

    Bewertungscluster sind strukturelle Muster innerhalb einer Branche, die zu systematischen Verzerrungen führen: Gastronomie erhält extreme Bewertungen, Behörden fast keine, Premium-Dienstleister überwiegend schweigende Kunden. Cluster entstehen durch Erwartungshaltung, Kultur, Preispunkte, Zielgruppen und Serviceintensität. Für Marken ist wichtig zu verstehen, in welchem Cluster sie operieren – und wie sie strategisch gegen unfaire strukturelle Nachteile arbeiten können.

    #ohne

    Bewertungslücke

    Die Bewertungslücke ist die Differenz zwischen der tatsächlichen Servicequalität und dem sichtbaren Bewertungsbild. Ursachen sind u. a. Bewertungsasymmetrie, Compliance Bias, geringe Stichprobengröße, verzerrte Erwartungshaltungen oder aggressivebewertungen einzelner Ausreißer. Die Bewertungslücke führt dazu, dass Unternehmen schlechter wirken, als sie sind. Marken müssen diese Lücke aktiv schließen – durch systematisches Einholen positiver Rückmeldungen, gute Prozesse und konsequentes Erwartungsmanagement.

    #ohne

    Bewertungspsychologie

    Bewertungspsychologie umfasst die kognitiven und emotionalen Mechanismen, die beeinflussen, wie Menschen Bewertungen schreiben, lesen, gewichten und interpretieren. Dazu gehören Negativity Bias, Halo-Effekt, Recency Effect, Social Proof und Verlustaversion. Menschen bewerten nicht objektiv, sondern durch den Filter ihrer Gefühle, Erwartungen und Erfahrungen. Marken, die Bewertungspsychologie verstehen, können Bewertungen besser steuern, Risiken reduzieren und gezielt Vertrauen aufbauen.

    #ohne

    Bewertungsresonanz

    Bewertungsresonanz beschreibt, wie Bewertungen neue Bewertungen erzeugen. Positive Bewertungen fördern weiteres positives Feedback („Momentum-Effekt“). Negative Bewertungen ziehen weitere kritische Stimmen nach sich („Bestätigungs-Effekt“). Plattformen verstärken Resonanz über Sichtbarkeit, Ranking und Hervorhebung bestimmter Kommentare. Für Marken bedeutet das: der erste Eindruck in Bewertungssystemen ist strategisch entscheidend – er prägt das langfristige Bewertungsmuster.

    #ohne

    Bewertungsvolatilität

    Bewertungsvolatilität beschreibt die Schwankungsanfälligkeit eines Bewertungssystems – besonders bei kleinen oder unausgewogenen Stichproben. Eine einzige 1-Stern-Bewertung kann das Gesamtbild stark verzerren, obwohl sie statistisch nicht repräsentativ ist. Hoch volatile Profile entstehen bei Betrieben mit geringer Bewertungszahl, hoher Kundenfluktuation oder stark emotionalen Branchen. Bewertungsvolatilität zeigt, warum Marken systematisch an der Menge, Qualität und Struktur ihrer Bewertungen arbeiten müssen.

    #ohne

    Bewertungsökologie

    Bewertungsökologie beschreibt das Zusammenspiel aller Faktoren, die die Wirkung von Online-Bewertungen bestimmen: Plattformmechaniken, Stichprobengröße, Verzerrungen, Nutzerpsychologie und zeitliche Dynamik. Einzelne Bewertungen wirken nicht isoliert – sie beeinflussen zukünftige Bewertungen, Klickverhalten, Conversion und Vertrauen. Bewertungsökologie erklärt, warum identische Leistungen je nach Branche völlig unterschiedliche Bewertungslandschaften erzeugen. Für Marken bedeutet das: Bewertungen sind ein eigenes System, das aktiv gesteuert, beobachtet und gepflegt werden muss.

    #ohne

    Big Data

    Extrem große Datenmengen, die mit herkömmlichen Methoden kaum zu verarbeiten sind. Grundlage moderner datengetriebener Geschäftsmodelle.

    #ohne

    Bild- und Dateiformate

    Bild- und Dateiformate, auch als Grafik- oder Medienformate bekannt, legen fest, wie Bilder gespeichert und verarbeitet werden. Sie unterscheiden sich in Qualität, Transparenz, Skalierbarkeit und Drucktauglichkeit.

    Rasterformate: JPG/JPEG (verlustbehaftet, klein), PNG (verlustfrei, transparenzfähig), TIFF/TIF (verlustfrei, druckfähig), GIF (256 Farben, Web), WEBP (Webformat), HEIC (effizient, Apple).

    RAW-Formate: RAW und DNG (maximaler Dynamikumfang).

    Vektorformate: SVG, EPS, AI, PDF, PDF/X-1a (druckverbindlicher Standard).

    Vektor vs. Bitmap: Vektoren bleiben scharf, Bitmaps pixeln beim Vergrößern.

    Container: ZIP u. ä. fassen Dateien verlustfrei zusammen.

    ICC-Profile: können in TIFF, JPG, PDF eingebettet werden.

    Für den professionellen Druck geeignet:

    TIFF/TIF (verlustfrei, ICC-fähig), PDF/X-1a (branchenstandard), PDF/X-3/PDF/X-4 (profilgebunden), EPS (Vektoren), AI (Vektorquelle), hochauflösendes JPG für nicht-kritische Motive.

    Nicht geeignet: PNG, GIF, WEBP, HEIC, SVG (nur für digitale Ausspielung), RAW/DNG (nur zur Bearbeitung).

    #ohne

    Bindearten / Bindungsarten

    Bindearten, auch als Bindungsarten oder Buchbindetechniken bekannt, beschreiben die verschiedenen Verfahren, mit denen Druckprodukte dauerhaft zusammengehalten werden. Sie bestimmen Haltbarkeit, Optik, Kosten und Einsatzbereich eines Produkts.

    Zu den wichtigsten Bindearten gehören:

    Klebebindung: Seiten werden am Rücken verleimt; Standard für Magazine, Bücher, Broschüren.

    PUR-Klebebindung: besonders haltbar, ideal für starke Beanspruchung.

    Leimbindung: einfachere Form der Klebebindung, für dünnere Produkte.

    Fadenheftung: Seiten werden vernäht; hochwertig, langlebig, plan aufschlagend.

    Saddle Stitch / Rückstichheftung: Klammerheftung durch den Rücken; häufig für Booklets und kleinere Broschüren.

    Wire-O-Bindung (Drahtkammbindung): stabile Metallspirale; ideal für Kalender, Notizbücher, Arbeitsunterlagen.

    Spiralbindung (Kunststoffspirale): flexibel, kostengünstig, gut planliegend.

    Ringbindung: Varianten der Spiral- oder Drahtbindung für häufiges Umblättern.

    Broschur: Oberbegriff für gebundene, flexible Buchprodukte (Softcover).

    Hardcover / Buchdeckelbindung: feste Deckel, hoher Schutz, Premiumwirkung.

    Die Wahl der Bindung beeinflusst Funktion, Haptik, Haltbarkeit und Produktionskosten.

    #ohne

    Bindungsrate

    Kennzahl, die angibt, wie viele Nutzer oder Kunden über einen bestimmten Zeitraum gehalten werden können. Wichtig für langfristige Geschäftsmodelle.

    #ohne

    Blickführung

    Das menschliche Auge folgt Mustern: Kontrast, Größe, Richtung, Gesichter, Bewegung. Blickführung ist die Kunst, die Aufmerksamkeit eines Betrachters kontrolliert durch ein Layout zu lenken, sodass zuerst das Entscheidende wahrgenommen wird. Schlechte Blickführung zerstört Botschaften, gute Blickführung verstärkt sie – manchmal um Faktoren. Jedes Design entscheidet: Chaos oder Klarheit.

    #ohne

    Boilerplate

    Boilerplate, auch als Abbinder oder Unternehmenskurztext bekannt ist ein feststehender, sachlicher Kurztext am Ende einer Pressemeldung. Sie liefert kompakte Hintergrundinformationen zu einem Unternehmen, damit Redaktionen ohne zusätzliche Recherche verstehen, wer der Absender ist und wie er einzuordnen ist. Eine Boilerplate bleibt über viele Meldungen hinweg gleich und wird nur aktualisiert, wenn sich wesentliche Fakten ändern.

    Inhalte, die eine Boilerplate enthalten soll:

    • vollständiger Name und Unternehmensform
    • Sitz des Unternehmens, ggf. weitere Standorte
    • Gründungsjahr und relevante Entwicklungsschritte
    • Tätigkeitsbereich, Spezialisierung, Kernleistungen
    • Branche und Marktumfeld
    • relevante Marken, Produkte oder Geschäftsfelder
    • Größe (Team, Umsatz, Reichweite), falls sinnvoll
    • Besonderheiten, die für Medien einordnungsrelevant sind
    • sachliche Formulierungen in der 3. Person

    Inhalte, die eine Boilerplate NICHT enthalten darf: Werbung, Superlative, subjektive Wertungen, „Wir“-Formen oder persönliche Ansprache, überlange Firmengeschichten, detaillierte Produktlisten oder technische Abhandlungen, Marketingclaims („führend“, „innovativ“, „einzigartig“), Storytelling, Emotionen oder Verkaufsrhetorik

    Funktion: Die Boilerplate ist ein neutraler Informationstext, der Redaktionen Arbeit abnimmt und zusätzliche Rechercheschritte erspart. Sie dient der Einordnung, nicht der Überzeugung.

    #ohne

    Borrowed Interest (geborgte Aufmerksamkeit)

    Borrowed Interest beschreibt die Strategie, Aufmerksamkeit von einer externen, bereits starken Quelle zu „leihen“ – etwa einer prominenten Person, einer bekannten Marke, einem Trend oder einem kulturellen Ereignis.

    Die Aufmerksamkeit des Publikums wird auf das Produkt übertragen, weil der Absender bereits vertraut, relevant oder emotional aufgeladen ist.

    Typische Quellen: Prominente, Influencer, Sportler, Kultmomente / Memes, Trendthemen, ikonische Marken oder Designs

    Nutzen: Borrowed Interest kann Reichweite, Glaubwürdigkeit und Tempo erhöhen – besonders in Märkten, in denen Produkte austauschbar wirken oder schnell Aufmerksamkeit nötig ist.

    Risiken / Fehlwirkungen

    • Promi verdrängt das Produkt: Wenn der Absender stärker ist als die Marke, merkt sich das Publikum nur die Person, nicht die Botschaft.
    • Omnipräsenz zerstört Glaubwürdigkeit: Wird der Prominente für viele Marken eingesetzt, verliert der Effekt an Kraft.
    • Falsches Match: Wenn Persönlichkeit und Produkt nicht zusammenpassen, entsteht Reibung, die der Marke schadet.
    • Aufmerksamkeit ≠ Wirkung: Hohe Views, aber geringe Markenverankerung – klassisches borrowed-interest-Leck.

    Citylights-Perspektive: Borrowed Interest wirkt nur, wenn die Marke selbst stark genug ist, den Impuls aufzunehmen. Sonst bleibt Aufmerksamkeit „geliehen“, aber nicht konvertiert.

    Gegenbegriff zu Borrowed Interest ist Earned Attention bzw. Brand-Eigenwirkung: Aufmerksamkeit, die aus der Marke selbst entsteht, nicht aus einer geliehenen Quelle.

    #ohne

    Bounce Rate / Absprungrate

    Die Bounce Rate – auf Deutsch Absprungrate – gibt an, welcher Anteil der Nutzer eine Seite wieder verlässt, ohne weitere Aktion auszuführen: kein Klick, kein Scrollen in relevanter Tiefe, keine Interaktion. Eine hohe Absprungrate deutet darauf hin, dass Inhalt, Relevanz, Geschwindigkeit, Struktur oder Erwartungsrahmen nicht zur Nutzerintention passen.

    Sie ist eine zentrale Kennzahl für die Bewertung der Seitenqualität. Eine hohe Bounce Rate kann auf falsche Zielgruppen, schlechtes Layout, irrelevante Inhalte, langsame Ladezeiten oder irritierende Cues hinweisen. Eine niedrige Bounce Rate zeigt dagegen, dass Nutzer bleiben, lesen und weiter navigieren – ein Zeichen für guten Fit zwischen Erwartung und Angebot.

    #ohne

    Brainrot

    (Digitale Kultur, Aufmerksamkeitsökonomie, Medienwirkung)

    Brainrot bezeichnet einen umgangssprachlichen Begriff für mentale Ermüdung, Reizüberflutung und kognitive Abstumpfung, die durch den übermäßigen Konsum stark fragmentierter, repetitiver oder sinnentleerter Inhalte entsteht. Der Begriff wird vor allem im Kontext von Social Media, Kurzvideo-Plattformen und Meme-Kultur verwendet.

    In der Marketing- und Kommunikationspraxis beschreibt Brainrot einen Zustand, in dem Zielgruppen zwar permanent exponiert, aber kaum noch aufnahmefähig oder emotional anschlussfähig sind. Aufmerksamkeit wird kurzfristig gebunden, ohne nachhaltige Erinnerung, Verständnis oder Markenwirkung zu erzeugen.

    Abzugrenzen ist Brainrot von bewusster Unterhaltung oder einfacher Kommunikation. Während Reduktion oder Humor strategisch eingesetzt werden können, beschreibt Brainrot den Punkt, an dem Inhalte austauschbar werden und ihre Bedeutung verlieren. Ebenso ist Brainrot kein psychologischer Fachbegriff, sondern ein kultureller Diagnosebegriff für die Folgen permanenter Reizverdichtung.

    Beispiel

    Endlos konsumierte Kurzvideos mit ähnlichen Sounds, Schnitten und Reizen erzeugen hohe Nutzungsdauer, führen aber zu geringer Erinnerung an Absender oder Inhalte.

    Strategische Einordnung

    • Risiko für Marken in überreizten Umfeldern
    • erklärt sinkende Aufmerksamkeit trotz hoher Reichweite
    • erfordert klare Differenzierung, Reduktion oder bewusste Brüche

    Querverweise

    Aufmerksamkeitsökonomie · Cognitive Load · Mere-Exposure-Effekt · Pattern Interrupt · Redundanz

    #ohne

    Brand Attribution

    Brand Attribution beschreibt, welchem Element einer Botschaft Menschen den Markenwert zuschreiben. Ist es das Logo, die Form, die Farbe, die Haltung, die Verpackung? Viele Marken überschätzen die Bedeutung ihres Logos und unterschätzen Codes wie Formensprache, Claims, typisches Verhalten. Attribution zeigt: Marken entstehen nicht durch Absicht, sondern durch Wiederholung.

    #ohne

    Brand Awareness

    Brand Awareness, auch als Markenbekanntheit, Brand Recognition oder Markenpräsenz bekannt, beschreibt, wie klar und wie oft Menschen eine Marke im Kopf haben – bewusst oder unbewusst. Es geht nicht nur darum, wiedererkannt, erinnert oder sichtbar zu werden, sondern auch darum, in relevanten Situationen „top of mind“ zu sein. Hohe Brand Awareness erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass eine Marke bei Kaufentscheidungen überhaupt in Betracht gezogen wird. Sie entsteht durch konsistente Botschaften, wiederkehrende Berührungspunkte, starke visuelle Signale, gutes Timing und eine klare Markenidentität. Hohe Brand Awareness senkt Akquisekosten, erhöht Vertrauen und verbessert Conversion.

    #ohne

    Brand Equity

    Brand Equity, auch als Markenwert oder Markenstärke bekannt, beschreibt den finanziellen und psychologischen Wert einer Marke. Er zeigt sich darin, wie viel mehr Menschen bereit sind zu zahlen, weil sie einer Marke vertrauen, sie kennen oder mit ihr positive Erfahrungen verbinden. Hohe Brand Equity führt zu höherer Preisakzeptanz, leichterer Kundengewinnung und stärkerer Loyalität. Sie entsteht durch Konsistenz, Qualität, Vertrauen und Wiedererkennung.

    #ohne

    Brand Experience

    Brand Experience – manchmal Markenerlebnis oder Brand Interaction – beschreibt die Gesamterfahrung, die Menschen mit einer Marke machen: visuell, sprachlich, digital, physisch. Jede Berührung hinterlässt Eindruck. Konsistente Brand Experience stärkt Vertrauen, Wiedererkennung und Loyalität. Brüche – etwa unterschiedliche Tonalitäten – zerstören Wirkung. Ziel ist ein stimmiges Erlebnis entlang der gesamten Customer Journey.

    #ohne

    Brand OS (Brand Operating System)

    Das strategische Betriebssystem einer Marke ist ein strukturiertes System, das eine Marke nicht nur beschreibt, sondern steuert: Werte, Nutzen, Tonalität, Designlogik, Entscheidungsregeln, Leitwerte, Positionierung, Bildwelt, Story, Funnellogik, Content-Struktur, Touchpoints und Content-Mechaniken. Es ist die „Einheitssprache“ für alle internen Teams und externen Partner. Alles, was produziert oder entschieden wird, folgt denselben Prinzipien. Ziel: Konsistenz, Geschwindigkeit, Skalierbarkeit. Ergebnis: Wiedererkennbarkeit, geringere Fehlerquote, konsistente Wirkung.

    #ohne

    Brand Persona

    Brand Persona – auch Markenpersona oder Markenfigur – bezeichnet das klar definierte Persönlichkeitsprofil einer Marke. Sie umfasst Tonalität, Verhalten, Werte, Haltung und Ausdrucksweise und macht sichtbar, wie eine Marke spricht und entscheidet.

    Eine Brand Persona sorgt für konsistente Kommunikation, weil sie Teams Orientierung gibt:

    • wie Inhalte formuliert werden,
    • wie die Marke in Konflikten reagiert,
    • wie Humor, Ernsthaftigkeit oder Autorität eingesetzt wird,
    • welche Botschaften passen – und welche nicht.

    Sie unterscheidet sich von der Zielgruppe: Die Persona beschreibt die Marke, nicht den Kunden.

    Nutzen:

    • schnellere Entscheidungen
    • Wiedererkennung über alle Kanäle
    • klare Leitplanken für Design, Text und Verhalten
    • weniger Beliebigkeit in Kommunikation und Kampagnen

    Typische Fehler:

    • zu vage Eigenschaften („professionell“, „modern“)
    • widersprüchliche Haltungen
    • fehlende Ableitungen für Sprache und Verhalten

    Eine starke Brand Persona wirkt wie ein innerer Kompass der Marke: Sie macht sie eindeutig, einprägsam und steuerbar.

    #ohne

    Brand Priming

    Priming bedeutet, dass ein erster Reiz beeinflusst, wie ein zweiter Reiz wahrgenommen wird. Bei Marken heißt das: Wer vorher mit Qualität, Präzision oder Warmherzigkeit in Verbindung gebracht wird, wird in dieser Stimmung weiter bewertet. Prime gut – und der Rest läuft leichter. Prime falsch – und selbst gute Botschaften verpuffen.

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    Brand Recall

    Brand Recall, auch als Markenabruf oder Erinnerungsstärke bekannt, beschreibt, wie gut eine Marke aus dem Gedächtnis erinnert wird – ohne Hinweis oder Logo. Hoher Brand Recall bedeutet, dass eine Marke präsent genug ist, um in Entscheidungssituationen spontan aufgerufen zu werden. Ein hoher Recall entsteht durch klare Reize: klare Positionierung, konsistente Signale, starke Erlebnisse, wiederholte Berührungspunktemarkante klare Sprache, starke Farben, ein prägnanter Claim und wiedererkennbare Formen. Recall ist ein Frühindikator für Kaufverhalten – was erinnert wird, wird bevorzugt.

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    Brand Recognition

    Recognition ist die Wiedererkennung mit Hinweisreiz. Das bedeutet nicht, dass die Marke erinnert wurde, sondern dass sie beim Sehen korrekt zugeordnet werden kann. Entscheidung für Marken: Müssen wir Recall aufbauen (hart, kostspielig) oder Recognition stärken (schneller, effizienter)? Ein konsistenter visueller Code entscheidet.

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    Brand Salience

    Markenstrategie, Wahrnehmungspsychologie

    Brand Salience beschreibt die mentale Verfügbarkeit einer Marke in relevanten Kauf-, Nutzungs- oder Entscheidungssituationen. Sie bezeichnet, wie schnell und selbstverständlich eine Marke im Gedächtnis aktiviert wird, wenn ein entsprechender Bedarf, Anlass oder Kontext entsteht.

    Hohe Brand Salience bedeutet, dass eine Marke nicht nur bekannt ist, sondern in den richtigen Momenten präsent ist. Entscheidend ist dabei nicht die allgemeine Erinnerung, sondern die situative Abrufbarkeit. Marken mit hoher Salience werden häufiger in Betracht gezogen und haben eine höhere Wahrscheinlichkeit, gewählt zu werden.

    Brand Salience entsteht durch konsistente Markenführung, wiederholte Kontakte in relevanten Kontexten und klare, wiedererkennbare Markensignale. Sie ist ein zentraler Treiber für Marktwachstum, insbesondere in gesättigten Märkten mit geringer Entscheidungszeit.

    Querverweise: Brand Awareness, Mental Availability, Distinctive Assets, Brand Recall, Category Entry Points

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    Brand Tonality

    Der charakteristische Sprachstil einer Marke: Wortwahl, Rhythmus, Haltung, Tempo, Humor. Tonalität schafft Erwartung und Vertrautheit. Sie entscheidet maßgeblich darüber, ob eine Marke kompetent, sympathisch oder austauschbar wirkt. Konsequent eingesetzte Tonalität stärkt Wiedererkennung und Vertrauen. Er ergibt sich aus Werten, Persönlichkeit und Zielgruppe und bestimmt, wie eine Marke klingt – unabhängig vom Kanal. Wichtig für Wiedererkennung, Vertrauen und Konsistenz.

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    Brand Trust

    Brand Trust, auch als Markenvertrauen oder Vertrauensbasis bekannt, beschreibt das Ausmaß, in dem Menschen glauben, dass eine Marke hält, was sie verspricht. Vertrauen entsteht durch klare Kommunikation, gute Erfahrungen, Zuverlässigkeit und einen nachvollziehbaren Nutzen. Hoher Brand Trust führt zu Wiederkauf, Loyalität und einer höheren Preisakzeptanz. Vertrauen ist langsam aufzubauen, aber schnell zerstörbar – jede Interaktion zählt.

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    Branding

    Branding – oft auch Markenaufbau oder Brand Development – umfasst alle Maßnahmen, die Wahrnehmung, Wiedererkennung und Vertrauen einer Marke formen. Dazu gehören Name, Logo, Tonalität, Bildwelt, Haltung und konsistentes Verhalten über alle Kanäle. Gutes Branding schafft Wert, Differenzierung und höhere Preisakzeptanz.

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    Briefing

    Dokument oder Gespräch, das Ziele, Anforderungen und Rahmenbedingungen eines Projektes definiert. Grundlage für eine strukturierte Umsetzung.

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    Browser Cache

    Zwischenspeicher im Browser, der häufig genutzte Dateien wie Bilder lokal ablegt. Verbessert Ladezeiten, kann aber zu Anzeigeproblemen führen.

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    Brutto- und Nettokontakte

    (Mediaplanung, Reichweite, Werbedruck)

    Brutto- und Nettokontakte sind zentrale Kenngrößen der Kampagnenplanung und -kontrolle. Sie beschreiben unterschiedliche Dimensionen von Reichweite und Kontaktverteilung und müssen immer gemeinsam interpretiert werden.

    Bruttokontakte / Brutto-Reichweite

    Bruttokontakte (auch Brutto-Reichweite) bezeichnen die Summe aller erzielten Kontakte oder Kontaktchancen, die Personen über ein oder mehrere Medien hinweg mit einer Kampagne hatten. Mehrfachkontakte derselben Person werden vollständig mitgezählt.

    Die Brutto-Reichweite wird:

    • entweder in Prozent als GRP (Gross Rating Points)
    • oder absolut (z. B. in Millionen Kontakten)

    angegeben. Im Fernsehbereich basiert sie auf der Sehbeteiligung.

    Bei Mehrfachbelegung eines oder mehrerer Medien werden die einzelnen Reichweiten ohne Berücksichtigung interner oder externer Überschneidungen addiert. Es wird also nicht berücksichtigt, ob dieselben oder unterschiedliche Personen mehrfach Kontakt mit der Kampagne hatten.

    Sind Netto-Reichweite und durchschnittliche Kontakthäufigkeit bekannt, lässt sich die Brutto-Reichweite rechnerisch ableiten.

    Bruttokontakte messen Werbedruck und Kontaktintensität, nicht die Anzahl erreichter Personen.

    Nettokontakte / Netto-Reichweite

    Die Netto-Reichweite bezeichnet den Anteil der Personen, die durch ein oder mehrere Medien mindestens einmal erreicht wurden. Doppel- und Mehrfachkontakte werden nicht mitgerechnet. Jede Person geht nur einmal in die Kennzahl ein – unabhängig von der Anzahl ihrer Kontakte.

    Die Netto-Reichweite beschreibt damit die tatsächliche Reichweite und Zielgruppenabdeckung einer Kampagne.

    Strategische Einordnung

    • Brutto-Reichweite: Wie intensiv wurde kommuniziert?
    • Netto-Reichweite: Wie breit wurde kommuniziert?

    Hohe Bruttokontakte bei niedriger Netto-Reichweite weisen auf starke Wiederholung bei wenigen Personen hin.

    Hohe Netto-Reichweite bei niedrigen Bruttokontakten steht für breite, aber flache Abdeckung.

    Doppelleser und Streuverluste

    • Doppelleser erhöhen die Bruttokontakte, verändern aber nicht die Netto-Reichweite. Sie sind insbesondere bei Print- und Fachmedien relevant.
    • Streuverluste entstehen, wenn Kontakte außerhalb der definierten Zielgruppe erzielt werden. Sie erhöhen Bruttokontakte, ohne zur Zielerreichung beizutragen.

    Sonderfall Fachmagazine

    Fachmagazine zeichnen sich häufig durch:

    • geringe Netto-Reichweite
    • hohe Kontaktintensität
    • hohen Anteil an Doppellesern
    • geringe Streuverluste

    aus. Ihre Stärke liegt nicht in Reichweite, sondern in Zielgruppenpräzision, Nutzungstiefe und Kontextqualität.

    Abgrenzung

    • Brutto-/Nettokontakte ≠ Werbewirkung
    • Brutto-/Nettokontakte ≠ Erinnerung oder Markenaufbau
    • Brutto-/Nettokontakte ≠ Kontaktqualität

    Brutto- und Nettokontakte beschreiben Kontaktverteilung, nicht kommunikative Wirkung.

    Querverweise

    Reichweite · Kontaktfrequenz · GRP · Mediaplanung · Streuverluste · Fachmedien

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    Budget Allocation

    Verteilung des Marketingbudgets auf unterschiedliche Kanäle oder Maßnahmen. Ziel ist eine optimale Nutzung vorhandener Ressourcen.

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    Buyer Persona

    (Zielgruppenstrategie, Marketingplanung, Kundenverständnis)

    Eine Buyer Persona ist ein verdichtetes, modellhaftes Profil eines idealtypischen Kunden, das reale Daten, qualitative Erkenntnisse und strategische Annahmen kombiniert. Ziel ist es, Bedürfnisse, Motive, Entscheidungslogiken und Verhaltensweisen einer relevanten Zielgruppe greifbar zu machen, um Marketing-, Kommunikations- und Vertriebsmaßnahmen gezielt auszurichten.

    Eine Buyer Persona geht über demografische Merkmale hinaus und beschreibt auch Ziele, Pain Points, Entscheidungsprozesse, Informationsquellen und Kaufhürden. Sie dient als Arbeitsinstrument, um Perspektivwechsel zu ermöglichen und Entscheidungen konsequent aus Kundensicht zu treffen.

    Abzugrenzen ist die Buyer Persona von klassischen Zielgruppenbeschreibungen und von rein fiktiven Charakteren. Während Zielgruppen oft statistisch und abstrakt bleiben, übersetzt die Buyer Persona diese Daten in ein handlungsleitendes Profil. Im Unterschied zu User Personas, die vor allem Nutzungssituationen und Interaktion beschreiben, fokussiert die Buyer Persona explizit auf Kaufentscheidungen und wirtschaftliche Relevanz. Sie ist zudem kein Ersatz für Marktforschung, sondern eine strukturierende Synthese vorhandener Erkenntnisse.

    Beispiel

    Eine Buyer Persona beschreibt einen Entscheidungsverantwortlichen mit klaren Zielen, begrenzter Zeit, bestimmten Informationsquellen und konkreten Einwänden, die vor einem Kauf überwunden werden müssen.

    Strategische Einordnung

    • Grundlage für Content-, Kampagnen- und Angebotsarchitektur
    • unterstützt Konsistenz über Marketing und Vertrieb hinweg
    • verliert an Wert, wenn sie nicht regelmäßig überprüft wird

    Querverweise

    Zielgruppe · Customer Journey · Positionierung · Value Proposition · Kaufentscheidung

    C

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    C-Level

    Das C-Level umfasst die oberste Führungsebene eines Unternehmens. Titel beginnen mit „Chief“ (CEO, COO, CFO, CTO, CMO usw.) und stehen für strategische Gesamtverantwortung: Entscheidungen, die Richtung, Risiko und Ressourcen betreffen. C-Level-Führungskräfte bestimmen die Identität einer Marke, die Prioritäten in der Organisation und die langfristige Ausrichtung im Markt.

    Zur Orientierung: Unter dem C-Level folgen international standardisierte Ebenen wie EVP/Executive Level, SVP – Senior Vice Presidents, VP – Vice Presidents, Directors und Manager-Ebenen. Diese Ebenen führen, koordinieren und setzen um – aber das C-Level trifft Grundsatzentscheidungen. Für Markenarbeit ist das relevant, weil strategische Veränderungen, Rebrandings oder Preisentscheidungen meist nur dort final freigegeben werden können.

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    CI, CD, CB & Co.

    Corporate Identity – häufig abgekürzt als CI – bezeichnet die gesamte Identität eines Unternehmens: das Selbstbild, die Werte, die Kultur, die Wirkung nach außen und das Verhalten nach innen. CI umfasst alle Elemente, die bestimmen, wie eine Marke wahrgenommen wird und wie konsistent sie auftritt. Traditionell gliedert sich die CI in drei Kernbereiche: Corporate Design, Corporate Communication und Corporate Behaviour. Moderne Systeme ergänzen weitere Felder wie Corporate Language, Corporate Sound, Corporate Culture oder Corporate Architecture.

    Corporate Design (CD) ist der visuelle Teil der Identität. Es legt fest, wie eine Marke aussieht: Logo, Farben, Typografie, Bildsprache, Layout-Systeme und wiederkehrende Gestaltungsprinzipien. Ziel ist ein einheitliches, sofort erkennbares Erscheinungsbild, das Professionalität, Qualität und Stabilität vermittelt. CD bestimmt nicht nur Logos und Farben, sondern auch Social-Media-Vorlagen, Präsentationen, Verpackungen und die visuelle Tonalität einer Marke.

    Corporate Behaviour (CB) beschreibt das Verhalten eines Unternehmens – sowohl im Alltag als auch in besonderen Situationen. Es umfasst Umgangsformen, Entscheidungslogiken, Serviceverhalten, Reaktionsgeschwindigkeit, Reklamationsprozesse, interne Zusammenarbeit und die Art, wie Führung und Kultur gelebt werden. CB formt die Glaubwürdigkeit einer Marke, weil kein Design ein Verhalten ersetzen kann.

    Corporate Communication (CC) steuert sämtliche Kommunikation – intern wie extern. Dazu gehören Botschaften, Sprache, Claims, PR, Social Media, Kampagnenlogik und Kommunikationsleitlinien. CC definiert, wie die Marke spricht und wie sie verstanden werden will.

    Corporate Language (CL) präzisiert den sprachlichen Stil. Sie legt fest, wie ein Unternehmen formuliert, welche Wörter typisch sind, was vermieden wird, wie Headlines klingen und welche Tonalität in Texten gelten soll. CL sorgt dafür, dass Kommunikation wiedererkennbar ist, selbst ohne Logo.

    Corporate Sound (CS) definiert akustische Elemente wie Soundlogos, Musikprofile, Voice-Casting und Audio-Design. Besonders in Werbung, Videos und digitalen Interfaces wird Klang zunehmend ein Teil der Markenidentität.

    Corporate Culture beschreibt die gelebten Werte im Unternehmen. Kultur zeigt sich im Verhalten der Mitarbeiter, in Ritualen, Erwartungen, Entscheidungsprinzipien und im Umgang miteinander. Eine starke Kultur ist der interne Motor für externe Markenstärke.

    Corporate Architecture verbindet Marke und Raum: Stores, Büros, Empfangsbereiche, Messestände und Erlebnisflächen. Sie transportiert die Identität dreidimensional.

    Zusammen bilden CI, CD und CB das Fundament einer starken Marke. CI beschreibt das Wesen der Marke. CD zeigt, wie dieses Wesen aussieht. CB zeigt, wie es sich verhält. CC und CL bestimmen, wie die Marke spricht. CS ergänzt die akustische Ebene. Und die Kultur entscheidet, ob all das authentisch gelebt wird. Ein konsistentes Identitätssystem schafft Vertrauen, Wiedererkennbarkeit und langfristige Markenstabilität – und bildet die Grundlage dafür, dass Kommunikation, Marketing und Vertrieb wirken.

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    CMS (Content Management System)

    Software zur Verwaltung und Veröffentlichung von Inhalten wie Texten, Bildern und Videos, ohne direkte Programmierung.

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    CPI (Cost per Install)

    CPI – auch Kosten pro Installation – wird vor allem im App-Marketing genutzt.

    Formel:

    CPI = Werbekosten / Anzahl der App-Installationen

    Guter CPI zeigt effiziente Zielgruppenansprache. Zu hoher CPI weist auf schlechte Creatives, falsche Zielgruppen oder überfüllte Märkte hin.

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    CPL (Cost per Lead)

    CPL – auch Kosten pro Lead – misst, wie teuer ein qualifizierter Interessent ist.

    Formel:

    CPL = Werbekosten / Anzahl der Leads

    Ein guter CPL hängt von Branche, Produktpreis und Lead-Qualität ab. Ein niedriger CPL ist wertlos, wenn die Leads nicht kaufbereit sind. Professionelle Kampagnen optimieren CPL und Abschlussquote gemeinsam.

    #ohne

    CPM (Cost per Mille) TKP

    CPM – auch Kosten pro 1.000 Impressionen oder TKP (Tausender Kontakt Preis) – gibt an, wie teuer es ist, eine Anzeige tausendmal auszuspielen.

    Formel:

    CPM = Kosten / Impressionen × 1.000

    Niedriger CPM bedeutet Reichweite, aber sagt nichts über Conversion oder Qualität aus. Entscheidend ist die Relation zu Klickrate, Relevanz und Zielgruppe.

    #ohne

    CPS (Cost per Sale)

    CPS – auch Cost per Sale oder Kosten pro Verkauf – misst, wie teuer ein tatsächlicher Abschluss ist.

    Formel:

    CPS = Werbekosten / Anzahl der Verkäufe

    CPS ist eine der härtesten Leistungskennzahlen, weil sie direkt Umsatzbezug hat. Zu hoher CPS bedeutet ineffiziente Kampagnen, schlechte Zielgruppen oder unattraktive Angebote.

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    CRM

    CRM – auch Customer Relationship Management oder Kundenbeziehungsmanagement – beschreibt alle Strategien, Prozesse und Systeme, mit denen Unternehmen Kundenbeziehungen aufbauen, pflegen und auswerten. Moderne CRM-Software bündelt Daten aus Vertrieb, Marketing, Service und E-Commerce und macht sichtbar, wo sich Kunden im Kaufprozess befinden. Ein gutes CRM verbessert Abschlussquoten, Priorisierung, Kundenwert (CLV) und Bindung. Fehler entstehen, wenn CRM nur als Datenspeicher genutzt wird, statt als aktives Steuerungsinstrument. Entscheidend ist saubere Datenqualität, klare Felder, automatisierte Workflows und eine Nutzung, die wirklich im Alltag verankert ist – sonst entsteht mehr Bürokratie als Nutzen.

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    Call to Action (CTA)

    Element – meist ein Button oder Link – das Nutzer zu einer gewünschten Handlung auffordert. Beispiel: „Jetzt kaufen“.

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    Canonical Tag

    HTML-Tag, der Suchmaschinen mitteilt, welche Version einer Seite die Originalversion ist. Wichtig zur Vermeidung von Duplicate Content.

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    Chatbot

    Ein Chatbot – auch Conversational Bot oder Automated Assistant – ist ein Programm, das automatisch mit Nutzern kommuniziert. Chatbots beantworten Fragen, führen Nutzer durch Prozesse oder entlasten Support. Gute Bots sind klar, schnell und integriert. Schlechte Bots erzeugen Frust, weil sie nicht verstehen, was gemeint ist. KI-gestützte Chatbots steigern Qualität durch Kontextverständnis.

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    Citylight

    Modernes, multisensorisches Außenwerbeformat, das durch großflächige, beleuchtete Werbetafeln oder digitale Displays im urbanen Raum auffällt. Citylights gehören zu den auffälligsten Werbemitteln der Out-of-Home-Werbung und eignen sich besonders für Markenbotschaften mit hoher Reichweite. Hat nichts mit unserem Agenturnamen zu tun.

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    Citylights Werbeagentur

    Citylights ist eine inhabergeführte Werbeagentur mit Sitz in Northeim. Das Unternehmen wurde 2002 gegründet und ist auf Markenentwicklung, strategische Kommunikation und Pressearbeit spezialisiert. Zu den Kernbereichen gehören Markenstrategie, Corporate Design, digitales Marketing, Foto- und Videoproduktion sowie redaktionelle Medienarbeit für Fach- und Wirtschaftspublikationen. 

    Citylights unterstützt Unternehmen aus Mittelstand, Industrie und ausgewähltem Handwerk dabei, ihre Marken klar zu positionieren und Informationen so aufzubereiten, dass sie für Fachmedien nutzbar sind. Die Agentur verbindet redaktionelles Verständnis mit vertriebsorientierter Markenführung und legt besonderen Wert auf präzise, belastbare Inhalte. Neben dem Hauptstandort in Northeim arbeitet Citylights mit einem überregionalen Netzwerk aus Fotografen, Fachautoren und Produktionsteams. Projekte umfassen Markenauftritte, Kampagnen, Pressearbeit, audiovisuelle Inhalte und digitale Kommunikationsformate.

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    Citylights-Methode

    Ein von Citylights© entwickelter Ansatz, der Psychologie, Design, Strategie und Vertrieb verzahnt. Kernprinzipien: Storytelling, Wiederholbarkeit, Entscheidungslogik, Fokus auf Nutzen. Ziel: Kommunikation, die sofort wirkt und langfristig trägt – nicht als Kampagne,

    sondern als System. Sie verbindet dazu Insights (Verstehen), Playbooks (Steuern) und Strategie (Umsetzen) zu einem reproduzierbaren System.

    Damit entstehen Ergebnisse, die kreativ, wirtschaftlich sinnvoll und psychologisch belastbar sind.

    #ohne

    Click Through Rate (CTR)

    Die Click-Through-Rate (CTR) – manchmal Klickrate oder Click Ratio – misst, wie viele Nutzer nach dem Sehen einer Anzeige oder eines Links klicken.

    Formel:

    CTR = Klicks / Impressionen × 100

    Hohe CTR bedeutet Relevanz; niedrige CTR zeigt falsche Zielgruppenansprache oder schwache Botschaften.

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    Clickbait

    (Medienwirkung, Aufmerksamkeitssteuerung, Content-Strategie)

    Clickbait bezeichnet Inhalte, insbesondere Headlines oder Teaser, die gezielt Neugier oder emotionale Reize ausnutzen, um Klicks zu erzeugen, ohne den geweckten Erwartungswert inhaltlich einzulösen. Typisch sind Übertreibung, Andeutung, Dramatisierung oder bewusstes Vorenthalten zentraler Informationen.

    In der Marketing- und Content-Praxis zielt Clickbait auf kurzfristige Aufmerksamkeit und Traffic, häufig auf Kosten von Glaubwürdigkeit und Vertrauen. Die Wirkung endet meist nach dem Klick, da Inhalt und Versprechen nicht übereinstimmen. Wiederholter Einsatz kann zur Abnutzung, Ablehnung und sinkender Markenwahrnehmung führen.

    Abzugrenzen ist Clickbait von aufmerksamkeitsstarker Kommunikation und von Pattern Interrupts. Während starke Hooks oder überraschende Einstiege Neugier erzeugen, lösen sie diese auch ein. Clickbait bricht dieses implizite Versprechen. Ebenso unterscheidet sich Clickbait von legitimer Emotionalisierung: Entscheidend ist nicht die Zuspitzung, sondern die Diskrepanz zwischen Erwartung und Inhalt.

    Beispiel

    Eine Überschrift suggeriert eine spektakuläre Enthüllung, der eigentliche Inhalt liefert jedoch banale oder bekannte Informationen.

    Strategische Einordnung

    • kurzfristiger Traffic-Effekt möglich
    • Risiko für Vertrauensverlust und Markenabwertung
    • ungeeignet für nachhaltigen Markenaufbau

    Querverweise

    Dark Patterns · Erwartungsverletzung · Vertrauen · Content Marketing · Pattern Interrupt

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    Cognitive Ease (kognitive Leichtigkeit)

    Cognitive Ease beschreibt, wie mühelos Inhalte verarbeitet werden können. Klare Sprache, einfache Strukturen und vertraute Bilder reduzieren Aufwand. Je leichter etwas wirkt, desto glaubwürdiger erscheint es.

    Kurzes Beispiel

    Statt „Wir optimieren komplexe bereichsübergreifende Workflow-Strukturen“:

    „Wir machen Abläufe einfacher. Punkt.“

    Das Gehirn entscheidet sofort: verständlich → gut.

    Regeln für den Einsatz

    • Kurze Sätze schlagen kluge Sätze.
    • Ein Gedanke pro Absatz.
    • Komplexität nur, wenn sie unvermeidbar ist.

    #ohne

    Cognitive Load & Effort / Kognitive Belastung

    Cognitive Load & Effort / Kognitive Belastung (Auch bekannt als: Denkaufwand, Mental Load, Verarbeitungshürde) beschreibt den mentalen Aufwand, den eine Information zum Verarbeiten benötigt. Das Gehirn spart Energie und meidet alles Komplizierte. Inhalte müssen deshalb klar, einfach und unmittelbar erfassbar sein. Hohe kognitive Belastung führt zu Abbruch, Missverständnissen oder Ablehnung.

    Ein Beispiel: Ein Versicherer testete zwei Varianten einer Produktseite:

    Variante A mit langen Absätzen, Fachbegriffen und Tabellen – Variante B mit kurzen Sätzen, Icons und klaren Entscheidungspfaden. Obwohl beide inhaltlich identisch waren, stieg die Abschlussrate bei Variante B um ein Vielfaches. Der Unterschied lag nicht im Produkt, sondern im Denkaufwand: Alles, was kognitiv „leicht“ wirkt, wird häufiger gewählt.

    #ohne

    Compliance Bias (Bewertung)

    Compliance Bias beschreibt die Verzerrung von Bewertungsprofilen, das wir zu gut aus eigener Erfahrung kennen, weil bestimmte Kundengruppen aus rechtlichen, vertraglichen oder organisatorischen Gründen nicht öffentlich bewerten dürfen. Typische Beispiele: Großkonzerne, Kommunen, Behörden, Versicherungen, Leasingpartner oder Unternehmen mit strengen Compliance-Regeln. Dadurch fehlen wichtige positive Stimmen, obwohl die reale Leistung hoch ist. Für Marken bedeutet das: Die Bewertungslandschaft repräsentiert nicht die Realität, sondern die rechtlich „erlaubte“ Stichprobe. Strategien müssen diesen strukturellen Nachteil ausgleichen.

    #ohne

    Confirmation Bias / Bestätigungsfehler

    Confirmation Bias beschreibt die Tendenz von Menschen, Informationen so zu suchen, zu interpretieren und zu erinnern, dass sie ihre bestehenden Überzeugungen bestätigen. Widersprüchliche Hinweise werden abgeschwächt, ignoriert oder anders gedeutet. Das Gehirn bevorzugt psychologische Stabilität – nicht Wahrheit.

    Für Marken ist der Effekt zentral: Wer einmal als präzise, nachhaltig, hochwertig oder besonders zuverlässig gilt, wird durch genau diese Linse beurteilt. Positive Eindrücke verstärken sich selbst, kleine Fehler werden leichter verziehen, weil sie nicht ins erwartete Bild passen. Umgekehrt gilt: Ist eine Marke negativ „geprimed“, werden selbst neutrale Informationen schlechter bewertet.

    Beispiel: Ein Unternehmen, das als sorgfältig gilt, bekommt bei einer Verzögerung eher Verständnis. Ein Unternehmen mit Rufproblemen wird für dieselbe Verzögerung kritischer bewertet.

    Der Confirmation Bias ist damit zugleich Chance und Risiko – je nachdem, wie stabil, glaubwürdig und konsistent das Markenversprechen gehalten wird.

    #ohne

    Consideration

    Consideration, auch als Prüfphase oder Bewertungsphase bekannt, beschreibt den Moment, in dem potenzielle Kunden Angebote vergleichen, Informationen sammeln und entscheiden, ob eine Marke infrage kommt. Hier zählen Nutzen, Vertrauen, Klarheit und Belege. Gute Consideration reduziert Zweifel und macht die Entscheidung leichter.

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    Content-Pillar

    Content-Pillar sind keine Buzzwords, sondern das tragende Gerüst einer Marke. Es sind drei bis fünf Themenstränge / Themenblöcke, auf denen Kommunikation aufbaut und dauerhaft die Marke tragen. Jede Säule erfüllt eine Funktion / Kernthema der Marke: Expertise, Emotion, Community, Beweisführung, Produktnutzen, Nachhaltigkeit, Innovation, Service. Sie helfen, Inhalte zu strukturieren, konsistent zu bleiben und Sichtbarkeit in Suchmaschinen zu erhöhen. Ohne Content-Pillar wirken Marken sprunghaft uns es entsteht Beliebigkeit: mal Produkt, mal Zitat, mal irgendwas. Mit ihnen entsteht Struktur, Wiedererkennung und thematische Tiefe. Ein Pillar definiert ein Thema, das der Marke gehört – dauerhaft, nicht nur für eine Kampagne.

    Typisch sind drei bis fünf Säulen, die jeweils eine Funktion erfüllen:

    1. Expertise – Was wissen wir?
    2. Relevanz – Welche Probleme lösen wir?
    3. Emotion – Was bewegt unsere Zielgruppe?
    4. Vertrauen – Was beweisen wir?
    5. Identität – Wer sind wir als Marke?

    Starke Pillars funktionieren wie magnetische Felder: Alles, was publiziert wird – Artikel, Videos, Social Posts, Playbooks, Cases –, ordnet sich automatisch ein. Dadurch entsteht ein geschlossenes Bild der Marke, das Suchmaschinen verstehen und Menschen wiedererkennen. Ohne sie entsteht Chaos, mit Pillars entsteht Klarheit, Konsistenz und Sichtbarkeit – die Grundlage jeder wirkungsvollen Content-Strategie.

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    Content-Ökosystem

    Ein Content-Ökosystem ist kein Redaktionsplan – es ist ein System, in dem Inhalte sich gegenseitig verstärken. Website, Social Media, PR, Ads, Print, Video, Newsletter: Alles hängt zusammen. Wenn ein Element schwach ist, verliert das ganze System Energie. Wenn alles aufeinander einzahlt, entsteht organische Reichweite ohne ständiges Budgetfeuer.

    Ein gutes Ökosystem definiert drei Dinge:

    1. Themenhoheit – Welche Themen gehören der Marke?

    2. Verbindung – Wie verweisen Inhalte aufeinander?

    3. Rolle – Welche Aufgabe hat ein Inhalt (Anker, Beweis, Emotion, SEO-Treiber)?

    Starke Marken produzieren nicht „mehr Content“, sondern richtigen Content am richtigen Punkt der Journey. Ein Insight kann eine Playbook-Grafik stützen. Ein Case kann Social-Trust liefern. Eine Startseite kann Google-Traffic aufnehmen und in Leads wandeln. Alles fließt.

    Schwache Marken wirken willkürlich. Starke Marken wirken kohärent.

    Ein funktionierendes Content-Ökosystem reduziert Streuverluste, stärkt Wahrnehmung, erhöht Conversion und macht Content skalierbar – unabhängig vom Kanal.

    #ohne

    Conversion

    Eine Conversion – auch Zielhandlung oder Abschluss – bezeichnet jede gewünschte Aktion: Kauf, Lead, Download oder Registrierung.

    Grundformel:

    Conversion Rate = Conversions / Besucher × 100

    Starke Conversion hängt nicht nur von Design ab, sondern von Angebot, Erwartungshaltung, Vertrauen und Nutzerführung. Optimierung erfolgt über Testen, Klarheit und psychologische Trigger.

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    Conversion Attribution

    Conversion Attribution – auch Attributionsmodellierung oder Touchpoint-Attribution – beschreibt, welchem Kontaktpunkt ein Abschluss zugerechnet wird. Modelle wie Last Click, First Click oder Multi-Touch Attribution bestimmen, welcher Kanal wie bewertet wird. Ohne sauberes Attributionsmodell wirken Budgets falsch verteilt und Kampagnen irrational bewertet.

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    Conversion Funnel

    Conversion Funnel, auch als Abschluss-Trichter oder Konvertierungsprozess oft auch Marketing Funnel oder Sales Funnel genannt – beschreibt den Weg, den Nutzer vom ersten Kontakt bis zur Zielhandlung (Kauf, Anmeldung, Buchung oder Download) durchlaufen. Typische Stufen sind Awareness, Consideration und Conversion; je nach Modell ergänzt durch Retention und Loyalty. Der Funnel zeigt, wo Interessenten abspringen und welche Schritte optimiert werden müssen.

    Grundlogik: Jeder Schritt verliert Nutzer – Ziel ist, Reibung zu reduzieren, Motivation zu erhöhen und möglichst viele Interessenten zu einem klaren Abschluss führen.

    Messbare Kennzahlen im Funnel:

    • CTR zur Bewertung des Einstiegs
    • Engagement Rate in der Mitte
    • Conversion Rate am Ende
    • Ein gut geführter Funnel verbindet Inhalte, Angebote und Nutzerführung so, dass der Weg logisch und einfach wirkt. Brüche im Funnel erhöhen Kosten und senken Abschlusswahrscheinlichkeit.

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    Conversion Rate (CR)

    Conversion Rate – auch Abschlussrate oder Zielerreichungsrate – zeigt, wie viele Nutzer eine gewünschte Aktion ausführen.

    Formel:

    CR = Conversions / Besucher × 100

    Hohe CR entsteht durch klare Botschaften, Vertrauen, schnelle Ladezeiten und passende Angebote. Niedrige CR zeigt Barrieren, schlechte Nutzerführung oder unklare Erwartungshaltung.

    #ohne

    Conversion Rate Optimization (CRO)

    CRO, auch als Konversionsoptimierung oder Abschlusssteigerung bekannt, umfasst alle Maßnahmen, die den Anteil der Nutzer erhöhen, die eine gewünschte Handlung ausführen – etwa Kauf, Lead, Buchung oder Klick. CRO reduziert Reibung, schafft Klarheit und testet kontinuierlich, welche Variante besser funktioniert. Ziel ist nicht mehr Traffic, sondern mehr Ergebnis pro Besucher.

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    Cookies

    Cookies, auch als Web-Cookies oder Browser-Cookies bekannt, sind kleine Dateneinträge, die Websites im Browser speichern. Sie halten Sitzungen aktiv, merken Einstellungen oder erfassen Nutzerverhalten.

    Essential Cookies sind technisch notwendig – z. B. für Logins, Warenkörbe oder Sicherheit – und dürfen ohne Einwilligung gesetzt werden.

    Tracking Cookies erfassen Verhalten für Analyse oder Werbung. Dafür ist eine Cookie-Einwilligung (Cookie-Consent) nach DSGVO zwingend.

    First-Party-Cookies stammen direkt von der besuchten Website und sind meist funktional (Login, Sprache, Warenkorb).

    Third-Party-Cookies werden von externen Diensten wie Werbe- oder Analyseplattformen gesetzt (z. B. Retargeting).

    Die Cookie-Richtlinie bzw. Cookie Policy beschreibt, welche Cookies genutzt werden, wofür sie dienen und wie lange sie gespeichert bleiben.

    Ergänzend nutzen Websites Local Storage und Session Storage – ähnliche Browser-Speicher, die Daten lokal ablegen, aber nicht wie Cookies automatisch bei jeder Anfrage übertragen werden. Sie dienen der Performance, fallen jedoch ebenfalls unter Datenschutzregeln.

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    Copy Strategy

    (Copywriting, Kommunikation, Positionierung)

    Eine Copy-Strategie definiert die inhaltliche Leitlinie für Texte und Botschaften einer Marke. Sie legt fest, was gesagt wird, wie es gesagt wird und mit welchem Ziel. Im Zentrum stehen Tonalität, Argumentationslogik, Nutzenversprechen und psychologische Ansprache der Zielgruppe.

    Im Gegensatz zu einzelnen Texten ist die Copy-Strategie übergeordnet. Sie sorgt für Konsistenz über Kanäle hinweg und verhindert widersprüchliche Aussagen oder beliebige Wortwahl. Eine klare Copy-Strategie ist Voraussetzung für Wiedererkennbarkeit, Glaubwürdigkeit und Wirkung.

    Strategischer Kontext

    • Ableitung aus Markenpositionierung und Zielgruppenverständnis
    • Grundlage für alle Texte, Headlines und Claims
    • Sicherung konsistenter Tonalität
    • Vermeidung von inhaltlicher Beliebigkeit

    Wichtige Abgrenzungen

    Copy-Strategie ≠ einzelner Werbetext

    Copy-Strategie ≠ Kreatividee

    Querverweise

    Copywriting · Markenpositionierung · Tonalität · Botschaften · Storytelling

    #ohne

    Copycat

    (Marketing, Wettbewerb, Positionierung)

    Copycat bezeichnet das bewusste Nachahmen von Gestaltung, Sprache, Angeboten oder Kommunikationsmustern eines Wettbewerbers. Ziel ist es, vom etablierten Marktauftritt zu profitieren, ohne eigene strategische oder kreative Leistung zu entwickeln.

    Copycat-Strategien können kurzfristig Aufmerksamkeit erzeugen, führen jedoch langfristig zu Austauschbarkeit und schwacher Markenidentität. Aus strategischer Sicht gelten sie als reaktiv und risikoanfällig, insbesondere bei klar positionierten Marken.

    Strategischer Kontext

    • Reaktion auf Marktführer oder Trends
    • Kurzfristige Sichtbarkeit ohne Differenzierung
    • Gefahr rechtlicher und reputativer Risiken
    • Schwächung der eigenen Markenidentität

    Wichtige Abgrenzungen

    Copycat ≠ Inspiration

    Copycat ≠ Benchmarking

    Querverweise

    Positionierung · Wettbewerb · Markenidentität · Differenzierung

    #ohne

    Corporate Behaviour

    Corporate Behaviour – auch Unternehmungsverhalten oder Organisationsverhalten genannt – beschreibt, wie sich ein Unternehmen gegenüber Kunden, Mitarbeitern, Partnern und Öffentlichkeit verhält. Dazu gehören Umgangsformen, Servicequalität, Entscheidungsstil, Führungsprinzipien und interne Kultur. Verhalten prägt Vertrauen stärker als jedes Design, weil es erlebbar ist. Widersprüche zwischen Anspruch und Verhalten zerstören Glaubwürdigkeit; konsequentes Corporate Behaviour stärkt Markenidentität und Loyalität.

    #ohne

    Corporate Communication

    Corporate Communication – auch Unternehmenskommunikation oder Corporate Messaging – umfasst alle internen und externen Botschaften eines Unternehmens. Dazu gehören Pressearbeit, Social Media, Website-Texte, interne Memos, Präsentationen und Führungskommunikation. Ziel ist ein konsistentes Bild: gleiche Haltung, klare Sprache, wiedererkennbarer Ton. Gute Corporate Communication schafft Orientierung, Vertrauen und Glaubwürdigkeit über alle Kanäle hinweg.

    #ohne

    Corporate Design (CD)

    Corporate Design – oft auch visuelle Identität oder Brand Design genannt – umfasst alle visuellen Elemente eines Unternehmens: Logo, Farben, Typografie, Bildwelt, Layoutprinzipien und Formensprache. Es prägt Wiedererkennung und Wertigkeit. Gutes Corporate Design ist eindeutig, flexibel und konsistent umsetzbar – von Social Media über Print bis Raumgestaltung. Schwaches Design führt zu Verwirrung und wirkt unprofessionell.

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    Corporate Identity (CI)

    Corporate Identity – auch Unternehmensidentität oder Brand Identity – beschreibt die Gesamtheit aller Merkmale, die ein Unternehmen unverwechselbar machen. Dazu gehören Corporate Design, Corporate Communication und Corporate Behaviour. CI sorgt für Klarheit: Wer sind wir? Wie treten wir auf? Wofür stehen wir? Eine starke Corporate Identity erleichtert Entscheidungen, stärkt Markenwert und schafft Vertrauen.

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    Cueing / Cues

    Cues sind kleine Signale, die Verhalten, Aufmerksamkeit oder Interpretation steuern, ohne dass der Empfänger sie bewusst bemerkt. Das können Worte, Tonlagen, Bilder, Farben, Gesten oder strukturelle Details sein. Ein Cue setzt eine Erwartung: Er sagt dem Gehirn, worauf es achten soll und wie etwas einzuordnen ist. Dadurch entstehen Bedeutungsrahmen, bevor Inhalte überhaupt verarbeitet werden.

    In Markenführung wirken Cues besonders stark, weil sie subtil sind. Ein bestimmter Begriff kann Qualität signalisieren, eine Bildwelt Professionalität, eine Farbwahl Geschwindigkeit oder Sicherheit. Auch der Rhythmus eines Satzes oder der Platz eines Elements im Layout ist ein Cue.

    Marken nutzen Cueing, um Orientierung zu geben und Entscheidungen leichter zu machen: klare Begriffe, konsistente Bildsprache, wiederkehrende Muster, spezifische Mikro-Signale in Reels, Spots und Präsentationen. Kleine Hinweise verändern die Wirkung großer Botschaften – oft stärker, als sichtbare Argumente es könnten.

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    Custom Audiences

    Custom Audiences, auch als benutzerdefinierte Zielgruppen bekannt, sind Zielgruppen, die aus eigenen Daten erstellt werden – etwa Websitebesucher, Newsletter-Abonnenten, Käuferlisten oder Personen, die mit Inhalten interagiert haben. Damit können Anzeigen exakt an Menschen ausgespielt werden, die bereits Kontakt mit der Marke hatten. Custom Audiences sind Grundlage für gutes Retargeting und saubere Funnel-Strukturen.

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    Custom event

    Custom Events, auch als benutzerdefinierte Ereignisse bekannt, sind selbst definierte Events im Tracking – z. B. „PDF geladen“, „Feature geöffnet“ oder „Konfigurator genutzt“. Sie helfen, Verhalten zu messen, das für ein Projekt besonders wichtig ist. Custom Events liefern präzise Daten und ermöglichen gezielte Kampagnen, weil sie echte Nutzung statt Standard-Aktionen abbilden.

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    Customer Activation

    Customer Activation, auch als Kundenaktivierung oder Aktivierungsphase bekannt, beschreibt den Moment, in dem aus einem passiven Interessenten ein aktiver Nutzer wird. Es geht darum, den ersten sinnvollen Schritt auszulösen: einen Klick, eine Registrierung, einen Test, eine Interaktion oder den Start einer Nutzung. Aktivierung bedeutet nicht Abschluss, sondern den Punkt, an dem ein Nutzer beginnt, echten Wert zu erleben. Je klarer der Nutzen und je geringer die Hürde, desto leichter gelingt Activation. Sie ist eine der wichtigsten Phasen im Funnel, weil der erste Schritt darüber entscheidet, ob jemand dranbleibt oder sofort wieder abspringt. Gute Customer Activation verbindet klare Botschaft, einfachen Einstieg und ein Erlebnis, das sofort Relevanz zeigt.

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    Customer Experience (CX)

    Customer Experience, auch als Kundenerlebnis oder Nutzererfahrung bekannt, umfasst alle Eindrücke, die ein Kunde entlang seiner Reise mit einer Marke sammelt – von der ersten Suche bis zur Nutzung des Produkts und dem Support danach. CX bewertet nicht nur Inhalte, sondern Gefühle: Orientierung, Geschwindigkeit, Klarheit, Vertrauen. Eine starke Customer Experience entsteht, wenn Prozesse sauber sind, Kommunikation passt und der Kunde sich ernst genommen fühlt.

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    Customer Journey

    Customer Journey, auch als Kundenreise oder Entscheidungsweg bekannt, beschreibt alle Schritte, die eine Person durchläuft – vom ersten Kontakt bis zum Kauf und darüber hinaus. Sie umfasst Erlebnisse, Erwartungen und Emotionen über verschiedene Touchpoints hinweg. Eine klare Customer Journey zeigt, wo Menschen einsteigen, wo sie hängen bleiben und wo man ihnen helfen kann, weiterzukommen. Sie ist kein linearer Prozess, sondern ein beweglicher Weg, geprägt von Verhalten, Bedarf und Umfeld.

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    Customer Lifetime Value (CLV)

    Customer Lifetime Value, auch als Kundenwert oder Lebenszeitwert bekannt, beschreibt den gesamten finanziellen Wert, den ein Kunde im Laufe seiner Beziehung zu einem Unternehmen erzeugt. Der CLV berücksichtigt Käufe, Vertragsdauer, Wiederkäufe und Empfehlungen. Ein hoher CLV zeigt, dass Kunden zufrieden sind und langfristig bleiben. Er hilft Unternehmen, Marketingbudgets sinnvoll einzusetzen und profitable Zielgruppen zu erkennen.

    Grundformel:

    CLV = Durchschnittlicher Gewinn pro Kunde × durchschnittliche Beziehungsdauer

    Ein hoher CLV zeigt loyale, profitable Kunden; ein niedriger CLV weist auf falsche Zielgruppen, schlechte Bindung oder unpassende Angebote hin. CLV ist eine der wichtigsten Kennzahlen für langfristige Planung.

    D

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    DARK PATTERNS

    (Nutzerführung, Verhaltenspsychologie, Ethik in der Kommunikation)

    Dark Patterns bezeichnen gezielt gestaltete Interface-, Kommunikations- oder Entscheidungsstrukturen, die Nutzer manipulativ zu Handlungen verleiten, die sie bei voller Transparenz oder freier Entscheidung nicht oder anders ausführen würden. Sie nutzen kognitive Verzerrungen, Zeitdruck, Intransparenz oder soziale Normen aus, um Conversion oder Zustimmung zu erzwingen.

    In Marketing und digitalen Produkten treten Dark Patterns häufig in Formularen, Buchungsprozessen, Cookie-Bannern, Abonnements oder Pricing-Darstellungen auf. Typische Mechanismen sind Irreführung, Verknappung, Schuldzuweisung oder das Erschweren von Alternativen. Kurzfristig können Dark Patterns messbare Effekte erzielen, langfristig schädigen sie jedoch Vertrauen, Markenwahrnehmung und Kundenbeziehung.

    Abzugrenzen sind Dark Patterns von legitimer Conversion-Optimierung und Verhaltensdesign. Während Nudging, klare Calls to Action oder Incentives auf Transparenz und freiwillige Entscheidung setzen, überschreiten Dark Patterns bewusst die Grenze zur Manipulation. Ebenso unterscheiden sie sich von schlechter Usability: Dark Patterns sind nicht zufällig, sondern intentional gestaltet.

    Beispiel

    Ein Kündigungsprozess ist absichtlich komplex gestaltet, während der Abschluss eines Abonnements mit wenigen Klicks möglich ist. Nutzer werden so faktisch an einer freien Entscheidung gehindert.

    Strategische Einordnung

    • kurzfristige Conversion-Steigerung möglich
    • hohes Risiko für Vertrauensverlust und regulatorische Konsequenzen
    • langfristig schädlich für Markenwert und Loyalität

    Querverweise

    Nudging · Verhaltensökonomie · User Experience · Vertrauen · Ethik im Marketing

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    DIN-Formate

    DIN-Formate, auch als ISO-Papierformate bekannt, sind standardisierte Größen für Papier nach DIN EN ISO 216. Die Formate der A-, B- und C-Reihe basieren auf dem Seitenverhältnis 1:√2, sodass sich jede Größe durch Halbierung der längeren Seite ergibt.

    A-Reihe (Standarddruck): A0, A1, A2, A3, A4, A5, A6 – A0 = 1 m²; A4 = 210×297 mm.

    B-Reihe: größer als A-Reihe, dient als Ausgangsmaß für besondere Drucksachen und Umschläge.

    C-Reihe: Zwischenmaß für Umschläge (C5 passt zu A5 etc.).

    Besonderheiten:

    – Einteilung durch Halbierung ist flächentreu und skalierbar.

    – Ideal für Druck, Kopie, Layout und Weiterverarbeitung.

    – Orientierung (Hoch/Quer) ändert Format nicht.

    – Für Flyer, Folder und Plakate werden A-Formate am häufigsten genutzt.

    Gängig im Druck: A6, A5, A4, A3, A2, A1, A0.

    Hinweis: Für Sonderformate und Falzprodukte gelten individuelle Endmaße.

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    DPI (Dots per Inch)

    Maßeinheit für die Auflösung gedruckter Bilder. Höhere Werte = schärfere Drucke.

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    DSGVO (GDPR)

    DSGVO, auch als Datenschutz-Grundverordnung oder EU-Datenschutzrichtlinie bekannt, ist das europäische Datenschutzgesetz, das regelt, wie personenbezogene Daten verarbeitet werden dürfen. Es verlangt klare Einwilligungen, transparente Informationen, Datenminimierung, sichere Verarbeitung und das Recht auf Auskunft oder Löschung. Für Tracking und Online-Marketing heißt das: Events dürfen erst nach Opt-in ausgelöst werden, Cookies brauchen Zustimmung, und Nutzer müssen verstehen, welche Daten zu welchem Zweck verarbeitet werden. Die DSGVO zwingt Unternehmen, Tracking sauber, nachvollziehbar und datensparsam umzusetzen.

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    Daniel Kahneman

    Daniel Kahneman ist Begründer der Verhaltensökonomie, Nobelpreisträger und einer der einflussreichsten Denker für Marketing, Markenpsychologie und Entscheidungsdesign. Kein anderer Forscher hat die moderne Sicht auf menschliches Verhalten so stark geprägt. Seine Arbeiten bilden das Fundament für viele Prinzipien, die Citylights nutzt – von Arousal und Cognitive Ease bis hin zu Heuristiken, Biases und Entscheidungsarchitekturen. Kahneman zeigte, dass Menschen nicht rational entscheiden, sondern energiesparend, mustergetrieben und emotional. Sein Konzept der zwei Denksysteme – System 1 (schnell, intuitiv, impulsiv) und System 2 (langsam, analytisch, energieintensiv) – erklärt, warum klare Botschaften, starke Reize, Kontraste und einfache Verarbeitungswege so wichtig sind. Marketing, das System 1 erreicht, wirkt schneller und zuverlässiger. Weitere prägende Beiträge:

    Loss Aversion: Menschen reagieren stärker auf Verlust als auf Gewinn.

    Anchoring: Erste Informationen setzen den Bezugspunkt für jede Bewertung.

    Availability Bias: Sichtbarkeit prägt Wahrnehmung stärker als Fakten.

    Framing: Die Art der Darstellung beeinflusst Entscheidungen mehr als der Inhalt.

    Cognitive Load & Effort: Das Gehirn spart Energie – alles Komplizierte wird abgelehnt.

    Sein Denken ist die Grundlage unseres Anspruchs: Kommunikation muss einfach, klar, energiearm und psychologisch präzise sein, sonst geht sie im System-1-Rauschen unter. Kahnemans Forschung macht nachvollziehbar, warum starke Markenführung nicht laut, sondern klug arbeitet – und warum Menschen immer dem Weg der geringeren mentalen Anstrengung folgen.

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    Dark Social

    Traffic aus privaten Kanälen wie WhatsApp oder E-Mail, der nicht getrackt werden kann.

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    Dashboard

    Übersichtliche Darstellung wichtiger KPIs und Daten. Grundlage datengetriebener Entscheidungen.

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    Decision / Entscheidung

    Eine Entscheidung ist kein rein rationaler Akt, sondern das Ergebnis eines Zusammenspiels aus Wahrnehmung, Emotion, Risikoabschätzung und kognitiven Abkürzungen. Menschen entscheiden selten auf Basis vollständiger Informationen – sie greifen auf Muster zurück: Anker, Erwartungen, Erfahrungen, Kontraste, soziale Hinweise. Jede Entscheidung beginnt mit einem Frame, der festlegt, was relevant wirkt und was nicht.

    Wichtig ist: Entscheidungen folgen dem Gefühl der „Stimmigkeit“, nicht der mathematischen Logik. Wenn ein Angebot klar wirkt, der Nutzen spürbar ist und der Rahmen (Preis, Kontext, Risiko) passt, fühlt sich eine Entscheidung richtig an. Marken müssen daher Orientierung geben, Unsicherheit reduzieren und den nächsten Schritt einfach machen.

    In der Praxis heißt das: Entscheidungen entstehen dort, wo Klarheit und Entlastung zusammentreffen. Wer den Entscheidungsrahmen gestaltet – durch Sprache, Reihenfolge, visuelle Signale oder Storytelling – beeinflusst, welche Option plausibel, sicher und wertig erscheint. Gute Entscheidungen sind nicht die kompliziertesten, sondern die, die sich nachvollziehbar anfühlen.

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    Decision Fatigue

    Decision Fatigue, auch als Entscheidungserschöpfung oder Auswahlmüdigkeit bekannt, beschreibt den Zustand, in dem Menschen nach vielen Entscheidungen unkonzentrierter, impulsiver oder passiver werden. Die Qualität der Entscheidungen sinkt, weil mentale Energie verbraucht ist. In Marketing und UX bedeutet das: Zu viele Optionen, zu viele Klicks oder zu viel Text senken die Abschlusswahrscheinlichkeit. Gute Kommunikation reduziert Komplexität, priorisiert Informationen und führt Nutzer klar, damit sie nicht durch Erschöpfung aussteigen.

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    Decoy Effect

    Ein scheinbar unattraktives drittes Angebot lenkt Entscheidungen zugunsten eines gewünschten Produkts. Ein „Köderprodukt“ macht die mittlere Option logisch und attraktiv. Der Effekt basiert auf relativen Vergleichen, nicht auf objektiven Vorteilen. Marken nutzen das Prinzip bei Preisleitern, Paketen oder Upgrade-Strukturen. Entscheidend: Der Köder darf existieren – aber er muss glaubwürdig sein.

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    Denotation

    Die Denotation bezeichnet die unmittelbare, wörtliche Bedeutung eines Zeichens, Wortes oder einer Aussage. Sie beschreibt das, was objektiv benannt wird, unabhängig von Emotionen, kulturellen Assoziationen oder Bewertungen. In der Werbung bildet die Denotation die sachliche Bedeutungsebene einer Botschaft.

    Beispiel

    Der Claim „Just do it“ denotiert eine Aufforderung zum Handeln. Auf der denotativen Ebene geht es ausschließlich darum, etwas zu tun, ohne zusätzliche emotionale oder symbolische Aufladung.

    Einordnung in der Markenarbeit

    • Basis der inhaltlichen Verständlichkeit
    • notwendige, aber nicht ausreichende Ebene für Markenwirkung

    Querverweise

    Konnotation · Encoding/Decoding · Markenidentität

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    Design System

    Ein Design System – auch UI-Bibliothek oder Design-Framework – bündelt alle visuellen Regeln und wiederverwendbaren Elemente einer Marke: Farben, Typografie, Komponenten, Abstände, Interaktionen. Es sorgt für Konsistenz über alle digitalen Produkte hinweg. Gute Design Systeme erleichtern Entwicklung, reduzieren Fehler und beschleunigen Relaunches. Ohne System entstehen Stilbrüche, ineffiziente Prozesse und widersprüchliche Nutzererlebnisse. Ein Design System ist kein Styleguide, sondern ein funktionales Baukastensystem mit klaren Prinzipien.

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    Dialogmarketing

    Dialogmarketing – auch Response-Marketing oder Direktkommunikation – zielt auf persönliche, messbare Reaktionen ab. Es umfasst E-Mail, personalisierte Mailings, Retargeting, Chatbots oder SMS. Entscheidend ist die Möglichkeit zur direkten Antwort. Erfolg wird über Response-Rate, Conversion und Kosten pro Kontakt gemessen. Dialogmarketing eignet sich besonders für Angebote, die Erklärung brauchen.

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    Digital Asset Management (DAM)

    System zur Verwaltung digitaler Medien wie Bilder, Videos oder Dokumente.

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    Director-Level

    Direktoren verantworten die operative Führung einzelner Abteilungen oder Themenfelder. Sie koordinieren Teams, managen Ressourcen, implementieren Prozesse und stellen sicher, dass operative Ziele erreicht werden. Directors bilden oft die wichtigste operative Ebene im Tagesgeschäft – dicht an Kund*innen, Produkten und Umsetzung.

    Titel:

    • Director
    • Senior Director
    • Managing Director (abhängig vom Land teils C-Level-nah)
    • Head of …

    Funktion:

    Verantwortung für Abteilungen / Einheiten.

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    Direktmarketing

    Direktmarketing – auch Direct Response Marketing oder Direktansprache – zielt auf eine unmittelbare Reaktion des Empfängers ab: Klick, Bestellung, Rückruf oder Termin. Typische Kanäle sind E-Mail, Mailings, SMS, Retargeting und Kataloge. Erfolg wird über Response-Rate, CPL, Conversion und Umsatz pro Kontakt gemessen. Rechtlich wichtig: DSGVO-konforme Einwilligung, klare Opt-in-Nachweise und einfache Abmeldemöglichkeiten. Direktmarketing ist besonders effektiv bei erklärungsbedürftigen Angeboten.

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    Dirk Kreuter

    Dirk Kreuter zählt zu den brilliantesten Verkaufstrainern im deutschsprachigen Raum. Er begann im klassischen B2B-Vertrieb, baute ein europaweit aktives Trainingsbusiness auf und positionierte sich über Keynotes, Seminare und digitale Formate als einer der reichweitenstärksten Stimmen im Vertrieb. Seit der Corona-Zeit arbeitet er überwiegend aus Dubai und fokussiert sich stärker auf Social-Media-gestützte Kundengewinnung und Retargeting. Prägend ist seine Metapher vom „undichten Fass“: Unternehmen investieren in Werbung, doch Leads versickern, weil Prozesse, Follow-ups oder interne Strukturen nicht funktionieren. Bevor man oben mehr hineinkippt, muss das Fass unten dicht sein. Diese Idee haben wir von Ihm übernommen und für uns erweitert. Ein „dichtes Fass“ bedeutet bei uns nicht nur funktionierende Sales-Prozesse, sondern ein gesamtes System ohne Reibungsverluste – klare Positionierung, starke Narrative, konsistente Marke, sauberer Funnel und eine Customer Journey ohne Brüche. Erst wenn Struktur, Marke und Vertrieb zusammenspielen, werden Leads zu echten Ergebnissen.

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    Display Advertising

    Display Advertising – auch Bannerwerbung oder Display Ads – umfasst grafische Anzeigen auf Websites, Apps und Netzwerken. Formate reichen von statischen Bannern bis zu Rich Media und Video. Display-Kampagnen dienen Reichweite, Branding und Retargeting. Wichtige Kennzahlen sind CPM, CTR und Viewability. Schlechte Platzierungen oder überladene Creatives führen zu Bannerblindheit. Gute Display Ads kombinieren klare Botschaften, starke Visuals und saubere Zielgruppensteuerung.

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    Dissens

    (Kommunikation, Bedeutungsrisiko)

    Dissens bezeichnet das Auseinanderfallen von Bedeutungen zwischen Sender und Empfänger. Er entsteht, wenn eine Botschaft unterschiedlich interpretiert wird oder die intendierte Bedeutung nicht eindeutig ankommt. In der Werbung kann Dissens sowohl Risiko als auch strategisches Mittel sein.

    Beispiel

    Ein ironisch gemeinter Claim wird von einem Teil der Zielgruppe wörtlich verstanden. Dadurch entstehen unterschiedliche Deutungen der Markenhaltung.

    Strategische Einordnung

    • Risiko bei unklarer Markenführung
    • gezielt nutzbar zur Aktivierung oder Polarisierung

    Querverweise

    Denotation · Konnotation · Erwartungsverletzung · Markenrisiko

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    Distinctive Assets

    Markenidentität, Markenwiedererkennung

    Distinctive Assets sind wiedererkennbare Markenelemente, die eine Marke eindeutig identifizierbar machen, auch ohne explizite Nennung des Markennamens. Dazu zählen visuelle, auditive, sprachliche oder symbolische Merkmale, die stabil und konsistent eingesetzt werden.

    Die Funktion von Distinctive Assets besteht darin, schnelle Wiedererkennung zu ermöglichen und die Marke mental zu verankern. Sie wirken als Abkürzungen im Gedächtnis und unterstützen sowohl Brand Salience als auch Brand Recall, insbesondere in aufmerksamkeitsarmen Umfeldern.

    Distinctive Assets entfalten ihre Wirkung nicht durch Originalität allein, sondern durch langfristige Wiederholung und klare Zuordnung zur Marke. Ihre Stärke liegt in der Verlässlichkeit, nicht im ständigen Wechsel. Je eindeutiger und konsistenter sie genutzt werden, desto größer ihr Beitrag zur Markenstärke.

    Querverweise: Brand Salience, Markenidentität, Wiedererkennung, Encoding und Decoding, Brand Recall

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    Double Opt-in

    Double Opt-in – auch DOI oder Bestätigtes Opt-in – ist das zweistufige Einwilligungsverfahren im E-Mail-Marketing: Erst Anmeldung im Formular, dann Bestätigung über eine E-Mail. Es ist der rechtssicherste Weg, Einwilligungen gemäß DSGVO nachzuweisen. Vorteile: bessere Listenqualität, weniger Spam-Traps, höhere Zustellbarkeit. Fehler entstehen, wenn die Bestätigungs-Mail unklar ist oder im Spam landet. Ohne Double Opt-in besteht erhöhtes Abmahnrisiko.

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    Dramatische Fallhöhe

    Dramatische Fallhöhe beschreibt, wie viel eine Marke verlieren kann, wenn Erwartungen nicht erfüllt werden. Je stärker das Markenversprechen, je hochwertiger die Zielgruppe oder je größer die öffentliche Sichtbarkeit, desto höher die Fallhöhe. Kleine Fehler wirken dadurch größer, weil das Risiko für Enttäuschung steigt. Dramatic Stakes sind ein zentrales Konzept in Markenführung, Rebranding, Campaigning und Headline-Dramaturgie: Sie bestimmen, wie mutig Marken agieren können – und wo ein Fehler zur Krise werden kann.

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    Drei-Stufen-Preislogik

    Ein Preismodell mit drei klaren Optionen („Gut – Besser – Am besten“).

    Psychologisch optimal, weil Menschen extreme Optionen meiden und die mittlere wählen („Compromise Effect“). Marken nutzen das, um Premiumprodukte attraktiv erscheinen zu lassen – ohne Druck.

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    Druckfähige Formate

    Druckfähige Formate sind Dateien, die technisch korrekt für den professionellen Druck aufgebaut sind. Sie müssen farbverbindlich, hochauflösend und reproduzierbar sein.

    Geeignete Formate:

    PDF/X-1a, PDF/X-3, PDF/X-4, TIFF/TIF, EPS, AI, PSD.

    Bedingt geeignet: hochauflösendes JPG.

    Nicht geeignet: PNG, GIF, WEBP, HEIC, SVG, RAW/DNG.

    Citylights nutzt ISO Coated v2 300 % (ECI).

    Download: https://www.eci.org/en/downloads

    Anschnitt (Bleed):

    2–3 mm umlaufend. Wichtige Inhalte in der Satzfläche halten.

    Keine Marken im PDF:

    Keine Schnittmarken, keine Passkreuze, keine Farbbalken, keine Kontrollstreifen. Nur Seite + Anschnitt.

    Regel für den PDF-Aufbau:

    Broschüren werden immer als Einzelseiten geliefert, niemals als Doppelseiten.

    (Grund: Druckerei montiert selbst, vermeidet Versatz und Falzfehler.)

    Flyer, Folder und Wickelfalze werden als zusammenhängende Montageflächen geliefert

    (z. B. 6-Seiter als eine durchgehende Außen- und eine Innenfläche).

    Damit stimmen Seitenfolgen, Falzrichtung und Abstände exakt.

    Anforderungen:

    Korrekte ICC-Profile, CMYK-Farbraum, saubere Schriften (Outlines/embedded), ausreichende Auflösung.

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    Druckverfahren

    Druckverfahren, auch als Drucktechniken oder Printverfahren bekannt, beschreiben die verschiedenen Methoden, wie Farbe oder Toner auf Materialien übertragen wird.

    Zu den wichtigsten Verfahren gehören:

    Offsetdruck: Standard im professionellen Druck; hohe Qualität, ideal für mittelgroße bis große Auflagen.

    Digitaldruck (Toner): schnelle Produktion, ideal für kleine Auflagen, Personalisierung und Expressdruck.

    Inkjet-Druck: tintenbasiert, hohe Detailgenauigkeit, für Großformat und Proofs.

    Flexodruck: Rollenverfahren für Verpackungen, Etiketten, Folien.

    Tiefdruck: gravierte Zylinder, extrem hochwertig, für sehr große Auflagen.

    Siebdruck: Farbe wird durch ein Gewebe gedrückt, ideal für Textilien, Platten, Spezialmaterialien.

    UV-Druck: härtet sofort aus, für starre und sensible Materialien.

    Sublimationsdruck: gasförbige Farbstoffübertragung, perfekt für Textil, Keramik, Polyester.

    Tampondruck: überträgt Farbe über ein Silikonpad; ideal für unebene/kleine Formen.

    Buchdruck (Letterpress): hochgeprägtes Druckbild, edel, oft für Karten und Premiumdrucke.

    Relevante Begriffe:

    Schöndruck / Widerdruck = Vorder- und Rückseite im Bogenoffset.

    Andruck = farbverbindlicher Testdruck vor der finalen Produktion.

    Überdrucken = Farbe wird über eine andere gedrückt, ohne auszupausen.

    CO₂-kompensierter Druck = Emissionen werden über Klimaprojekte ausgeglichen.

    Discount-, Express- oder Standarddruck = Preis- und Geschwindigkeitsvarianten im Produktionsworkflow.

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    Duplicate Content

    Duplicate Content – auch doppelte Inhalte oder Content-Duplikate – entsteht, wenn identische oder sehr ähnliche Texte unter mehreren URLs erscheinen. Suchmaschinen werten das als Qualitätsverlust, weil nicht klar ist, welche Version relevant ist. Häufige Ursachen: technische Fehler, Druckversionen, Sortierungen oder kopierte Texte. Lösungen sind Canonical-Tags, Weiterleitungen, eindeutige Inhalte und klare URL-Strukturen. Duplicate Content kostet Rankings und Crawling-Budget.

    E

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    E-Commerce

    E-Commerce – auch Onlinehandel oder digitaler Verkauf – umfasst alle Transaktionen, die online stattfinden: Shop-Systeme, Produktseiten, Bezahlprozesse, Warenkorb-Optimierung und Logistik. Erfolgreicher E-Commerce erfordert schnelle Ladezeiten, klare Produktdarstellung, starke Suchfunktion, Vertrauen (Siegel, Bewertungen) und einfache Checkout-Prozesse. Wichtige Kennzahlen sind Conversion Rate, Warenkorbwert, Retourenquote und CLV.

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    E-Level

    Wird v. a. in internationalen Konzernen genutzt.

    Typische Titel:

    • EVP – Executive Vice President
    • E-VP – Executive Vice President (andere Schreibweise)
    • Executive Director (in UK/US teils gleichrangig mit C-Level)
    • General Counsel (juristische Gesamtleitung, manchmal C-Level)

    Funktion:

    Direkt unter dem C-Level, oft verantwortlich für mehrere Divisionen.

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    E-Mail Marketing

    E-Mail-Marketing – auch Newsletter-Marketing oder Direct Email – ist einer der effektivsten Kanäle für Bindung und Verkauf, aber stark reguliert. DSGVO verlangt eindeutige Einwilligung (Double Opt-in), klare Absenderangaben und einfache Abmeldung. Erfolg hängt ab von Segmentierung, Relevanz, Betreffzeile und Versandfrequenz.

    Wichtige Kennzahlen:

    • Öffnungsrate
    • Klickrate (CTR)
    • Conversion Rate
    • Abmelderate
    • E-Mail ist kostengünstig, skalierbar und messbar – solange Inhalt, Timing und Liste stimmen.

    #ohne

    EVP – Executive Vice President

    Executive Level

    Executive Vice Presidents bilden die oberste Führungsebene direkt unter dem C-Level. Sie tragen die Verantwortung für große Unternehmensbereiche (z. B. Regionen, Geschäftsbereiche oder globale Funktionen). EVPs übersetzen Unternehmensstrategie in operative Realität und steuern abteilungsübergreifende Prioritäten. Während das C-Level die Richtung vorgibt, sorgt das EVP-Level dafür, dass diese strategischen Vorgaben in Strukturen, Budgets, Roadmaps und Kennzahlen umgesetzt werden.

    #ohne

    Early Adopters (Kunden)

    Die ersten Meinungsführer eines Markts (~13,5 %). Sie kaufen nicht wegen Technik, sondern wegen Status, Vision und Nutzenversprechen. Kritisch für Markenbildung: Diese Gruppe entscheidet, ob ein Produkt einen kulturellen Fußabdruck bekommt.

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    Early Majority (Kunden)

    Kunden, die erst kaufen, wenn Systeme stabil sind, andere gute Erfahrungen gemacht haben und das Risiko gering erscheint. Diese Gruppe bringt Masse und Marktanteil – aber nur, wenn vorher Vertrauen aufgebaut wurde.

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    Early Majority (Kunden)

    Die breite Mitte (~34 %).

    Risikomeidend, nutzenorientiert, rational.

    Kauft erst, wenn drei Bedingungen erfüllt sind:

    1. Hohe soziale Validierung

    2. Geringes Risiko

    3. Klare Praxisergebnisse

    Sie bringen Umsatz und Skalierung.

    #ohne

    Earned Attention / Eigenwirkung

    Earned Attention, auch als Brand-Eigenwirkung bekannt, bezeichnet Aufmerksamkeit, die die Marke durch eigene Stärke erzeugt – ohne Prominente, Trends oder externe Anleihen. Sie entsteht, wenn Marke, Botschaft oder Erfahrung so klar, eigenständig und relevant sind, dass Menschen freiwillig hinschauen, reagieren oder weiterempfehlen.

    Typische Quellen für Earned Attention:

    • ein klarer, unverwechselbarer Markencharakter
    • starke Narrative und wiedererkennbare Formulierungen
    • konsequente Haltung
    • Inhalte mit echtem Nutzwert oder starker Erkenntnis
    • außergewöhnliche Kundenerlebnisse („Peak Moments“)
    • Design oder Tonalität mit hohem Wiedererkennungswert

    Warum es wertvoller ist als Borrowed Interest

    Earned Attention baut Bindung, Vertrauen und Wiedererkennung auf.

    Borrowed Interest erzeugt kurzfristiges Aufsehen – Earned Attention schafft langfristige Markenenergie.

    Risiko / Grenze: Earned Attention ist langsamer im Aufbau und erfordert Klarheit, Konsistenz und kontinuierliche Qualität. Sie ist kein Abkürzungsweg – aber der nachhaltige Weg.

    Citylights-Perspektive: Marken, die Earned Attention erzeugen, wachsen stabiler und unabhängiger. Sie müssen Aufmerksamkeit nicht „leihen“, weil sie selbst genug Relevanz erzeugen.

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    Effective Frequency / Effektive Frequenz

    Medienplanung, Werbewirkung

    Die effektive Frequenz beschreibt die minimale Anzahl an Werbekontakten, die erforderlich ist, damit eine Werbebotschaft ihre gewünschte Wirkung entfaltet, etwa Aufmerksamkeit, Erinnerung oder Einstellungsänderung. Im Mittelpunkt steht nicht die bloße Ausspielung, sondern die notwendige Wiederholung, um Wirkung zu erzielen.

    Das Konzept geht davon aus, dass ein einzelner Kontakt in der Regel nicht ausreicht, während wiederholte Exposition die Wahrscheinlichkeit von Verarbeitung, Erinnerung und Überzeugung erhöht. Die optimale effektive Frequenz hängt unter anderem von der Komplexität der Botschaft, der kreativen Umsetzung, dem Kanal, dem Involvement der Zielgruppe und der Markenbekanntheit ab.

    Die effektive Frequenz ist kein fixer Wert, sondern ein strategisches Planungsprinzip. Sie dient dazu, ausreichende Wiederholung sicherzustellen, ohne Überexposition und Wirkungsverlust zu riskieren.

    Querverweise

    Frequenz, Reichweite, Mediendruck, Brand Recall, Wear-out-Effekt

    #ohne

    Elevator Pitch

    Ein Elevator Pitch ist eine kurze, pointierte Nutzenargumentation, die einer fremden Person innerhalb weniger Sekunden klar macht, warum ein Angebot, eine Idee oder ein Unternehmen relevant ist. Er folgt einer klaren Struktur: Problem benennen, Konsequenz verdeutlichen, Lösung anbieten, Vorteil zuspitzen. Entscheidend ist nicht die Länge, sondern die Präzision: Der Pitch muss so formuliert sein, dass der Gesprächspartner sofort versteht, worin der konkrete Wert liegt und warum er weiter zuhören sollte. Gute Elevator Pitches vermeiden Fachjargon, arbeiten mit klaren Bildern und enden mit einem logischen nächsten Schritt (z. B. Gespräch, Termin, Demo). Im Kern geht es darum, Komplexes so zu verdichten, dass es hängen bleibt – ohne flach oder werblich zu wirken. Der Pitch ist ein Werkzeug, kein Text auswendig. Er muss situativ anpassbar bleiben und sich an Zielgruppe, Umfeld und Zielsetzung orientieren.

    Auch One-Sentence Pitch oder Value Pitch .

    #ohne

    Emotionale Codes

    Emotionale Codes sind Reiz-Kombinationen (Farben, Formen, Worte, Gesten), die zuverlässig eine bestimmte Emotion auslösen. Sie funktionieren kulturübergreifend erstaunlich stabil: Vertrauen, Wärme, Präzision, Abenteuer, Luxus. Marken, die ihre emotionalen Codes beherrschen, kommunizieren konsistent, ohne laut zu sein. Marken, die sie ignorieren, wirken beliebig.

    #ohne

    Emotionale Erzählkurve

    Erzählkurve, die beschreibt, wie sich Emotionen über eine Geschichte hinweg verändern. Starke Markenbotschaften folgen bewusst gestalteten Emotionskurven: Spannung, Identifikation, Überraschung, Auflösung. Damit bleiben Botschaften länger im Gedächtnis. Man nennt es auch das emotionale Profil einer Geschichte: Spannung, Wendepunkt, Lösung. Marken nutzen emotionale Bögen, weil Inhalte mit Gefühlswechseln besser erinnert werden (Zak, Nielsen Neuro).

    #ohne

    Emotionales Framing

    Emotionen bestimmen, wie Fakten bewertet werden. Das gleiche Produkt kann „Sicherheit“, „Freiheit“, „Status“ oder „Effizienz“ bedeuten – je nach emotionalem Rahmen. Emotional Framing ist kein Trick, sondern psychologische Realität. Marken müssen bewusst entscheiden, mit welcher Emotion sie ein Thema aufladen. Falsches Framing = falsche Zielgruppe.

    #ohne

    Emotionales Priming

    Ein emotionaler Reiz (Bild, Ton, Wort, Story) setzt eine Stimmung, die nachfolgende Informationen einfärbt. Warmes Priming macht Botschaften sympathischer, kühles Priming macht sie analytischer. Marken nutzen Priming in Übergängen, Headlines, Einstiegsbildern, Musik, Satzrhythmus. Priming erzeugt das, was Menschen später als „Gefühl zur Marke“ bezeichnen.

    #ohne

    Endowment Effekt

    Menschen bewerten Dinge, die sie besitzen, höher als identische Dinge, die sie nicht besitzen. Das erklärt starke Markenbindung, Kündigungsresistenz und Loyalität. Auch im Employer Branding relevant: Wer sich als Teil einer Organisation fühlt, bleibt eher. Für Marken bedeutet das: Early Ownership erzeugen – z. B. durch Personalisierung, Rituale, Samples, Erstkontakt-Erlebnisse.

    #ohne

    Engagement Rate

    Engagement Rate, auch als Interaktionsrate oder Beteiligungsquote bekannt, misst, wie stark Nutzer mit Inhalten interagieren – Likes, Kommentare, Shares, Klicks oder Saves. Sie zeigt, ob Content relevant ist und ob er Menschen wirklich erreicht. Eine hohe Rate bedeutet, dass Inhalte emotional oder inhaltlich Resonanz erzeugen; sie misst Qualität statt bloßer Reichweite.

    Berechnungsvarianten:

    ER by Followers = Interaktionen ÷ Follower × 100

    ER by Impressions = Interaktionen ÷ Impressionen × 100

    ER by Reach (ERR) = Interaktionen ÷ Reichweite × 100

    Die Grundidee ist immer dieselbe – nur der Nenner unterscheidet sich.

    In Community-Kanälen wird häufig nach Followern gerechnet, bei Kampagnen nach Reichweite oder Impressionen. Gute Engagement Rates variieren je nach Plattform, Branche und Content-Typ, gehören aber zu den wichtigsten Indikatoren für Relevanz und Nutzerbindung.

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    Enhanced Conversions

    Enhanced Conversions, auch als erweiterte Conversions oder verbesserte Conversion-Erfassung bekannt, sind ein Tracking-Verfahren von Google, bei dem verschlüsselte Kundendaten (z. B. E-Mail oder Telefonnummer) genutzt werden, um Conversions präziser einem Nutzer zuordnen zu können. Die Daten werden gehasht (SHA-256) und nur zur Zuordnung genutzt, ohne dass Google die Rohdaten sieht. Enhanced Conversions verbessern die Messbarkeit, wenn Cookies blockiert werden oder Browser Tracking einschränken. Sie erhöhen Match-Rates, Datenqualität und die Genauigkeit von Kampagnenoptimierungen – vorausgesetzt, Einwilligungen sind korrekt eingeholt.

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    Enttäuschungsparadox

    Der Disconfirmation Effect oder auch Enttäuschungsparadox beschreibt, dass negative Abweichungen stärker wirken als positive. Mit anderen Worten: Enttäuschungen wiegen schwerer als Überraschungen. Liefert eine Marke weniger als erwartet, wird sie härter bewertet, als sie im Verhältnis „verdient“. Liefert sie mehr, steigt die Zufriedenheit – aber nicht im selben Ausmaß. Für Marken heißt das: Zu hohe Versprechen schaden, realistische Versprechen schützen. Wahrhaftigkeit ist strategischer als Überhöhung.

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    Equal Brand Partnerships

    Eine Equal Brand Partnership entsteht, wenn beide Marken eigenständige Strahlkraft besitzen und einander stärken, statt dass eine die andere trägt.

    Zwei starke Marken bündeln Wirkung auf Augenhöhe. Das ist weder Borrowed Interest noch Earned Attention, es ist ein eigener Mechanismus:

    Beispiel: Sherwin-Williams × AMG Petronas F1

    • Sherwin-Williams: starke B2B/Industrie- & Professional-Marke
    • AMG Petronas: High-Performance, Präzision, globale Visibility

    Hier „leiht“ niemand Aufmerksamkeit. Beide Marken erhöhen gemeinsam Reichweite, Glaubwürdigkeit und Image.

    Warum es funktioniert

    • Werte, Haltung oder Kompetenz passen zusammen
    • beide schaffen echten Nutzen für die Zielgruppe
    • kein Abhängigkeitsverhältnis
    • gemeinsame Storyline möglich: Performance, Präzision, Technik, Qualität
    • gegenseitiger Image-Transfer statt Leihgabe

    Risiken

    • Ungleichgewicht, wenn eine Marke kurzfristig schwächelt
    • Storyline muss klar geführt werden, sonst verwaschen die Botschaften
    • Gefahr der Austauschbarkeit, wenn Kooperation nur „Stickerplacement“ ist

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    Erwartungsanker

    Erwartungsanker sind Startpunkte, an denen Menschen die Qualität oder Bedeutung eines Angebots festmachen. Sie entstehen durch Bilder, Preise, Begriffe, Materialität oder Kontext. Ein hochwertiger Einstiegston („Wir haben das geprüft“) setzt einen anderen Anker als ein unscharfes Handyfoto. Wer Erwartungsanker bewusst gestaltet, steuert Wahrnehmung und erleichtert Entscheidungen – oft schon vor dem ersten faktischen Kontakt.

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    Erwartungsbruch

    Ein Erwartungsbruch entsteht, wenn ein Detail das gesamte Bild stört: unpassende Bildsprache, falscher Tonfall, schlechte Verpackung, unpersönliche Absagen, liebloses Onboarding. Kleine Brüche erzeugen unverhältnismäßig große Wirkung, weil Menschen Erwartungskohärenz brauchen. Erwartungsbruch ist einer der häufigsten Gründe für Misstrauen gegenüber Marken.

    #ohne

    Erwartungseffekt

    Der Erwartungseffekt beschreibt, dass Menschen Ergebnisse anders wahrnehmen, je nachdem, was sie vorher erwartet haben. Erwartungen formen Wahrnehmung, Entscheidungen und Zufriedenheit – oft stärker als objektive Fakten. Ein Produkt wirkt hochwertiger, wenn man vorher Qualität erwartet. Ein Arbeitgeber wirkt wärmer, wenn man vorher Wertschätzung erwartet. Für Marken bedeutet das: Erwartung ist Teil der Leistung. Wer Erwartungen bewusst setzt und erfüllt, steigert Wirkung erheblich.

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    Erwartungsinkonsistenz

    Erwartungsinkonsistenz entsteht, wenn Botschaften, Design, Verhalten oder Produkt nicht zu dem passen, was Menschen erwarten. Beispiele: Premium-Marketing, aber billige Verpackung. Warmherzige Arbeitgeberkommunikation, aber kalte Prozesse. Marken verlieren hier massiv Vertrauen, weil das Gehirn inkonsistente Signale als Warnhinweis wertet. Erwartungskonsistenz heißt: Jeder Kontaktpunkt bestätigt das gleiche Bild.

    #ohne

    Erwartungslast

    Erwartungslast beschreibt den Druck, der auf starken Marken liegt: Je bekannter und erfolgreicher eine Marke ist, desto höher sind die Erwartungen – und desto größer die Fallhöhe. Kleine Fehler werden härter bewertet, positive Leistungen gelten schnell als selbstverständlich. Erwartungslast ist ein strategischer Faktor für Markenführung, Rebranding, Produktentwicklung und Employer Branding.

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    Erwartungslücke / Expectation Gap

    (Markenwahrnehmung, Erwartungsmanagement, Kundenerlebnis)

    Die Expectation Gap beschreibt die Differenz zwischen den geweckten Erwartungen durch Marketing, Kommunikation oder Positionierung und der tatsächlich erlebten Leistung eines Produkts, einer Marke oder eines Services. Je größer diese Lücke, desto höher das Risiko von Enttäuschung, Vertrauensverlust und negativer Weiterempfehlung.

    Expectation Gaps entstehen häufig, wenn Kommunikation überverspricht, Kontexte falsch gesetzt werden oder operative Realität und Markenbild nicht synchron sind.

    Fallhöhe (psychologischer Verstärker)

    Die Wirkung der Expectation Gap wird maßgeblich durch die Fallhöhe bestimmt. Je höher die geweckten Erwartungen, desto stärker fällt die emotionale Enttäuschung aus, wenn das Erlebte hinter ihnen zurückbleibt. Eine hohe Fallhöhe kann selbst bei objektiv guter Leistung zu Ablehnung führen. Marken müssen daher nicht nur Erwartungen steuern, sondern bewusst auch deren Höhe begrenzen. Erwartungsmanagement bedeutet, die Balance zwischen Attraktivität und Einlösbarkeit zu halten.

    • Fallhöhe ≠ Qualitätsmangel
    • Fallhöhe ≠ Kommunikationsfehler allein
    • Fallhöhe = Erwartungsniveau × Nichterfüllung

    Strategische Konsequenz

    Nicht die Leistung entscheidet über Zufriedenheit, sondern das Verhältnis zwischen Erwartung, Fallhöhe und Erlebnis. Marken, die Aufmerksamkeit über Überhöhung erzeugen, vergrößern ihre Fallhöhe – und damit das Risiko von Vertrauensverlust.

    Typische Ursachen

    • überzogene Nutzenversprechen
    • unscharfe Positionierung
    • inkonsistente Touchpoints
    • mangelnde Abstimmung zwischen Marketing und Leistungserbringung

    Strategische Bedeutung

    • direkter Einfluss auf Zufriedenheit, Loyalität und Brand Trust
    • kritischer Faktor bei Pre-Launch- und Launch-Phasen
    • zentrale Größe für nachhaltigen Markenaufbau

    Umgang mit der Expectation Gap

    • Erwartungen bewusst präzise steuern
    • lieber unter- als überversprechen
    • Leistung sichtbar machen, nicht aufblasen
    • Konsistenz über alle Touchpoints sicherstellen

    Abgrenzung

    • Expectation Gap ≠ Qualitätsmangel (kann auch bei guter Leistung entstehen)
    • Expectation Gap ≠ Werbewirkung
    • Expectation Gap ≠ kurzfristige Enttäuschung

    Eine kleine positive Lücke (Leistung über Erwartung) stärkt Vertrauen – eine negative zerstört es.

    Querverweise

    Pre-Launch-Marketing · Markenversprechen · Erwartungsmanagement · Brand Trust · Kundenerlebnis

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    Erwartungsmanagement

    Erwartungsmanagement beschreibt die bewusste Steuerung dessen, was Kunden, Bewerber oder Nutzer von einer Marke erwarten dürfen. Erwartungen entstehen aus Kommunikation, Design, Verhalten und früheren Erfahrungen. Wenn Marken Erwartungen klar setzen, vermeiden sie Enttäuschungen, reduzieren Unsicherheit und schaffen Vertrauen. Ein starkes Erwartungsmanagement sorgt dafür, dass Versprechen und Erlebnis zueinander passen – weder überzogen noch untertrieben. Marken, die Erwartungen offen und nachvollziehbar steuern, wirken verlässlicher und stabiler.

    #ohne

    Erwartungsspitzen

    Erwartungsspitzen sind bewusst gestaltete Momente, die Erwartungen nach oben treiben: ikonische Verpackungen, eindrucksvolle Produktpräsentationen, besondere Service-Momente, architektonische Markenräume. Sie funktionieren wie dramaturgische Höhepunkte. Erwartungsspitzen erzeugen Begeisterung – aber nur, wenn das folgende Erlebnis die Höhe trägt. Marken müssen Peaks bewusst setzen und einlösen.

    #ohne

    Erwartungssprung

    Ein Erwartungssprung entsteht, wenn eine Marke ihr Leistungsniveau sichtbar erhöht – durch Design, Service, Technologie oder Erlebnis. Nutzer erwarten ab diesem Moment dauerhaft mehr. Erwartungssprünge müssen gezielt gestaltet werden, sonst überfordern sie Prozesse oder erzeugen Enttäuschungen. Richtig eingesetzt ermöglichen sie, Marken neu zu positionieren oder auf ein höheres Wertniveau zu heben.

    #ohne

    Event Tracking

    Event Tracking, auch als Ereignis-Tracking oder Nutzeraktionsmessung bekannt, erfasst bestimmte Handlungen auf einer Website oder App – wie Klicks, Scrolls, Formularabschlüsse, Downloads oder Käufe. Events zeigen, wie Menschen Inhalte nutzen und wo sie im Funnel stehen. Sauberes Event Tracking ist Grundlage für Optimierung, Attribution und sinnvolle Kampagnensteuerung.

    #ohne

    Evergreen Content / Zeitloser Content

    Evergreen Content – oft auch dauerhafter Content oder Longlife Content – bezeichnet Inhalte, die lange relevant bleiben: Ratgeber, Grundlagen, Anleitungen, Erklärtexte. Sie bringen konstanten SEO-Traffic und stabilisieren Rankings. Evergreen Content muss regelmäßig aktualisiert werden, ohne den Kern zu ändern. Entscheidend sind Tiefe, Verständlichkeit und Suchintention. Zeitlose Inhalte schaffen Autorität und sind Backlink-stark.

    #ohne

    Evozieren

    Evozieren bedeutet, gezielt eine bestimmte Reaktion, Vorstellung oder Emotion beim Gegenüber hervorzurufen. Es geht darum, einen mentalen oder emotionalen Zustand auszulösen, ohne ihn ausdrücklich zu benennen. Gute Kommunikation arbeitet oft mit Bildern, Kontrasten oder kleinen Hinweisen, die bestimmte Assoziationen „wachrufen“. In Markenführung und Psychologie ist Evozieren wirkungsvoll, weil Menschen auf implizite Signale meist stärker reagieren als auf direkte Aufforderungen.

    Beispiel: Der Satz „Stellen Sie sich vor, Ihr Tag beginnt ohne ein einziges Störmoment“ evoziert sofort Ruhe und Entlastung – ohne das Wort „Stress“ zu erwähnen.

    #ohne

    Expectation Build-up & Payoff

    Expectation Build-up & Payoff beschreibt die dramaturgische Mechanik, wie Marken, Headlines oder Storytelling Erwartungen aufbauen – und ob sie diese einlösen. Ein starker Build-up erhöht Relevanz, Spannung und Aufmerksamkeit. Wird der Payoff jedoch nicht geliefert, entsteht ein Antiklimax: Die Botschaft fällt in sich zusammen. das Vertrauen sinkt und der Nutzer bleibt mit einem Gefühl zurück, dass etwas versprochen, aber nicht eingelöst wurde. Marken, die Build-up und Payoff beherrschen, erzeugen Klarheit, Resonanz und Wirkung an jedem Kontaktpunkt.

    #ohne

    Experience Gap

    Die Experience Gap beschreibt die Lücke zwischen Markenversprechen und tatsächlichem Erlebnis. Je größer diese Lücke, desto schwächer die Marke. Apple, Disney oder KFC (mit dem Teller-Beispiel in unseren Insights) schließen die Gap bewusst über Mikro-Momente. Viele Unternehmen versprechen viel, liefern aber wenig. Eine geschlossene Experience Gap ist einer der stärksten Treiber für Loyalität.

    #ohne

    Extrinsische Motivation

    (Motivationspsychologie, Aktivierung, Marketingmechaniken)

    Extrinsische Motivation bezeichnet den Antrieb, ein Verhalten aufgrund äußerer Anreize oder Konsequenzen auszuführen. Die Motivation entsteht nicht aus der Handlung selbst, sondern aus erwarteten Belohnungen oder dem Vermeiden von Nachteilen. Typische extrinsische Anreize sind Rabatte, Boni, Statussymbole, Zugänge oder zeitlich begrenzte Vorteile.

    In Marketing und Kommunikation wird extrinsische Motivation eingesetzt, um Handlungen auszulösen oder zu beschleunigen, etwa Klicks, Registrierungen, Käufe oder Wiederholungsaktionen. Sie wirkt besonders kurzfristig und situationsabhängig und ist gut messbar.

    Abzugrenzen ist extrinsische Motivation von intrinsischer Motivation und vom Belohnungsprinzip. Während intrinsische Motivation auf innerer Überzeugung, Sinn oder Identifikation basiert, wirkt extrinsische Motivation von außen. Das Belohnungsprinzip beschreibt den zugrunde liegenden Mechanismus, extrinsische Motivation ist dessen konkrete Anwendung. Dauerhafter Einsatz extrinsischer Anreize kann intrinsische Motivation verdrängen oder schwächen.

    Beispiel

    Ein Kunde tätigt einen Kauf, um einen zeitlich begrenzten Rabatt oder Bonus zu erhalten, nicht aus grundsätzlicher Markenpräferenz.

    Strategische Einordnung

    • wirksam für Aktivierung und kurzfristige Ziele
    • gut steuerbar und messbar
    • begrenzter Wert für nachhaltige Markenbindung

    Querverweise

    Intrinsische Motivation · Belohnungsprinzip · Incentive · Promotion · Conversion

    #ohne

    Eyecatcher

    Ein Eyecatcher – manchmal Visual Hook oder Attention Trigger genannt – ist ein Element, das sofort Aufmerksamkeit erzeugt. Das kann ein Bild, ein Farbkontrast, eine ungewöhnliche Form oder ein kurzer Satz sein. Eyecatcher lenken den Blick dorthin, wo die Botschaft oder Handlung stattfinden soll. Zu starke Eyecatcher wirken wie Ablenkungen und brechen die Nutzerführung.

    #ohne

    esponsives Design

    Responsive Design bezeichnet die Gestaltung von Webseiten und digitalen Anwendungen, die sich automatisch an unterschiedliche Geräte, Bildschirmgrößen und Auflösungen anpasst. Inhalte, Navigation, Schriftgrößen und Layouts verändern sich dynamisch, damit die Seite auf Smartphone, Tablet und Desktop gleichermaßen gut nutzbar bleibt.

    Die Bedeutung ist hoch: Nutzer erwarten heute eine flüssige, fehlerfreie Darstellung – unabhängig vom Gerät. Schlechte Anpassung führt zu Frust, Absprüngen und Vertrauensverlust. Suchmaschinen bewerten responsives Verhalten ebenfalls positiv, da es Nutzbarkeit und Ladezeiten verbessert.

    Responsives Design ist daher kein technisches Extra, sondern Grundvoraussetzung für Reichweite, Conversion und professionelle Markenwirkung.

    F

    #ohne

    FOMO-Effekt

    Der FOMO-Effekt („Fear of Missing Out“) beschreibt die innere Spannung, die entsteht, wenn Menschen glauben, dass andere gerade etwas Wertvolles erleben, bekommen oder erreichen – und sie selbst könnten leer ausgehen. Dieses Gefühl löst ein starkes Handlungsbedürfnis aus: Man will sofort dabei sein, bevor es zu spät ist. In Marketing, Vertrieb und psychologischer Kommunikation wirkt FOMO, weil es zwei Grundängste gleichzeitig triggert: den Verlust einer Chance und den sozialen Ausschluss. Sobald Verknappung, Zeitdruck oder exklusiver Zugang erkennbar sind, steigt die Bereitschaft, schneller zu handeln, Risiken einzugehen oder Entscheidungen zu beschleunigen. FOMO funktioniert nicht über rationale Argumente, sondern über das tiefe Bedürfnis, Teil von etwas Wertvollem zu sein und keinen persönlichen Nachteil zu erleiden. Marken nutzen diesen Mechanismus bewusst in Launches, limitierten Angeboten oder Community-Inszenierungen.

    #ohne

    Facebook Pixel

    Facebook Pixel, auch als Meta-Pixel oder Tracking-Pixel bekannt, ist ein kurzer Code, der auf einer Website eingebaut wird, um das Verhalten von Besuchern zu messen. Er registriert z. B. Seitenaufrufe, Klicks, Käufe oder Leads und verbindet diese Daten mit Meta-Werbeanzeigen. Dadurch können Zielgruppen präziser erstellt, Retargeting aktiviert und Kampagnen besser optimiert werden. Das Pixel hilft zu verstehen, welche Anzeigen wirklich Ergebnisse bringen und wie Nutzer sich nach dem Klick verhalten. Wichtig ist eine korrekte Implementierung und die Beachtung der Datenschutzvorgaben (Einwilligung, Opt-in).

    #ohne

    Fairness Gap

    Der Unterschied zwischen dem tatsächlichen Preis und dem gefühlten fairen Preis. Kunden akzeptieren höhere Preise, wenn sie den Wert klar erkennen. Wenn der Wert nicht sichtbar ist, entstehen Ablehnung, Misstrauen oder Preisverhandlungen.

    #ohne

    Fallhöhe

    Fallhöhe bezeichnet die Distanz zwischen dem, was Menschen erwarten, und dem, was sie als möglichen Verlust wahrnehmen – psychologisch, emotional oder reputativ. Je höher das Versprechen einer Marke, eines Produkts oder einer Kampagne, desto höher die Fallhöhe und desto sensibler reagieren Menschen auf Abweichungen. Wird eine starke Erwartung nicht erfüllt, fällt das Urteil härter aus als bei Marken ohne klares oder schwächeres Versprechen. Fallhöhe ist zentral für Werbung, Service, Storytelling und Erwartungsmanagement: Sie bestimmt, wie riskant eine kreative Entscheidung wirkt, wie schnell Vertrauen bricht und wie viel Präzision Marken bei Premium-Positionierungen brauchen.

    #ohne

    Falzarten

    Falzarten, auch als Falztechniken oder Faltarten bekannt, beschreiben die verschiedenen Methoden, Papier oder Druckprodukte zu falten. Jede Falzart erzeugt eine andere Wirkung, Haptik und Nutzbarkeit.

    Zu den gängigen Falzarten gehören:

    • Wickelfalz: mehrere nach innen einschlagende Klappen, klassisch für Flyer.
    • Zick-Zack-Falz (Akkordeonfalz): abwechselnd nach links und rechts gefaltet, ideal für übersichtliche Schrittfolgen.
    • Leporello-Falz: Variante des Zick-Zack-Falzes mit vielen gleich großen Segmenten.
    • Parallelfalz: alle Brüche verlaufen parallel zueinander, wirkt klar und strukturiert.
    • Kreuzfalz: Papier wird erst längs, dann quer gefaltet, häufig für Magazine oder Beilagen.
    • Fensterfalz: Seiten öffnen sich wie Fensterflügel nach links und rechts.
    • Altarfalz: zwei Klappen falten sich zur Mitte wie Türen eines Altars.

    Der Oberbegriff Falz bezeichnet generell jeden Bruch im Material. Falzarten bestimmen, wie Inhalte gelesen, inszeniert und genutzt werden.

    #ohne

    Farbräume & Farbmodelle

    Farbräume und Farbmodelle, auch als Color Spaces und Color Models bekannt, beschreiben, wie Farben technisch definiert, dargestellt und reproduziert werden. Ein Farbmodell ist das theoretische System (z. B. RGB oder CMYK), ein Farbraum die konkrete Ausprägung davon (z. B. sRGB, AdobeRGB oder ISO Coated V2).

    Wichtige Modelle und Farbräume:

    RGB-Modell: additiv, für Displays. Typische Farbräume: sRGB (Standard), AdobeRGB (größerer Farbumfang).

    CMYK-Modell: subtraktiv, für den klassischen Vierfarbdruck. Standardfarbräume: ISO Coated V2, PSO Coated, Uncoated usw.

    Lab / CIELAB: geräteunabhängiger Farbraum, beschreibt Farbe so, wie das menschliche Auge sie wahrnimmt; Referenz für Farbwandlungen.

    Pantone(PMS) / HKS: Volltonfarbsysteme, ideal für Markenfarben oder Sonderfarben, die mit CMYK alleine nicht erreicht werden.

    Relevante Begriffe:

    Gamut: der darstellbare Farbumfang eines Farbraums.

    – im Farbmanagement steuern ICC-Profile bzw. Farbprofile, wie Geräte Farben interpretieren und ineinander umrechnen. Die Farbpalette definiert alle verwendeten Farben eines Projekts.

    Farbprofil (ICC-Profil): Datei, die festlegt, wie Farben auf einem Gerät umgesetzt werden.

    Konvertierung: Umrechnung zwischen Farbräumen (z. B. RGB → CMYK), problematisch bei Farben außerhalb des Ziel-Gamuts.

    Proof: farbverbindlicher Testdruck, um Farbabweichungen vor der Produktion zu erkennen.

    Maximalfarbauftrag (TAC) begrenzt, wie viel Gesamtfarbe im CMYK-Druck aufgetragen werden darf, um Trocknungs- und Qualitätsprobleme zu vermeiden.

    Farbkontrollstreifen auf Druckbögen dient der Qualitätskontrolle und stellt sicher, dass Farben korrekt und konsistent gedruckt werden.

    Farbräume bestimmen, wie Farben aussehen, ob sie druckbar sind und wie konsistent ein Design auf verschiedenen Geräten wirkt.

    #ohne

    Farbverbindlichkeit

    Farbverbindlichkeit, auch als Farbsicherheit oder Color Accuracy bekannt, beschreibt, wie zuverlässig eine Farbe im Druck oder auf dem Bildschirm dem gewünschten Original entspricht. Sie ist zentral für Corporate Design, Produktfotografie und Verpackungen. Farbverbindlichkeit entsteht durch saubere Profile (ICC), korrekt kalibrierte Geräte, abgestimmte Farbräume und verbindliche Prüfprozesse wie Proofs. Je höher die Farbverbindlichkeit, desto geringer die Abweichung zwischen Bildschirm, Proof und finalem Druck. Ohne Farbmanagement kommt es schnell zu Farbverschiebungen, Überdruckproblemen oder zu starkem Gesamtfarbauftrag.

    #ohne

    Farbwelt

    Festgelegte Farbauswahl einer Marke. Grundlage für konsistentes Design.

    #ohne

    Fast Follower (Kunden)

    Marktteilnehmer, die schnell adaptieren, sobald sich ein klarer Trend abzeichnet. Sie warten nicht lange, wollen aber keine Risiken wie Early Adopters tragen. Wichtig, weil sie Trends verbreitern und stabilisieren.

    #ohne

    Favicon

    Kleines Symbol, das im Browser-Tab angezeigt wird. Teil des Corporate Designs.

    #ohne

    Featured Snippet

    Featured Snippet, auch als hervorgehobenes Suchergebnis oder Antwortbox bekannt, ist das Ergebnis, das Google direkt über allen anderen Anzeigen anzeigt. Es liefert eine kurze, präzise Antwort auf eine Frage – oft als Absatz, Liste oder Tabelle. Featured Snippets erhöhen die Sichtbarkeit stark, weil sie die Position Null einnehmen. Sie entstehen, wenn Inhalte klar strukturiert, sauber formuliert und thematisch relevant sind. Man gewinnt sie nicht über Tricks, sondern über verständliche, direkte Antworten.

    #ohne

    Fehler 500

    Serverfehler, der auf interne Probleme hinweist. Muss schnell behoben werden.

    #ohne

    Fehlstreuung / Streuverluste

    (Mediaplanung, Zielgruppenpräzision, Werbeeffizienz)

    Fehlstreuung bzw. Streuverluste bezeichnen Werbekontakte, die außerhalb der definierten Zielgruppe stattfinden. Diese Kontakte erhöhen zwar Reichweite oder Bruttokontakte, tragen jedoch nicht zur Zielerreichung oder Wirkung bei.

    Streuverluste entstehen, wenn Medien, Platzierungen oder Umfelder zu breit, unscharf oder kontextuell unpassend gewählt werden. Sie sind kein Messfehler, sondern das Ergebnis strategischer Entscheidungen.

    Typische Ursachen

    • breite Medien mit heterogener Nutzung
    • unpräzise Zielgruppendefinition
    • fehlender Kontext-Fit
    • übermäßiger Fokus auf Reichweite statt Relevanz

    Strategische Bedeutung

    • hohe Streuverluste senken die Effizienz von Mediabudgets
    • geringe Streuverluste erhöhen Wirkungswahrscheinlichkeit
    • insbesondere relevant in B2B, Nischenmärkten und erklärungsbedürftigen Themen

    Einordnung

    Streuverluste sind nicht grundsätzlich negativ. In Reichweitenkampagnen können sie bewusst in Kauf genommen werden. Für Markenaufbau, Vertrauen und Qualitätskontakte sind sie jedoch kritisch.

    Abgrenzung

    • Streuverluste ≠ Doppelleser (Mehrfachkontakte innerhalb der Zielgruppe)
    • Streuverluste ≠ geringe Wirkung (Qualität kann Streuung kompensieren)
    • Streuverluste ≠ falsches Medium (kann auch bei passenden Medien auftreten)

    Streuverluste beschreiben Verteilungsineffizienz, nicht kreative Qualität.

    Querverweise

    Zielgruppenanalyse · Qualitätskontakt · Kontext · Mediaplanung · Fachmedien

    #ohne

    Fluency / Kognitive Fluency

    Kognitive Fluency ist verwandt mit Cognitive Ease, aber stärker auf Sprachrhythmus, Lesbarkeit, Musterwahrnehmung ausgerichtet. Sie beschreibt, wie mühelos das Gehirn Informationen verarbeiten kann. Inhalte, die klar formuliert, vertraut, rhythmisch, gut gegliedert oder visuell sauber aufgebaut sind, fühlen sich automatisch richtiger, glaubwürdiger und hochwertiger an. Das liegt nicht am Inhalt selbst, sondern an der Leichtigkeit der Verarbeitung: Was wenig Denkaufwand erfordert, wird vom Gehirn bevorzugt.

    Fluency beeinflusst fast jede Bewertung – von Texten über Logos bis zu Entscheidungen. Komplexe Formen, verschachtelte Sätze, unruhige Layouts oder ungewohnte Begriffe erzeugen „Reibung“ und wirken dadurch unprofessionell, schwerfällig oder sogar verdächtig. Umgekehrt verstärkt hohe Fluency Vertrauen, Sympathie und Entscheidungsbereitschaft.

    Beispiel: Ein einfach lesbarer Satz wie „Drei Schritte – ein Ergebnis“ fühlt sich verlässlicher an als eine komplizierte Erklärung, selbst wenn beide inhaltlich identisch sind. Fluency ist damit kein Stilmittel, sondern ein Werttreiber.

    #ohne

    Footer

    Unterer Webseitenbereich mit Kontaktinfos, Navigation oder rechtlichen Hinweisen.

    #ohne

    Frame-Konflikt

    Ein Widerspruch zwischen dem, was eine Marke zeigen will, und dem, was die Gestaltung unbewusst kommuniziert. Beispiel: eine „Premium“-Marke mit Billigoptik, ein „innovatives“ Produkt im konservativen Layout, ein „regionaler“ Anbieter mit global generischen Stockbildern. Frame-Konflikte sabotieren Glaubwürdigkeit und bremsen Markenwirkung.

    #ohne

    Frame-Konflikt

    Ein Widerspruch zwischen Design, Botschaft und Erwartung der Zielgruppe. Beispiel: Edler Inhalt in billigem Look. Ein solcher Konflikt zerstört Vertrauen und senkt Conversion – weil das Gehirn inkonsistente Signale abstraft. Wichtig in Markenführung, UX, Verpackung und Produktpräsentation.

    #ohne

    Framing

    Framing (auch bekannt als Rahmenwirkung oder Kontextpsychologie) beschreibt, dass nicht die Information selbst entscheidend ist, sondern der Rahmen, in dem sie präsentiert wird. Dieselbe Tatsache kann als Risiko, Chance, Kosten, Investition oder Sicherheit erscheinen – je nachdem, wie sie formuliert, bebildert oder in einen Kontext gesetzt wird. Menschen bewerten Inhalte nicht neutral, sondern immer innerhalb des Bedeutungsrahmens, den der Absender vorgibt.

    Ein klassisches Beispiel zeigt die Wirkung: „90 % überleben“ klingt beruhigend, während „10 % sterben“ alarmiert – obwohl beide Aussagen inhaltlich identisch sind.

    Marken, die konsequent framen, steuern Wahrnehmung, Motivation und Entscheidungen. Marken, die es nicht tun, werden automatisch von anderen geframed: durch Kunden, Wettbewerber oder Medien.

    #ohne

    Frequency Capping

    Frequency Capping – auch Kontaktbegrenzung oder Frequency Limit – steuert, wie oft ein Nutzer eine Anzeige innerhalb eines bestimmten Zeitraums sieht. Ziel ist, Reaktanz, Werbemüdigkeit und verschwendetes Budget zu vermeiden. Zu hohe Frequenzen senken Effizienz und erhöhen Kosten pro Ergebnis. Zu niedrige Frequenzen verhindern Wirkung. Gute Kampagnen kombinieren Frequency Capping mit Zielgruppenqualität und Creatives, um Markenwirkung und Conversion sauber auszubalancieren.

    #ohne

    Frequency Illusion (Baader-Meinhof-Phänomen)

    (Wahrnehmungspsychologie, Aufmerksamkeit, Markenpräsenz)

    Die Frequency Illusion beschreibt das Phänomen, dass Menschen nach der ersten bewussten Wahrnehmung eines Begriffs, einer Marke oder eines Themas das Gefühl haben, diesem plötzlich überall zu begegnen. Ursache ist eine Kombination aus selektiver Aufmerksamkeit und gedächtnisbasierter Bestätigung.

    In der Markenkommunikation erklärt dieser Effekt, warum erste bewusste Kontakte eine Kettenreaktion auslösen können. Sobald eine Marke mental aktiviert ist, wird sie häufiger wahrgenommen, obwohl ihre objektive Präsenz unverändert bleibt.

    Abzugrenzen ist die Frequency Illusion vom Mere-Exposure-Effekt. Während Mere Exposure auf tatsächlicher Wiederholung basiert, entsteht die Frequency Illusion durch veränderte Wahrnehmung, nicht durch erhöhte Ausspielung.

    Beispiel

    Nach dem ersten bewussten Kontakt mit einer Marke fällt diese plötzlich in Social Media, Werbung und Alltagssituationen immer wieder auf.

    Querverweise

    Selective Attention · Mere-Exposure-Effekt · Brand Salience · Wahrnehmung · Gedächtnis

    #ohne

    Frequenz

    Media, Kampagnenplanung, Wirkungssteuerung

    Frequenz beschreibt die durchschnittliche Anzahl an Kontakten, die eine einzelne Person innerhalb eines definierten Zeitraums mit einer Werbebotschaft hat. Sie gibt an, wie oft ein Werbemittel derselben Zielperson ausgespielt wird, und ist eine zentrale Steuerungsgröße in der Mediaplanung.

    In Kampagnen wird Frequenz eingesetzt, um den notwendigen Wiederholungsgrad einer Botschaft sicherzustellen. Eine zu geringe Frequenz führt dazu, dass Werbung nicht wahrgenommen oder erinnert wird. Eine zu hohe Frequenz kann hingegen zu Ermüdungseffekten, Reaktanz oder sinkender Wirkung führen. Die optimale Frequenz hängt von Kampagnenziel, Kanal, Kreatividee, Involvement und Markenstärke ab.

    Frequenz ergibt sich aus dem Verhältnis von ausgelieferten Kontakten zur erreichten Reichweite. Sie ist keine eigenständige Leistungskennzahl, sondern das Resultat der Mediastrategie. Besonders in Awareness- und Imagekampagnen ist Frequenz entscheidend für Markenaufbau und Recall, während sie in Performancekampagnen stärker im Spannungsfeld von Effizienz und Sättigung bewertet wird.

    In der Praxis wird Frequenz gezielt gesteuert, um einen gewünschten Mediendruck aufzubauen oder zu begrenzen. Moderne Kampagnen berücksichtigen dabei nicht nur die Anzahl der Kontakte, sondern auch deren Qualität, zeitliche Verteilung und Kanalunterschiede.

    Querverweise

    Reichweite, Ad Impression, Mediendruck, Brand Recall, Wear-out-Effekt, Kampagnen-KPIs

    #ohne

    Frontend

    Der sichtbare Teil einer Website, mit dem Nutzer interagieren.

    #ohne

    Frustrationsabladung

    Frustrationsabladung bezeichnet das Verhalten, bei dem Menschen Bewertungen nutzen, um interne Spannungen oder negative Erfahrungen „abzuladen“ – unabhängig davon, ob die Bewertung sachlich gerechtfertigt ist. Besonders häufig kommt dies bei Ex-Mitarbeitern vor, die sich über Führung, Prozesse oder Trennungssituationen ärgern, aber keinen offiziellen Kanal mehr haben. Die Bewertung dient als Ersatzhandlung und erzeugt für Unternehmen ein falsches öffentliches Bild. Für Employer Branding bedeutet das: Unternehmen müssen Trennungskultur, Feedbackwege und Nachbetreuung professionell gestalten, um destruktive Abladebewertungen zu reduzieren.

    #ohne

    Full-Service-Agentur

    Eine Full-Service-Agentur – auch 360°-Agentur oder Integrated Agency – bietet alle Leistungen aus einer Hand: Strategie, Gestaltung, Produktion, digitale Medien, Content, Kampagnen und Analyse. Vorteil ist Konsistenz und geringere Abstimmungskosten. Nachteil: Manche Agenturen behaupten „Full-Service“, liefern aber nur Teilbereiche. Eine echte Full-Service-Agentur verbindet Spezialisten aus Design, Marketing, Technik und Produktion in einer Gesamtverantwortung.

    #ohne

    Funnel-Phasen (TOFU / MOFU / BOFU)

    Funnel-Phasen, auch als Top-, Middle- und Bottom-of-Funnel bekannt, beschreiben die drei Hauptstufen eines Verkaufstrichters.

    TOFU: Menschen werden erstmals auf ein Thema oder eine Marke aufmerksam. Ziel: Interesse wecken.

    MOFU: Nutzer vergleichen, prüfen und informieren sich. Ziel: Vertrauen aufbauen und Klarheit geben.

    BOFU: Entscheidungsebene. Ziel: Kauf, Anfrage oder Abschluss.

    Die Aufteilung hilft, Inhalte präzise auf die jeweilige Phase auszurichten – statt alles für alle zu machen.

    G

    #ohne

    GRP (Gross Rating Points)

    GRP ist eine aggregierte Kennzahl für Werbedruck. Sie ergibt sich aus der Multiplikation von Netto-Reichweite und durchschnittlicher Kontaktfrequenz.

    GRP = Netto-Reichweite (%) × Kontaktfrequenz

    GRP zeigt, wie stark eine Kampagne insgesamt ausgespielt wurde, sagt jedoch nichts über Kontaktqualität oder Wirkung aus. Hohe GRP können durch breite Reichweite oder hohe Wiederholung entstehen.

    Abgrenzung

    • GRP ≠ Reichweite
    • GRP ≠ Wirkung
    • GRP ≠ Erinnerungsleistung

    Querverweise

    Brutto- und Nettokontakte · Kontaktfrequenz · Werbedruck

    Strategische Klarstellung

    • GRP & Frequenz = Steuerung von Druck
    • OTS = Modellannahme
    • Qualitätskontakt = Wirkungswahrscheinlichkeit

    Viele Kampagnen scheitern nicht an zu wenig Kontakten, sondern an zu vielen irrelevanten.

    #ohne

    Gamification

    (Verhaltenspsychologie, Aktivierung, Interaktionsdesign)

    Gamification bezeichnet den Einsatz spieltypischer Elemente in nicht-spielerischen Kontexten, um Motivation, Engagement oder gewünschtes Verhalten zu fördern. Typische Elemente sind Punkte, Level, Fortschrittsanzeigen, Abzeichen, Ranglisten oder Herausforderungen.

    In Marketing, Produkten und Services nutzt Gamification das Motivationsdreieck gezielt aus. Extrinsische Motivation wird durch Belohnungen aktiviert, soziale Motivation durch Vergleich und Sichtbarkeit, intrinsische Motivation durch Fortschrittserleben, Kompetenz und Selbstwirksamkeit. Entscheidend ist nicht das Spiel selbst, sondern die strukturierte Motivationslogik.

    Abzugrenzen ist Gamification von reiner Belohnungssystematik. Während Incentives isolierte Anreize setzen, schafft Gamification ein dauerhaftes Interaktionssystem. Ebenso unterscheidet sie sich von Unterhaltung oder Games: Gamification bleibt funktional und zielgerichtet. Ohne sinnvollen Kontext oder Mehrwert kippt sie in oberflächliche Mechanik oder manipulative Muster.

    Beispiel

    Ein Nutzer sammelt Fortschrittspunkte, schaltet neue Funktionen frei und sieht seinen Status im Vergleich zu anderen, was Nutzung und Bindung erhöht.

    Strategische Einordnung

    • wirksam für Engagement und Wiederholung
    • erfordert klare Ziele und transparente Regeln
    • Risiko der Abnutzung bei rein extrinsischer Ausgestaltung

    Querverweise

    Motivationsdreieck · Belohnungsprinzip · Intrinsische Motivation · Soziale Motivation · Engagement

    #ohne

    Geistige Brandstiftung

    Geistige Brandstiftung beschreibt die gezielte Technik, Gedanken, Bilder oder Problemframes so zu setzen, dass sie beim Publikum eine starke emotionale Reaktion auslösen und eine bestimmte Richtung vorgeben. Der Begriff meint keine Manipulation im klassischen Sinne, sondern den bewussten Einsatz von Worten, Metaphern und Kontrasten, um Klarheit zu schaffen, Spannung aufzubauen und mentale Energie zu mobilisieren. Wer geistige Brandstiftung einsetzt, platziert gezielt einen Funken – eine klare Aussage, ein provokanter Widerspruch, ein ungewohnter Blickwinkel –, der beim Gegenüber ein gedankliches Feuer entfacht. Dadurch ändern sich Wahrnehmung, Prioritäten und Entscheidungsbereitschaft oft schlagartig. In Markenführung, Leadership und sozialer Psychologie wirkt dieser Mechanismus, weil Menschen auf starke Reize, klare Positionen und emotional aufgeladene Bilder schneller reagieren als auf neutrale Argumente. Geistige Brandstiftung funktioniert also nicht über Lautstärke, sondern über gedankliche Präzision und die Kunst, das Wesentliche so zu benennen, dass es im Kopf nachhallt und nicht mehr ignoriert werden kann.

    #ohne

    Geo-Targeting

    Geo-Targeting – auch geografische Zielgruppensteuerung oder Location Targeting – steuert Werbung basierend auf Standort: Länder, Städte, Postleitzahlen, Umkreise oder Bewegungsprofile. Es verbessert Relevanz und Werbedruck, weil Inhalte regional passend ausgespielt werden. Geo-Targeting wird in Suchmaschinen, Social Ads, Programmatic und Out-of-Home genutzt. Falsche Einstellungen führen zu Streuverlusten, zu enge Einstellungen zu geringer Reichweite.

    #ohne

    Geotagging

    Geotagging, auch als Standortmarkierung oder Geo-Kennzeichnung bekannt, bedeutet, dass Inhalte wie Fotos, Posts, Einträge oder Datenpunkte mit geografischen Koordinaten versehen werden. Dadurch lassen sich Orte dokumentieren, Inhalte auf Karten darstellen oder standortbezogene Funktionen nutzen. Im Marketing ermöglicht Geotagging lokale Anzeigen, regionale Zielgruppen oder spezifische Standortanalysen. Technisch basiert es auf GPS-Daten, WLAN-Netzen oder IP-Erkennung. Wichtig: Nutzer müssen der Standortfreigabe zustimmen – sonst werden keine präzisen Daten übertragen.

    #ohne

    Goal Priming

    Auch bekannt als: Ziel-Priming, Zielaktivierung, motivationale Aktivierung. Goal Priming beschreibt den Effekt, dass Menschen stärker auf Reize reagieren, die ein bereits bestehendes Ziel aktivieren oder verstärken. Ein Ziel ist oft unbewusst präsent (z. B. Sicherheit, Erfolg, Status, Vereinfachung) und wird durch bestimmte Wörter, Bilder oder Situationen „angeschaltet“. Wird ein Ziel aktiviert, steigt die Motivation, passende Handlungen auszuführen: klicken, kaufen, vergleichen, weiterlesen.

    Beispiele:

    – Bilder von Ordnung aktivieren das Ziel „Kontrolle“.

    – Erfolgsstories aktivieren „Fortschritt“ und „Status“.

    – Knappheit aktiviert „Sicherung“ und „Verlust vermeiden“.

    – Vorher/Nachher-Vergleiche aktivieren „Verbesserung“.

    Im Marketing funktioniert Goal Priming besonders stark, wenn Inhalte an bestehende Zielsysteme andocken, statt neue Motivationen zu erzeugen. Menschen handeln schneller, wenn der Reiz mit einem bereits vorhandenen inneren Ziel übereinstimmt.

    #ohne

    Goldidee (Agenturjargon)

    (Kreativbranche, Award-Kampagnen, Eigeninitiativen)

    Eine Goldidee bezeichnet im Agenturjargon eine nicht beauftragte oder nur formal abgesicherte Kampagnenidee, die von einer Agentur auf eigene Kosten entwickelt und umgesetzt wird, mit dem primären Ziel, Kreativpreise zu gewinnen (z. B. Cannes Lions, ADC Nägel).

    Goldideen entstehen typischerweise außerhalb regulärer Kundenbudgets. Entweder existiert kein realer Auftraggeber, oder der Bezug zu einem realen Kunden ist stark konstruiert. Die inhaltliche Ausrichtung folgt primär Award-Kriterien, nicht strategischen Marketingzielen.

    International wird dieses Vorgehen unter Begriffen wie Scam Ad, Scam Campaign oder Award Bait diskutiert.

    Strategischer Kontext

    • Eigenfinanzierte Kreativarbeiten von Agenturen
    • Fokus auf Jury-Wirkung statt Marktwirkung
    • Reputations- und Sichtbarkeitsaufbau innerhalb der Branche
    • Abgrenzung zu kundengeführten Kampagnen

    Wichtige Abgrenzungen

    Goldidee ≠ Kundenkampagne

    (kein regulärer Marketingauftrag)

    Goldidee ≠ strategische Markenarbeit

    (Award-Ziel statt Markt-Ziel)

    Branchenkontext

    Die Praxis ist in der Kreativbranche bekannt und wird von Preisveranstaltern regelmäßig thematisiert und reguliert (z. B. Einreichungsregeln, Aberkennung von Preisen).

    #ohne

    Google Ads

    Google Ads – auch SEA oder Bezahlte Suchwerbung – umfasst Suchanzeigen, Display, YouTube, Shopping und Performance-Max. Google Ads ist einer der präzisesten Kanäle für Nachfrage, da Suchbegriffe Kaufabsichten sichtbar machen. Wichtige Kennzahlen: CPC, CTR, Qualitätsfaktor, ROAS und Conversion Rate. Erfolg hängt von sauberer Struktur, klaren Landingpages und passender Gebotsstrategie ab. Schlechte Kampagnen verbrennen Budget extrem schnell.

    #ohne

    Google Analytics

    Google Analytics – auch GA oder Webanalyse-Tool – misst Verhalten, Quellen, Umsatz und Ereignisse auf Websites. GA4 basiert auf Events statt Sitzungen und bietet plattformübergreifendes Tracking. Wichtige Kennzahlen: Nutzer, Engagement, Events, Conversion Paths und Traffic-Qualität. Rechtlich erforderlich: DSGVO-Konformität, Einwilligung, IP-Anonymisierung und Datenverarbeitungsverträge. Analytics ist nur so gut wie die Konfiguration.

    #ohne

    Google Business

    Google Business – auch Google Unternehmensprofil oder früher Google My Business – ist der zentrale Eintrag, mit dem Unternehmen in der lokalen Suche und bei Google Maps erscheinen. Er enthält Adresse, Öffnungszeiten, Bewertungen, Leistungen, Bilder und Beiträge. Ein optimierter Google-Business-Eintrag steigert lokale Sichtbarkeit, Klickrate und Vertrauen. Wichtige Faktoren: vollständige Informationen, aktuelle Öffnungszeiten, schnelle Reaktion auf Bewertungen, hochwertige Fotos und regelmäßige Posts. Für lokale Unternehmen ist Google Business einer der wichtigsten Conversion-Treiber.

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    Google Pixel

    Google Pixel, auch als Google Ads Pixel oder Google-Tag bekannt, ist ein Tracking-Code, der auf Websites eingebunden wird, um Conversions und Nutzerverhalten für Google Ads zu messen. Er erfasst z. B. Seitenaufrufe, Käufe, Leads oder bestimmte Aktionen und verbindet diese Ereignisse mit Google-Kampagnen. Der Google Pixel ist technisch kein Bildpixel mehr, sondern Teil des Google Tag (gtag.js) oder Google Tag Manager. Er hilft dabei, Zielgruppen anzulegen, Retargeting zu steuern und Kampagnen besser zu optimieren. Die Genauigkeit hängt von sauberer Implementierung, Consent-Status und Datenqualität ab. Moderne Setups kombinieren den Pixel zunehmend mit serverseitigem Tracking, um Datenverluste durch Browser-Beschränkungen zu reduzieren.

    #ohne

    Grafikstil

    Grafikstil – auch Visual Style oder Bildsprache – beschreibt die gestalterische Linie einer Marke: Formensprache, Farben, Illustrationstyp, Kontraste, Texturen, Lichtstimmung. Ein konsistenter Grafikstil sorgt für Wiedererkennung und Markenidentität. Brüche im Stil zerstören Wertigkeit und machen Kommunikation beliebig. Gute Marken definieren Grafikstil so klar wie Designrichtlinien.

    #ohne

    Greyscale

    Greyscale – auch Graustufenmodus oder Schwarz-Weiß-Skala – beschreibt Bilder oder Designs ohne Farbe, basierend nur auf Helligkeitswerten. Greyscale wird zur Reduktion, Fokussierung oder für bestimmte Look-and-Feel-Ästhetiken genutzt. In der Bildbearbeitung hilft Greyscale, Kontrast und Form klarer zu bewerten. Im Design verhindert es Ablenkung durch Farbwirkung.

    #ohne

    Grid-System

    Ein Grid-System – auch Gestaltungsraster oder Layout-Grid – ist ein unsichtbares Ordnungssystem aus Spalten, Zeilen und Abständen. Es strukturiert Seiten, erleichtert Lesbarkeit und sorgt für wiederkehrende Balance. Grids werden in Webdesign, Print, Apps und Interfaces eingesetzt. Ohne Grid wirken Layouts chaotisch, inkonsistent und schwerer erfassbar. Ein sauberes Grid schafft Rhythmus, Ruhe und Professionalität.

    #ohne

    Guerilla Marketing

    (Marketingstrategie, Aufmerksamkeitsökonomie, Kampagnenkonzeption)

    Guerilla Marketing bezeichnet eine Marketingstrategie, die mit unkonventionellen, überraschenden und oft ressourcenschonenden Maßnahmen arbeitet, um maximale Aufmerksamkeit und Gesprächswert zu erzeugen. Im Mittelpunkt steht nicht das Mediabudget, sondern die kreative Idee, die bestehende Wahrnehmungsmuster durchbricht und dadurch hohe Reichweite erzielt.

    Guerilla-Marketing-Maßnahmen nutzen gezielt Überraschung, Irritation oder Kontextbruch, um Aufmerksamkeit zu gewinnen und Weiterverbreitung auszulösen. Die Wirkung entsteht häufig durch Earned Media, Mundpropaganda oder mediale Anschlussberichterstattung. Guerilla Marketing eignet sich besonders für Marken, die Sichtbarkeit in stark umkämpften oder übersättigten Kommunikationsumfeldern suchen.

    Beispiel

    Eine Marke platziert eine unerwartete Installation im öffentlichen Raum, die alltägliche Situationen verfremdet und dadurch Passanten zum Innehalten, Fotografieren und Teilen anregt. Die eigentliche Reichweite entsteht durch soziale und mediale Weiterverbreitung.

    Strategische Einordnung

    • hoher Wirkungshebel bei begrenztem Budget
    • stark abhängig von Kontext, Timing und kultureller Sensibilität
    • erfordert klare Markenlogik zur Auflösung des Überraschungsmoments

    Abgrenzung

    Guerilla Marketing ist keine reine Provokation und kein Selbstzweck. Ohne klare Markenbotschaft oder Anschlusskommunikation verpufft der Aufmerksamkeitseffekt oder kann der Marke schaden. Abzugrenzen ist Guerilla Marketing von Ambient Marketing und reiner Provokation. Während Ambient Marketing vorhandene Umgebungen gestalterisch nutzt, setzt Guerilla Marketing stärker auf den überraschenden Eingriff und den Bruch mit Erwartungen. Reine Provokation zielt lediglich auf Aufmerksamkeit, Guerilla Marketing benötigt hingegen eine klare Markenlogik, damit der Überraschungseffekt in Markenbedeutung überführt wird.

    Querverweise

    Pattern Interrupt · Stolperer · Earned Media · Aufmerksamkeit · Markeninszenierung

    H

    #ohne

    HR - Human Resources

    HR, auch als Human Resources oder Personalwesen bekannt, umfasst alle Prozesse, die mit Mitarbeitern zu tun haben: Recruiting, Auswahl, Onboarding, Entwicklung, Führung und Bindung. HR sorgt dafür, dass ein Unternehmen die richtigen Menschen findet, sie befähigt, ihre Arbeit gut zu machen, und ein Umfeld schafft, in dem Leistung und Zusammenarbeit möglich sind. Modernes HR ist weniger Verwaltung und mehr People Management: Kultur aufbauen, Erwartungen klären, Konflikte lösen, Potenziale erkennen und Teams stabil halten. HR ist damit ein zentraler Faktor für Produktivität, Arbeitgebermarke und langfristige Mitarbeiterbindung.

    #ohne

    Headline

    Headline, auch als Hauptzeile oder Lead-Zeile bekannt, ist der erste Satz einer Anzeige, Seite oder Kampagne, der den Leser zum Anhalten bringt. Sie ist kein Slogan und keine Zusammenfassung – sie ist ein Türöffner. Eine gute Headline stellt eine Frage, erzeugt Reibung oder zeigt einen Bruch zwischen Erwartung und Aussage. Sie funktioniert, wenn sie sofort klar macht, warum sich Weiterlesen lohnt. Headline und Bild sollten nicht dasselbe sagen (Seesay-Effekt), sondern gemeinsam einen kleinen Gedankensprung erzeugen. Die Headline setzt den Impuls, das Bild liefert die zweite Hälfte. Schlechte Headlines verraten alles oder sagen gar nichts; gute triggern Neugier, ohne zu erklären. Sie ist nie Schmuck, sondern der Moment, der entscheidet, ob jemand bleibt oder weiterwischt..

    #ohne

    Heatmap

    Heatmap, auch als Klickkarte Clickmap, Scrollmap oder Behavioural Map oder Nutzer-Wärmebild bekannt, zeigt visuell und farblich, wo Nutzer auf einer Seite klicken, scrollenoder verweilen. Sie macht sichtbar, welche Inhalte funktionieren und welche ignoriert werden. Warme Farben markieren starke Aktivität, kalte geringe. Heatmaps helfen, Layout, Inhalte und Call-to-Actions zu optimieren, weil sie zeigen, wie Menschen tatsächlich mit einer Seite umgehen – nicht wie man es vermutet. Heatmaps liefern somit echte Verhaltensdaten und decken Probleme in Navigation, Layout oder Call-to-Action-Platzierung auf. Sie gehören zu den effektivsten Werkzeugen der Conversion-Optimierung und helfen, Nutzerführung und Ergebnisse präzise zu verbessern.

    #ohne

    Hero Section

    Die Hero Section – oft auch Above-the-Fold-Bereich oder Header Hero genannt – ist der sichtbarste Abschnitt einer Website und entscheidet über Aufmerksamkeit, Verweildauer und Conversion. Sie kombiniert klaren Nutzen, starke Bildwelt und eindeutigen Call-to-Action.

    Eine schlechte Hero Section führt zu hohen Absprungraten, weil Nutzer nicht sofort verstehen, was angeboten wird. Eine starke hingegen schafft Orientierung und weckt Interesse in Sekundenbruchteilen.

    #ohne

    Hero Shot

    Ein Hero Shot ist das zentrale Bild, das auf einen Blick zeigt, warum ein Produkt oder eine Marke relevant ist. Er ist kein „schönes Foto“, sondern ein visuelles Versprechen: Nutzen, Gefühl, Kontext – in einer einzigen Szene. Menschen entscheiden visuell schneller, als sie denken können. Deshalb trägt der Hero Shot in Kampagnen, Landingpages und Produktpräsentationen den größten Teil der Aufmerksamkeit.

    Ein guter Hero Shot zeigt nicht nur das Objekt, sondern seine Bedeutung: die Hand, die etwas benutzt; das Ergebnis, nicht den Prozess; die Situation, in der der Mehrwert spürbar wird. Er beantwortet die unausgesprochene Frage: „Was habe ich davon?“ Ohne Worte, ohne Erklärungen.

    Fehlt der Hero Shot, bleibt Kommunikation beliebig. Ist er schwach, lenkt er ab. Ist er stark, trägt er ganze Funnels, Salespages und Markenauftritte. Unternehmen unterschätzen oft, wie viel Psychologie darin steckt: Blickführung, Licht, Proportion, Kontextsignale, visuelle Hierarchie. Alles entscheidet darüber, ob ein Betrachter weiterliest – oder abbricht.

    Der Hero Shot ist kein Detail. Er ist der Moment, der Wirkung erzeugt.

    #ohne

    Hirnregionen

    Auch bekannt als: Emotionale Zentren, Entscheidungsnetzwerke, limbisches System, Neuromarketing-Areale

    Das Neuromarketing konzentriert sich auf die Hirnregionen, die Entscheidungen, Emotionen, Motivation und Aufmerksamkeit steuern. Kaufentscheidungen entstehen selten rational – sie werden primär im limbischen System verarbeitet, bevor der Verstand sie begründet. Die wichtigsten Regionen:

    Amygdala: Zentrale Rolle für Emotionen, insbesondere Alarmreaktionen, Aufmerksamkeit, Bedrohungs- und Relevanzbewertung. Inhalte, die sofort Gefühle auslösen, aktivieren diese Region.

    Hippocampus: Zuständig für Erinnerung, Kontext und das Verknüpfen neuer Informationen mit bestehenden Erfahrungen. Marken bauen Langzeitbedeutung durch wiederholte Aktivierung des Hippocampus auf.

    Nucleus Accumbens: Teil des Belohnungssystems. Reagiert auf Freude, Antizipation, Statusgewinn und positive Überraschung. Besonders relevant für starke Hooks und Begehrlichkeit.

    präfrontaler Cortex (PFC): Sitz von Planung, Bewertung, Kontrolle und rationaler Abwägung. Der PFC legitimiert Entscheidungen, die emotional bereits getroffen wurden. Neuromarketing nutzt diese Region weniger zur Aktivierung, sondern zur Konsistenzprüfung.

    Orbitofrontaler Cortex (OFC): Bewertet Belohnungswert, Preiswahrnehmung und Fairness. Entscheidend für Preispsychologie, Produktarchitektur und Wertsignale.

    Insula: Reagiert auf Unbehagen, Risiko, Ekel, Schmerz, Scham, Überforderung. Wird aktiviert, wenn etwas „nicht passt“. Wichtig bei A/B-Tests, da sie unterschwellige Ablehnung sichtbar macht.

    Striatum: Steuert Motivation, Gewohnheiten und Routinen. Relevanz für Markenrituale, Wiederkauf und Nutzergewohnheiten.

    Anteriorer cingulärer Cortex (ACC): Verarbeitet Konflikte, Entscheidungsstress, Aufmerksamkeit. Reagiert besonders stark auf Widersprüche, Überraschungen, Cognitive Dissonance – wichtig für starke Hooks.

    Default Mode Network (DMN): Gedankenschweifen, Selbstbezug, Tagträume. Wird aktiv, wenn Menschen Geschichten verarbeiten – entscheidend für Storytelling und Narrative Transportation.

    Relevanz: Neuromarketing wirkt, weil diese Regionen emotionale Signale, Erinnerung, Belohnung und Entscheidungsprozesse steuern. Erfolgreiche Marken aktivieren Muster aus: Arousal, Bedeutung, Belohnung, Selbstbezug und Klarheit.

    #ohne

    Hook

    Ein Hook – häufig auch Einstiegssatz oder Attention Hook – ist der erste Gedanke, der eine Geschichte oder Botschaft trägt. Er macht sofort klar, warum jemand weiterlesen sollte. Gute Hooks sprechen ein Problem, einen Vorteil oder eine überraschende Beobachtung an. Schwache Hooks führen dazu, dass Inhalte ignoriert werden.

    #ohne

    Hosting

    Hosting – auch Webhosting oder Serverbereitstellung – bezeichnet die Bereitstellung von Speicherplatz, Rechenleistung und technischer Infrastruktur für Websites, Shops und Anwendungen. Professionelles Hosting umfasst Domains, SSL, Backups, Monitoring, Firewalls und Serverwartung. Sicherheit ist zentral: Schutz vor DDoS, Malware, Datenverlust und Angriffsversuchen.

    Kosten beeinflussen:

    • Servertyp (Shared, VPS, Dedicated, Cloud)
    • Traffic & Speicher
    • Sicherheitslevel
    • Service & Updates
    • Billiges Hosting wirkt sich oft direkt auf Ladezeit, Stabilität und Rankings aus. Hochwertiges Hosting schafft Geschwindigkeit, Schutz und langfristige Betriebssicherheit.

    #ohne

    Hotjar

    Hotjar ist ein Analyse- und Feedback-Tool, das zeigt, wie Nutzer sich auf einer Website tatsächlich verhalten. Es arbeitet nicht primär mit Zahlen, sondern mit visuellen und qualitativen Methoden: Heatmaps (wo geklickt wird), Scroll-Tracking, Session-Aufzeichnungen, Umfragen und Feedback-Widgets. Dadurch wird sichtbar, welche Bereiche funktionieren, übersehen werden oder Frust erzeugen.

    Hotjar hilft, Usability-Probleme aufzudecken, Conversion-Hürden zu identifizieren und Layouts gezielt zu verbessern. Die Stärke liegt in der Kombination aus Verhaltensdaten und direktem Nutzerfeedback. Statt Hypothesen zu raten, sieht man, wie Menschen wirklich navigieren.

    #ohne

    Hyperlocal Targeting

    Hyperlocal Targeting – auch Mikro-Targeting oder Hyperlokale Ausspielung – richtet Werbung auf extrem kleine geografische Bereiche aus: Straßenzüge, einzelne Quartiere, Umkreise von wenigen hundert Metern oder konkrete POIs wie Geschäfte, Bahnhöfe und Events. Es wird genutzt, wenn Standortnähe entscheidend ist – etwa für Läden, Restaurants, Handwerk oder regionale Aktionen. Hyperlocal Targeting steigert Relevanz und Conversion, weil Streuverluste minimal sind. Zu enges Targeting kann allerdings Reichweite und Datenqualität reduzieren; deshalb braucht es saubere Standortsignale und passende Frequenzsteuerung.

    I

    #ohne

    ICC-Profil

    ICC-Profil, auch als Farbprofil oder Color-Profile bekannt, ist eine Datei, die beschreibt, wie ein Gerät oder ein Druckprozess Farben interpretiert. Bei Citylights nutzen wir in der Regel das Profil ISO Coated v2 300% (ECI) für vierfarbige Bilderdruckprodukte. Dieses Profil basiert auf den Referenzdaten der European Color Initiative (ECI) und ist geladen unter: ECI ICC-Profile Downloads eci.org+2eci.org+2.

    Das Profil definiert Farbraum, Gamut, Tonwertzunahme und sorgt dafür, dass Farben auch bei wechselnden Geräten, Papiersorten und Veredelungen möglichst verlässlich dargestellt werden. Ohne ICC-Profil entstehen schnell Farbabweichungen zwischen Monitor-, Proof- und Druckergebnis.

    #ohne

    Image Transfer

    Image Transfer beschreibt das psychologische Prinzip, dass Bedeutungen, Werte und Wahrnehmungen einer Marke auf eine andere Marke übergehen – positiv wie negativ. Der Effekt entsteht durch Nähe, Kontext und Wiederholung: Kooperiert eine Marke mit starken Partnern (Sponsoring, Co-Branding, Merchandise, Retail-Design, Events), profitiert sie vom Halo-Effekt. Umgekehrt zieht eine schwache oder unpassende Markenumgebung die eigene Wahrnehmung nach unten. Image Transfer funktioniert wie sozialer Kontext: Menschen bewerten Marken nicht isoliert, sondern anhand dessen, mit wem sie sich umgeben. Der Effekt ist eines der stärksten Werkzeuge im Markenaufbau – jedoch nur, wenn der Fit stimmt. Schlechter Fit zerstört Glaubwürdigkeit; guter Fit verstärkt Positionierung, Status und Attraktivität.

    #ohne

    Impression

    Eine Impression – auch Ad Impression oder Werbeeinblendung genannt – beschreibt, wie oft eine Anzeige, ein Suchergebnis oder ein Inhalt technisch ausgeliefert wurde. Sie misst Sichtbarkeit, nicht Aufmerksamkeit. Eine Impression bedeutet nicht, dass jemand es bewusst wahrgenommen hat – nur, dass es auf dem Gerät angezeigt wurde. Wichtige Kennzahlen im Zusammenhang sind CPM, CTR und Viewability. Hohe Impressionen ohne Interaktion zeigen oft Streuverluste oder unpassende Zielgruppen.

    #ohne

    Inbound Marketing

    Inbound Marketing – auch Pull-Marketing oder Anziehungsmarketing – setzt darauf, dass Kunden über hilfreiche Inhalte selbst zur Marke finden. Typische Instrumente: SEO, Content-Marketing, Social Media, E-Mail-Automation und Lead-Magneten. Inbound funktioniert, weil es Probleme löst statt Aufmerksamkeit zu kaufen. Qualität, Konsistenz und klare Customer Journeys sind entscheidend. Inbound Marketing ist langfristig kosteneffizient, scheitert aber, wenn Inhalte generisch, unklar oder ohne echten Nutzen sind.

    #ohne

    Incentive

    (Marketingpsychologie, Aktivierung, Verhaltenssteuerung)

    Ein Incentive bezeichnet einen gezielten Anreiz, der eingesetzt wird, um ein gewünschtes Verhalten auszulösen, zu beschleunigen oder zu verstärken. In der Marketing- und Kampagnenpraxis dienen Incentives dazu, Aufmerksamkeit in Handlung zu überführen, etwa durch Belohnungen, Vorteile oder Zusatzleistungen.

    Incentives wirken primär auf der Ebene der extrinsischen Motivation. Sie adressieren nicht die Markenhaltung oder langfristige Bindung, sondern senken kurzfristig die Entscheidungshürde oder erhöhen die unmittelbare Attraktivität einer Aktion. Typische Incentives sind Prämien, Boni, Gratisleistungen, exklusive Zugänge oder zeitlich begrenzte Vorteile.

    Abzugrenzen ist das Incentive von Promotion und Rabatt. Ein Rabatt ist eine konkrete Preisreduktion und damit ein monetärer Anreiz, der direkt auf den Preis wirkt. Eine Promotion bezeichnet eine zeitlich begrenzte Verkaufsmaßnahme, die verschiedene Instrumente kombinieren kann, etwa Rabatte, Incentives oder kommunikative Aktivierungen. Das Incentive ist davon zu unterscheiden, da es nicht zwingend preisbezogen ist, sondern auch immaterielle oder zusätzliche Nutzen bieten kann. Während Rabatt und Promotion häufig transaktional wirken, kann ein Incentive gezielter eingesetzt werden, um bestimmte Handlungen oder Touchpoints zu aktivieren.

    Beispiel

    Ein Bonus für die Anmeldung zu einem Newsletter oder ein exklusiver Zugang zu Inhalten erhöht die Abschlusswahrscheinlichkeit, ohne den Produktpreis direkt zu senken.

    Strategische Einordnung

    • wirksam zur Aktivierung und Conversion
    • begrenzt geeignet für nachhaltige Markenbindung
    • Risiko der Gewöhnung bei dauerhafter Nutzung

    Querverweise

    A.I.D.A. · Call to Action · Conversion · Preisstrategie · Promotion · Rabatt · Verhaltensökonomie

    #ohne

    Indexierung

    Indexierung – auch Indexierung durch Suchmaschinen oder Crawling & Indexing – beschreibt den Prozess, bei dem Suchmaschinen Inhalte erfassen, analysieren und in ihren Index aufnehmen. Nur indexierte Seiten können ranken. Hindernisse sind technische Fehler, fehlende interne Verlinkung, Noindex-Tags, Duplicate Content oder langsame Ladezeiten.

    Indexierung entscheidet über Sichtbarkeit – ein perfekter Inhalt bringt nichts, wenn er nicht im Index steht.

    #ohne

    Influencer Marketing

    Influencer Marketing – oft auch Creator Marketing oder im weiteren Sinne Empfehlungsmarketing – nutzt Personen, die bereits Vertrauen aufgebaut haben. Entscheidend ist nicht die Followerzahl, sondern die Passung zwischen Person, Botschaft und Zielgruppe. Gute Kampagnen haben klare KPIs, authentische Inhalte und transparente Rollenverteilungen. Schlechte Kampagnen wirken gekauft, liefern keine Ergebnisse und schaden Marken. Professionell umgesetzt steigert Influencer Marketing Glaubwürdigkeit, Aufmerksamkeit und Conversion.

    #ohne

    Informationsarchitektur

    Informationsarchitektur – auch Content-Struktur oder IA – beschreibt die logische Ordnung, Hierarchie und Auffindbarkeit von Inhalten in Websites, Apps oder Systemen. Sie legt fest, wie Inhalte gruppiert, benannt und verlinkt werden, damit Nutzer schnell verstehen, wo sie sind und wohin sie können. Gute Informationsarchitektur reduziert kognitive Belastung, verbessert Conversion und stärkt SEO, weil Inhalte sauber indexierbar sind. Fehler entstehen durch zu viele Kategorien, unklare Benennungen oder fehlende Priorisierung.

    #ohne

    Insider Code

    Ein Insider Code ist ein Signal, das nur Menschen verstehen, die in einem bestimmten Umfeld unterwegs sind. Für alle anderen wirkt es wie eine beiläufige Bemerkung oder ein normales Bild. Solche Codes tauchen oft in Teams, Communities oder in starken Marken auf. Sie schaffen sofort Nähe, weil klar wird: „Der andere spricht meine Sprache.“ Das kann ein Ausdruck sein, ein Bildmotiv, eine kleine Geste, manchmal sogar ein bestimmter Ablauf, den Außenstehende gar nicht bemerken. In strategischer Kommunikation funktioniert ein Insider Code gut, wenn er organisch aus der Gruppe kommt und nicht künstlich wirkt. Unternehmen scheitern häufig genau daran: Man versucht einen Code zu nutzen, der nicht zur eigenen Kultur passt – und dann kippt die Wirkung. Richtig eingesetzt entsteht ein Gefühl von Zugehörigkeit und Kompetenz, ohne dass es laut ausgesprochen werden muss.

    #ohne

    Insight (Citylights)

    Ein Insight ist keine Meinung, sondern eine beobachtbare Wahrheit über Verhalten, Märkte oder Wahrnehmung. Insights erklären, warum Dinge funktionieren oder scheitern – fundiert durch Psychologie, Storytelling und echte Markenfälle. Sie machen Muster sichtbar, zeigen Hebel und blinde Flecken und dienen Klienten als klare Entscheidungsgrundlage. Ein Insight liefert einen Aha-Moment, der Orientierung schafft und die nächsten Schritte präziser macht.

    #ohne

    Interaktionsrate

    Interaktionsrate, auch als Engagement Rate oder Beteiligungsquote bekannt, misst, wie stark Nutzer mit einem Inhalt auf Social Media oder einer Website reagieren. Dazu zählen Likes, Kommentare, Shares, Klicks, Antworten oder Saves – je nach Plattform. Die Interaktionsrate zeigt, ob Inhalte tatsächlich Resonanz auslösen oder nur gesehen, aber nicht beachtet werden. Eine hohe Rate bedeutet, dass Botschaft, Timing und Zielgruppe gut zusammenpassen. Eine niedrige Rate weist oft auf irrelevante Inhalte, falsche Ansprache oder schwache Kreativleistung hin. Sie ist ein wichtiger Qualitätsindikator, weil Reichweite ohne Interaktion wenig bringt.

    #ohne

    Interne Verlinkung

    Links innerhalb derselben Domain. Wichtig für SEO und Navigation.

    #ohne

    Intrinsische Motivation

    (Motivationspsychologie, Markenbindung, Verhaltenssteuerung)

    Intrinsische Motivation bezeichnet den inneren Antrieb, eine Handlung aus eigenem Interesse, Überzeugung oder Freude an der Tätigkeit selbst auszuführen. Die Motivation entsteht nicht durch äußere Belohnungen, sondern durch Sinn, Neugier, Kompetenzgefühl oder Identifikation.

    In Marketing und Markenführung ist intrinsische Motivation zentral für nachhaltige Bindung und Loyalität. Sie erklärt, warum Menschen Marken folgen, Inhalte teilen oder Produkte nutzen, ohne dafür unmittelbare Vorteile zu erhalten. Intrinsisch motiviertes Verhalten ist stabiler, weniger preisgetrieben und weniger anfällig für kurzfristige Anreize.

    Abzugrenzen ist intrinsische Motivation von extrinsischer Motivation und dem Belohnungsprinzip. Während extrinsische Motivation auf äußere Anreize wie Rabatte, Boni oder Statussymbole setzt, entsteht intrinsische Motivation aus der Bedeutung der Handlung selbst. Incentives können Verhalten auslösen, ersetzen jedoch keine intrinsische Motivation. Wird intrinsisches Interesse dauerhaft durch externe Belohnungen überlagert, kann es sogar geschwächt werden.

    Beispiel

    Menschen folgen einer Marke, weil sie deren Haltung, Ästhetik oder Werte teilen, nicht weil sie dafür Rabatte oder Prämien erhalten.

    Strategische Einordnung

    • Grundlage für langfristige Markenloyalität
    • erhöht Weiterempfehlung und freiwillige Interaktion
    • schwer aufzubauen, aber stabil wirksam

    Querverweise

    Extrinsische Motivation · Belohnungsprinzip · Markenidentität · Purpose · Engagement

    #ohne

    Intro Animation

    Kurze Animation beim Laden einer Seite oder App.

    J

    #ohne

    Joy of Use

    Positive Nutzererfahrung durch angenehme Bedienung.

    K

    #ohne

    KPI (Key Performance Indicator)

    KPIs sind die Kennzahlen, die bestimmen, ob Maßnahmen wirken oder scheitern. Sie übersetzen Ziele in messbare Größen und verhindern Entscheidungen aus dem Bauch heraus. Typische KPIs sind Conversion Rate, Cost per Lead, Reichweite, Sichtbarkeit, Wiederkaufrate oder durchschnittlicher Warenkorb. Wichtig ist, KPIs nicht isoliert zu betrachten, sondern im Zusammenhang von Ziel, Budget und Markt. Gute KPIs steuern Fokus, Geschwindigkeit und Qualität. Schlechte KPIs führen zu Fehlanreizen und falschen Prioritäten. Unternehmen mit klar definierten KPIs treffen bessere Entscheidungen und erkennen früh, wo Potenzial oder Risiko entsteht.

    #ohne

    KPI / Videokennzahlen

    Video KPIs (Key Performance Indicator) oder auch Video-Kennzahlen, Video-Metriken, Video-Performance-Indikatoren sind Kennzahlen, die zeigen, ob etwas funktioniert oder nicht. In diesem Fall: Wie gut ein Video wirkt.

    Alle relevanten Video-KPIs mit kurzer Erklärung

    Video Views / View Count (Videoaufrufe): Wie oft das Video gestartet wurde. Plattformabhängig unterschiedlich gezählt (TikTok ab 1 s, Instagram ab 3 s, YouTube erst später).

    Watch Time / Average Watch Time (Sehdauer / durchschnittliche Sehdauer): Wie lange Menschen das Video insgesamt und im Durchschnitt wirklich schauen. Eine der wichtigsten Algorithmus-Kennzahlen.

    Retention Rate / Audience Retention (Zuschauerbindung): Zeigt, wie viele Zuschauer nach 3, 5, 10 Sekunden noch dabei sind. Entscheidend für die Bewertung des Hooks.

    Completion Rate / VCR (Video Completion Rate / Abspielrate bis zum Ende): Wie viele Zuschauer das Video komplett ansehen. Wichtig für Inhalte, die auf Story oder Erklärung basieren.

    View-Through Rate (VTR / Durchschaurate): Wie viele Impressionen zu echten Views führen. Standard in bezahlter Werbung.

    Viewability (Sichtbarkeit): Ob das Video überhaupt sichtbar war (z. B. mindestens 50 % der Fläche für mindestens 1 Sekunde). Relevanter Faktor für Ads.

    Scroll-Stop Rate (Scroll-Stopp-Rate): Wie viele Nutzer beim Scrollen stoppen, weil das Video ihre Aufmerksamkeit bekommt. Wichtigster Frühindikator für den Hook.

    Quartile Completion (25/50/75/100 %-Absprungraten): Gibt an, wie viele Zuschauer jeweils 25 %, 50 %, 75 % und 100 % des Videos geschafft haben. Hilft bei der Analyse, WO der Abbruch passiert.

    Sound-On / Sound-Off (Ton an / Ton aus): Zeigt, wie viele Zuschauer das Video mit Ton oder ohne Ton ansehen. Relevanz für Untertitel, Musik, Sprechertext.

    Full-Screen Rate (Vollbildrate): Wie viele Zuschauer das Video in den Vollbildmodus schalten. Signal für starkes Interesse.

    Rewatch Rate (Wiederholrate): Wie oft das Video erneut angesehen wird. Starker Indikator für Emotionalität, Arousal und Relevanz.

    View-Through Conversions (Conversions nach Ansicht ohne Klick): Zuschauer kaufen, fragen an oder konvertieren, obwohl sie NICHT geklickt haben – sondern später zurückkamen. Wichtig für Funnel-Analysen und Markenwirkung.

    Video-KPIs zeigen nicht, ob ein Video „schön“ ist, sondern: wie stark der Hook zieht, wie gut die Story funktioniert, wie hoch die emotionale Wirkung ist, wo Abbruchpunkte liegen, und ob das Video Verhalten auslöst. Citylights interpretiert Video-KPIs immer aus psychologischer und funnelorientierter Sicht – nie isoliert.

    #ohne

    KPI-Set für Meta Conversions API (CAPI)

    CAPI-KPIs, auch als Tracking-Qualitätskennzahlen oder Server-Side-Indikatoren bekannt, beschreiben die Werte, mit denen überprüft wird, ob die Meta Conversions API korrekt arbeitet. Sie messen nicht Marketing-Erfolg, sondern die technische Gesundheit des Trackings. Zu den wichtigsten Kennzahlen gehören die

    Event Match Quality (EMQ), die zeigt, wie gut Meta Nutzer zugeordnet werden können, und die

    Deduplication Rate, die sicherstellt, dass Pixel- und Serverevents nicht doppelt gezählt werden. Weitere zentrale KPIs sind der

    Anteil serverseitiger Events, die

    Conversion-Accuracy im Vergleich zu Shop- oder CRM-Daten sowie die

    Loss Rate, die durch CAPI sinken sollte. Ergänzend prüfen Unternehmen Parameter wie

    Event-Vollständigkeit, Fehlerquote, Consent-Übereinstimmung und Latenz. Zusammen zeigen diese Kennzahlen, ob Tracking stabil, vollständig und für Kampagnenoptimierung nutzbar ist.

    #ohne

    Kampagnenziel

    Ein Kampagnenziel – auch Campaign Objective oder Marketingziel – definiert, was eine Kampagne konkret erreichen soll: Reichweite, Leads, Verkäufe, App-Installationen oder Markenbekanntheit. Es steuert Budget, Creatives, Ausspielung und Metriken. Unklare Ziele führen zu ineffizientem Einsatz und falscher Bewertung. Gute Kampagnenziele sind messbar, realistisch und eindeutig priorisiert.

    #ohne

    Kanalkonzept

    Ein Kanalkonzept – auch Channel Strategy oder Multichannel-Plan – legt fest, welche Kommunikationskanäle für welche Ziele, Zielgruppen und Inhalte genutzt werden. Es definiert Rollen: z. B. Social Media für Reichweite, SEO für Nachfrage, E-Mail für Bindung. Ein gutes Kanalkonzept verhindert Streuverluste und sorgt für konsistente Customer Journeys. Ohne Konzept entstehen widersprüchliche Botschaften und ineffiziente Budgets.

    #ohne

    Kanban

    Kanban – auch visuelles Arbeitsmanagement oder Pull-System – ist eine Methode zur Organisation von Aufgaben in kontinuierlichen Workflows. Das Kanban-Board mit Spalten wie „To Do“, „In Arbeit“ und „Fertig“ macht Engpässe sichtbar. Kanban begrenzt parallele Arbeit, erhöht Fokus und verhindert Überlastung. Es ist flexibel, leicht einführbar und besonders geeignet für Teams mit wechselnden Aufgaben.

    #ohne

    Kannibalisierungseffekt

    (Marketingstrategie, Produkt- und Markenführung)

    Der Kannibalisierungseffekt beschreibt die Situation, in der ein neues Produkt, eine neue Marke oder eine neue Leistung Umsätze, Nachfrage oder Aufmerksamkeit eines bestehenden Angebots desselben Unternehmens verdrängt, statt zusätzliches Wachstum zu erzeugen. Der Gesamtabsatz steigt dabei nicht oder nur geringfügig, da interne Angebote miteinander konkurrieren.

    In der Marken- und Kampagnenstrategie tritt Kannibalisierung häufig bei Portfolio-Erweiterungen, Produktvarianten, Preisaktionen oder kanalübergreifender Kommunikation auf. Sie ist nicht per se negativ, kann aber problematisch werden, wenn profitable Kernangebote geschwächt oder Markenprofile verwässert werden.

    Beispiel (Netflix)

    Netflix hat über Jahre sein klassisches Streaming-Angebot selbst kannibalisiert, indem es verstärkt auf exklusive Eigenproduktionen gesetzt hat. Eigene Serien und Filme verdrängten bewusst lizenzierte Inhalte von Drittanbietern. Kurzfristig führte dies zu höheren Produktionskosten und zum Wegfall externer Inhalte, langfristig stärkte es jedoch die Markenbindung, die Differenzierung und die Kontrolle über das eigene Portfolio. Der Kannibalisierungseffekt wurde hier strategisch eingesetzt, um Abhängigkeiten zu reduzieren und ein eigenständiges Markenprofil aufzubauen.

    Strategische Einordnung

    • Risiko bei unklarer Positionierung oder fehlender Differenzierung
    • bewusst einsetzbar zur Ablösung bestehender Angebote
    • zentral bei Repositionierungen und Line Extensions

    Abgrenzung

    • Kannibalisierung ≠ Marktwachstum
    • Kannibalisierung ≠ Wettbewerbseffekt zwischen unterschiedlichen Anbietern

    Der Kannibalisierungseffekt unterscheidet sich vom Substitutionseffekt dadurch, dass die Verdrängung innerhalb desselben Unternehmens stattfindet. Während Kannibalisierung interne Angebote betrifft, beschreibt Substitution die Verlagerung von Nachfrage zu Angeboten eines anderen Anbieters. Kannibalisierung ist damit ein internes Steuerungs- und Portfolio-Thema, Substitution ein wettbewerblicher Markteffekt.

    Querverweise

    Produktportfolio · Markenarchitektur · Line Extension · Preisstrategie · Positionierung · Substitutionseffekt

    #ohne

    Kategorisierung

    Kategorisierung – auch Grouping oder Inhaltsklassifizierung – beschreibt das Einordnen von Informationen in sinnvolle Gruppen. Sie erleichtert Navigation, Suche und Verständnis. Gute Kategorisierung entsteht aus Nutzerlogik, nicht aus internen Strukturen. Schlechte Kategorisierung verursacht Verwirrung, schwache Nutzerführung und schlechte SEO-Signale, weil Inhalte nicht klar eingeordnet sind.

    #ohne

    Key Visual

    (Kampagnenkreation, Markenführung, visuelle Kommunikation)

    Ein Key Visual ist das zentrale visuelle Leitelement einer Kampagne oder Markenkommunikation. Es verdichtet die Kernbotschaft, Haltung oder Idee einer Kampagne in einem Bildmotiv und sorgt für Wiedererkennbarkeit, Orientierung und konsistente Wirkung über alle Kanäle hinweg.

    Im Unterschied zu einzelnen Motiven oder Anzeigen ist das Key Visual nicht austauschbar, sondern fungiert als visueller Anker. Es definiert Bildsprache, Perspektive, Motivik, Farbwelt und oft auch die emotionale Tonalität der gesamten Kommunikation.

    Funktion im Kampagnenkontext

    • schnelle Identifikation der Kampagne
    • visuelle Klammer über Medien und Formate
    • Unterstützung von Marken- und Botschafts-Recall

    Abgrenzung

    • Key Visual ≠ Einzelmotiv
    • Key Visual ≠ Logo
    • Key Visual ≠ Bildstil (es definiert ihn, ist aber konkreter)

    Im Unterschied zu einzelnen Motiven oder Anzeigen ist ein Key Visual nicht austauschbar. Es fungiert als visueller Anker, der die Bildsprache einer Kampagne definiert und vorgibt, wie Motive aufgebaut, variiert und wiedererkannt werden. Ein Key Visual ist dabei weder ein Logo noch ein allgemeiner Bildstil. Das Logo kennzeichnet den Absender, während das Key Visual die inhaltliche Kampagnenidee visuell transportiert. Der Bildstil beschreibt lediglich gestalterische Regeln, das Key Visual hingegen ist ein konkretes, wiederkehrendes Leitmotiv.

    Beispiel

    Ein prägnantes Bildmotiv, das auf Plakat, Social Media, Website und POS eingesetzt wird. Die Ausführung variiert je nach Medium, das zugrunde liegende Motiv bleibt jedoch eindeutig als Teil derselben Kampagne erkennbar.

    Querverweise

    Visual Identity · Distinctive Assets · Kampagnenidee · Brand Recall · Wiedererkennbarkeit

    #ohne

    Key Visual from Hell

    Key Visual from Hell, auch als übernutztes oder totgerittenes Key Visual bekannt, ist ein Agentur-Slang aus dem Kreativbereich (häufig JvM-Umfeld). Der Begriff beschreibt zwei Varianten desselben Problems: Entweder ist das Motiv völlig überladen – zu viele Elemente, kein Fokus, zu viele interne Kompromisse –, oder es handelt sich um ein Bild, das so oft benutzt wurde, dass es jede Bedeutung verloren hat. Typische Beispiele: das Sparschwein für „Sparen“, die Glühbirne für „Idee“ oder die Zielscheibe für „Zielgruppe“. Diese Motive funktionieren technisch, sind aber kulturell tot. Ein „Key Visual from Hell“ erzählt nichts Neues, schafft keine Differenzierung und bleibt nur hängen, weil man es schon tausend Mal gesehen hat. Der Begriff wird genutzt, um Teams davor zu warnen, auf austauschbare, abgenutzte oder kompromisszerstörte Motive zurückzufallen.

    #ohne

    Klickrate (CTR)

    Die Klickrate (CTR) – auch Click Rate oder Klickquote – misst den Anteil der Nutzer, die nach dem Sehen einer Anzeige oder eines Links klicken.

    Formel:

    CTR = Klicks / Impressionen × 100

    Hohe CTR zeigt Relevanz von Botschaft, Zielgruppe und Format. Niedrige CTR weist auf falsche Ansprache, schwache Creatives oder unpassende Platzierung hin.

    #ohne

    Knowledge Panel

    Knowledge Panel, auch als Wissenskarte oder Markenprofil bekannt, ist der Infobereich, den Google rechts neben den Suchergebnissen anzeigt. Er zeigt Fakten wie Adresse, Öffnungszeiten, Bilder, Bewertungen oder Unternehmensdetails. Das Knowledge Panel basiert auf strukturierten Daten, externen Quellen und Google Business. Es schafft Vertrauen, weil Nutzer zentrale Informationen sofort sehen.

    #ohne

    Kollaborationstool

    Ein Kollaborationstool – auch Collaboration Software oder Team-Tool – ist eine digitale Plattform, die Zusammenarbeit in Teams organisiert: Dateien teilen, Aufgaben verwalten, chatten, kommentieren, Versionen nachverfolgen oder Meetings durchführen. Typische Beispiele sind Tools wie Miro, Slack, Notion, Teams oder Trello. Ein gutes Kollaborationstool reduziert Abstimmungsaufwand, verhindert Doppelarbeit und schafft Transparenz über Fortschritt und Verantwortlichkeiten. Entscheidend ist nicht die Anzahl der Funktionen, sondern klare Struktur, zuverlässige Synchronisation und einfache Bedienung. Schlechte Kollaborationstools führen zu Chaos, Informationsverlust und ineffizienten Workflows.

    #ohne

    Kompetitive Werbung

    Kompetitive Werbung lebt davon, Unterschiede sichtbar zu machen – und das funktioniert meistens besser, wenn ein bisschen Humor drin steckt. Ein kleiner Seitenhieb, eine schräge Beobachtung, irgendetwas, das nicht wie ein Werbehammer wirkt. Besonders stark ist das klassische „Klein gegen Groß“-Spiel: die kleine Marke, die schneller entscheidet, näher dran ist oder einfach wacher wirkt als der große Platzhirsch. Menschen mögen diese Rollenverteilung, weil sie sofort verstehen, wie unfair das Kräfteverhältnis ist. Gute kompetitive Werbung muss nichts überdrehen. Ein einziger klarer Punkt reicht oft: „Schau mal genau hin – hier ist der Unterschied.“ Wenn der Witz sitzt und der Vergleich nicht künstlich wirkt, macht es sofort Klick. Wichtig: Der Humor muss aus der Wahrheit kommen, nicht aus einer Pointe um der Pointe willen. Dann landet die Botschaft – und der große Anbieter wirkt plötzlich erstaunlich träge.

    #ohne

    Konditionierung (Pavlov-Effekt)

    (Lernpsychologie, Reiz-Reaktions-Mechaniken, Marken- und Plattformwirkung)

    Konditionierung bezeichnet einen Lernmechanismus, bei dem ein ursprünglich neutraler Reiz durch wiederholte Kopplung mit einem bedeutungsvollen Reiz eine automatisierte Reaktion auslöst. Der Pavlov-Effekt beschreibt die klassische Konditionierung, bei der Verhalten nicht bewusst entschieden, sondern reflexhaft ausgelöst wird.

    Wirkprinzip

    • wiederholte Kopplung von Reiz und Bedeutung
    • Ausbildung automatischer Reaktionsmuster
    • Wirkung ohne bewusste kognitive Verarbeitung

    Einsatz in Marketing und Markenführung

    In Marketing und Markenkommunikation wird Konditionierung genutzt, um Emotionen, Erwartungen oder Handlungen mit Markenreizen zu verknüpfen. Typische konditionierende Reize sind:

    • markentypische Farben
    • Sounds oder Jingles
    • Bildwelten und wiederkehrende Gestaltungsmuster
    • Tonalität und visuelle Codes

    Ziel ist es, dass der Reiz allein bereits Aufmerksamkeit, Sympathie oder Handlung auslöst.

    Einsatz in digitalen Plattformen

    Digitale Plattformen nutzen Konditionierung systematisch auf Nutzungsebene, nicht auf Markenebene:

    • Push-Benachrichtigungen
    • visuelle Signale und Animationen
    • Sounds und Interaktionsfeedback
    • Like-, Kommentar- oder View-Rückmeldungen

    Diese Reize werden wiederholt mit sozialer Bestätigung, Neuigkeit oder Mikrobelohnungen gekoppelt. Dadurch entstehen habitualisierte Reaktionen, etwa das automatische Öffnen der App oder reflexhaftes Scrollen, ohne bewusste Entscheidung.

    Abgrenzung

    • Konditionierung ≠ Belohnungsprinzip
    • Belohnung wirkt über Konsequenzen nach dem Verhalten, Konditionierung über Reizkopplung vor der Handlung.
    • Konditionierung ≠ Gamification
    • Gamification ist ein System aus mehreren Motivationsmechaniken, Konditionierung ein einzelner Lernreflex.
    • Konditionierung ≠ Argumentation
    • Sie wirkt unbewusst und reflexiv, nicht rational oder erklärend.

    Konditionierung (Pavlov-Effekt)

    Ein markentypischer Sound oder eine Plattform-Benachrichtigung wird über Zeit mit positiven Erfahrungen gekoppelt. Später reicht der Reiz allein aus, um Aufmerksamkeit oder Handlung auszulösen.

    Strategische Einordnung

    • stark für Wiedererkennung und Habit-Bildung
    • langfristig wirksam bei konsistenter Anwendung
    • ethisch sensibel bei Nutzung zur reinen Aufmerksamkeitsbindung

    Querverweise

    Belohnungsprinzip · Mere-Exposure-Effekt · Gamification · Brand Assets · Aufmerksamkeitsökonomie

    #ohne

    Konnotation

    (Markenpsychologie, Bedeutungswirkung)

    Die Konnotation umfasst die Nebenbedeutungen eines Zeichens oder einer Aussage. Dazu zählen emotionale, kulturelle, soziale und wertende Assoziationen, die über die sachliche Bedeutung hinausgehen. In der Markenkommunikation entsteht Wirkung vor allem auf der konnotativen Ebene.

    Beispiel

    Der Claim „Just do it“ konnotiert Mut, Selbstüberwindung, Leistungsbereitschaft und sportliche Haltung. Diese Bedeutungen entstehen nicht aus dem Text selbst, sondern aus der langfristigen Markenführung von Nike.

    Bedeutung für Marken

    • zentrale Ebene der Markenwirkung
    • Träger von Image, Haltung und Emotion

    Querverweise

    Denotation · Brand Salience · Meaning Transfer · Markenidentität

    #ohne

    Kontaktfrequenz

    Die Kontaktfrequenz beschreibt, wie oft eine erreichte Person im Durchschnitt mit einer Werbemaßnahme in Kontakt gekommen ist.

    Sie ergibt sich aus:

    Kontaktfrequenz = Bruttokontakte / Nettokontakte

    Die Kontaktfrequenz beeinflusst Erinnerung, Durchsetzung und Wear-out. Zu geringe Frequenz verpufft, zu hohe Frequenz kann Reaktanz erzeugen.

    Abgrenzung

    • Kontaktfrequenz ≠ Wirkung
    • Kontaktfrequenz ≠ Relevanz

    Querverweise

    GRP · Bruttokontakte · Wear-out-Effekt

    #ohne

    Kontrast Effekt

    Der Kontrasteffekt beschreibt, dass Wahrnehmung immer im Vergleich entsteht. Ein Produkt wirkt hochwertiger, wenn daneben ein einfacheres steht. Ein Preis wirkt günstiger, wenn er neben einem deutlich höheren erscheint. Selbst Gefühle verändern sich durch Kontrast: Ein mittelgutes Ergebnis fühlt sich stark an, wenn vorher ein schlechtes Beispiel stand – und schwach, wenn es nach einem besonders guten kommt.

    Marken nutzen diesen Effekt gezielt: durch Inszenierung, Reihenfolgen, Umgebungsdesign, Produktplatzierung und Preisarchitektur. Ein bewusst gesetzter Kontrast lenkt Aufmerksamkeit, schafft Orientierung und macht Unterschiede sichtbar, die sonst übersehen würden.

    Schlecht eingesetzter Kontrast zerstört Wahrnehmung: Ein Premiumprodukt verliert Wert, wenn es neben Billigoptik platziert wird. Richtig eingesetzt hebt Kontrast Marken an, schärft ihr Profil und macht Entscheidungen für Kunden einfacher, schneller und klarer.

    #ohne

    Kundenavatar

    Ein Kundenavatar – auch Buyer Persona oder Ideal Customer Profile – beschreibt ein detailliertes Bild eines idealen Kunden: Ziele, Probleme, Einwände, Wünsche, Verhalten und Entscheidungskriterien. Er hilft, Kommunikation, Angebote und Kampagnen präzise auszurichten. Ohne klaren Kundenavatar wirken Botschaften generisch und Conversion sinkt.

    #ohne

    Kundensegmentierung

    Kundensegmentierung – auch Customer Segmentation oder Zielgruppenteilung – beschreibt das systematische Aufteilen von Kunden in klar definierte Gruppen mit ähnlichen Bedürfnissen, Verhaltensmustern oder Potenzialen. Segmente können demografisch, geografisch, verhaltensbasiert, wertbasiert (z. B. nach Kundenwert/CLV) oder psychografisch gebildet werden. Gute Segmentierung ermöglicht maßgeschneiderte Angebote, geringere Streuverluste und höhere Conversion. Fehler entstehen, wenn Segmente zu grob, zu kleinteilig oder rein intern gedacht sind. Professionelle Segmentierung basiert auf Daten, nicht auf Bauchgefühl, und bildet die Grundlage für effizientes Marketing, klare Prioritäten und profitables Wachstum.

    #ohne

    Kundenwert

    Der Kundenwert – auch Customer Lifetime Value (CLV) oder Customer Value – beschreibt den finanziellen Gesamtbeitrag eines Kunden über die gesamte Beziehungsdauer.

    Grundformel:

    Kundenwert = Durchschnittlicher Gewinn pro Kunde × Dauer der Kundenbeziehung

    Ein hoher Kundenwert zeigt gute Bindung, passende Zielgruppen und starke Angebote. Er ist eine zentrale Kennzahl für Planung, Budgetierung und Priorisierung.

    #ohne

    Köder Produkt

    Ein bewusst unattraktives drittes Angebot lenkt Entscheidungen zugunsten eines gewünschten Produkts. Ein „Köderprodukt“ macht die mittlere Option logisch und attraktiv. Der Effekt basiert auf relativen Vergleichen, nicht auf objektiven Vorteilen. Marken nutzen das Prinzip bei Preisleitern, Paketen oder Upgrade-Strukturen. Entscheidend: Der Köder darf existieren – aber er muss glaubwürdig sein.

    #ohne

    kognitive Verzerrung

    Das Gehirn arbeitet nicht neutral, sondern mit systematischen Abkürzungen. Diese „Biases“ beeinflussen Kaufentscheidungen, Markenwahrnehmung, Preisurteile und Vertrauen. Für Markenarbeit bedeutet das: Gestaltung, Text und Strategie müssen an menschliche Wahrnehmung angepasst sein – nicht an idealisierte Zielgruppen. Wer Biases kennt, kommuniziert wirkungsvoller.

    L

    #ohne

    Laggards (Kunden))

    Kundengruppe ~16 %. Änderungsresistent, traditionell, oft erst dann Käufer, wenn alte Lösungen verschwinden. Für Marken relevant, wenn Markt nahezu gesättigt ist.

    #ohne

    Landingpage

    Eine Landingpage – auch Zielseite oder Conversion Page – ist eine Seite, die ausschließlich auf eine einzige Handlung ausgerichtet ist: Kauf, Lead, Download oder Termin. Sie hat klare Struktur, Fokus und keinen Ablenkungen. Erfolgreiche Landingpages verbinden Nutzenargumente, Social Proof, starke Visuals und einen eindeutigen Call-to-Action.

    Wichtige Kennzahlen: Conversion Rate, Scrolltiefe, Absprungrate.

    Schwache Landingpages scheitern meist an Unklarheit, zu viel Text oder widersprüchlichen Elementen.

    #ohne

    Lasswell Formel

    (Kommunikationsmodell, Medienwirkung, Kampagnenanalyse)

    Die Lasswell-Formel ist ein klassisches Modell der Kommunikationswissenschaft zur Analyse von Kommunikationsprozessen. Sie beschreibt Kommunikation anhand von fünf Leitfragen: Wer sagt was, über welchen Kanal, zu wem und mit welcher Wirkung. Ziel ist es, Kommunikationsakte strukturiert zu zerlegen und ihre Wirkung systematisch zu betrachten.

    In der Marketing- und Kampagnenarbeit dient die Lasswell-Formel vor allem als Analyse- und Denkrahmen, nicht als Wirkungs- oder Entscheidungsmodell. Sie hilft, Kommunikationsmaßnahmen zu überprüfen, Verantwortlichkeiten zu klären und Wirkungshypothesen sichtbar zu machen.

    Die fünf Elemente der Lasswell-Formel sind:

    • Wer: der Absender oder die Marke
    • Was: die Botschaft oder der Inhalt
    • Kanal: das eingesetzte Medium oder Format
    • Wem: die Zielgruppe oder das Publikum
    • Wirkung: die angestrebte oder tatsächliche Wirkung

    Abzugrenzen ist die Lasswell-Formel von Werbewirkungsmodellen wie A.I.D.A. oder Funnel-Modellen. Während diese beschreiben, wie Kommunikation idealtypisch wirkt, bleibt die Lasswell-Formel deskriptiv und analytisch. Sie erklärt nicht, wie Wirkung entsteht, sondern strukturiert, wo Wirkung untersucht werden muss. Ebenso unterscheidet sie sich von modernen, nichtlinearen Modellen, da sie Feedback, Kontextdynamiken und Plattformlogiken nur begrenzt berücksichtigt.

    Beispiel

    Eine Kampagne wird analysiert, indem geprüft wird, welche Marke als Absender auftritt, welche Botschaft formuliert wird, über welche Kanäle sie ausgespielt wird, welche Zielgruppe adressiert wird und welche Wirkung tatsächlich erzielt wurde.

    Querverweise

    A.I.D.A. · Kommunikationsmodell · Encoding/Decoding · Kampagnenanalyse · Wirkung

    #ohne

    Late Majority (Kunden)

    Anteil wie bei Early Majority ebenfalls (~34 %), aber deutlich skeptischer. Preisgetrieben, risikoavers, kaufen erst, wenn das Produkt Standard geworden ist. Brauchen massive Beweise, Erfahrungsberichte und einfache Anwendung.

    #ohne

    Lead

    Ein Lead – auch Interessent, Kontakt oder im Vertrieb Prospect genannt – ist eine Person oder ein Unternehmen, das freiwillig Kontaktinformationen hinterlässt und damit Interesse an einem Angebot signalisiert. Leads entstehen über Formulare, Downloads, Lead Magnets, Events, Ads oder direkte Anfragen. Entscheidend ist die Unterscheidung zwischen reinen Kontakten und qualifizierten Leads, die echtes Kaufpotenzial haben. Lead-Qualität hängt ab von Zielgruppe, Funnel-Stufe, Absicht und Kontext der Anfrage.

    Leads sind der Einstiegspunkt für Lead Nurturing, Lead Scoring und Vertrieb. Ohne klare Kriterien entstehen zu viele unqualifizierte Kontakte, was Zeit, Budget und Energie verschwendet. Professionelle Lead-Prozesse kombinieren Segmentierung, Relevanz und klare Follow-up-Strukturen.

    #ohne

    Lead Magnet

    Ein Lead Magnet – auch Lead-Magnet oder Value Offer – ist ein hochwertiger Anreiz, mit dem Besucher ihre Kontaktdaten hinterlassen: Checklisten, Whitepaper, Templates, Webinare oder Rabatte. Entscheidend ist der wahrgenommene Nutzen, nicht die Länge. Ein guter Lead Magnet löst ein konkretes Problem, ist sofort verständlich und führt direkt in ein Nurturing-System. Schwache Lead Magnets erzeugen viele, aber unqualifizierte Leads. Professionelle Lead-Strategien messen Kosten pro Lead (CPL) und die spätere Abschlussquote.

    #ohne

    Lead Nurturing

    Lead Nurturing – auch Lead-Entwicklung oder Beziehungsaufbau im Funnel – umfasst alle Maßnahmen, die Interessenten systematisch vom Erstkontakt bis zur Kaufbereitschaft führen. Typische Instrumente: E-Mail-Sequenzen, personalisierte Inhalte, Retargeting und automatisierte Workflows. Ziel ist Vertrauen, Klarheit und Relevanz. Lead Nurturing funktioniert nur mit sauberer Segmentierung und klaren Triggern. Ohne Strategie entstehen Spam, Streuverluste und sinkende Conversion.

    #ohne

    Lead Score

    Lead Score, auch als Lead-Bewertung, Kontaktpunkte-Score oder Scoring-Modell ist ein Punktesystem, das bewertet, wie wahrscheinlich ein Interessent zum Kunden wird. Punkte entstehen durch Verhalten (Klicks, Downloads, Seitenbesuche) und Eigenschaften (Profil) (Branche, Position, Budget). Je höher der Score, desto „wärmer“ der Lead. Lead Scoring hilft Vertrieb und Marketing, Prioritäten zu setzen und Ressourcen sinnvoll zu nutzen.

    Grundformel (vereinfacht):

    Lead Score = Verhalten + Profil + Timing

    Hoher Score = hohe Abschlusswahrscheinlichkeit.

    Lead Scoring verhindert, dass Vertrieb Zeit mit unqualifizierten Kontakten verliert. Unpräzise Scores führen zu Fehlpriorisierung und Umsatzverlust.

    #ohne

    Letter-Shift

    Letter-Shift, auch bekannt als Buchstaben-Twist oder intentionaler Rechtschreibbruch, bezeichnet ein Wortspiel, bei dem gezielt ein Buchstabe, Laut oder eine Silbe verändert wird, um eine neue Bedeutung, einen doppelten Boden oder einen humorvollen Effekt zu erzeugen.

    Typisch sind minimal veränderte Alltagsbegriffe, die sofort ins Auge fallen und dadurch Aufmerksamkeit, Schmunzeln oder eine neue Assoziation auslösen.

    Beispiele:

    • „Nachmittag“ → „Naschmittag“ (Food)
    • „fällt nicht weit vom Stamm“ → „fährt nicht weit vom Stamm“ (Mobilität)
    • „mehr“ → „Meer“ (Tourismus)
    • „Zeit“ → „Seit(e)“ (Publishing)

    Letter-Shifts funktionieren, weil das Gehirn Muster erkennt und kleine Abweichungen sofort wahrnimmt. Dadurch erzeugen sie Novelty, Arousal und Cognitive Ease – drei starke Wirkmechanismen in der Werbung. In der Markenkommunikation eignen sie sich für Headlines, Claims, Packaging und Social Posts, wenn Tonalität und Zielgruppe Humor oder sprachliche Cleverness zulassen.

    #ohne

    Logo

    Ein Logo – ob Wortmarke, Bildmarke oder Soundmarke – ist das prägnanteste Erkennungszeichen einer Marke. Es kann statisch, bewegt oder auditiv sein und sorgt für klare Wiedererkennung. Ein gutes Logo ist einfach, reproduzierbar und funktioniert in allen Medien. Motion-Branding und akustische Signaturen verstärken Identität zusätzlich. Entscheidend ist die konsequente Anwendung in Digital, Print, Social und räumlichen Umgebungen. Ein stark geführtes Logo schafft Vertrauen, Orientierung und Differenzierung.

    #ohne

    Longtail Keyword

    Ein Longtail Keyword – auch Long-Tail-Suchbegriff oder spezifische Suchanfrage – beschreibt längere, präzisere Suchphrasen, die aus mehreren Wörtern bestehen und eine klare Absicht ausdrücken. Beispiele: „beste CRM Software für Handwerk“, „SEO Agentur Preise 2025“. Longtail Keywords haben weniger Wettbewerb, höhere Conversion und spiegeln echte Bedürfnisse wider. Sie sind zentral für Content-Strategien, weil sie relevanten Traffic bringen und Nutzer mit konkreter Kaufabsicht abholen. Schwacher Longtail entsteht durch künstliche Formulierungen oder mangelnde Suchintention.

    #ohne

    Lookalike Audience

    Lookalike Audiences, auch als ähnliche Zielgruppen bekannt, sind Zielgruppen, die aus Daten der besten bestehenden Kunden abgeleitet werden. Plattformen analysieren Muster (Verhalten, Interessen, Demografie) und finden Menschen, die ihnen ähneln. Vorteil: hohe Skalierbarkeit bei gleichzeitig guter Qualität. Lookalikes funktionieren am besten, wenn die Ausgangsdaten sauber und aktuell sind.

    #ohne

    Loss Aversion / Verlustaversion

    Loss Aversion (auch bekannt als Verlustaversion, Verlustangst oder Negativity Bias im Entscheidungsverhalten) beschreibt das Prinzip, dass Menschen Verluste deutlich stärker empfinden als gleich große Gewinne. Ein verlorener Euro „schmerzt“ etwa doppelt so stark, wie ein gewonnener Euro Freude auslöst. Dieser Effekt verzerrt Entscheidungen: Menschen meiden Risiken, halten an bekannten Lösungen fest oder reagieren überempfindlich auf mögliche Nachteile – selbst wenn objektiv kaum Gefahr besteht.

    Für Marken und Kommunikation ist Verlustaversion zentral, weil sie direkt beeinflusst, wie Angebote, Preise und Botschaften wirken. Inhalte, die Sicherheit vermitteln, Risiken reduzieren oder konkret zeigen, was ohne die Lösung verloren geht, erzeugen deutlich höhere Aufmerksamkeit und Handlungsbereitschaft.

    Beispiel: „Ohne dieses Update verlieren Sie Daten“ mobilisiert schneller als „Mit diesem Update arbeiten Sie effizienter“ – obwohl beides stimmt.

    #ohne

    Luxus Markt

    Ein Markt, in dem Status, Seltenheit und Symbolkraft wichtiger sind als rationale Produktmerkmale. Luxus kauft man nicht wegen der Funktion – sondern wegen Zugehörigkeit, Bedeutung und Distinktion.

    Der entscheidende Faktor: „Was sagt das über mich aus?“

    M

    #ohne

    Markenabhängiger Claim / Markensprung

    (Markenstrategie, Kampagnenkommunikation, Bedeutungspsychologie)

    Ein markenabhängiger Claim ist eine verdichtete Markenbotschaft, deren Bedeutung sich erst durch den bekannten Markenabsender vollständig erschließt. Ohne die Marke bleibt der Claim mehrdeutig, rätselhaft oder semantisch unvollständig. Die Marke fungiert als zentraler Bedeutungsträger und Decoder der Aussage.

    Im Gegensatz zu erklärenden oder funktionalen Claims setzt der markenabhängige Claim auf vorab aufgebautes Markenwissen. Er funktioniert nur, wenn Zielgruppen die Haltung, Werte, Tonalität und Narrative der Marke bereits internalisiert haben. Die kommunikative Leistung liegt nicht im Text selbst, sondern in der Verknüpfung von Aussage und Markenidentität.

    Beispiel (Kampagne)

    Nike – „Yesterday you said tomorrow.“

    Isoliert betrachtet wirkt der Claim offen oder banal. Erst durch Nike als Absender wird die Aussage eindeutig: Aufschub überwinden, handeln, Leistung abrufen. Die Marke liefert die semantische Auflösung. Ohne den Absender wäre die Botschaft nicht eindeutig interpretierbar.

    Strategische Voraussetzungen

    • hohe Brand Awareness und Brand Salience
    • klar codierte Markenwerte und Narrative
    • konsistente Markenführung über Zeit und Kanäle

    Chancen

    • maximale Verdichtung der Botschaft
    • hohe Differenzierung
    • starke emotionale Anschlussfähigkeit

    Risiken

    • Unverständlichkeit bei schwacher Markenbekanntheit
    • Ausschluss neuer Zielgruppen
    • Fehlinterpretation ohne Markenkontext

    Abgrenzung

    • Markenabhängiger Claim ≠ Stolperer
    • Markenabhängiger Claim ≠ erklärender Claim
    • Markenabhängiger Claim ≠ reiner Slogan

    Querverweise:

    Brand Salience · Distinctive Assets · Encoding/Decoding · Markenidentität · Brand Recall · Meaning Transfer

    #ohne

    Markenerfahrung

    Markenerfahrung (auch bekannt als: Brand Experience, Markenerlebnis, Nutzererfahrung mit der Marke) beschreibt die Gesamtheit aller Eindrücke, die Menschen mit einer Marke sammeln – bewusst und unbewusst, online wie offline. Jede Interaktion trägt dazu bei: Website, Social Media, Service, Verpackung, Produktqualität, Tonalität, Verhalten von Mitarbeitern, Reaktionsgeschwindigkeit oder sogar die Wartezeit am Telefon. Die Erfahrung entsteht nicht aus einzelnen Momenten, sondern aus dem Muster, das sie gemeinsam formen.

    Markenerfahrung beantwortet zwei Fragen:

    1. Wie fühlt es sich an, mit dieser Marke in Kontakt zu sein?
    2. Welche Erwartungen bestätigt oder bricht die Marke?

    Starke Markenerfahrungen wirken klar, konsistent und vertrauensbildend. Sie reduzieren kognitive Belastung, geben Orientierung und erzeugen ein Gefühl von Sicherheit und Passung. Schlechte Markenerfahrungen entstehen durch Brüche: unklare Sprache, unfreundliche Antworten, widersprüchliche Botschaften, schlechter Service oder visuelle Inkonsequenz.

    Beispiel: Eine Marke, die auf der Website Klarheit verspricht, aber im Support unstrukturiert wirkt, erzeugt ein Vertrauensbruch-Muster. Eine Marke, die überall denselben Ton, dieselbe Haltung und dieselbe Qualität zeigt, wirkt dagegen stark – selbst ohne große Kampagnen.

    #ohne

    Markenschutz

    Markenschutz, auch als Markenregistrierung oder Trademark Protection bekannt, sichert Namen, Logos und Kennzeichen rechtlich ab. Geschützt werden können Wortmarken, Bildmarken oder Wort-Bild-Marken. Die Eintragung erfolgt national (z. B. DPMA), international über WIPO (Madrid-System) oder auf EU-Ebene über das EUIPO.

    Wichtige Punkte:

    Wortmarke: schützt den reinen Namen in Schreibform, unabhängig vom Design.

    Bild-/Wortbildmarke: schützt grafische Gestaltung, Logo und Kombinationen.

    Nice-Klassen: definieren, wofür die Marke gilt (Waren/Dienstleistungen).

    Risiken:

    Nichtbenutzung: Wird eine Marke innerhalb von fünf Jahren nicht ernsthaft genutzt, kann sie gelöscht werden.

    Widersprüche: Dritte können innerhalb der Frist gegen eine Anmeldung vorgehen, wenn Verwechslungsgefahr besteht.

    Internationale Probleme: gleiche oder ähnliche Marken in anderen Ländern, unterschiedliche Prüfungsstandards, fehlende Nutzung im Zielmarkt.

    Citylights führt für dseinen Kunden Markenrecherchen und Markenanmeldungen durch, inkl. DPMA-, EUIPO- und WIPO-Anträgen sowie Klassenauswahl und strategischer Markenplanung.

    #ohne

    Markenvertrauensmuster

    Markenvertrauensmuster, (Auch bekannt als: Vertrauenssignaturen, Trust Patterns, Marken-Vertrauensindikatoren) beschreiben die wiederkehrenden Signale, an denen Menschen unbewusst entscheiden, ob eine Marke glaubwürdig, zuverlässig und „sicher“ wirkt. Sie entstehen aus vielen kleinen Wahrnehmungen: Tonalität, Reaktionsgeschwindigkeit, Klarheit der Botschaften, visuelle Konsistenz, Nutzererfahrungen, Bewertungen und Verhalten im Problemfall. Das Gehirn sucht dabei nach Mustern, nicht nach Beweisen. Daher kann Vertrauen auch ohne große Kampagnen entstehen – durch stimmige, erwartbare und wiederholte Erlebnisse an jedem Kontaktpunkt.

    Typische Markenvertrauensmuster sind:

    Konsistenz (gleiches Niveau bei Ton, Design, Botschaft)

    Verlässlichkeit (pünktlich, erreichbar, klare Aussagen)

    Kompetenzsignale (gute Beispiele, Referenzen, saubere Argumente)

    Sozialbestätigung (Bewertungen, Erwähnungen, Weiterempfehlungen)

    Transparenz (einfach erklärt, keine Tricks, nachvollziehbare Preise)

    Beispiel: Wenn eine Marke auf Social Media immer schnell antwortet, auf der Website klar formuliert, im Angebot transparent ist und im Service hält, was sie verspricht, entsteht ein stabiles Muster. Das Vertrauen baut sich nicht durch einzelne Highlights auf, sondern durch die Summe vieler kleiner stimmiger Signale.

    #ohne

    Me-too-Strategie

    (Marketingstrategie, Wettbewerb)

    Die Me-too-Strategie beschreibt eine Marktstrategie, bei der Angebote, Leistungen oder Kommunikationsansätze bestehenden Lösungen stark ähneln. Ziel ist es, an einem etablierten Markt teilzunehmen, ohne eine klare Alleinstellung zu entwickeln.

    Me-too-Strategien sind häufig preisgetrieben und vergleichsorientiert. Sie bieten geringe Differenzierung und erfordern hohe Marketing- oder Preisanstrengungen, um wahrgenommen zu werden.

    Strategischer Kontext

    • Eintritt in bestehende Märkte
    • Orientierung an Marktstandards
    • Geringe Innovationsleistung
    • Hoher Wettbewerbsdruck

    Wichtige Abgrenzungen

    Me-too ≠ Differenzierungsstrategie

    Me-too ≠ Marktnische

    Querverweise

    Wettbewerbsstrategie · Positionierung · Preisstrategie · Austauschbarkeit

    #ohne

    Media Buying

    Media Buying – auch Mediabuchung oder Mediaeinkauf – bezeichnet den strategischen Einkauf von Werbeflächen in digitalen und klassischen Kanälen: Social Ads, Display, TV, Radio, Out-of-Home oder Print. Ziel ist ein effizienter Einsatz von Budget, basierend auf Zielgruppen, Reichweite, Frequenz und Kostenmodellen wie CPM, CPC oder CPA. Professionelles Media Buying optimiert Ausspielung, Timing, Platzierung und Creatives. Fehler entstehen durch unklare Ziele, falsche Kanäle oder fehlende Optimierungszyklen.

    #ohne

    Media Mix

    Der Media Mix – auch Kanal-Mix oder Channel Mix – beschreibt die Kombination aller genutzten Werbekanäle. Ein guter Media Mix verteilt Botschaften so, dass sie sich gegenseitig verstärken: Social für Aufmerksamkeit, SEO für Nachfrage, E-Mail für Bindung, Display für Reichweite. Schlechter Media Mix führt zu Streuverlusten, doppelten Kosten und widersprüchlichen Aussagen. Optimierung basiert auf Daten, Zielgruppenverhalten und klarer Rollenverteilung der Kanäle.

    #ohne

    Media Pressure / Mediendruck

    Medienplanung, Kampagnenintensität

    Mediendruck beschreibt die Gesamtintensität, mit der eine Kampagne innerhalb eines definierten Zeitraums auf ihre Zielgruppe einwirkt. Er ergibt sich aus dem Zusammenspiel von Reichweite, Frequenz und zeitlicher Verteilung und beschreibt, wie stark eine Kampagne im Medienumfeld wahrgenommen wird.

    Ein hoher Mediendruck erhöht Sichtbarkeit und beschleunigt den Aufbau von Aufmerksamkeit, steigert jedoch auch das Risiko von Sättigung und Ermüdung. Ein zu geringer Mediendruck senkt die Kosten, kann aber zu unzureichender Wirkung und schwacher Erinnerung führen. Wirksamer Mediendruck ist daher das Ergebnis bewusster strategischer Steuerung, nicht von Maximierung.

    In der Kampagnenplanung dient Mediendruck dazu, Mediaeinsatz, Wettbewerbsumfeld und Reifegrad der Marke in Einklang zu bringen.

    Querverweise

    Frequenz, Reichweite, Effektive Frequenz, Ad Impression, Wear-out-Effekt

    #ohne

    Mere-Exposure-Effekt

    (Gedächtnispsychologie, Markenwirkung, Wiederholung)

    Der Mere-Exposure-Effekt beschreibt das Phänomen, dass wiederholte Wahrnehmung eines Reizes zu einer positiveren Bewertung führt, selbst wenn keine bewusste Auseinandersetzung mit dem Inhalt stattfindet. Allein die Vertrautheit erhöht Sympathie, Vertrauen und Akzeptanz.

    In der Markenkommunikation erklärt der Mere-Exposure-Effekt, warum kontinuierliche Sichtbarkeit wirkt, auch ohne neue Argumente oder kreative Variationen. Marken profitieren davon, präsent zu sein, solange die Wiederholung nicht als störend empfunden wird.

    Abzugrenzen ist der Mere-Exposure-Effekt vom Recency-Effekt. Während Recency auf zeitliche Nähe zur Entscheidung wirkt, basiert Mere Exposure auf kumulativer Wiederholung über Zeit. Ebenso unterscheidet er sich von inhaltlicher Überzeugung, da keine Argumente notwendig sind.

    Beispiel

    Eine Marke wird regelmäßig im gleichen Umfeld wahrgenommen. Auch ohne bewusste Aufmerksamkeit steigt ihre Vertrautheit und Präferenz.

    Querverweise

    Recency-Effekt · Frequency · Brand Familiarity · Wiederholung · Brand Salience

    #ohne

    Meta Conversions API (CAPI)

    Meta Conversions API, auch als Server-Side-Tracking oder CAPI-Schnittstelle bekannt, ermöglicht das direkte Übermitteln von Conversion-Daten vom Server an Meta. Im Gegensatz zum Pixel läuft CAPI unabhängig vom Browser und funktioniert auch dann, wenn Cookies blockiert werden. Es verbessert Datenqualität, Tracking-Genauigkeit und Kampagnenoptimierung. CAPI wird meist zusammen mit dem Pixel genutzt, um möglichst vollständige und datenschutzkonforme Messwerte zu erhalten.

    #ohne

    Meta Description

    Die Meta Description – auch Meta-Beschreibung oder SERP-Beschreibung – ist der kurze Text unter dem Suchergebnis. Sie beeinflusst Klickrate, nicht Ranking. Gute Meta Descriptions sind klar, nutzenbezogen und enthalten relevante Keywords, ohne Keyword-Stuffing. Sie sollen neugierig machen und präzise erklären, was Nutzer erwartet. Fehlende oder schlechte Descriptions reduzieren CTR und verschenken Sichtbarkeit.

    #ohne

    Meta Title

    Der Meta Title – auch Title Tag oder Seitentitel – ist einer der wichtigsten SEO-Signale. Er erscheint als klickbarer Titel in Suchergebnissen. Ein guter Meta Title kombiniert Hauptkeyword, klare Aussage und Markenbezug. Zu lange Titel werden abgeschnitten, zu generische verlieren Wirkung. Title Tags bestimmen, wie Suchmaschinen und Nutzer Inhalte einordnen.

    #ohne

    Micro Conversions

    Micro Conversions, auch als kleine Conversion-Schritte oder Teilhandlungen bekannt, sind kleine Aktionen, die ein Nutzer ausführt, bevor er eine große Conversion macht – z. B. Kauf oder Anfrage. Dazu zählen Klicks, Scrolltiefe, Videoaufrufe, Downloads, Zeiten auf der Seite oder das Hinzufügen zum Warenkorb. Micro Conversions zeigen, ob Nutzer auf dem richtigen Weg sind und wo sie aussteigen. Sie helfen, Funnel und Inhalte zu optimieren, weil sie das Nutzerverhalten zwischen Einstieg und Abschluss sichtbar machen.

    #ohne

    Microsite

    Eine Microsite – auch Mini-Website oder Kampagnenseite – ist eine kleine, unabhängige Website für ein spezifisches Thema, Produkt oder Event. Sie trennt Inhalte bewusst vom Hauptauftritt, um Fokus, Storytelling und Conversion zu verbessern. Microsites funktionieren gut für Kampagnen, Launches und erklärungsbedürftige Produkte. Nachteil: zusätzlicher Pflegeaufwand und mögliche SEO-Kannibalisierung bei schlechter Struktur.

    #ohne

    Middleware

    Middleware – auch Integrationsschicht oder Vermittlungssoftware – verbindet unterschiedliche Systeme: Shops, CRM, ERP, Payment, Analytics oder Apps. Sie übersetzt, synchronisiert und automatisiert Datenflüsse. Gute Middleware verhindert Medienbrüche, Datenfehler und manuelle Arbeit. Fehlerhafte Middleware führt zu Inkonsistenzen, Sicherheitsrisiken und Ausfällen. Sie ist entscheidend für skalierbare, stabile digitale Infrastrukturen.

    #ohne

    Mobile First

    Mobile First – auch Mobile-First-Ansatz oder mobile Priorisierung – bedeutet, dass Websites zuerst für mobile Geräte entwickelt werden und erst danach für größere Bildschirme erweitert werden. Hintergrund: Die meisten Nutzer und viele Google-Signale sind mobil. Mobile First verbessert Ladezeit, Lesbarkeit und Usability. Fehlender Mobile-First-Ansatz führt zu Rankingverlusten und schwacher Conversion.

    #ohne

    Mockup

    Ein Mockup – auch Design-Vorschau oder Produktvisualisierung – zeigt, wie ein Design, Produkt oder UI im realen Kontext aussieht. Mockups machen abstrakte Ideen greifbar und helfen bei Präsentationen, Freigaben und UX-Entscheidungen. Gute Mockups vermitteln Look-and-Feel, ohne final zu sein. Schlechte Mockups verwirren, weil sie ungenaue Darstellungen oder unrealistische Ergebnisse zeigen.

    #ohne

    Modular Design

    Modular Design – auch Modulbauweise oder Component Design – organisiert Websites, Apps oder Layouts in wiederverwendbare Bausteine. Header, Buttons, Cards, Sections – alles folgt festen Mustern. Modular Design reduziert Entwicklungszeit, verbessert Konsistenz und erleichtert spätere Erweiterungen. In Kombination mit Design Systemen entsteht ein skalierbares Ökosystem statt einzelner Seiten.

    #ohne

    Monitoring

    Monitoring – auch Überwachung, Performance-Monitoring oder Datenbeobachtung – bezeichnet das systematische Beobachten von Kennzahlen, Verhalten und Systemzuständen. Im Marketing meint Monitoring das laufende Auswerten von Traffic, Conversion, Kampagnenleistung, Social Signals und technischen Website-Daten. Gutes Monitoring erkennt früh Anomalien, Fehler, Chancen oder Budgetverluste. Schlechte Systeme liefern zu viele irrelevante Daten ohne Handlungsempfehlung. Monitoring ist Grundlage für Optimierung, Reporting und Krisenprävention.

    #ohne

    Motion Design

    Motion Design – auch Bewegungsdesign oder Motion Graphics – verbindet Grafik, Animation, Typografie und Sound zu bewegten Inhalten. Es wird für Social Ads, Erklärvideos, Interfaces, Logos und Produktinszenierungen genutzt. Motion Design erhöht Aufmerksamkeit, erklärt komplexe Abläufe und stärkt Markenwirkung. Schlechte Animationen wirken hektisch oder unprofessionell. Gutes Motion Design folgt Rhythmus, Klarheit und Markenidentität.

    #ohne

    Motivationsdreieck

    (intrinsisch / extrinsisch / sozial)

    (Motivationspsychologie, Markenbindung, Aktivierungslogik)

    Das Motivationsdreieck beschreibt drei grundlegende Antriebskräfte menschlichen Verhaltens: intrinsische, extrinsische und soziale Motivation. Es dient als Denkmodell, um zu verstehen, warum Menschen handeln und wie Kommunikations-, Produkt- oder Kampagnenmechaniken wirksam gestaltet werden können.

    Intrinsische Motivation entsteht aus Interesse, Sinn, Identifikation oder Freude an der Handlung selbst. Extrinsische Motivation basiert auf äußeren Anreizen wie Belohnungen, Rabatten oder Vorteilen. Soziale Motivation speist sich aus Zugehörigkeit, Anerkennung, Status oder sozialem Vergleich.

    In Marketing und Markenführung ist das Motivationsdreieck hilfreich, um Maßnahmen ausgewogen zu gestalten. Kurzfristige Aktivierung wird häufig über extrinsische Reize erreicht, nachhaltige Bindung über intrinsische Motive, während soziale Motivation Dynamiken wie Weiterempfehlung, Community-Bildung oder Statuswirkung verstärkt.

    Abzugrenzen ist das Motivationsdreieck von eindimensionalen Aktivierungsmodellen. Maßnahmen, die ausschließlich auf extrinsische Anreize setzen, bleiben kurzfristig wirksam. Umgekehrt reicht intrinsische Motivation allein oft nicht zur initialen Aktivierung. Die Wirksamkeit entsteht aus der bewussten Kombination der drei Motivationsformen.

    Beispiel

    Eine Plattform kombiniert sinnvolle Inhalte (intrinsisch), Belohnungen für Nutzung (extrinsisch) und Sichtbarkeit innerhalb einer Community (sozial).

    Querverweise

    Intrinsische Motivation · Extrinsische Motivation · Belohnungsprinzip · Gamification · Engagement

    #ohne

    Motivstruktur

    Menschen reagieren je nach Persönlichkeitstyp auf unterschiedliche emotionale Motive – z. B. Sicherheit, Dominanz, Abenteuer, Neugier, Harmonie. Diese Motivstrukturen beeinflussen Kaufentscheidungen stärker als rationale Argumente. Marken, die die Motivstruktur ihrer Zielgruppe verstehen, können Produkte, Kommunikation und Erlebnisse so gestalten, dass sie intuitiv als „stimmig“ wahrgenommen werden.

    #ohne

    Mouseover Effekt

    Ein Mouseover-Effekt – auch Hover-Effekt oder Rollover – ist eine visuelle Reaktion, wenn der Nutzer mit dem Cursor über ein Element fährt: Farben ändern sich, Buttons werden hervorgehoben, Inhalte erscheinen. Auf Tablets existiert kein echter „Hover“, da kein Cursor vorhanden ist. Deshalb müssen Mouseover-Effekte durch Tap-Effekte, aktive Zustände oder Touch-Interaktionen ersetzt werden. Falsch geplante Hover-Abhängigkeiten führen zu Bedienfehlern und schlechter Nutzerführung.

    #ohne

    Multichannel Marketing

    Multichannel-Marketing (auch bekannt als: Mehrkanalmarketing, Multikanalstrategie) heißt im Grunde: Menschen an mehreren Stellen erreichen, nicht nur an einer. Jede Marke hat Berührungspunkte – Website, Social Media, Print, Newsletter, Anzeigen. Und jeder Kanal erzählt ein kleines Stück der Gesamtgeschichte. Die Kanäle müssen dabei nicht perfekt verzahnt sein, aber sie sollten sich nicht widersprechen. Jeder wirkt für sich, und zusammen ergibt sich ein Bild, das hängen bleibt.

    Typische Kanäle sind:

    – Website und Landingpages

    – Instagram, LinkedIn, Facebook, TikTok

    – Newsletter oder klassische E-Mail-Strecken

    – Print, Flyer, Direct Mailings

    – Events, Messen, persönlicher Kontakt

    – Google Ads, Meta Ads, Display- oder Videoformate

    Der Wert liegt selten darin, möglichst viele Kanäle zu bespielen. Wichtiger ist die Rolle jedes einzelnen:

    Aufmerksamkeit holen, wenn jemand noch nichts weiß

    Verstehen erleichtern, wenn jemand schon interessiert ist

    Handlung auslösen, wenn jemand bereit ist

    Multichannel ist damit keine „Mehrarbeit“, sondern die Chance, Nutzer dort abzuholen, wo sie gerade unterwegs sind.

    Beispiel: Jemand sieht ein Ad im Vorbeiscrollen, stolpert später über einen LinkedIn-Post, klickt abends neugierig auf die Website und bekommt am nächsten Tag den Newsletter mit einem passenden Angebot. Das Zusammenspiel bringt die Bewegung – nicht die einzelne Maßnahme. Stärken sich, wenn Botschaften abgestimmt sind. Der Mehrwert entsteht durch Koordination, nicht durch Menge. Ohne klare Strategie entstehen Streuverluste und widersprüchliche Signale. Mit sauberem Setup entsteht ein einheitliches Markenerlebnis mit besserer Reichweite und Conversion.

    #ohne

    Musterbruch

    Ein Musterbruch oder Pattern Break ist kein Gag und kein Zufall. Es ist ein bewusst gesetzter Störimpuls, der das Gehirn aus dem Autopiloten reißt. Unser Wahrnehmungssystem liebt Muster – und reagiert sofort, wenn eines gebrochen wird. Genau deshalb kann ein gezielter Musterbruch Aufmerksamkeit dramatisch erhöhen. Aber nur, wenn er Sinn ergibt.

    Viele Unternehmen setzen auf schrille Ideen, die zwar auffallen, aber nicht zur Marke passen. Ein guter Pattern Break bricht Erwartungen, ohne die Markenidentität zu brechen. Er stellt eine Frage, öffnet einen Moment der Irritation und lenkt dann zurück auf die Botschaft. Die Wirkung entsteht nicht durch Chaos, sondern durch Kontrast.

    Ein Musterbruch funktioniert besonders gut, wenn er an einer Stelle sitzt, an der Menschen „abschalten“ würden: in Social-Feeds, auf Websites, in Präsentationen, in monotonen Abläufen. Ein bewusster Rhythmuswechsel, ein überraschendes Bildmotiv, ein ungewohnter Satz – und das Gehirn schaltet wieder auf Empfang.

    Der wichtigste Punkt: Ein Pattern Break ist kein Stilmittel für Aufmerksamkeit um jeden Preis. Er ist ein Werkzeug, um Relevantes sichtbar zu machen. Marken, die Musterbrüche gezielt nutzen, wirken moderner, wacher und präziser – ohne laut zu werden.

    N

    #ohne

    Narrative Framing

    Narrative Framing bestimmt, wie Menschen Informationen einordnen. Nicht die Fakten entscheiden – der Rahmen tut es. Dasselbe Angebot kann „Kosten“, „Investition“, „Chance“ oder „Risikominimierung“ bedeuten, je nachdem, in welchen Kontext es gestellt wird. Das Gehirn sucht immer nach Bedeutung, und Frames liefern genau diese Bedeutungsschablonen.

    Gutes Framing beginnt nicht bei der Formulierung, sondern bei der Perspektive: Wer ist der Held dieser Geschichte? Welches Problem steht im Vordergrund? Welche Emotion soll dominiert? Marken scheitern oft, weil sie sich selbst ins Zentrum stellen – statt den Kunden und sein Bedürfnis.

    Ein starker Frame sorgt dafür, dass Menschen Inhalte schneller verstehen, emotional einordnen und als relevant bewerten. Ein falscher Frame führt dazu, dass Botschaften überhört oder missverstanden werden – selbst wenn sie faktisch korrekt sind.

    Narrative Frames wirken besonders stark in komplexen Situationen: Preisverhandlungen, Recruiting, Produktlaunches, Positionierung. Schon kleine Verschiebungen verändern die Interpretation massiv.

    Der entscheidende Punkt: Framing manipuliert nicht – es strukturiert Bedeutung. Marken, die den richtigen Rahmen setzen, gewinnen Klarheit, Kontrolle und Resonanz.

    #ohne

    Narrative Transportation

    Narrative Transportation beschreibt den Zustand, in dem Menschen so tief in eine Geschichte eintauchen, dass ihr Denken, Fühlen und Urteilen für diesen Moment der Logik der Story folgt. Je stärker dieser Effekt, desto weniger kritisch prüfen Menschen Informationen – sie „erleben“ sie statt sie zu analysieren. Das erhöht Aufmerksamkeit, Emotion, Erinnerungsfähigkeit und Überzeugungskraft. Eine gute Erzählung schafft Bilder, Tempo, spürbare Stakes und eine klare emotionale Richtung. Das Publikum vergisst für kurze Zeit seine eigene Perspektive und übernimmt die Sicht der Geschichte. Genau deshalb sind Storytelling, Reels und Insights so wirkungsvoll: Sie transportieren den Leser oder Zuschauer in einen anderen Rahmen, in dem Botschaften leichter akzeptiert und Werte intensiver wahrgenommen werden.

    Marken nutzen Narrative Transportation, um Fakten mit Bedeutung aufzuladen: Probleme werden fühlbar, Chancen greifbar, Lösungen nachvollziehbar. Eine Story zwingt nicht – sie zieht hinein. Und wer einmal drin ist, bewertet anders.

    #ohne

    Native Advertising

    Native Advertising – auch Native Ads oder integrierte Werbeformate – sind Anzeigen, die sich optisch und inhaltlich an das Umfeld anpassen. Sie wirken wie reguläre Inhalte, sind aber klar gekennzeichnet. Native Ads erhöhen Aufmerksamkeit und Glaubwürdigkeit, weil sie weniger wie „Werbung“ wirken. Erfolg hängt von Relevanz, Transparenz und redaktioneller Qualität ab. Fehlende Kennzeichnung ist rechtlich problematisch und zerstört Vertrauen.

    #ohne

    Native Reichweite

    Native Reichweite – auch organische Reichweite oder natürliche Sichtbarkeit – beschreibt die Reichweite, die ohne bezahlte Werbung entsteht: über Algorithmen, Empfehlungen, Shares oder Suchergebnisse. Sie ist wertvoll, weil sie Vertrauen, Relevanz und echten Content-Fit widerspiegelt. Native Reichweite sinkt, wenn Inhalte austauschbar, unregelmäßig oder algorithmisch „schwach“ sind. Gute native Reichweite entsteht durch Storytelling, Regelmäßigkeit, Community-Interaktion und klare Markenidentität.

    #ohne

    Navigation

    Navigation – auch Menüführung oder Site Navigation – beschreibt die Struktur, mit der Nutzer Inhalte auf einer Website finden: Hauptmenü, Unterpunkte, Buttons, Breadcrumbs und interne Links. Gute Navigation ist klar benannt, logisch gruppiert und reduziert Suchaufwand. Sie folgt der Nutzerlogik, nicht internen Abteilungsstrukturen. Schlechte Navigation führt zu Verwirrung, Absprüngen und schlechter Conversion. Moderne Navigation berücksichtigt Mobile First, Touch-Verhalten und klare Hierarchien.

    #ohne

    Negativitätsverzerrung

    Negativitätsverzerrung beschreibt die Tatsache, dass negative Ereignisse stärker wirken als positive. Eine einzige negative Bewertung kann mehr Vertrauen zerstören als zehn positive Bewertungen aufbauen. Nutzer gewichten Risiken höher als Chancen, besonders bei Dienstleistern, Restaurants, Ärzten oder Handwerksbetrieben. Der Negativity Bias erklärt, warum Marken massiv in Prävention, Erwartungsmanagement und schnelle Reaktionen investieren müssen – weil der Schaden einzelner Ausreißer überproportional groß ist.

    #ohne

    Newsletter

    Ein Newsletter – auch E-Mail-Update oder E-Mail-Rundschreiben – ist ein regelmäßig versendeter Informations- oder Marketinginhalt an angemeldete Empfänger. Newsletter dienen Bindung, Information, Upselling und Markenpflege. Erfolgreiche Newsletter basieren auf relevanten Themen, sauberer Segmentierung, klarer Betreffzeile und konsistentem Takt. Rechtlich entscheidend: DSGVO-konformes Double Opt-in, transparente Absenderangabe und einfache Abmeldemöglichkeit. Wichtige Metriken sind Öffnungsrate, Klickrate und Abmelderate.

    #ohne

    Nischenstrategie

    (Markenpositionierung, Wettbewerbsstrategie, Marktsegmentierung)

    Eine Nischenstrategie bezeichnet die bewusste Fokussierung auf ein eng abgegrenztes Marktsegment, dessen Bedürfnisse von breiten Anbietern nicht oder nur unzureichend bedient werden. Ziel ist es, innerhalb dieser Nische hohe Relevanz, Kompetenz und Differenzierung aufzubauen, statt im Massenmarkt über Preis oder Reichweite zu konkurrieren.

    Die Stärke einer Nischenstrategie liegt nicht in Größe, sondern in Passgenauigkeit. Marken verzichten bewusst auf Reichweite zugunsten von Tiefe, Loyalität und Margenstärke.

    Typische Merkmale

    • klar definierte Zielgruppe mit spezifischen Anforderungen
    • spezialisiertes Leistungsversprechen
    • hohe Wahrnehmung von Expertise oder Problemlösungskompetenz
    • geringe Austauschbarkeit

    Strategische Bedeutung

    • geringerer Wettbewerbsdruck
    • höhere Zahlungsbereitschaft innerhalb der Zielgruppe
    • stärkere Kundenbindung durch Relevanz
    • klare Positionierung statt Vergleichbarkeit

    Risiken

    • begrenztes Wachstumspotenzial
    • Abhängigkeit von wenigen Kundensegmenten
    • Gefahr der Über-Spezialisierung

    Abgrenzung

    • Nischenstrategie ≠ Massenmarktstrategie
    • Nischenstrategie ≠ kurzfristige Zielgruppenfokussierung
    • Nischenstrategie ≠ Marktverengung ohne Differenzierung

    Eine Nische ist kein Rückzug, sondern eine strategische Entscheidung für Relevanz statt Reichweite.

    Querverweise

    Positionierung · Differenzierung · Wettbewerbsstrategie · Zielgruppenanalyse · Fachmärkte

    #ohne

    Novelty (Neuheit)

    Novelty beschreibt den Effekt, dass das Gehirn stärker auf alles reagiert, was nicht nach Standard aussieht. Ein kleines Abweichen reicht: ein unerwartetes Bild, eine Formulierung, die kurz stolpern lässt, oder ein Gedanke, der nicht ins gewohnte Muster passt.

    Kurzes Beispiel

    Ein Finanzdienstleister nutzt statt „Inflation frisst Rendite“ den Satz:

    „Inflation frisst nicht – sie knabbert leise.“

    Das bricht das Muster und erzeugt sofort Aufmerksamkeit.

    Regeln für den Einsatz

    – Novelty ist ein Impuls, kein Stilmittel für jeden Satz.

    – Mini-Brüche funktionieren besser als große Provokationen.

    – Neuheit ohne Relevanz ist nur Ablenkung.

    #ohne

    Nutzererlebnis (UX)

    Nutzererlebnis (UX) – auch User Experience oder Interaktionserlebnis – beschreibt den Gesamteindruck, den ein Nutzer bei der Interaktion mit einer Website, App oder Anwendung erlebt. UX umfasst Emotionen, Erwartungen, Bedienbarkeit, Geschwindigkeit und Klarheit. Gute UX reduziert Frust, erhöht Zufriedenheit und verbessert Conversion. Schlechte UX entsteht durch lange Ladezeiten, unklare Navigation, zu viele Schritte oder visuelle Überladung. UX ist der wichtigste Faktor für Vertrauen und digitale Leistungsfähigkeit.

    #ohne

    Nutzerführung

    Nutzerführung – auch User Guidance oder Interface-Führung – beschreibt, wie eine Website oder Anwendung Nutzer Schritt für Schritt zum Ziel leitet. Sie umfasst Struktur, visuelle Hierarchie, Call-to-Action-Platzierung, Lesefluss und Interaktionslogik. Gute Nutzerführung macht den nächsten Schritt offensichtlich und vermeidet Denkaufwand. Schlechte Nutzerführung zwingt Nutzer zu Rätselraten, verursacht Abbrüche und reduziert Conversion. Nutzerführung ist ein Kernbestandteil von UX und entscheidet über Erfolg oder Misserfolg digitaler Produkte.

    O

    #ohne

    OTS (Opportunity to See)

    OTS bezeichnet die Kontaktchance, nicht den tatsächlichen Wahrnehmungskontakt. Ein OTS liegt vor, wenn eine Person theoretisch die Möglichkeit hatte, eine Werbung zu sehen.

    OTS wird häufig genutzt, um:

    • Medialeistung vergleichbar zu machen
    • Kontaktpotenziale zu modellieren

    Ein OTS garantiert keine Aufmerksamkeit, keine Wahrnehmung und keine Wirkung.

    Abgrenzung

    • OTS ≠ tatsächlicher Kontakt
    • OTS ≠ Sichtkontakt
    • OTS ≠ Aufmerksamkeit

    Querverweise

    Kontaktchance · Sichtbarkeit · Mediaplanung

    Strategische Klarstellung

    • GRP & Frequenz = Steuerung von Druck
    • OTS = Modellannahme
    • Qualitätskontakt = Wirkungswahrscheinlichkeit

    Viele Kampagnen scheitern nicht an zu wenig Kontakten, sondern an zu vielen irrelevanten.

    #ohne

    Oefnungsrate

    Die Öffnungsrate – auch Open Rate oder Öffnungsquote – zeigt, wie viele Empfänger eine E-Mail tatsächlich öffnen.

    Formel:

    Öffnungsrate = (Geöffnete E-Mails / zugestellte E-Mails) × 100

    Sie ist ein wichtiger Frühindikator für Relevanz, Betreffzeilen, Versandzeitpunkt und Listenqualität. Technisch wird die Öffnung meist über ein Tracking-Pixel gemessen, was durch Datenschutz-Tools oder Apple Mail Privacy eingeschränkt sein kann. Deshalb ist die Öffnungsrate hilfreich, aber nicht allein entscheidend. In Verbindung mit Klickrate und Conversion entsteht ein realistisches Bild der Kampagnenleistung.

    #ohne

    Onboarding Customer

    Customer Onboarding beschreibt den strukturierten Einstieg neuer Kunden in Dienstleistungen, Prozesse und Zusammenarbeit. Ziel ist ein stabiler Start, klare Erwartungen und ein gemeinsames Verständnis darüber, wie Projekte ablaufen und Entscheidungen getroffen werden. Ein gutes Kunden-Onboarding erklärt Verantwortlichkeiten, Kommunikationswege, Fristen, Zuständigkeiten und liefert die Informationen, die Missverständnisse später vermeiden. Es schafft Sicherheit, Professionalität und Vertrauen – und sorgt dafür, dass Ergebnisse schneller und reibungsfreier erreicht werden. Unternehmen mit konsequentem Customer Onboarding reduzieren Eskalationen, steigern Zufriedenheit und bauen langfristige Beziehungen auf, weil der Rahmen von Beginn an klar ist.

    #ohne

    Onboarding HR / Personal

    Onboarding bezeichnet den strukturierten Einstieg neuer Mitarbeiter in ein Unternehmen. Ziel ist, Orientierung zu geben und die Zeit bis zur vollen Leistungsfähigkeit zu verkürzen. Ein gutes Onboarding schafft klare Erwartungen, definiert Verantwortlichkeiten und vermittelt früh ein Verständnis für Prozesse, Kultur und Prioritäten. Es reduziert Unsicherheiten, verhindert Fehlstarts und verbessert Qualität sowie Geschwindigkeit im Arbeitsalltag. Dazu gehören vorbereitete Arbeitsmittel, definierte Ansprechpartner und ein klarer Ablauf für die ersten Wochen. Unternehmen mit professionellem Onboarding senken Fluktuation, stärken Bindung und erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass neue Mitarbeiter schnell produktiv und sicher agieren.

    #ohne

    Onpage-Optimierung

    Onpage-Optimierung beschreibt alle Maßnahmen direkt auf der Website, die dafür sorgen, dass Inhalte schneller gefunden, besser verstanden und höher gewertet werden. Dazu gehören technische Faktoren wie Ladezeit, saubere Code-Struktur und Indexierbarkeit, aber auch Texte, interne Verlinkung, Überschriften-Hierarchie, Bildoptimierung und klare Nutzerführung. Gute Onpage-Optimierung sorgt nicht nur für bessere Rankings, sondern für stabilere Conversion und niedrigere Absprungraten. Sie schafft Ordnung, Relevanz und Geschwindigkeit – und bildet die Grundlage jeder nachhaltigen SEO-Strategie. Ohne sie wirken Offpage-Maßnahmen nur begrenzt. Synonyme: OnSite-Optimierung oder On-Page SEO

    #ohne

    Open Graph

    Open Graph ist ein Standard, mit dem Webseiten steuern können, wie ihre Inhalte in sozialen Netzwerken dargestellt werden. Plattformen wie Facebook, LinkedIn, X oder WhatsApp lesen spezielle Meta-Tags aus, um Titel, Beschreibung, Bild, URL und weitere Vorschau-Elemente korrekt anzuzeigen. Ohne Open-Graph-Tags werden Inhalte oft falsch, unvollständig oder mit zufälligen Bildern dargestellt.

    Open Graph verbessert Klickrate, Markenwirkung und Kontrolle über die Darstellung: ein definierter Titel, ein sauberer Teasertext, ein passendes Vorschaubild. Für Unternehmen ist es ein zentrales Werkzeug, um geteilte Links konsistent und professionell aussehen zu lassen – besonders bei Kampagnen, Pressearbeit, Social Posts und Landingpages.

    #ohne

    Operation Mittelmaß

    „Operation Mittelmaß“ ist ein Citylights-Begriff für ein weit verbreitetes Muster, das Marken langfristig schwächt: Wenn Logos, Websites, Texte oder Kampagnen ohne professionelle Art-Direktion entstehen – durch DIY-Design, Bekannte, Hobbykreative, unkontrollierte KI-Ausgaben oder generische Stock-Elemente. Das Ergebnis ist visuelles Mittelmaß ohne strategische Grundlage, mit Risiken für Positionierung, Wiedererkennbarkeit und Markenvertrauen. Typische Folgen sind: fehlende Markenführung, rechtliche Probleme (Stock-Lizenzen, geschützte Farbwelten, Typolizenzen), Produktionsfehler, Reizüberflutung und ein unruhiges, austauschbares Erscheinungsbild. Citylights nutzt „Operation Mittelmaß“ als Analysewerkzeug, um diese Gefahren sichtbar zu machen – und den Gegenweg zu zeigen: klare Entscheidungen, strategische Gestaltung und Design mit Denken statt „Hauptsache irgendwas“.

    #ohne

    Opinion-Leader

    (Meinungsbildung, soziale Beeinflussung, Markenwahrnehmung)

    Ein Opinion Leader ist eine Person, die durch Expertise, Glaubwürdigkeit oder soziale Stellung maßgeblich die Meinungen, Einstellungen oder Entscheidungen anderer beeinflusst. Der Einfluss entsteht nicht primär durch Reichweite, sondern durch Vertrauen und wahrgenommene Kompetenz.

    Opinion Leader wirken besonders stark in Situationen mit Unsicherheit, komplexen Produkten oder hoher sozialer Relevanz. Ihre Empfehlungen dienen als kognitive Abkürzung in Entscheidungsprozessen.

    Typische Merkmale

    • hohe Glaubwürdigkeit in einem Themenfeld
    • aktive Weitergabe von Einschätzungen
    • überdurchschnittliche soziale Vernetzung

    Strategische Bedeutung

    • Verstärkung von Markenbotschaften durch Vertrauen
    • Reduktion von Kauf- und Entscheidungsrisiken
    • Relevanz für B2B, erklärungsbedürftige Produkte und Communities

    Abgrenzung

    • Opinion Leader ≠ Influencer (Reichweite vs. Einfluss)
    • Opinion Leader ≠ Prominenter
    • Opinion Leader ≠ Markenbotschafter

    Querverweise

    Word of Mouth · Social Proof · Trust · Kaufentscheidung

    #ohne

    Opt-in

    Opt-in – auch Einwilligung oder Zustimmungserteilung – bezeichnet die aktive Zustimmung eines Nutzers zur Kommunikation, meist im E-Mail-Marketing oder Tracking. Ohne gültiges Opt-in ist Werbung in der EU rechtlich nicht zulässig. Entscheidend sind Transparenz, klare Formulierungen und dokumentierter Nachweis. Opt-ins erhöhen Listenqualität und Vertrauen. Schwache Opt-in-Prozesse (z. B. versteckte Häkchen) schaden Reputation und Rechtskonformität.

    #ohne

    Opt-out

    Opt-out – auch Abmeldung oder Widerspruch – bezeichnet die Möglichkeit eines Nutzers, sich von Kommunikation oder Tracking abzumelden. In E-Mails muss der Opt-out-Prozess einfach, eindeutig und jederzeit möglich sein. Eine funktionierende Opt-out-Mechanik ist nicht nur rechtlich Pflicht, sondern zeigt Professionalität und Respekt. Hohe Opt-out-Raten deuten auf irrelevante Inhalte, zu häufige Newsletter oder enttäuschte Erwartungen hin.

    #ohne

    Organic Traffic

    Organic Traffic – auch organischer Traffic oder nicht-bezahlte Zugriffe – bezeichnet alle Website-Besucher, die über unbezahlte Suchergebnisse, Empfehlungen, Social-Shares oder direkte Eingaben kommen. Er ist wertvoll, weil er auf Relevanz, Vertrauen und gute Inhalte zurückgeht. Organic Traffic entsteht durch SEO, starke Markenbekanntheit, Evergreen Content und saubere Informationsarchitektur. Schwacher organischer Traffic weist auf technische Fehler, zu wenig Content oder mangelnde Differenzierung hin. Organic Traffic ist langfristig einer der profitabelsten Kanäle, aber auch der am stärksten konkurrenzgetriebene.

    #ohne

    Organische Reichweite

    (Social Media, Content, Sichtbarkeit)

    Organische Reichweite bezeichnet die Anzahl von Personen, die Inhalte ohne bezahlte Werbemaßnahmen erreichen. Sie entsteht durch algorithmische Ausspielung, Suchmaschinenplatzierungen, Weiterempfehlungen oder direkte Aufrufe und ist ein Indikator für Relevanz und inhaltliche Qualität.

    Im Gegensatz zu bezahlter Reichweite ist organische Reichweite nicht direkt skalierbar. Sie baut sich über Zeit auf und hängt von Faktoren wie Inhaltstiefe, Aktualität, Nutzerinteraktion und Plattformlogik ab.

    Strategischer Kontext

    • Indikator für inhaltliche Relevanz
    • Grundlage für nachhaltige Sichtbarkeit
    • Ergänzung zu Paid-Media-Strategien
    • Vertrauenssignal für Marken und Inhalte

    Wichtige Abgrenzungen

    Organische Reichweite ≠ garantierte Sichtbarkeit

    (abhängig von Algorithmen)

    Organische Reichweite ≠ Viralität

    (keine automatische Massenverbreitung)

    Querverweise

    Reichweite · Content-Marketing · Algorithmus · Engagement · Sichtbarkeit

    #ohne

    onboarding

    Onboarding, auch als Einführung oder Nutzer-Einführungsprozess bekannt, beschreibt die Phase, in der neue Kunden oder Nutzer Schritt für Schritt an ein Produkt, eine Dienstleistung oder ein System herangeführt werden. Ziel ist, den Einstieg so klar und friktionsfrei wie möglich zu machen: Funktionen verstehen, Nutzen erleben, die ersten Schritte erfolgreich abschließen. Gutes Onboarding reduziert Unsicherheit, beschleunigt den Wertmoment („Aha-Effekt“) und verhindert frühes Abspringen. Es verbindet Anleitung, Hilfen, Feedback und kleine Erfolgserlebnisse, damit Menschen schnell das Gefühl haben: „Ich komme zurecht – das bringt mir etwas.“

    Im HR-Bereich beschreibt Onboarding den strukturierten Einstieg neuer Mitarbeiter.

    Hier geht es darum, Menschen schnell arbeitsfähig zu machen, kulturell zu integrieren und Unsicherheiten abzubauen. HR-Onboarding umfasst Orientierung, klare Ziele, Erwartungen, Prozesse und ein Umfeld, in dem neue Mitarbeiter sich sicher fühlen, Fragen stellen können und früh positive Erfahrungen sammeln. Ein gutes HR-Onboarding entscheidet oft darüber, ob Mitarbeiter bleiben, performen und sich mit dem Unternehmen identifizieren.

    P

    #ohne

    PESTEL-Analyse

    (Umfeldanalyse, Strategie, Marktdynamik)

    Die PESTEL-Analyse ist ein strategisches Instrument zur systematischen Untersuchung des makroökonomischen Umfelds, in dem sich Unternehmen, Marken oder Märkte bewegen. Sie betrachtet sechs externe Einflussfaktoren: politische, ökonomische, soziale, technologische, ökologische und rechtliche Entwicklungen. Ziel ist es, frühzeitig Chancen und Risiken aus dem

    Umfeld zu erkennen, die strategische Entscheidungen beeinflussen können.

    Im Gegensatz zu unternehmensinternen Analysen fokussiert sich PESTEL ausschließlich auf externe Rahmenbedingungen, die nicht direkt kontrollierbar sind. Die Analyse dient als Orientierungs- und Frühwarnsystem, insbesondere bei Markteintritten, Repositionierungen oder langfristiger Strategieentwicklung.

    Abzugrenzen ist die PESTEL-Analyse von der SWOT-Analyse. Während PESTEL ausschließlich externe Faktoren betrachtet, kombiniert SWOT interne und externe Perspektiven. PESTEL liefert damit das Umfeldbild, das häufig als Input für SWOT, Positionierung oder Szenarien dient. Ebenso unterscheidet sie sich von operativen Marktanalysen, da sie nicht misst, sondern strukturiert und interpretiert.

    Die sechs Dimensionen sind:

    • Politisch: staatliche Eingriffe, Regulierung, Stabilität
    • Ökonomisch: Konjunktur, Kaufkraft, Inflation
    • Sozial: Demografie, Wertewandel, Lebensstile
    • Technologisch: Innovation, Digitalisierung, Automatisierung
    • Ökologisch: Nachhaltigkeit, Ressourcen, Umweltauflagen
    • Rechtlich: Gesetze, Haftung, Compliance

    Beispiel

    Ein Unternehmen prüft vor dem Eintritt in einen neuen Markt politische Stabilität, wirtschaftliche Entwicklung, gesellschaftliche Akzeptanz, technologische Infrastruktur, Umweltauflagen und rechtliche Rahmenbedingungen.

    Strategische Einordnung

    • geeignet für langfristige Planung und Risikobewertung
    • hilfreich bei Markt- und Strategieentscheidungen
    • begrenzter Nutzen ohne Ableitung konkreter Maßnahmen

    Querverweise

    SWOT-Analyse · Marktanalyse · Wettbewerbsumfeld · Strategie · Szenarioplanung

    #ohne

    Page Speed

    Ladezeit einer Seite. Wichtiger Rankingfaktor.

    #ohne

    Pageview

    Abruf einer einzelnen Seite durch einen Nutzer.

    #ohne

    Paid Media

    Paid Media umfasst alle bezahlten Werbeformate, bei denen Marken Reichweite, Sichtbarkeit oder Traffic einkaufen. Dazu gehören Suchmaschinenanzeigen (SEA), Social-Ads, Display-Banner, Video-Ads, Sponsored Posts, Retargeting und andere bezahlte Platzierungen. Der Vorteil: sofortige Reichweite, genaue Zielgruppensteuerung, klare Messbarkeit. Der Nachteil: Sobald das Budget endet, endet auch der Effekt.

    Paid Media ist am wirksamsten, wenn es nicht isoliert läuft, sondern mit Owned und Earned Media verzahnt wird. Gute Kampagnen setzen auf präzises Targeting, starke Creatives und klare Call-to-Actions. Schlechte Paid-Maßnahmen führen zu Streuverlusten, Ad-Fatigue oder hoher Bounce-Rate. Paid Media ist kein Selbstzweck – es verstärkt, was inhaltlich bereits trägt.

    #ohne

    Paid Reach / Bezahlte Reichweite

    Paid Reach bezeichnet die Anzahl der Personen, die eine Botschaft durch bezahlte Ausspielung tatsächlich erreicht. Im Unterschied zu Paid Media (dem Werbeformat) beschreibt Paid Reach das Ergebnis: Wie viele Menschen haben den Inhalt wirklich gesehen – unabhängig davon, ob sie interagiert haben.

    Paid Reach entsteht durch Anzeigen in Social Media, Suchmaschinen, Display-Netzwerken, Video-Plattformen oder Sponsored Placements. Sie hängt stark von Budget, Zielgruppe, Relevanz, Creative-Qualität und Wettbewerb ab. Eine hohe Paid Reach ist wertlos, wenn sie die falschen Nutzer erreicht oder keinen Effekt erzeugt; eine gezielte, qualitativ hochwertige Paid Reach dagegen kann Markenpräsenz, Aufmerksamkeit und Conversion deutlich steigern.

    Paid Reach ist damit nicht nur eine Kennzahl für Sichtbarkeit, sondern ein Indikator für Effizienz: Wie viel Reichweite erzeugt ein eingesetztes Budget – und erreicht sie die richtigen Menschen?

    #ohne

    Paket-Architektur

    Wie Produkte oder Dienstleistungen zu Sets geschnürt werden. Gute Paketlogik steigert Warenkorbwerte, reduziert Komplexität und erleichtert Entscheidungen („Gut – Besser – Am besten“). Schlechte Paketstruktur erzeugt Verwirrung und Kaufabbrüche.

    #ohne

    Papierarten

    Papierarten, auch als Papiersorten oder Druckpapiere bekannt, umfassen alle Materialien, die im Druck eingesetzt werden – von dünnem Papier bis hin zu starken Kartons. Wichtige Merkmale sind Grammatur, Oberfläche, Steifigkeit und Eignung für verschiedene Druckarten.

    Die Grammatur gibt das Gewicht pro Quadratmeter an (g/m²). Leichtes Papier (80–120 g) wird für Broschüren oder Briefpapier genutzt, Bilderdruckpapier (135–250 g) für Flyer oder Magazine, Karton (ab ca. 250–400 g) für Visitenkarten oder Verpackungen.

    Zu den gängigen Arten gehören:

    Offsetpapier: matt, offen, gut beschreibbar.

    Bilderdruckpapier: gestrichen, matt oder glänzend, hochwertige Farbwiedergabe.

    Naturpapier: ungestrichen, warm in der Haptik, edle Optik.

    Recyclingpapier: aus wiederverwertetem Material, oft leicht grauer Ton.

    Karton / Chromokarton: stabil und steif, ideal für Verpackung oder Karten.

    Weitere relevante Begriffe: Volumenpapier (besonders dick bei geringer Grammatur), Satinierung (glatte Oberfläche), Laufrichtung (Richtung der Papierfasern, wichtig für Falzen), Opazität (Durchscheinverhalten) und Weißgrad.

    Papierart und Grammatur bestimmen Wirkung, Gewicht, Haptik und Druckqualität eines Projekts.

    #ohne

    Parasoziale Nähe

    Parasoziale Nähe beschreibt eine einseitige, emotional empfundene Beziehung zwischen Menschen und medial präsenten Personen, Marken oder Organisationen. Obwohl keine echte Gegenseitigkeit besteht, entsteht subjektiv Vertrautheit und Vertrauen. Der Begriff geht auf Horton & Wohl (1956) zurück und wurde durch soziale Medien stark verstärkt.

    Psychologische Grundlagen:

    Sie basiert auf dem Mere-Exposure-Effekt (Vertrautheit durch Wiederholung), sozialer Identifikation und emotionalen Vertrauensheuristiken. Regelmäßige, personalisierte Kommunikation wird vom Gehirn wie soziale Interaktion verarbeitet.

    Beispiele:

    • DE: More Nutrition nutzt Gründer Christian Wolf als dauerhaft präsentes Markengesicht; Telekom setzt auf Corporate Influencer.
    • UK: Gymshark und Ryanair UK arbeiten mit stark personifizierten, wiedererkennbaren Markenstimmen in Social Media.

    Vorteile:

    • Höheres Vertrauen und Loyalität
    • Hohe organische Reichweite
    • Effizient bei begrenzten Budgets
    • Stärkere emotionale Markenbindung

    Gefahren:

    • Große Fallhöhe bei Vertrauensbruch
    • Authentizitätsfalle und Wokewashing
    • Kontrollverlust über Tonalität
    • Ethische Risiken bei manipulativer Nähe

    Einordnung:

    Parasoziale Nähe ist ein Verstärker: Sie belohnt klare Haltung und Konsistenz – und bestraft Opportunismus.

    #ohne

    Pareto-Prinzip

    (Strategie, Effizienz, Priorisierung)

    Das Pareto-Prinzip, auch als 80/20-Regel bekannt, beschreibt die Beobachtung, dass ein großer Teil der Ergebnisse häufig durch einen vergleichsweise kleinen Teil der Ursachen entsteht. Im Marketing bedeutet das: Ein begrenzter Anteil an Maßnahmen, Kanälen oder Zielgruppen erzeugt den überwiegenden Teil der Wirkung.

    In der Praxis wird das Pareto-Prinzip genutzt, um Ressourcen zu fokussieren, Komplexität zu reduzieren und Maßnahmen nach ihrem tatsächlichen Beitrag zum Ergebnis zu priorisieren. Es ist kein mathematisches Gesetz, sondern ein strategisches Denkmodell zur Effizienzsteigerung.

    Strategischer Kontext

    • Identifikation der wirkungsstärksten Kanäle, Inhalte oder Zielgruppen
    • Priorisierung von Maßnahmen mit hohem Impact
    • Vermeidung von Ressourcenstreuung
    • Entscheidungsgrundlage für Budget- und Zeitallokation

    Wichtige Abgrenzungen

    Pareto-Prinzip ≠ Erfolgsformel

    (die Verteilung ist nicht immer exakt 80/20)

    Pareto-Prinzip ≠ Rechtfertigung für Vereinfachung

    (es ersetzt keine Analyse)

    Querverweise

    Effizienz · Priorisierung · Strategie · KPI · Ressourcenallokation

    #ohne

    Pattern Interrupt

    (Werbewirkung, Aufmerksamkeitspsychologie, Kampagnenstrategie)

    Ein Pattern Interrupt bezeichnet eine gezielte Unterbrechung gewohnter Wahrnehmungs-, Denk- oder Handlungsmuster. In der Werbung wird er eingesetzt, um automatische Reizverarbeitung zu stoppen und Aufmerksamkeit sowie kognitive Aktivierung auszulösen. Ziel ist es, aus dem mentalen Autopiloten herauszuführen und Raum für bewusste Verarbeitung zu schaffen.

    Pattern Interrupts wirken durch Erwartungsverletzung. Sie brechen mit bekannten Mustern in Sprache, Bild, Dramaturgie oder Kontext, ohne zufällig oder fehlerhaft zu erscheinen. Entscheidend ist die strategische Einbettung: Der Interrupt dient als Einstieg oder Verstärker, nicht als Selbstzweck.

    Typische Formen

    • sprachliche Brüche oder ungewöhnliche Formulierungen
    • visuelle Regelbrüche im Key Visual
    • unerwartete Dramaturgie oder Einstiege
    • Kontextwechsel innerhalb eines bekannten Formats

    Beispiel

    Ein bewusst reduziertes oder irritierendes Motiv in einer ansonsten lauten Werbeumgebung erzeugt Aufmerksamkeit, bevor die Markenbotschaft vermittelt wird.

    Einordnung

    • starkes Mittel zur Aufmerksamkeitssteuerung
    • besonders wirksam bei hoher Reizdichte
    • erfordert klare Markenlogik zur Auflösung

    Risiken

    • Überforderung oder Ablehnung bei zu starkem Bruch
    • Wirkungsverlust ohne anschließende inhaltliche Klarheit

    Abgrenzung: Pattern Interrupt vs. Stolperer

    Ein Pattern Interrupt beschreibt das grundsätzliche Wirkprinzip der Unterbrechung automatisierter Wahrnehmung. Er ist der psychologische und strategische Mechanismus hinter der Aufmerksamkeitslenkung. Ein Stolperer ist die konkrete, praxisnahe Ausprägung dieses Prinzips in der kreativen Umsetzung. Während der Pattern Interrupt das „Warum“ erklärt, beschreibt der Stolperer das „Wie“ im Agentur- und Kampagnenalltag.

    Querverweise

    Stolperer · Von-Restorff-Effekt · Erwartungsverletzung · Aufmerksamkeit · Cognitive Load

    #ohne

    Pattern Recognition

    Unser Gehirn sucht ständig nach Mustern – es erkennt Wiederholungen, Rhythmen, Formen und Strukturen schneller als einzelne Informationen. Marken profitieren davon, wenn sie wiederkehrende Elemente etablieren: Farben, Formen, Claims, Bildstile. Je stärker das Muster, desto leichter die Wiedererkennung – und desto größer die Markenstärke.

    #ohne

    Peak-End-Rule

    Die Peak-End-Rule besagt, dass Menschen Erlebnisse nach zwei Momenten beurteilen: dem emotional stärksten Punkt (Peak) und dem Ende. Alles dazwischen verblasst. Marken können diese Regel nutzen, um Erlebnisse gezielt zu gestalten: ein starkes Onboarding, ein Highlight-Moment im Service, ein hochwertiger Abschluss im Kaufprozess. Wer Peak und Ende bewusst gestaltet, verbessert Erinnerung, Zufriedenheit und Weiterempfehlung – unabhängig vom kompletten Verlauf.

    #ohne

    Performance Ads

    Performance Ads, auch als leistungsorientierte Anzeigen oder Conversion Ads bekannt, sind Anzeigen, die auf ein messbares Ergebnis optimiert werden: Klicks, Leads, Käufe oder bestimmte Aktionen. Sie sind datengetrieben, werden ständig getestet und über Budget, Creatives und Zielgruppen verfeinert. Ziel ist nicht Reichweite, sondern messbarer Output.

    #ohne

    Performance Marketing

    Marketingform, bei der messbare Ergebnisse wie Klicks oder Leads im Fokus stehen.

    #ohne

    Performance-Marketing

    (Digital Marketing, Steuerung, Messbarkeit)

    Performance-Marketing bezeichnet Marketingmaßnahmen, deren Erfolg anhand klar definierter Kennzahlen gemessen und gesteuert wird. Typische Zielgrößen sind Klicks, Leads, Conversions oder Umsätze. Entscheidungen basieren auf Daten, nicht auf Reichweitenannahmen.

    Im Performance-Marketing stehen Optimierung, Skalierung und Wirtschaftlichkeit im Vordergrund. Budgets werden laufend angepasst, um Effizienz und Ergebnisbeitrag zu maximieren.

    Strategischer Kontext

    • Steuerung über messbare KPIs
    • Direkte Zuordnung von Kosten und Ergebnissen
    • Kontinuierliche Optimierung
    • Hohe Transparenz in der Budgetverwendung

    Wichtige Abgrenzungen

    Performance-Marketing ≠ Branding

    (Fokus auf messbare Aktionen)

    Performance-Marketing ≠ kurzfristiger Erfolg

    (Optimierung benötigt Datenbasis)

    Querverweise

    KPIs · Conversion · Attribution · Kampagnensteuerung · ROI

    #ohne

    Persona

    Fiktives Kundenprofil mit klaren Eigenschaften und Bedürfnissen.

    #ohne

    Personalisierung

    UX, Marketingstrategie, User Experience

    Personalisierung beschreibt die gezielte Anpassung von Inhalten, Strukturen oder Botschaften an einzelne Nutzer oder Nutzergruppen auf Basis von Daten, Verhalten oder kontextuellen Signalen. Ziel ist es, relevantere Erlebnisse zu schaffen, indem auf unterschiedliche Interessen, Bedürfnisse oder Intentionen reagiert wird.

    In Marketing und digitaler Strategie wird Personalisierung eingesetzt, um Relevanz zu erhöhen, Reibung zu reduzieren und die Wirkung entlang aller Touchpoints zu verbessern. Anstatt allen Nutzern dieselben Inhalte auszuspielen, ermöglicht Personalisierung differenzierte Erlebnisse abhängig vom Verhalten, von Präferenzen oder vom jeweiligen Entscheidungsstadium.

    Wirksame Personalisierung basiert in der Regel auf Verhaltensdaten wie Navigationsmustern, Interaktionen oder bisherigen Conversions. Durch deren Analyse können Nutzer verhaltensbasierten Usergruppen zugeordnet werden, sodass Inhalte, Angebote oder Nutzerpfade dynamisch angepasst werden können. Dieses Prinzip ist vergleichbar mit Empfehlungssystemen, wie sie etwa von Streaming-Plattformen bekannt sind. Auf Webseiten realisieren wir dies über Pimcore. Dabei überwinden wir auch den Schritt zu Facebbook etc.

    Strategisch stärkt Personalisierung die User Experience, unterstützt die Conversion-Optimierung und erhöht die langfristige Bindung. Gleichzeitig erfordert sie eine klare Datenstrategie, einen transparenten Umgang mit Nutzerdaten sowie ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Relevanz und wahrgenommener Eingriffstiefe.

    Querverweise

    User Flow, Verhaltensbasierte Segmentierung, Usergruppen, Relevanz, Conversion-Optimierung, User Experience

    #ohne

    Plausibilitätsprüfung

    Überprüfung, ob Daten oder Inhalte logisch und realistisch sind.

    #ohne

    Playbook (Citylights)

    Unsere Citylights Playbooks sind praxisorientierte Arbeitsanleitungen, die aus komplexem Wissen klare, umsetzbare Schritte machen. Sie zeigen nicht nur Prinzipien, sondern auch Mechaniken, typische Fehlerquellen, Beispiele und die spezifische Citylights Vorgehensweise. Playbooks schaffen Sicherheit, Konsistenz und Geschwindigkeit – besonders in Marketing, Struktur, Funnel und Preispsychologie. Ihr Nutzen liegt darin, Entscheidungen reproduzierbar zu machen und ein professionelles Niveau zu gewährleisten, das im Alltag sofort anwendbar ist.

    #ohne

    Podcast

    Ein Podcast ist ein abonnierbares Audioformat, das in einzelnen Folgen („Episodes“) veröffentlicht wird und on-demand gehört werden kann. Inhalte reichen von Interviews, Nachrichten und Expertengesprächen bis zu Storytelling-Formaten oder Serien. Nutzer konsumieren Podcasts flexibel: unterwegs, beim Arbeiten oder in Pausen.

    Für Marken und Unternehmen sind Podcasts relevant, weil sie Nähe, Vertrauen und längere Aufmerksamkeitsspannen erzeugen. Anders als kurze Social-Formate ermöglichen Podcasts tiefe Einordnung, Expertenpositionierung und wiederkehrende Kontaktpunkte. Die Glaubwürdigkeit entsteht durch Stimme, Haltung und Regelmäßigkeit – nicht durch visuelle Inszenierung.

    Podcasts können öffentlich über Plattformen wie Spotify, Apple Podcasts oder YouTube ausgespielt werden oder intern zur Mitarbeiterkommunikation dienen. Entscheidend ist die inhaltliche Klarheit: Fokus, roter Faden, gutes Audio und ein glaubwürdiger Host.

    #ohne

    Pop-up

    Fenster, das sich über einer Webseite öffnet, meist für Hinweise oder Angebote.

    #ohne

    Portfolioanalyse BCG-Matrix

    (Portfolio-Strategie, Produktbewertung, Investitionsentscheidungen)

    Die BCG-Matrix ist ein strategisches Portfolio-Analysemodell, mit dem Produkte oder Geschäftsfelder anhand zweier Kriterien eingeordnet werden:

    • relativer Marktanteil
    • Marktwachstum

    Ziel ist es, Investitions-, Halte- oder Desinvestitionsentscheidungen auf Portfolio-Ebene zu unterstützen. Die Matrix betrachtet nicht den Lebenszyklus eines einzelnen Produkts, sondern die Rolle eines Produkts im Gesamtportfolio.

    Struktur der Matrix

    • Vertikale Achse: Marktwachstum
    • Horizontale Achse: relativer Marktanteil

    Daraus ergeben sich vier Kategorien:

    Kategorien

    • Stars: hoher Marktanteil bei hohem Marktwachstum
    • → weiter investieren, Wachstum absichern
    • Cash Cows: hoher Marktanteil bei geringem Wachstum
    • → Gewinne abschöpfen, stabil halten
    • Question Marks: geringer Marktanteil bei hohem Wachstum
    • → prüfen, ob Investition sinnvoll ist
    • Poor Dogs: geringer Marktanteil bei geringem Wachstum
    • → Rückzug, Nischenstrategie oder Einstellung

    Strategische Bedeutung

    • Priorisierung von Marketing- und Investitionsbudgets
    • Steuerung von Produkt- und Markenportfolios
    • Balance zwischen Wachstum, Ertrag und Risiko

    Grenzen

    • stark vereinfachtes Modell
    • ignoriert Markenstärke, Synergien und qualitative Faktoren
    • Momentaufnahme, keine Prognose

    Abgrenzung

    • BCG-Matrix ≠ Produktlebenszyklus
    • BCG-Matrix ≠ Wettbewerbsstrategie
    • BCG-Matrix ≠ Marktanalyse im Detail

    Die BCG-Matrix ist ein Entscheidungshilfsmodell, kein Ersatz für Markt- oder Markenanalyse.

    Querverweise

    Produktlebenszyklus · Portfolio-Strategie · Marktwachstum · Marktanteil · Markenstrategie

    #ohne

    Positionierung

    Gezielte Platzierung einer Marke im Wettbewerb und im Kopf der Zielgruppe.

    #ohne

    Pre-Experience Filtering

    Pre-Experience Filtering ist ein Citylights© Begriff und beschreibt den Mechanismus, bei dem Probleme abgefangen werden, bevor sie als Bewertung erscheinen. Durch klare Kontaktwege, Echtzeit-Support, persönliche Klärung und eine niedrigschwellige Möglichkeit zur Rücksprache (z. B. QR-Codes, Direktkanäle, Service-Hotlines) wird negative Energie in einen Dialog umgelenkt. Kunden können Kritik äußern, ohne öffentlich „auszuweichen“. Das reduziert Eskalationen, schützt die Marke und verbessert zugleich Prozesse. Pre-Experience Filtering ist kein „Manipulationswerkzeug“, sondern professionelles Erwartungs- und Service-Management.

    #ohne

    Pre-Launch-Marketing

    (Markteinführung, Erwartungsaufbau, Nachfragevorbereitung)

    Pre-Launch-Marketing umfasst alle Marketing- und Kommunikationsmaßnahmen vor der offiziellen Markteinführung eines Produkts, einer Marke oder eines Angebots. Ziel ist es, Aufmerksamkeit, Erwartung und Relevanz aufzubauen, bevor das Produkt verfügbar ist, um einen starken Markteintritt zu ermöglichen.

    Im Fokus stehen nicht sofortige Verkäufe, sondern mentale Verfügbarkeit, Vorwissen und Gesprächswert. Erfolgreiches Pre-Launch-Marketing reduziert das Risiko der Einführung und verkürzt die Anlaufphase nach dem Launch.

    Typische Maßnahmen

    • Teaser- und Ankündigungskampagnen
    • gezielte Informationsleaks oder Previews
    • Einbindung von Opinion Leadern oder Fachmedien
    • Wartelisten, Early-Access-Modelle
    • Aufbau von Narrativ und Nutzenversprechen

    Strategische Bedeutung

    • Erhöhung der Startdynamik zum Launch
    • Aufbau von Nachfrage, bevor Angebot verfügbar ist
    • Positionierung und Bedeutungsrahmen vor Wettbewerbern
    • bessere Conversion nach Markteintritt

    Risiken

    • Überversprechen ohne lieferfähiges Produkt
    • Ermüdung bei zu langer Vorlaufphase
    • Vertrauensverlust bei Verzögerungen

    Abgrenzung

    • Pre-Launch-Marketing ≠ Produktlaunch
    • Pre-Launch-Marketing ≠ klassische Leadkampagne
    • Pre-Launch-Marketing ≠ reine PR

    Pre-Launch-Marketing baut Erwartung und Bedeutung, nicht Umsatz.

    Querverweise

    Produktlaunch · Erwartungsmanagement · Teaser · Markteinführung · Brand Salience

    #ohne

    Predictive Behavioral Targeting

    (Datenanalyse, Personalisierung, Werbung)

    Predictive Behavioral Targeting beschreibt die Nutzung vergangener Nutzerdaten, um zukünftiges Verhalten vorherzusagen. Auf Basis von Interaktionen, Suchverhalten oder Kaufhistorie werden Wahrscheinlichkeiten berechnet, um Inhalte oder Werbung gezielt auszuspielen.

    Ziel ist es, Relevanz zu erhöhen und Streuverluste zu reduzieren. Die Methode basiert auf statistischen Modellen und maschinellem Lernen, nicht auf sicheren Prognosen einzelner Entscheidungen.

    Strategischer Kontext

    • Personalisierte Ansprache
    • Effizientere Budgetnutzung
    • Relevanzsteigerung in Kampagnen
    • Grundlage moderner Targeting-Systeme

    Wichtige Abgrenzungen

    Predictive Targeting ≠ sichere Vorhersage

    (es handelt sich um Wahrscheinlichkeiten)

    Predictive Targeting ≠ personenbezogene Entscheidung

    (aggregierte Datenmodelle)

    Querverweise

    Targeting · Personalisierung · Datenanalyse · Machine Learning · Datenschutz

    #ohne

    Preis-Premium-Transfer

    Der psychologische Effekt, bei dem ein hochwertiges Markenerlebnis höhere Preise legitimiert. Gute Gestaltung, Nutzenkommunikation und Servicequalität übertragen sich direkt auf die Preisakzeptanz. Marken ohne Premium-Transfer müssen stärker über Rabatte arbeiten.

    #ohne

    Preisanker)

    Das erste genannte oder gesehene Preisniveau beeinflusst alle späteren Preisurteile. Dadurch wirken 120 € plötzlich günstig, wenn daneben ein Produkt für 240 € steht. Preisanker definieren den Referenzrahmen jeder Kaufentscheidung. Ohne bewussten Preisanker entsteht Beliebigkeit.

    #ohne

    Preisbarriere

    Schwellen, an denen Preise plötzlich anders wahrgenommen werden (z. B. 99 € vs. 101 €). Preisbarrieren können psychologisch oder wirtschaftlich sein. Marken, die Preisbarrieren ignorieren, verlieren unnötig Conversion.

    #ohne

    Preisfenster

    Das Preisniveau, das eine Zielgruppe als „angemessen“ empfindet. Dieses Fenster bestimmt, ob eine Marke als Premium, Mainstream oder Budget wahrgenommen wird. Wird das Fenster verfehlt, passt die Marke nicht mehr zur Erwartung – selbst wenn das Produkt objektiv gut ist.

    #ohne

    Preisparität

    Wenn Marken über alle Kanäle denselben Preis halten. Abweichungen untergraben Vertrauen, führen zu Beschwerden („Warum bei Händler X billiger?“) und beschädigen das Premium-Gefühl. Preisparität ist besonders wichtig im E-Commerce und im Handel.

    #ohne

    Premium Markt

    Märkte, in denen Qualität, Zuverlässigkeit und Marke das wichtigste Kaufkriterium sind. Kunden zahlen freiwillig mehr, wenn der wahrgenommene Nutzen stimmt. Premium heißt nicht Luxus – es bedeutet Berechenbarkeit, Vertrauen und klare Erwartungshaltung.

    #ohne

    Present Bias

    Present Bias bezeichnet die systematische Verzerrung, bei der Menschen kurzfristige Vorteile überbewerten und langfristige Konsequenzen unterschätzen. Entscheidungen werden zugunsten des „Jetzt“ getroffen, selbst wenn spätere Ergebnisse objektiv wertvoller wären.

    Typische Muster: Aufschieben, Impulskäufe, geringe Bindung an langfristige Ziele, Abwertung zukünftiger Risiken.

    Im Marketing führt Present Bias dazu, dass Angebote mit sofortigem Nutzen (Rabatt, Direktvorteil, unmittelbare Erleichterung) deutlich besser wirken als solche, die einen langfristigen Vorteil versprechen. Marken nutzen den Effekt, indem sie schnelle Belohnung, Sofortzugang, unmittelbare Vereinfachungen oder klare „Jetzt handeln“-Signale betonen. Present Bias ist einer der stärksten Effekte in Behavioural Economics, weil das Gehirn unmittelbare Belohnung bevorzugt und zukünftigen Nutzen stark abdiskontiert.

    #ohne

    Primacy-Effekt

    (Gedächtnispsychologie, Markenwahrnehmung, Entscheidungsfindung)

    Der Primacy-Effekt beschreibt das Phänomen, dass zuerst wahrgenommene Informationen oder Markenreize besonders stark erinnert und gewichtet werden. Frühe Eindrücke prägen das mentale Referenzsystem und beeinflussen nachfolgende Bewertungen überproportional.

    In der Marketing- und Markenpraxis erklärt der Primacy-Effekt, warum erste Kontakte, Erstauftritte oder Initialkommunikation eine nachhaltige Wirkung entfalten. Der erste Eindruck setzt einen Bedeutungsrahmen, an dem spätere Informationen gemessen werden. Das gilt für Marken, Kampagnen, Produkteinführungen und auch für Touchpoints innerhalb einer Customer Journey.

    Abzugrenzen ist der Primacy-Effekt vom Recency-Effekt. Während der Primacy-Effekt die stärkere Wirkung früher Informationen beschreibt, bezieht sich der Recency-Effekt auf die Dominanz zuletzt wahrgenommener Reize. In der Markenarbeit wirkt Primacy vor allem langfristig und strukturierend, während Recency kurzfristig und situationsabhängig wirkt. Beide Effekte können sich ergänzen oder konkurrieren.

    Beispiel

    Die erste Kampagne einer neuen Marke definiert Tonalität, Haltung und Erwartungshaltung. Spätere Maßnahmen werden vor dem Hintergrund dieses ersten Eindrucks interpretiert.

    Strategische Einordnung

    • zentral für Markenaufbau und Markteintritte
    • prägend für Positionierung und Erwartungshaltung
    • schwer korrigierbar bei Fehlpositionierung

    Querverweise

    Recency-Effekt · Brand Salience · Ersteindruck · Positionierung · Gedächtnis

    #ohne

    Priming

    Priming beschreibt die Voraktivierung bestimmter Gedanken, Assoziationen oder Wahrnehmungsmuster, bevor eine eigentliche Information verarbeitet wird. Ein vorheriger Reiz verändert dabei unbewusst, wie wir das nächste Signal interpretieren. Das Gehirn wird sozusagen „vorgeladen“.

    Priming wirkt, weil Menschen nicht neutral entscheiden: Sie greifen automatisch auf das zurück, was gerade mental aktiviert wurde. Sprache, Bilder, Farben, Stimmungen oder sogar einzelne Wörter können diese Aktivierung auslösen.

    Beispiel: Wer vorher das Wort „Luxus“ liest, bewertet ein Produkt später eher als hochwertig – selbst wenn es objektiv unverändert bleibt. In Markenführung, Kommunikation und Psychologie ist Priming zentral, weil der Einstiegston, die ersten Wörter oder das erste Bild die komplette Interpretation danach färben. Wer den ersten Impuls setzt, beeinflusst die Wahrnehmung des gesamten Inhalts.

    #ohne

    Primäreffekt

    Menschen erinnern sich stärker an das, was sie zuerst sehen oder hören. Dieser Primäreffekt prägt Werteinschätzung, Sympathie und Kaufbereitschaft. Deshalb zählen die ersten Sekunden: Öffnungsbild, Headline, erster Satz, erste Geste, erstes Nutzererlebnis. Marken, die den Primäreffekt beherrschen, gewinnen den Frame, bevor Argumente überhaupt gelesen werden.

    #ohne

    Product Placement

    Product Placement bezeichnet die gezielte Platzierung von Marken oder Produkten in Filmen, Serien, Musikvideos, Games oder anderen Medien, ohne dass es wie klassische Werbung wirkt. Das Produkt erscheint als Teil der Handlung – sichtbar, aber eingebettet. Der Effekt: höhere Glaubwürdigkeit, stärkere Erinnerungsleistung und eine emotionale Verknüpfung mit Figuren oder Szenen. Wichtig ist die Natürlichkeit der Integration. Wird ein Produkt zu dominant gezeigt, verliert es Wirkung; wird es organisch eingebunden, prägt es die Wahrnehmung subtil und nachhaltig.

    Beispiel: Smirnoff in den James-Bond-Filmen. Bonds ikonischer „Vodka Martini“ wurde in mehreren Filmen mit Smirnoff gemischt – eine Inszenierung, die die Marke mit Coolness, Eleganz und Abenteuer verband, ohne dass klassische Werbeformen nötig waren.

    Product Placement stärkt Marken, indem es sie in Erlebnisse und Emotionen einbettet – nicht in Werbeflächen.

    #ohne

    Produktlebenszyklus

    (Marketingstrategie, Produktmanagement, Marktentwicklung)

    Der Produktlebenszyklus beschreibt die typischen Phasen, die ein Produkt im Markt durchläuft – von der Einführung bis zum Rückgang. Das Modell dient dazu, Marketing-, Preis-, Kommunikations- und Vertriebsentscheidungen an den Reifegrad eines Produkts anzupassen.

    Phasen

    • Einführung: geringe Bekanntheit, hohe Investitionen, Aufbau von Nachfrage
    • Wachstum: steigende Nachfrage, Marktdurchdringung, Differenzierung
    • Reife: Marktsättigung, intensiver Wettbewerb, Effizienzfokus
    • Rückgang: sinkende Nachfrage, Substitution oder Relaunch-Entscheidungen

    Strategische Bedeutung

    • Ableitung passender Marketing- und Kommunikationsstrategien
    • Priorisierung von Investitionen und Innovationsmaßnahmen
    • realistische Erwartung an ROI und Wachstumspotenziale
    • Steuerung von Portfolio- und Relaunch-Entscheidungen

    Grenzen

    • idealtypisches Modell, kein exakter Zeitplan
    • Phasen können sich überlagern oder überspringen
    • Markenstärke kann den Verlauf deutlich beeinflussen

    Abgrenzung

    • Produktlebenszyklus ≠ Markenlebenszyklus
    • Produktlebenszyklus ≠ Technologielebenszyklus
    • Produktlebenszyklus ≠ Diffusionsmodell

    Der Produktlebenszyklus ist ein Orientierungsmodell, kein Prognoseinstrument.

    Querverweise

    Markenstrategie · Innovationsmanagement · Portfolio-Management · Relaunch · Marktsättigung

    #ohne

    Promotory ( Citylights)

    (Pressearbeit · externe Fachredaktion · redaktionelle Content-Produktion)

    Bei Promotory agiert Citylights als externe Fachredaktion und erstellt – nach inhaltlicher Vorabstimmung mit der jeweiligen Redaktion – eine vom Auftraggeber finanzierte redaktionelle Dienstleistung. Dabei entstehen fachlich fundierte, journalistisch aufbereitete Inhalte, die für ein konkretes Medium entwickelt und diesem ohne garantierten Veröffentlichungsanspruch zur Prüfung angeboten werden.

    Die Inhalte entstehen in enger Abstimmung mit dem Auftraggeber (Fakten, Zitate, Produkt- und Prozessbeschreibungen, Bildmaterial), werden vor Einreichung auf sachliche Richtigkeit geprüft und anschließend an die Redaktion übergeben. Die redaktionelle Entscheidungshoheit über Veröffentlichung, Umfang und Form liegt vollständig beim Medium.

    Redaktionelle Unabhängigkeit

    Die Redaktion entscheidet frei,

    • ob ein Beitrag veröffentlicht wird,
    • in welcher Form,
    • mit welchen Änderungen oder Kürzungen.

    Eine Einflussnahme auf Platzierung, Tonalität oder Veröffentlichung findet nicht statt.

    Eine Kennzeichnungspflicht besteht ausschließlich dann, wenn das Medium dies nach eigener rechtlicher oder redaktioneller Bewertung für erforderlich hält. Citylights nimmt keinen Einfluss auf Kennzeichnungsentscheidungen des Mediums.

    Typische Merkmale

    • journalistischer Stil und Aufbau
    • fachliche Tiefe sowie Quellen- und Marktkenntnis
    • Vorab-Abstimmung mit Redaktion und Auftraggeber
    • vollständige, geprüfte Darstellung ohne Interpretationslücken
    • Übergabe als redaktionell nutzbarer, veröffentlichungsfähiger Beitrag
    • vollständige redaktionelle Freiheit des Mediums

    Rolle für Medien

    • Entlastung der Redaktion
    • kein Recherche- oder Klärungsaufwand
    • Zugang zu geprüften, fundierten Fachinhalten
    • partnerschaftliche Zusammenarbeit ohne Verpflichtung oder Gegenleistung

    Rolle für Auftraggeber

    • hohe inhaltliche Kontrolle vor Einreichung
    • sachlich korrekte, journalistische Darstellung
    • reduzierte Gefahr von Missverständnissen oder Verkürzungen
    • realistische Chance auf redaktionelle Veröffentlichung
    • keine Einflussnahme auf finale Darstellung oder Entscheidung

    Abgrenzung

    Externe Fachredaktion ≠ Advertorial

    (keine Bezahlung des Mediums, keine garantierte Veröffentlichung; Kennzeichnung obliegt dem Medium)

    Externe Fachredaktion ≠ klassische PR

    (nicht rein Absender oder werbegetrieben)

    Externe Fachredaktion ≠ Redaktion des Mediums

    (keine Entscheidungs- oder Veröffentlichungshoheit)

    Hinweis: Die externe Fachredaktion liefert journalistisch nutzbaren Content, keine garantierte Veröffentlichung.

    Querverweise

    Pressearbeit · Redaktion · Interviewfreigabe · Glaubwürdigkeit · Fachmedien

    #ohne

    Prospect Theory (Kahneman/Tversky)

    Beschreibt, dass Menschen Verluste stärker gewichten als Gewinne („Loss Aversion“). Deshalb funktionieren Geld-zurück-Garantien, kostenlose Tests oder risikofreie Probeläufe so gut: Sie reduzieren wahrgenommene Verlustangst.

    #ohne

    Prozess-Feedback-Schleife

    Ein Prozess-Feedback-Loop (Schleife) beschreibt den Kreislauf, in dem Bewertungen direkt zu Prozessverbesserungen führen. Jede Bewertung – positiv oder negativ – liefert Signale über Qualität, Erwartungserfüllung, Geschwindigkeit und Service. Wenn Unternehmen diese Signale systematisch erfassen, auswerten und in Entscheidungen überführen, entsteht ein Lernsystem. Fehlt dieser Loop, häufen sich Probleme, weil dieselben Fehler unsichtbar bleiben. Ein starker Feedback-Loop verbessert Service, steigert Kundenzufriedenheit und reduziert zukünftige negative Bewertungen. Er ist ein zentrales Element moderner Customer-Experience-Architektur.

    #ohne

    Purpose

    Purpose beschreibt den Grund, warum ein Unternehmen existiert – jenseits von Produkten und Umsätzen. Entscheidend ist, dass dieser Kern nicht konstruiert ist. Ein Purpose, der in Workshops „erfunden“ wird, wirkt wie Deko: nett formuliert, aber im Alltag bedeutungslos. Ein echter Purpose entsteht aus der eigenen Geschichte, der Haltung und dem Problem, das man für Kunden löst. Man erkennt ihn daran, dass er Konsequenzen hat: Er beeinflusst Prioritäten, Entscheidungen und die Art, wie intern und extern gesprochen wird. Viele Firmen scheitern, weil sie ein Image-Statement bauen wollen und am Ende ein Satz entsteht, der überall stehen könnte. Ein guter Purpose ist enger, ehrlicher und fühlt sich eher wie ein inneres Geländer an. Er hilft, Fokus zu halten und schneller zu entscheiden – vor allem, was man bewusst nicht macht

    Q

    #ohne

    Qualifizierte Leads

    Qualifizierte Leads – auch Qualified Leads oder im Vertrieb Sales Qualified Leads (SQL) – sind Kontakte, die nachweislich echtes Kaufinteresse haben und klar zum Angebot passen. Die Qualifizierung erfolgt über Lead Scoring, Verhalten (Klicks, Downloads), Bedarf, Budget, Entscheidungsrolle und zeitliche Dringlichkeit.

    Qualifizierte Leads senken Vertriebsaufwand, erhöhen Abschlussquoten und verbessern Forecasts. Unqualifizierte Leads verursachen Kosten und Frust, weil sie weder bereit noch passend sind. Gute Qualifizierung trennt Neugierige von echten Potenzialen.

    #ohne

    Qualitätskontakt

    Ein Qualitätskontakt beschreibt einen Werbekontakt, der unter wirksamen Bedingungen stattfindet. Er berücksichtigt nicht nur ob, sondern wie ein Kontakt zustande kam.

    Typische Qualitätsfaktoren:

    • Kontextpassung
    • Aufmerksamkeitsniveau
    • Nutzungssituation
    • Zielgruppenrelevanz
    • Umfeld und Glaubwürdigkeit

    Qualitätskontakte sind nicht standardisiert messbar, aber strategisch entscheidend, insbesondere für Markenaufbau.

    Abgrenzung

    • Qualitätskontakt ≠ OTS
    • Qualitätskontakt ≠ GRP
    • Qualitätskontakt ≠ bloße Reichweite

    Qualität kann Quantität schlagen, insbesondere bei erklärungsbedürftigen oder hochpreisigen Angeboten.

    Querverweise

    Kontext · Aufmerksamkeit · Markenwirkung · Streuverluste

    Strategische Klarstellung

    • GRP & Frequenz = Steuerung von Druck
    • OTS = Modellannahme
    • Qualitätskontakt = Wirkungswahrscheinlichkeit

    Viele Kampagnen scheitern nicht an zu wenig Kontakten, sondern an zu vielen irrelevanten.

    #ohne

    Qualitätsscore

    Bewertung der Relevanz von Anzeigen durch Plattformen wie Google Ads.

    R

    #ohne

    ROI (Return on Investment)

    (Wirtschaftlichkeit, Marketingsteuerung, Investitionsbewertung)

    Der ROI misst die Wirtschaftlichkeit einer Investition, indem er den erzielten Gewinn ins Verhältnis zum eingesetzten Kapital setzt. Er beantwortet die Frage, ob sich eine Maßnahme gerechnet hat, nicht warum sie gewirkt hat.

    Formel

    ROI = (Ertrag − Investition) / Investition

    Einsatz im Marketing

    Im Marketing wird der ROI genutzt, um:

    • Kampagnen, Kanäle oder Maßnahmen zu vergleichen
    • Budgets zu priorisieren
    • Wirtschaftlichkeit gegenüber Stakeholdern zu belegen

    Der ROI eignet sich besonders für kurzfristige, direkt zurechenbare Maßnahmen (z. B. Performance-Kampagnen). Für Markenaufbau ist er nur eingeschränkt aussagekräftig.

    Grenzen

    • Attribution oft unvollständig oder verzerrt
    • kurzfristige Effekte werden überbewertet
    • langfristige Markenwirkung bleibt unberücksichtigt

    Ein hoher ROI kann kurzfristig gut aussehen und langfristig Markenwert zerstören.

    Abgrenzung

    • ROI ≠ ROAS (umsatzbezogen, ohne Gewinnbezug)
    • ROI ≠ Markenwert / Brand Equity
    • ROI ≠ Wirkung (ökonomische Kennzahl, keine Wirkursache)

    Der ROI ist ein Controlling-Instrument, kein Strategiebeweis.

    Querverweise

    ROAS · Attribution · Markenwirkung · Brand Equity · Performance Marketing

    ROI (Return on Investment)

    #ohne

    Rangreihen

    (Wahrnehmungspsychologie, Entscheidungsarchitektur, Vergleichslogik)

    Rangreihen beschreiben die mentale oder explizite Ordnung von Optionen, Marken oder Alternativen nach bestimmten Kriterien wie Qualität, Preis, Status oder Relevanz. Menschen nutzen Rangreihen, um Komplexität zu reduzieren und Entscheidungen schneller zu treffen.

    In der Wahrnehmung gilt: Position schlägt Abstand. Kleine Unterschiede wirken groß, wenn sie Rangplätze verändern.

    Strategische Bedeutung

    • starke Wirkung auf Auswahlentscheidungen
    • Hebel für Positionierung und Vergleichskommunikation
    • relevant für Rankings, Testsiegel, Bestenlisten

    Risiken

    • Überbetonung formaler Platzierungen
    • Scheingenauigkeit bei komplexen Leistungen

    Abgrenzung

    • Rangreihe ≠ objektive Messung
    • Rangreihe ≠ Marktanteil

    Rangreihe in der Mediaplanung

    In der Mediaplanung bezeichnet eine Rangreihe den Leistungsvergleich von Medien innerhalb einer oder mehrerer Zielgruppen. Medien werden auf Basis konkreter Einschaltungen nach definierten Kriterien sortiert, etwa Reichweite, Wirtschaftlichkeit, Kontaktqualität oder Zielgruppenstruktur.

    Die Rangreihe dient als Entscheidungshilfe für Budgetallokation und Mediamix. Sie schafft Vergleichbarkeit, reduziert Komplexität und unterstützt rationale Planungsentscheidungen. Trotz ihrer quantitativen Grundlage bleibt sie eine vereinfachende Darstellung, da qualitative Wirkfaktoren nur begrenzt abbildbar sind.

    Querverweise

    Vergleichseffekt · Entscheidungsarchitektur · Framing · Social Proof

    #ohne

    Ranking

    Position einer Website in den Suchergebnissen.

    #ohne

    Rasterwinkel

    Raster, auch als Druckraster oder Halbtone-Raster bekannt, beschreibt die Punktstruktur, mit der Bilder im Druck wiedergegeben werden. Zentral sind Rasterweite, Rasterwinkel, Rasterpunktform, Rastersystem und die Eigenschaften des Druckprozesses.

    Die Rasterweite (z. B. 60 l/cm oder 150 lpi) gibt an, wie viele Rasterlinien pro Länge gedruckt werden – höhere Werte erzeugen feinere Details.

    Rasterwinkel (C=15°, M=75°, Y=0°, K=45°) verhindern Moiré, also störende Interferenzmuster.

    Rasterpunktformen (rund, elliptisch, eckig) beeinflussen Schärfe, Verläufe und Detailzeichnung.

    Es gibt drei Rastersysteme:

    AM-Raster: feste Punktabstände, variable Punktgröße.

    FM-Raster (stochastisch): gleich große Punkte, zufällige Verteilung; kein Winkel, hohe Detailtiefe.

    Hybridraster: Kombination aus AM-Grundstruktur + FM-Details.

    Wesentliche Druckfaktoren:

    Die Druckkennlinie beschreibt, wie der Druckprozess Tonwerte tatsächlich wiedergibt.

    Dot Gain / Tonwertzunahme bezeichnet das „Wachsen“ von Rasterpunkten im Druck, was Bilder dunkler wirken lässt.

    Raster bestimmen, wie klar, stabil und farbtreu ein Bild im Druck erscheint.

    #ohne

    Reach (Reichweite)

    Anzahl der Nutzer, die einen Inhalt mindestens einmal sehen.

    #ohne

    Reaktanz

    Reaktanz beschreibt die psychologische Abwehrreaktion, wenn Menschen das Gefühl haben, gedrängt, eingeschränkt oder manipuliert zu werden. Das Ergebnis: Ablehnung, Widerstand oder Rückzug. Im Marketing passiert das bei aggressiven Call-to-Actions, überladenen Formularen, Druckverkauf oder überzogener Emotionalisierung. Marken müssen Freiraum geben, Optionen bieten und Selbstbestimmung ermöglichen.

    #ohne

    Recency-Effekt

    (Gedächtnispsychologie, Werbewirkung, Markenpräsenz)

    Der Recency-Effekt beschreibt das Phänomen, dass zuletzt wahrgenommene Informationen oder Markenbotschaften besonders gut erinnert werden. In Entscheidungs- und Erinnerungssituationen haben jüngste Kontakte einen überproportionalen Einfluss auf Wahrnehmung, Bewertung und Auswahl.

    In der Marketing- und Kampagnenpraxis erklärt der Recency-Effekt, warum kontinuierliche Präsenz und zeitliche Nähe zur Entscheidung entscheidend sind. Marken, die kurz vor einem Kauf- oder Entscheidungszeitpunkt präsent sind, haben eine höhere Wahrscheinlichkeit, erinnert und gewählt zu werden – unabhängig von langfristiger Präferenz.

    Abzugrenzen ist der Recency-Effekt vom Primacy-Effekt. Während der Primacy-Effekt die stärkere Erinnerung an zuerst wahrgenommene Informationen beschreibt, bezieht sich der Recency-Effekt auf die zuletzt empfangenen Reize. In der Markenarbeit wirkt Recency häufig kurzfristig und situationsabhängig, während Primacy stärker mit langfristiger Markenprägung verbunden ist.

    Beispiel

    Kurz vor einer Kaufentscheidung sieht eine Person mehrere Werbeanzeigen unterschiedlicher Marken. Die zuletzt gesehene Marke wird eher erinnert und in die engere Auswahl einbezogen.

    Strategische Einordnung

    • zentral für Mediaplanung und Frequenzsteuerung
    • relevant bei Abverkaufs- und Entscheidungsnähe
    • ergänzt langfristige Markenarbeit, ersetzt sie aber nicht

    Querverweise

    Primacy-Effekt · Brand Salience · Frequency · Media Planning · Kaufentscheidung

    #ohne

    Redirect

    Automatische Weiterleitung von einer URL zu einer anderen.

    #ohne

    Redundanz

    (Kommunikationsstrategie, Werbewirkung, Verständnissicherung)

    Redundanz bezeichnet in der Kommunikation die bewusste Wiederholung oder Mehrfachkodierung einer Botschaft, um Verständnis, Erinnerung und Wirkung abzusichern. Inhalte werden dabei nicht identisch wiederholt, sondern über verschiedene Reize, Formate oder Kanäle so vermittelt, dass sie sich gegenseitig verstärken.

    In der Marketing- und Kampagnenarbeit ist Redundanz kein Fehler, sondern ein zentrales Wirkprinzip. Sie trägt dazu bei, Informationsverluste auszugleichen, Aufmerksamkeit zu stabilisieren und Markenbotschaften im Gedächtnis zu verankern. Redundanz wirkt insbesondere in komplexen oder reizüberfluteten Umfeldern.

    Abzugrenzen ist Redundanz von bloßer Wiederholung und von inhaltlicher Überfrachtung. Reine Wiederholung ohne Variation kann zu Ermüdung führen, während Redundanz gezielt unterschiedliche Bedeutungsebenen anspricht, etwa visuell, sprachlich und kontextuell. Ebenso unterscheidet sich Redundanz von Inkonsistenz: Redundante Kommunikation bleibt inhaltlich gleichgerichtet, auch wenn sie variantenreich umgesetzt wird.

    Beispiel

    Eine Kampagne vermittelt dieselbe Markenbotschaft über Bild, Headline und Tonalität hinweg. Jede Ebene für sich ist verständlich, gemeinsam verstärken sie Erinnerung und Wirkung.

    Strategische Einordnung

    • erhöht Verständlichkeit und Erinnerungsleistung
    • reduziert Missverständnisse und Wirkungsverluste
    • essenziell für Markenaufbau und Wiedererkennbarkeit

    Querverweise

    Encoding/Decoding · Brand Recall · Wiederholung · Konsistenz · Lasswell-Formel

    #ohne

    Reichweitenstrategie

    Plan zur Maximierung der Sichtbarkeit bei definierter Zielgruppe.

    #ohne

    Reizüberflutung

    Wenn zu viele Eindrücke gleichzeitig auftreten, schaltet das Gehirn auf Abwehr. Aufmerksamkeit sinkt, Verständnis bricht ein, Entscheidungen werden vermieden. Reizüberflutung ist einer der häufigsten Fehler in Design, Websites, Präsentationen und Kampagnen. Gute Marken reduzieren Komplexität – nicht Inhalt, sondern Chaos.

    #ohne

    Relevant Set

    (Markenstrategie, Kaufentscheidung, Wahrnehmungspsychologie)

    Das Relevant Set bezeichnet die begrenzte Auswahl an Marken oder Angeboten, die Konsumenten in einer konkreten Kauf- oder Entscheidungssituation überhaupt in Betracht ziehen. Es ist kein Marktüberblick, sondern ein mentales Kurzlisting im Kopf der Zielgruppe.

    Nur Marken, die im Relevant Set verankert sind, haben realistische Chancen, gewählt zu werden. Alle anderen sind faktisch unsichtbar – unabhängig von Preis, Qualität oder Argumenten.

    Entstehung

    Das Relevant Set bildet sich durch:

    • frühere Erfahrungen und Nutzung
    • Markenbekanntheit und -präsenz
    • wahrgenommene Passung zur Situation
    • emotionale und symbolische Bedeutung

    Es ist kontextabhängig und kann je nach Anlass variieren.

    Strategische Bedeutung

    • Voraussetzung für Kauf- und Auswahlentscheidungen
    • Kernziel von Markenaufbau und Brand Salience
    • wichtiger als kurzfristige Aktivierung oder Promotions

    Abgrenzung

    • Relevant Set ≠ Consideration Set (oft enger, entscheidungsnäher)
    • Relevant Set ≠ Market Share
    • Relevant Set ≠ Top-of-Mind (nur ein Teil davon)

    Markenstrategie zielt darauf ab, dauerhaft und situationsübergreifend im Relevant Set präsent zu sein.

    Querverweise

    Brand Salience · Consideration Set · Kaufentscheidung · Markenbekanntheit · Category Entry Points

    #ohne

    Relevanz / Relevance

    Marketingstrategie, Nutzerwahrnehmung, Wirkung

    Relevanz beschreibt den Grad, in dem eine Botschaft, ein Inhalt oder ein Angebot als passend, sinnvoll und bedeutsam für eine bestimmte Zielperson oder Situation wahrgenommen wird. Sie entsteht aus dem Zusammenspiel von Kontext, Bedürfnis, Zeitpunkt und individueller Erwartung.

    In Marketing und Kommunikation ist Relevanz ein zentraler Wirkfaktor. Inhalte, die als relevant empfunden werden, erhalten mehr Aufmerksamkeit, werden intensiver verarbeitet und wirken nachhaltiger. Fehlende Relevanz führt hingegen zu Ignoranz, Ablehnung oder schneller Abwanderung.

    Relevanz ist nicht objektiv, sondern situations- und nutzerabhängig. Sie kann durch Personalisierung, verhaltensbasierte Segmentierung und eine klare Ausrichtung auf Nutzungskontexte gezielt erhöht werden. Besonders in digitalen Umfeldern entscheidet Relevanz darüber, ob Nutzer weiter interagieren oder abspringen.

    Strategisch ist Relevanz die Voraussetzung für Wirksamkeit entlang der gesamten Customer Journey. Sie beeinflusst Wahrnehmung, Entscheidungsbereitschaft und Conversion und bildet die Grundlage für effiziente Kommunikation und nachhaltige Nutzererlebnisse.

    Querverweise

    Personalisierung, User Flow, Brand Salience, Nutzerintention, Conversion Rate, Cognitive Load

    #ohne

    Remarketing

    Performance-Marketing, Mediastrategie, Nutzeraktivierung

    Remarketing bezeichnet die gezielte erneute Ansprache von Nutzerinnen und Nutzern, die bereits mit einer Marke, einem Produkt oder einem Angebot in Kontakt waren. Grundlage sind frühere Interaktionen wie Website-Besuche, Content-Nutzung, Warenkorbaktionen oder abgeschlossene Conversions.

    Im Marketing dient Remarketing dazu, bestehendes Interesse erneut zu aktivieren und Nutzer entlang ihres Entscheidungsprozesses weiterzuführen. Da die Zielgruppe die Marke bereits kennt, sind Remarketing-Maßnahmen in der Regel effizienter als Erstansprache und weisen höhere Klick-, Engagement- und Conversion-Raten auf.

    Ein zentraler Vorteil von Remarketing liegt in seiner medien- und plattformübergreifenden Einsetzbarkeit. Nutzer können kanalübergreifend erneut angesprochen werden, etwa durch Display- und Videoformate, Social Media, Suchmaschinen oder Native Advertising. Dadurch entsteht eine konsistente Präsenz über verschiedene Touchpoints hinweg, die Wiedererkennung und Erinnerung stärkt.

    Moderne Remarketing-Strategien nutzen verhaltensbasierte Segmente, um Inhalte, Botschaften und Angebote kontextuell anzupassen. Abhängig vom bisherigen Verhalten können Nutzer differenziert angesprochen werden, etwa mit vertiefenden Informationen, alternativen Angeboten oder gezielten Conversion-Anreizen. Dies ermöglicht eine präzisere Steuerung von Frequenz und Relevanz.

    Strategisch eingesetzt verbindet Remarketing Performance-Ziele mit Markenwirkung. Es reduziert Streuverluste, erhöht die Effizienz von Media-Budgets und unterstützt sowohl kurzfristige Conversions als auch langfristigen Markenaufbau. Voraussetzung ist ein verantwortungsvoller Umgang mit Daten sowie eine klare Abstimmung zwischen Kanälen und Plattformen.

    Querverweise

    Retargeting, Personalisierung, User Flow, Conversion Funnel, Frequency, Media Pressure, Brand Recall

    #ohne

    Reputationsschaden

    Reputationsschaden bezeichnet den wirtschaftlichen und psychologischen Schaden, der durch negative Bewertungen, öffentliche Beschwerden oder schlechte digitale Signale entsteht. Er wirkt sich auf Vertrauen, Conversion, Empfehlung, Preisakzeptanz und Bewerberinteresse aus. Reputationsschaden wirkt oft langfristig, weil er Suchmaschinen, Social Media und Bewertungen gleichzeitig beeinflusst. Marken müssen früh reagieren und ein aktives Monitoring betreiben, um Eskalationen zu verhindern.

    #ohne

    Resilienz

    Resilienz, auch als Widerstandsfähigkeit oder Belastungsstärke bekannt, beschreibt die Fähigkeit von Menschen, Teams oder Marken, Herausforderungen auszuhalten und nach Rückschlägen stabil weiterzuarbeiten. Es bedeutet nicht, unverwundbar zu sein, sondern sich nach Druck oder Störung wieder zu fangen – manchmal sogar stärker als vorher. In Unternehmen zeigt sich Resilienz darin, wie schnell man sich auf neue Situationen einstellt, Entscheidungen trifft und Klarheit behält, wenn es unübersichtlich wird. Für Marken heißt Resilienz, dass ihr Kern auch dann erkennbar bleibt, wenn Trends wechseln, Märkte kippen oder der Wettbewerb lauter wird. Resilienz entsteht durch Haltung, Struktur und Erfahrung – nicht durch Schönreden oder Übermut. Sie ist eine Mischung aus Ruhe, Anpassungsfähigkeit und der Fähigkeit, aus Problemen funktionierende Lösungen zu machen.

    #ohne

    Resilienz im Vertrieb

    Resilienz im Vertrieb, auch als Verkaufs-Widerstandsfähigkeit oder Bounce-Back-Stärke bekannt, beschreibt die Fähigkeit, trotz Ablehnung, Verzögerungen und unsicheren Ergebnissen stabil weiterzuarbeiten. Sie bedeutet nicht, Rückschläge zu ignorieren, sondern sie schnell einzuordnen und konstruktiv zu nutzen. Resiliente Verkäufer nehmen Absagen nicht persönlich, verfallen nicht in Aktionismus und verlieren auch bei langen Vertriebszyklen nicht den Fokus. Sie analysieren Rückmeldungen nüchtern, passen ihre Linie an und bleiben klar in Haltung und Prioritäten. Entscheidend ist die Erholungsfähigkeit nach Druckphasen und die Fähigkeit, professionell zu bleiben, wenn Ergebnisse noch nicht sichtbar sind. Resilienz im Vertrieb schützt vor Überreaktionen und sorgt dafür, dass Leistung, Klarheit und Motivation nicht an einzelne Situationen gebunden sind.

    #ohne

    Retargeting

    Retargeting – auch Remarketing oder Re-Engagement Advertising – spricht Nutzer erneut an, die bereits Interesse gezeigt haben: Website besucht, Produkt angesehen oder abgebrochen. Es reduziert Streuverluste, weil der Nutzer bereits „warm“ ist. Erfolgreiches Retargeting kombiniert Segmentierung (z. B. Warenkorb, Kategorie, Verweildauer) mit passendem Werbedruck. Zu aggressives Retargeting wirkt aufdringlich und schadet Marke und Conversion.

    #ohne

    Retargeting Ads

    Retargeting Ads, auch als Remarketing-Anzeigen oder Rückholanzeigen bekannt, richten sich an Menschen, die bereits Kontakt mit einer Marke hatten – etwa Websitebesucher, Nutzer, die abgebrochen haben, oder Personen, die Inhalte angesehen haben. Ziel ist es, Interesse erneut zu aktivieren und Leads zurück in den Funnel zu holen. Retargeting wirkt, weil Nutzer Anzeigen sehen, die genau zu ihrem Verhalten passen. Wichtig ist eine saubere Frequenz, damit die Anzeigen nicht nerven.

    #ohne

    Retargeting Pixel

    Retargeting Pixel, auch als Rückholpixel oder Remarketing-Pixel bekannt, ist ein Code, der Besucher markiert, damit sie später gezielt Anzeigen sehen können. Er ist die technische Basis für Retargeting-Kampagnen. Das Pixel speichert keine personenbezogenen Daten, sondern anonyme IDs, die Plattformen erlauben, Nutzer wiederzufinden. Wichtig: sinnvolle Frequenzen setzen, um nicht aufdringlich zu wirken.

    #ohne

    Retention Rate

    Retention Rate, auch als Kundenbindungsrate oder Haltequote bekannt, misst, wie viele bestehende Kunden über einen bestimmten Zeitraum bleiben. Sie zeigt, ob ein Unternehmen nicht nur gewinnen, sondern Beziehungen auch halten kann. Eine hohe Retention Rate bedeutet, dass Kunden zufrieden sind, wiederkommen und seltener abwandern. Eine niedrige Rate weist auf Lücken im Angebot, Service oder in der Markenwahrnehmung hin. Wichtig: Retention ist oft wertvoller als Neukauf, weil Bestandskunden mehr Vertrauen haben, weniger Vergleichsbedarf zeigen und langfristig höhere Umsätze bringen. Die Retention Rate ist daher ein zentraler Indikator für Produktqualität, Kundenerlebnis und Markenstärke.

    #ohne

    Rich Snippets

    Rich Snippets, auch als erweiterte Suchergebnis-Module oder Enhanced Snippets bekannt, sind Suchergebnisse, die Google um zusätzliche Informationen anreichert – etwa Sternebewertungen, Preise, FAQ-Auszüge, Öffnungszeiten oder Produktdetails. Sie basieren auf strukturierten Daten (Schema Markup), die auf einer Website hinterlegt werden.

    Der Vorteil: Rich Snippets machen ein Ergebnis auffälliger und erhöhen die Klickrate, weil Nutzer schon in der Suche sehen, was sie erwartet. Gleichzeitig schaffen sie Vertrauen, da Inhalte transparenter wirken. Sie beeinflussen das Ranking nicht direkt, verbessern aber die Sichtbarkeit, indem sie mehr Raum einnehmen und schneller verstanden werden.

    Rich Snippets entstehen nur, wenn Google die Daten korrekt erkennt – sie sind also ein Zusammenspiel aus sauberem Markup, klaren Inhalten und technischer Qualität.

    #ohne

    Roadmap

    Roadmap, auch als Umsetzungsplan oder strategischer Fahrplan bekannt, beschreibt eine übersichtliche Darstellung von Zielen, Schritten und zeitlichen Etappen, die zu einem klar definierten Ergebnis führen. Sie zeigt nicht jedes Detail, sondern die wesentlichen Meilensteine, Abhängigkeiten und Prioritäten. Eine gute Roadmap macht sichtbar, was zuerst passieren muss, welche Ressourcen benötigt werden und wann ein Ergebnis realistisch erreichbar ist. Sie schafft Orientierung für Teams und Stakeholder, reduziert Komplexität und verhindert, dass Projekte sich in Einzelaufgaben verlieren. Im Unterschied zu einer Aufgabenliste ist eine Roadmap dynamisch: Sie kann angepasst werden, wenn neue Informationen dazukommen, bleibt aber immer auf das übergeordnete Ziel ausgerichtet. In Markenentwicklung, Produktplanung, Vertrieb oder IT dient sie als verbindliche Linie, die Klarheit und Fokus sicherstellt.

    S

    #ohne

    SEO (Search Engine Optimization)

    Maßnahmen zur Verbesserung der Sichtbarkeit in Suchmaschinen.

    #ohne

    SERP (Search Engine Results Page)

    Ergebnisseite einer Suchmaschine.

    #ohne

    SSL-Zertifikat

    Digitales Zertifikat zur Verschlüsselung der Verbindung zwischen Browser und Server.

    #ohne

    SVP – Senior Vice President

    Senior Vice Presidents leiten große Fachbereiche oder Funktionscluster (z. B. Marketing, Technik, HR, Vertrieb). Sie verantworten Ziele, Teamstrukturen, Performance und Budget innerhalb ihres Bereichs. Das SVP-Level ist häufig die Brücke zwischen strategischer Unternehmensplanung (EVP/C-Level) und operativer Umsetzung. SVPs sorgen für Tempo, Stringenz und Priorisierung – und sichern, dass Entscheidungen realisierbar bleiben.

    Titel:

    • SVP – Senior Vice President
    • Senior Managing Director

    Funktion:

    Verantwortung für große Unternehmensbereiche, Regionen oder Sparten.

    #ohne

    SWOT-Analyse

    (Strategische Analyse, Marken- und Unternehmensbewertung)

    Die SWOT-Analyse ist ein klassisches Instrument der strategischen Planung zur strukturierten Bewertung einer Organisation, Marke, Kampagne oder eines Projekts. Sie betrachtet vier Dimensionen: interne Stärken und Schwächen sowie externe Chancen und Risiken. Ziel ist es, die eigene Ausgangslage realistisch einzuordnen und strategische Handlungsfelder sichtbar zu machen.

    Stärken und Schwächen beziehen sich auf interne Faktoren wie Kompetenzen, Ressourcen, Markenwahrnehmung oder Prozesse. Chancen und Risiken entstehen aus dem Marktumfeld, etwa durch Wettbewerb, Trends, technologische Entwicklungen oder veränderte Kundenbedürfnisse. Die SWOT-Analyse liefert keine Strategie, sondern eine Entscheidungsgrundlage.

    Abzugrenzen ist die SWOT-Analyse von operativen Analyseinstrumenten oder rein datengetriebenen Modellen. Sie ist qualitativ, verdichtend und bewusst vereinfachend. Im Unterschied zu detaillierten Marktanalysen oder Performance-Reports dient sie nicht der Messung, sondern der Strukturierung strategischer Diskussionen. Ohne Priorisierung oder Ableitung konkreter Maßnahmen bleibt sie wirkungslos.

    SWOT ist ein Marketing-Akronym und steht für:

    • Strenghts (Stärken)
    • Weaknesses (Schwächen)
    • Opportunities (Chancen)
    • Threats (Risiken)

    Beispiel

    Eine Marke analysiert ihre starke Bekanntheit und klare Positionierung als Stärke, identifiziert aber geringe Differenzierung im Wettbewerb als Schwäche. Gleichzeitig erkennt sie wachsende Nachfrage im Markt als Chance und neue Wettbewerber als Risiko.

    Strategische Einordnung

    • geeignet für Standortbestimmung und Entscheidungsfindung
    • hilfreich in frühen Strategie- oder Repositionsphasen
    • begrenzter Nutzen ohne klare Konsequenzen

    Querverweise

    Strategie · Wettbewerbsanalyse · Positionierung · Marktanalyse · Zieldefinition

    #ohne

    Sales Funnel

    Sales Funnel, auch als Verkaufstrichter oder Lead-zu-Kunde-Prozess bekannt, beschreibt die Schritte, die ein Interessent durchläuft, bis er zum Kunden wird. Der Funnel zeigt, wie viele Menschen oben aufmerksam werden, wie viele sich wirklich mit dem Angebot beschäftigen und wie viele am Ende kaufen. Er macht sichtbar, wo Potenzial verloren geht – bei der Aufmerksamkeit, im Interesse, in der Bewertung oder beim Abschluss. Ein guter Sales Funnel ist klar strukturiert: Er führt Menschen von einer Stufe zur nächsten, ohne Druck, aber mit relevanten Informationen. Entscheidend ist nicht, viele Leads zu haben, sondern möglichst wenige auf dem Weg zu verlieren. Darum wird der Funnel regelmäßig optimiert: bessere Inhalte, klarere Nutzenkommunikation, weniger Reibungspunkte, sauberer Prozess. Der Funnel zeigt damit nicht nur, wie verkauft wird, sondern wie gut Marke, Angebot und Vertrauen zusammenarbeiten.

    #ohne

    Sales-Funnel-Dichtung (Weinfass-Prinzip)

    Citylights-Begriff für das Schließen von Prozesslücken, bevor man Reichweite einkauft oder große Budgets in Reichweite und Leads investiert. Angelehnt an Dirk Kreuter („Weinfass abdichten“) beschreibt er, dass Unternehmen zuerst die „Löcher“ im System schließen müssen wie z.B. Prozessoptimierung, Conversion-Brüche, Onboarding-Schwächen, Kontaktqualität. So steigen Abschlussquote, Effizienz und ROI. Ein undichter Funnel verbrennt jede Menge Budget und / oder Kontakte, Chancen etc.

    #ohne

    Salienz

    Salienz beschreibt, wie stark ein Reiz aus seiner Umgebung hervorsticht und dadurch bevorzugt wahrgenommen wird. Je salienzstärker ein Element ist, desto schneller erkennt das Gehirn seine Bedeutung – oft in Millisekunden, bevor wir bewusst darüber nachdenken. Salienz entsteht durch Kontrast, Klarheit, Einfachheit, Position, Farbe, Bewegung oder ungewöhnliche Formulierungen. Für Marken und Kommunikation ist sie entscheidend, weil Menschen nur das verarbeiten, was ihre Aufmerksamkeit zuerst gewinnt. Ohne ausreichende Salienz bleibt selbst eine gute Botschaft unsichtbar, geht im Rauschen unter oder konkurriert erfolglos gegen auffälligere Reize.

    Beispiel: Ein präziser Satz wie „Drei Fehler kosten Sie jeden Monat Umsatz“ hat höhere Salienz als „Wir helfen Ihnen, Prozesse zu optimieren“, weil er sofort Relevanz und Dringlichkeit markiert.

    #ohne

    Scarcity Effect / Knappheit

    Der Scarcity Effect – im Deutschen Knappheitseffekt – beschreibt das psychologische Muster, dass Menschen Dingen einen höheren Wert zuschreiben, wenn sie knapp, begrenzt oder schwer zugänglich erscheinen. Knappheit erzeugt Dringlichkeit, Relevanz und den Impuls, schnell zu handeln, bevor eine Chance verloren geht. Dieser Effekt wirkt auf zwei Ebenen: emotional („Das könnte ich verpassen“) und sozial („Andere wollen es auch“).

    Marken nutzen den Knappheitseffekt gezielt, indem sie begrenzte Stückzahlen, zeitlich limitierte Angebote, exklusive Zugänge oder sichtbare Nachfrage zeigen. Entscheidend ist nicht, ob die Knappheit real oder künstlich ist – entscheidend ist, dass sie glaubwürdig wirkt. Produkte oder Dienstleistungen, die „immer verfügbar“ sind, verlieren an Spannung. Angebote, die selten sind, gewinnen automatisch an Wert.

    Knappheit verstärkt außerdem FOMO-Effekte und erhöht die Bereitschaft, Risiken oder höhere Preise zu akzeptieren. Richtig eingesetzt, macht Scarcity aus Interesse eine Entscheidung – und aus einer Entscheidung ein Commitment.

    #ohne

    Schema Markup

    Schema Markup, auch als strukturierte Daten oder Schema-Daten bekannt, ist ein Code, der Suchmaschinen hilft zu verstehen, was auf einer Seite steht. Produktinfos, Events, Preise, Bewertungen, Personen, Rezepte – alles kann markiert werden. Richtiges Markup ermöglicht Rich Snippets, Knowledge Panels und bessere Kontext-Erkennung. Es verbessert nicht direkt das Ranking, aber die Darstellung und Klickrate.

    #ohne

    Schusterjunge, Hurenkind & Co.

    Begriffe für typografische Fehlerbilder, Satzfehler, Umbruchfehler

    Schusterjunge

    Ein „Schusterjunge“ entsteht, wenn die erste Zeile eines Absatzes am Ende einer Seite oder Spalte allein steht, während der Rest des Absatzes auf der nächsten Seite beginnt. Das wirkt optisch abgehackt und stört den Lesefluss.

    Hurenkind

    Das „Hurenkind“ ist das Gegenstück: Die letzte Zeile eines Absatzes rutscht allein an den Anfang der nächsten Seite oder Spalte. Dadurch steht der Gedanke isoliert und verliert Anschluss an den vorherigen Textblock.

    Weitere relevante Begriffe (typografische Mikrofehler)

    Zwiebelfisch: Schriftmischung durch falsche Font-Einschübe.

    Rivers („Flüsse“): sichtbare Weißräume in Blocksatz, die nach unten „durchlaufen“.

    Löcher: unregelmäßige Weißräume durch schlechtes Kerning oder Silbentrennung.

    Harte Umbrüche: manuell gesetzte Zeilenbrüche, die den Satzfluss zerstören.

    Schusterjunge/Hurenkind-Vermeidung: über Absatzformate, Zeilenabstand, Satzspiegel und optische Feinjustierung.

    Warum relevant?

    Diese Fehler beeinflussen Leseh rhythmus, Professionalität und Markenwirkung. In hochwertigen Layouts (Print, Editorial, Broschüren) gelten sie als No-Go und werden über Satzregeln, Microtypografie und automatisierte Umbruchkontrolle verhindert.

    #ohne

    Screenreader-Kompatibilität

    Barrierefreie Gestaltung für Nutzer mit Vorlesesoftware.

    #ohne

    Search Intent (Deep Dive)

    Search Intent, auch als Suchintention oder Nutzerabsicht bekannt, unterteilt sich in drei Haupttypen:

    Informational Intent: Nutzer suchen Wissen, Erklärungen oder Antworten.

    Navigational Intent: Nutzer wollen eine bestimmte Website oder Marke finden.

    Transactional Intent: Nutzer wollen kaufen, buchen oder testen.

    Die klare Zuordnung entscheidet darüber, wie Inhalte ranken und wie gut sie konvertieren.

    #ohne

    Seesaw-Effekt

    Seesaw-Effekt, auch als Pendel-Effekt oder Auf-und-Ab-Reaktion bekannt, beschreibt ein psychologisches Muster, bei dem zwei gegensätzliche Faktoren sich gegenseitig verstärken, weil Menschen zwischen ihnen hin- und herschwingen. Der Begriff stammt aus Verhaltensökonomie und Markenpsychologie und wird genutzt, wenn ein Reiz automatisch eine Gegenbewegung auslöst. Typisches Beispiel: Wird eine Botschaft zu stark betont („wir sind die Nummer 1“), kippt das Vertrauen – und das Publikum schwenkt innerlich in die Gegenrichtung („zu laut, wirkt unsicher“). In der Werbung taucht der Seesaw-Effekt oft dann auf, wenn Marken zu hart pushen, zu sehr überreden oder ein Motiv überstrapazieren. Das Ergebnis ist ein ungewollter Rückstoß. Gut eingesetzt hilft das Prinzip, Balance zu finden: genug Druck, um Aufmerksamkeit zu erzeugen, aber nicht so viel, dass die Wirkung kippt. Entscheidend ist, dass der Spannpunkt zwischen beiden Polen bewusst gestaltet wird.

    #ohne

    Seesay-Effekt

    Seesay-Effekt, auch als Redundanzfalle oder Bild-sagt-gleiches-wie-Text bekannt, beschreibt einen typischen Fehler in Layout und Kampagnenentwicklung: Headline und Bild erzählen dasselbe – statt sich gegenseitig zu verstärken. Beispiel: Eine Headline über „Tempo“ und dazu ein Auto im Vollgas-Look. Oder „Wir denken weiter“ neben einem Bild von Menschen, die nach oben schauen. Die Botschaft verdoppelt sich, anstatt einen Gedankenbogen zu erzeugen. Das Ergebnis: verschenkte Wirkung. Gute Kommunikation lebt vom Zusammenspiel beider Ebenen – Wort öffnet eine Richtung, Bild führt weiter oder bricht die Erwartung. Der Seesay-Effekt entsteht oft aus Sicherheit: Man will „auf Nummer sicher gehen“ und macht dadurch alles austauschbar. Richtig gelöst arbeiten Text und Visual wie zwei Hälften derselben Pointe. Die Spannung dazwischen erzeugt Aufmerksamkeit, nicht die Wiederholung.

    #ohne

    Seitenaufbau für Druckdaten

    Seitenaufbau für Druckdaten, auch als Layoutaufbau oder Druckdatenstruktur bekannt, beschreibt die Regeln, wie PDFs für den professionellen Druck angeliefert werden müssen. Entscheidend sind Format, Seitenlogik, Anschnitt und technische Reinheit.

    Broschüren: immer als Einzelseiten anliefern, niemals als Doppelseiten. Die Druckerei übernimmt die Bogenmontage, berechnet Falzversatz, Rückenstärke und Reihenfolge selbst.

    Flyer, Folder, Wickelfalzprodukte: als zusammenhängende Außen- und Innenfläche anliefern. Die komplette Fläche (z. B. 6-Seiter, 8-Seiter) liegt als ein durchgehendes Dokument vor, damit Abstände, Falzlinien und Überstände exakt stimmen.

    Anschnitt: umlaufend 2–3 mm. Inhalte müssen in den Anschnitt laufen, sicherheitsrelevante Elemente bleiben innerhalb der Satzfläche.

    Keine Druckmarken: keine Schnittmarken, Passkreuze, Farbbalken oder Kontrollstreifen im PDF – diese erzeugt ausschließlich die Druckerei.

    Technische Vorgaben: korrektes ICC-Profil (bei Citylights: ISO Coated v2 300 %), CMYK-Farbraum, eingebettete oder in Pfade umgewandelte Schriften, ausreichende Auflösung.

    #ohne

    Selektive Wahrnehmung

    Menschen sehen nur das, worauf ihr Gehirn gerade „eingestellt“ ist. Alles andere wird ausgeblendet. Deshalb übersehen Käufer Produkte im Regal, Bewerber wichtige Arbeitgebervorteile und Website-Besucher zentrale Botschaften. Marken müssen entscheiden, welcher Reiz dominant sein soll – und alles andere darum herum reduzieren.

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    Sensorisches Branding

    Marken wirken über alle Sinne: Farbe, Form, Material, Temperatur, Klang, Rhythmus, Geruch, Textur. Sensorische Konsistenz erzeugt Vertrauen und Wiedererkennung. Schon kleine Brüche (neue Verpackungsform, geänderte Soundkulisse, anderes Material) können Irritationen auslösen.

    #ohne

    Server-Side Tagging

    Server-Side Tagging, auch als serverseitiges Tracking oder Server-Tagging bekannt, verschiebt die Verarbeitung von Tracking-Daten vom Browser auf einen eigenen Server. Statt dass Pixel direkt im Browser feuern, sendet der Browser nur ein minimales Signal an den Server, der dann die eigentlichen Events an Google, Meta oder andere Plattformen weiterleitet. Vorteile: deutlich weniger Datenverlust (Adblocker, ITP, Cookie-Limits), bessere Ladezeiten, höhere Datenqualität und mehr Kontrolle über welche Daten wirklich weitergegeben werden. Server-Side Tagging ersetzt Browser-Tracking nicht vollständig, ergänzt es aber und sorgt für stabileres, saubereres und datenschutzfreundlicheres Tracking.

    #ohne

    Service Funnel

    Der Service Funnel beschreibt die Abfolge aller Kontaktpunkte, die darüber entscheiden, ob ein Kunde am Ende positiv oder negativ bewertet. Jeder Schritt – Informationssuche, Kontaktaufnahme, Wartezeit, Problemlösung, Abschluss – beeinflusst die spätere Bewertung. Ein klar gestalteter Service Funnel reduziert Reibung, beschleunigt Lösungen und macht positive Erlebnisse wahrscheinlicher. Für Marken ist er ein strategisches Instrument: Wer den Service Funnel versteht, kann gezielt steuern, wo Erwartungen erfüllt, übertroffen oder korrigiert werden müssen, um Bewertungen strukturell zu verbessern.

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    Service Recovery Paradox

    Das Service Recovery Paradox beschreibt, dass Kunden nach einer stark gelösten Panne loyaler werden können als ohne Panne. Entscheidend ist die Qualität der Wiedergutmachung: schnell, persönlich, ehrlich, großzügig. Die Chance: aus Fehlern Begeisterung erzeugen. Das Risiko: Wer strukturell schlecht liefert, kann nicht „reparieren“. Der Paradox-Effekt funktioniert nur bei Ausnahmefehlern – nicht bei Systemproblemen.

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    Service-Patronate

    (Markenstrategie, Kommunikationsformate, Vertrauensaufbau)

    Service-Patronate bezeichnen Kommunikations- oder Content-Formate, bei denen eine Marke als Ermöglicher, Unterstützer oder Absender eines inhaltlichen oder funktionalen Angebots auftritt, ohne selbst im Vordergrund zu stehen. Die Marke übernimmt eine dienende Rolle und profitiert über Vertrauen, Relevanz und Bedeutungsübertragung.

    Im Unterschied zu klassischer Werbung steht nicht die Produktbotschaft im Zentrum, sondern ein konkreter Nutzen für die Zielgruppe, etwa Information, Orientierung, Hilfe oder Service. Die Markenwirkung entsteht indirekt durch Glaubwürdigkeit und Nähe, nicht durch Argumentation.

    Typische Ausprägungen

    • redaktionelle Inhalte „präsentiert von“ einer Marke
    • Serviceangebote oder Tools im Markenauftrag
    • inhaltliche Formate mit klarer Nutzendominanz
    • dauerhafte Informations- oder Hilfsangebote

    Strategische Bedeutung

    • Aufbau von Vertrauen und Kompetenzwahrnehmung
    • Positionierung als relevanter Begleiter statt Verkäufer
    • besonders wirksam in erklärungsbedürftigen, komplexen oder B2B-Märkten

    Risiken

    • unklare Markenrolle oder zu geringe Absenderklarheit
    • fehlende inhaltliche Qualität untergräbt Vertrauen
    • langfristiger Effekt, kaum kurzfristig messbar

    Abgrenzung

    • Service-Patronat ≠ Sponsoring (kein reines Logo-Umfeld)
    • Service-Patronat ≠ Content Marketing (stärker dienend, weniger markenzentriert)
    • Service-Patronat ≠ Native Advertising (keine versteckte Werbung)

    Service-Patronate sind Beziehungs- und Vertrauensmechaniken, keine Aktivierungsinstrumente.

    Querverweise

    Content Marketing · Vertrauen · Markenrolle · Thought Leadership · Relevanz

    #ohne

    Session Duration

    Zeitspanne, die ein Nutzer auf einer Website verbringt.

    #ohne

    Share of mind

    (Markenwahrnehmung, Gedächtniswirkung, Markenstrategie)

    Der Share of Mind beschreibt den Anteil einer Marke am mentalen Raum einer Zielgruppe. Er gibt an, wie präsent, abrufbar und relevant eine Marke im Vergleich zu Wettbewerbern im Bewusstsein der Konsumenten ist. Im Zentrum steht nicht der Marktanteil, sondern die gedankliche Verfügbarkeit einer Marke.

    Share of Mind entsteht durch Wiederholung, Konsistenz und markentypische Signale. Er ist eng verknüpft mit Markenbekanntheit, Erinnerungsleistung und mentaler Verankerung. Eine Marke mit hohem Share of Mind wird schneller erinnert, häufiger genannt und eher in Entscheidungsprozesse einbezogen.

    Abzugrenzen ist Share of Mind vom Share of Market und vom Share of Voice. Während der Share of Market den tatsächlichen Absatz oder Umsatz beschreibt, misst der Share of Mind die mentale Präsenz. Der Share of Voice bezieht sich auf den kommunikativen Anteil im Medienraum. Ein hoher Share of Voice kann den Share of Mind erhöhen, garantiert ihn aber nicht automatisch.

    Beispiel

    Wird eine Zielgruppe nach einer Produktkategorie gefragt und nennt eine Marke spontan zuerst oder besonders häufig, deutet dies auf einen hohen Share of Mind hin.

    Strategische Einordnung

    • zentral für langfristige Markenpräferenz
    • wichtiger Frühindikator für zukünftigen Markterfolg
    • stark abhängig von konsistenter Markenführung

    Querverweise

    Brand Salience · Markenbekanntheit · Share of Voice · Share of Market · Brand Recall

    #ohne

    Shop-System

    Software zur Verwaltung eines Online-Shops.

    #ohne

    Sichtbarkeit (Visibility)

    Messwert, wie präsent eine Website in den Suchergebnissen ist.

    #ohne

    Signalwirkung

    Marken senden Signale, bewusst oder unbewusst. Hochwertige Verarbeitung, klare Bildwelt, gute Werbemittel, starker Kaffee im Büro, gepflegte Fahrzeuge – alles sind Signale, die Menschen interpretieren. Signalling erklärt, warum Premium nicht „erzählt“, sondern „gelesen“ wird.

    #ohne

    Signature Move

    Ein wiederkehrendes, einzigartiges Markenelement – visuell, sprachlich oder im Verhalten. Beispiele: typische Farbkompositionen, gestochen scharfe Makro-Shots, ein wiederkehrender Satz, ein überraschendes Detail, Farbwahl, Formensprache, Tonfall oder Prozess.

    Signature Moves machen Marken unverwechselbar (z. B. „Apple-Swipe“, „Nike Swoosh“).

    #ohne

    Signature Story

    Eine Geschichte, die eine Marke definiert – ein Erlebnis, das immer wieder erzählt wird, weil es die Werte perfekt verkörpert. Hilft Mitarbeitern, Botschaften emotional zu verankern. Fehlt eine Signature Story, fehlt oft das emotionale Zentrum der Marke.

    #ohne

    Siloing

    Strukturelle Trennung von Themenbereichen zur SEO-Optimierung.

    #ohne

    Sinus-Milieus

    (Zielgruppenmodell, Psychografie, Marken- und Kommunikationsstrategie)

    Die Sinus-Milieus sind ein sozialwissenschaftliches Zielgruppenmodell zur psychografischen Segmentierung von Bevölkerungsgruppen. Sie wurden vor über 40 Jahren vom Sinus-Institut entwickelt und gelten im deutschsprachigen Raum als Referenzmodell für die Analyse von Werten, Lebensstilen und sozialer Lage.

    Das Modell gruppiert Menschen mit ähnlichen Wertorientierungen, Lebenszielen, Lebensstilen und vergleichbaren sozialen Situationen zu sogenannten „Milieus“. Die Übergänge zwischen den Milieus sind bewusst nicht trennscharf, sondern fließend. Dieses Prinzip wird als „Unschärfe des Alltags“ verstanden und bildet gesellschaftliche Realität realistischer ab als starre Zielgruppendefinitionen.

    Struktur des Modells

    Die Sinus-Milieus werden in einer zweidimensionalen Matrix dargestellt:

    • Vertikale Achse: soziale Lage (niedrig bis hoch)
    • Horizontale Achse: Wertorientierung (traditionell bis postmodern)

    Je höher ein Milieu positioniert ist, desto höher sind in der Regel Bildung, Einkommen und berufliche Stellung. Je weiter rechts es liegt, desto moderner ist seine soziokulturelle Grundorientierung.

    Einsatz im Marketing und in der Markenstrategie

    • strategische Zielgruppen- und Marktanalyse
    • Ableitung von Tonalität, Bildsprache und Themen
    • Verständnis von Motivationen, Mediennutzung und Kommunikationspräferenzen
    • Positionierung von Marken, Produkten, Medien oder Organisationen auf der Milieu-Landkarte

    Stärken

    • tiefes Verständnis von Motivlagen hinter Lebensstilen
    • bessere Entscheidungsgrundlage als rein demografische Modelle
    • hohe Relevanz für langfristige Marken- und Kommunikationsstrategien

    Grenzen

    • kein Instrument für taktisches Kampagnen-Targeting
    • zu grob für Performance- und Echtzeit-Optimierung
    • Gefahr der Übervereinfachung bei operativer Nutzung

    Abgrenzung

    • Sinus-Milieus ≠ Personas (aggregiertes Modell vs. verdichtete Archetypen)
    • Sinus-Milieus ≠ demografische Zielgruppen
    • Sinus-Milieus ≠ Behavioral Targeting

    Sinus-Milieus sind ein strategisches Orientierungs- und Analysemodell, kein operatives Aussteuerungsinstrument.

    Querverweise

    Zielgruppenanalyse · Personas · Psychografische Segmentierung · Markenpositionierung · Lebenswelten

    Die Sinus-Milieus sind ein geschützter Markenname, unter dem die Gesellschafts- und Zielgruppen-Typologie des Sinus-Institut vermarktet wird.:

    #ohne

    Sitelinks

    Direktlinks unter einem Google-Suchergebnis zur besseren Navigation.

    #ohne

    Sitemap

    Strukturierte Liste aller Seiten einer Website für Nutzer und Suchmaschinen.

    #ohne

    Slogan

    Slogan, auch als Claim oder Markenzeile bekannt, ist die kurze Formulierung, die dauerhaft mit einer Marke verbunden wird. Anders als eine Headline ist der Slogan zeitlos und wiederholbar: Er fasst Haltung, Nutzen oder Versprechen zusammen – in wenigen Worten, die leicht hängen bleiben. Ein guter Slogan klingt nicht nach Werbespruch, sondern wie etwas, das man auch im Alltag sagen könnte. Er muss einfach aussprechbar sein und ein Gefühl transportieren: Sicherheit, Freiheit, Geschwindigkeit, Kompetenz. Typische Fehler: zu generisch („Qualität aus Leidenschaft“), zu kompliziert oder zu nah am Produkt. Ein Slogan gewinnt erst durch konsequente Nutzung über Jahre hinweg. Er baut Wiedererkennung auf und bildet das textliche Rückgrat einer Marke.

    #ohne

    Snippet

    Snippet, auch als Suchergebnis-Vorschau oder SERP-Ausschnitt bekannt, ist der kurze Textblock, den Google in den Suchergebnissen anzeigt: Titel, URL und Beschreibung. Er entscheidet, ob ein Nutzer klickt oder weiterscrollt. Ein gutes Snippet ist klar formuliert, beschreibt den Nutzen und enthält die wichtigsten Keywords – ohne Klickbait.

    #ohne

    Social Ads

    Social Ads, auch als Social-Media-Werbeanzeigen oder Paid Social bekannt, sind bezahlte Werbeformate in sozialen Netzwerken wie Facebook, Instagram, LinkedIn, TikTok oder Pinterest. Sie ermöglichen es, Zielgruppen sehr präzise nach Interesse, Verhalten, Demografie oder Interaktionen anzusprechen. Der Vorteil: Social Ads holen Menschen dort ab, wo sie gerade scrollen – und funktionieren deshalb schneller, direkter und emotionaler als klassische Banner. Wichtig ist der Mix aus Kreatividee, klarer Botschaft und sauberem Targeting. Gute Social Ads wirken nicht wie Werbung, sondern wie ein natürlicher Beitrag, der hängen bleibt. Sie können Reichweite erzeugen, Leads sammeln, Verkäufe auslösen oder eine Marke in einer Zielgruppe verankern. Entscheidend ist, dass die Inhalte kurz, relevant und visuell stark sind: Social Ads müssen im Vorbeiscrollen stoppen und sofort verständlich sein.

    #ohne

    Social Proof

    Social Proof beschreibt den psychologischen Mechanismus, bei dem Menschen ihr Verhalten an anderen ausrichten – besonders dann, wenn sie unsicher sind oder eine Entscheidung Risiko trägt. Bewertungen, Empfehlungen, Nutzerzahlen, Testimonials, Presseberichte oder sichtbare Nachfrage dienen als soziale Beweise. Sie signalisieren: „Andere haben es ausprobiert, also ist es sicher.“

    Social Proof reduziert wahrgenommenes Risiko und erhöht die Entscheidungsgeschwindigkeit. Marken ohne Social Proof wirken angreifbar und schwer einschätzbar. Marken mit starkem Social Proof brauchen weniger Argumente, weil Vertrauen bereits vor dem eigentlichen Kontakt aufgebaut wird.

    Beispiel: Ein Produkt mit 1.200 positiven Bewertungen wird als qualitativ hochwertiger wahrgenommen als eines, das sachlich besser ist, aber ohne Rückmeldungen dasteht. Menschen vertrauen Informationen eher, wenn sie sehen, dass andere sie bestätigen.

    #ohne

    Social Proof Ads

    Social Proof Ads, auch als Vertrauensanzeigen oder Social-Trust-Anzeigen bekannt, nutzen Belege wie Bewertungen, Erfahrungsberichte, Nutzerzahlen oder echte Kundenbeispiele, um Vertrauen aufzubauen. Sie funktionieren, weil Menschen sich am Verhalten anderer orientieren. Starker Social Proof erhöht Klickrate und Abschlusswahrscheinlichkeit – besonders bei Produkten und Dienstleistungen, die Erklärungsbedarf haben.

    #ohne

    Social Selling

    Verkauf über Beziehungspflege in sozialen Netzwerken.

    #ohne

    Social Signals

    Interaktionen in Social Media, die Rückschlüsse auf Relevanz zulassen.

    #ohne

    Soziodemographische Merkmale

    (Zielgruppenanalyse, Marktforschung)

    Soziodemographische Merkmale beschreiben messbare, statistische Eigenschaften von Personen oder Bevölkerungsgruppen, z. B. Alter, Geschlecht, Einkommen, Bildung, Beruf oder Wohnort. Sie dienen der grundlegenden Strukturierung und Segmentierung von Zielgruppen.

    Sie liefern jedoch nur begrenzte Aussagen über Motive, Einstellungen oder Entscheidungsverhalten und werden daher häufig mit psychologischen oder verhaltensbezogenen Merkmalen kombiniert.

    Strategischer Kontext

    • Grundsegmentierung von Zielgruppen
    • Marktforschungs- und Mediaplanungsgrundlage
    • Vergleichbarkeit und Skalierbarkeit
    • Ergänzung zu psychografischen Daten

    Wichtige Abgrenzungen

    Soziodemographie ≠ Motivation

    Soziodemographie ≠ Kaufabsicht

    Querverweise

    Zielgruppenanalyse · Marktforschung · Segmentierung · Reichweite

    #ohne

    Soziopsychologische Merkmale

    (Psychologie, Zielgruppenverständnis)

    Soziopsychologische Merkmale beschreiben Werte, Einstellungen, Motive, Bedürfnisse und Lebensstile von Menschen. Sie erklären, warum Entscheidungen getroffen werden, nicht nur wer sie trifft.

    Im Marketing ermöglichen sie eine präzisere Ansprache, da sie Entscheidungslogiken, emotionale Treiber und Wahrnehmungsmuster berücksichtigen.

    Strategischer Kontext

    • Tiefes Zielgruppenverständnis
    • Entwicklung wirksamer Botschaften
    • Ergänzung soziodemographischer Daten
    • Grundlage für Positionierung und Storytelling

    Wichtige Abgrenzungen

    Soziopsychologie ≠ Demografie

    Soziopsychologie ≠ kurzfristiges Verhalten

    Querverweise

    Psychografie · Motivation · Markenpsychologie · Zielgruppenverständnis

    #ohne

    Split Testing

    Vergleich zweier Varianten, um die bessere Leistung zu bestimmen.

    #ohne

    State-Marke

    State-Marke Auch bekannt als: aktivierter Markenmodus, emotionaler Markenstate, situatives Markenverhalten) beschreibet den aktuellen, situativen Eindruck, den eine Marke im Kopf der Nutzer auslöst – abhängig von Kampagne, Kontext, Stimmung, Touchpoint oder Erlebnis. States sind flexibel und kurzfristig, sie entstehen und verschwinden.

    States beantworten die Frage:

    „Was löst die Marke jetzt in mir aus?“ Typische States: Vertrauen, Inspiration, Nähe, Dringlichkeit, Sicherheit, Energie, Entlastung. Sie entscheiden darüber, ob jemand scrollt, klickt, kauft oder anfragt.

    Missverständnis: Eine Marke ist nicht entweder ein Trait oder ein State. Jede starke Marke besteht aus beidem: – Traits geben Stabilität. – States erzeugen Verhalten.

    Beispiel: Ein Premium-Werkzeughersteller hat stabile Traits wie Präzision, Härtegrad, Zuverlässigkeit. Diese Merkmale gelten immer – egal, ob Katalog, Website oder Messe. In einer Kampagne zur Markteinführung eines neuen Akkusystems erzeugt die Marke jedoch einen State wie „Power“ oder „Sofort-Lust auszuprobieren“. Trait = Grundcharakter. State = der aktuelle Funke. Beides zusammen erklärt, warum die Marke dauerhaft stark wirkt und trotzdem kurzfristig Verhalten auslösen kann.

    #ohne

    Stichprobe

    (Marktforschung, Datenerhebung, Repräsentativität)

    Eine Stichprobe ist eine Auswahl von Personen oder Haushalten aus einer Grundgesamtheit, die befragt oder untersucht werden, um Aussagen über diese Gesamtheit zu treffen. Da eine Vollerhebung meist nicht praktikabel ist, bilden Stichproben die methodische Grundlage empirischer Markt- und Meinungsforschung.

    Die Aussagekraft einer Stichprobe hängt maßgeblich vom Auswahlverfahren ab. In der Praxis sind insbesondere Random-Stichproben und Quota-Stichproben verbreitet.

    Random-Stichprobe (Zufallsstichprobe)

    Bei der Random-Stichprobe werden die zu befragenden Personen oder Haushalte nach dem Zufallsprinzip ausgewählt. Jedes Element der Grundgesamtheit hat die gleiche

    Wahrscheinlichkeit, in die Stichprobe zu gelangen. Die Adressen oder Telefonnummern werden dem Interviewer verbindlich vorgegeben.

    Merkmale

    • zufällige Auswahl
    • statistisch kontrollierbar
    • Berechnung von Stichprobenfehlern möglich

    Vorteile

    • hohe methodische Qualität
    • statistisch abgesicherte Repräsentativität

    Nachteile

    • höherer Zeit- und Kostenaufwand
    • organisatorisch aufwendig

    Quota-Stichprobe

    Die Quota-Stichprobe ist ein strukturorientiertes Auswahlverfahren, bei dem die Stichprobe anhand vorab definierter Merkmale (z. B. Alter, Geschlecht, Region) zusammengesetzt wird. Der Interviewer wählt die Befragten innerhalb dieser Vorgaben selbst aus.

    Merkmale

    • keine Zufallsauswahl
    • Auswahl nach festgelegten Quoten
    • Interviewer trifft Auswahlentscheidung

    Vorteile

    • kostengünstig
    • schneller umsetzbar
    • praxisnah bei begrenzten Budgets

    Nachteile

    • keine statistische Fehlerberechnung möglich
    • Repräsentativität nur angenähert

    Strategische Einordnung

    • Random-Stichproben eignen sich für wissenschaftlich belastbare Aussagen
    • Quota-Stichproben sind sinnvoll für explorative, praxisorientierte Studien
    • Die Wahl des Verfahrens beeinflusst Aussagekraft, Vergleichbarkeit und Interpretation der Ergebnisse maßgeblich

    Abgrenzung

    • Stichprobe ≠ Grundgesamtheit
    • Random-Stichprobe ≠ Quota-Stichprobe
    • Repräsentativität ≠ statistische Genauigkeit im Einzelfall

    Querverweise

    Marktforschung · Repräsentativität · Grundgesamtheit · Datenerhebung · Statistik

    #ohne

    Stolperer / attention disruptor

    (Kreation, Kampagnenstrategie, Aufmerksamkeitspsychologie)

    Ein Stolperer ist ein gezielt eingesetztes gestalterisches oder sprachliches Element, das die automatisierte Wahrnehmung von Werbung unterbricht und dadurch Aufmerksamkeit, kognitive Aktivierung und vertiefte Verarbeitung auslöst. In der Kampagnenstrategie dient der Stolperer dazu, frühe Kontaktpunkte vor dem „Durchrauschen“ zu schützen und einen Aufmerksamkeitsanker zu setzen. Stolperer funktionieren über Erwartungsverletzung: Sie brechen bewusst mit gelernten Mustern, Konventionen oder formalen Regeln – intentional und kontrolliert, nicht fehlerhaft. Entscheidend ist, dass der Stolperer auf die Marken- oder Kampagnenbotschaft einzahlt und nicht Selbstzweck bleibt.

    Typische Einsatzfelder in Kampagnen

    • Sprache: ungewöhnliche Wortkombinationen, semantische Brüche
    • Visuals: bewusster Regelbruch im Key Visual
    • Dramaturgie: unerwarteter Einstieg oder formale Unterbrechung
    • Cross-Channel: konsistente Irritation über mehrere Touchpoints

    Beispiel (Kampagne)

    KFC – „legendär everywhere“

    Der Claim kombiniert bewusst Deutsch und Englisch ohne grammatikalische Anpassung. Der sprachliche Bruch erzeugt eine kurze Irritation, aktiviert Aufmerksamkeit und bleibt im Gedächtnis. Gleichzeitig passt der Stolperer zur globalen, popkulturellen Markenidentität von KFC. Der Effekt ist kein Fehler, sondern ein strategisch eingesetzter Stolperer, der Wiedererkennung und Recall erhöht.

    Wirklogik (theoretischer Hintergrund)

    • Pattern Interrupt – Unterbrechung automatisierter Reizverarbeitung
    • Von-Restorff-Effekt (Isolation Effect) – Abweichendes wird besser erinnert
    • Erwartungsverletzung – Auslösung kognitiver Verarbeitung
    • Cognitive Disfluency – leichte Erschwerung erhöht Verarbeitungstiefe

    Abgrenzung

    • Stolperer ≠ Fehler (immer intentional)
    • Stolperer ≠ Provokation (meist subtil, nicht polarisierend)
    • Stolperer ≠ Gag (Ziel ist Wirkung, nicht Unterhaltung)

    Querverweise:

    Pattern Interrupt · Von-Restorff-Effekt · Erwartungsverletzung · Aufmerksamkeit · Cognitive Load · Brand Recall · Distinctive Assets

    #ohne

    Stopping power

    Stopping Power, auch als Aufmerksamkeitsanker oder Attention Trigger bekannt, beschreibt die Fähigkeit einer Botschaft, jemanden im laufenden Reizstrom kurz auszubremsen. Es ist dieser kleine Moment, in dem der Blick hängen bleibt, weil etwas nicht ganz ins gewohnte Muster passt. Das kann ein Motiv mit leichtem Bruch sein, ein Satz, der eine Reibung erzeugt, oder ein Detail, das man so nicht erwartet. Stopping Power entsteht selten durch Lautstärke. Sie funktioniert, wenn der Kopf einen Sekundenbruchteil nachdenken muss, bevor er weitermacht. In der Werbung ist sie der Eintrittspunkt für alles, was danach kommt: Ohne diesen Halt landet selbst guter Inhalt im toten Winkel. Entscheidend ist, dass der Effekt nicht nur stoppt, sondern auch sinnvoll weiterführt. Reine Aufmerksamkeit ohne Anschluss verpufft.

    #ohne

    Story Bias

    Fakten überzeugen weniger als Geschichten. Das Gehirn speichert narrative Strukturen besser als Daten. Marken, die Geschichten über Erlebnisse, Erfolge oder Kundenmomente erzählen, erzeugen tiefere Erinnerung und positive emotionale Ladung.

    #ohne

    Storytelling

    Storytelling beschreibt die Methode, Informationen in Form einer Geschichte zu vermitteln, damit sie leichter verstanden, emotionaler erlebt und besser erinnert werden. Menschen denken nicht in Datenpunkten, sondern in Bildern, Szenen und Konflikten. Eine gute Story schafft Relevanz: Sie zeigt ein Problem, erhöht die Spannung, führt durch eine Wendung und macht den Nutzen spürbar.

    Für Marken ist Storytelling ein strategisches Werkzeug. Es gibt Inhalten Bedeutung, bündelt komplexe Botschaften und macht Produkte oder Leistungen greifbar. In Reels, Kampagnen und Insights erzeugt Storytelling „Narrative Transportation“ – das Eintauchen in eine Situation, in der Botschaften stärker wirken als reine Fakten.

    Storytelling funktioniert nur, wenn es ehrlich, klar und strukturiert ist. Ohne Fokus verliert es Wirkung; ohne Konflikt verliert es Spannung. Marken, die Storytelling beherrschen, steuern Wahrnehmung, Emotion und letztlich Entscheidungen.

    #ohne

    Styleguide

    Ein Styleguide ist ein verbindliches Regelwerk, das festlegt, wie eine Marke oder Organisation in Sprache, Design und Verhalten auftritt. Er definiert Typografie, Farben, Bildwelt, Logos, Tonalität, Schreibweisen, Gestaltungsraster und den Umgang mit zentralen Elementen. Ziel ist Konsistenz: Wiedererkennbarkeit in jedem Medium und bei jedem Kontaktpunkt.

    Ein Styleguide verhindert Zufallsgestaltung und stellt sicher, dass interne Teams, Dienstleister und Partner dieselben Standards nutzen. Er sorgt dafür, dass die Marke nicht verwässert und dass jedes Detail – vom Social Post bis zur Präsentation – denselben Charakter trägt. Ein guter Styleguide ist praxisnah, klar formuliert und so strukturiert, dass er im Alltag tatsächlich genutzt wird.

    #ohne

    Substitutionseffekt

    (Marketingstrategie, Wettbewerbsdynamik, Nachfrageverhalten)

    Der Substitutionseffekt beschreibt die Verlagerung von Nachfrage von einem Produkt, einer Marke oder einem Angebot zu einem alternativen Angebot eines anderen Anbieters. Kunden ersetzen dabei eine Lösung durch eine andere, die aus ihrer Sicht einen höheren Nutzen, einen besseren Preis oder eine passendere Leistung bietet.

    Im Unterschied zum Kannibalisierungseffekt findet Substitution unternehmensübergreifend statt. Sie ist Ausdruck von Wettbewerb und Marktbewegung und wird häufig durch Preisänderungen, technologische Entwicklungen, veränderte Bedürfnisse oder neue Marktteilnehmer ausgelöst.

    Beispiel

    Steigende Preise eines Streaming-Anbieters führen dazu, dass Nutzer ihr Abonnement kündigen und zu einem günstigeren oder inhaltlich attraktiveren Wettbewerber wechseln. Die Nachfrage wird nicht intern umverteilt, sondern extern substituiert.

    Strategische Einordnung

    • zentraler Effekt in wettbewerbsintensiven Märkten
    • Indikator für Austauschbarkeit von Angeboten
    • relevant für Preisstrategie, Positionierung und Differenzierung

    Abgrenzung

    Der Substitutionseffekt unterscheidet sich vom Kannibalisierungseffekt dadurch, dass die Verdrängung zwischen unterschiedlichen Anbietern stattfindet. Während Substitution Marktanteile zwischen Wettbewerbern verschiebt, betrifft Kannibalisierung ausschließlich die interne Konkurrenz innerhalb eines Portfolios.

    Querverweise

    Kannibalisierungseffekt · Wettbewerbsstrategie · Preisstrategie · Positionierung · Differenzierung · Nachfrageelastizität

    #ohne

    Suchintention

    Die Suchintention beschreibt, warum ein Nutzer eine Suchanfrage stellt – also welches Ziel, welches Bedürfnis oder welches Problem hinter dem Keyword steht. Suchmaschinen versuchen zu erkennen, ob jemand Informationen sucht (informational), etwas kaufen möchte (transactional), Optionen vergleichen will (commercial) oder eine bestimmte Seite ansteuert (navigational).

    Die Suchintention ist zentral für Content, SEO und Conversion: Eine Seite rankt nur dann nachhaltig, wenn Inhalt, Tonalität und Angebot genau zum Motiv des Nutzers passen. Wird Informationssuche mit Verkaufsbotschaften beantwortet, steigt die Absprungrate. Wird Kaufabsicht mit zu viel Theorie bedient, bricht die Conversion ein.

    Marken, die Suchintention richtig lesen, treffen den Nutzer im passenden Moment: mit der richtigen Tiefe, dem richtigen Angebot und dem richtigen CTA. Die Suchintention ist damit eines der wichtigsten Werkzeuge, um digitalen Traffic in echtes Interesse oder Umsatz zu verwandeln.

    #ohne

    Suchmaschinen Optimierung (SEO)

    Search Engine Optimization (SEO), Suchmaschinenoptimierung oder organische Sichtbarkeitsoptimierung : SEO umfasst alle Maßnahmen, die dafür sorgen, dass Inhalte in Suchmaschinen sichtbar werden. Es ist heute kein Zusatz mehr, sondern ein grundlegender Teil jeder Website- und Shop-Entwicklung. Moderne SEO ist oft aufwendiger als die eigentliche Seitenerstellung, weil technische Qualität, Struktur, Ladezeiten, Inhalte, interne Verlinkung, Nutzerintention, Backlinks und semantische Signale zusammenspielen müssen.

    Eine Website ohne SEO ist faktisch unsichtbar – wie ein Laden in einer menschenleeren Seitenstraße: Er existiert, aber niemand findet ihn. Sichtbarkeit entsteht nur, wenn Suchmaschinen verstehen, worum es geht, wem es hilft und warum es relevant ist.

    Citylights arbeitet ausschließlich mit langfristigen, nachhaltigen White-Hat-Methoden: ehrliche Inhalte, saubere Technik, echte Nutzerrelevanz und klare Struktur. Kein Spam, keine Tricks, kein künstliches Linkbuilding – sondern kontinuierliche Qualitätsoptimierung, die Rankings stabilisiert und Vertrauen aufbaut.

    #ohne

    Suchvolumen

    Durchschnittliche Anzahl monatlicher Suchanfragen für ein Keyword.

    #ohne

    Swipe-Up

    Vertikale Wischgeste in Stories, um zu einer Zielseite zu gelangen.

    T

    #ohne

    Tag Manager

    Tool zum Verwalten von Tracking-Skripten ohne Codeanpassung.

    #ohne

    Tandem-Spots

    (Mediaplanung, Werbewirkung, Spotdramaturgie)

    Tandem-Spots bezeichnen eine Abfolge von zwei inhaltlich oder formal aufeinander abgestimmten Werbespots, die direkt hintereinander oder in engem zeitlichen Zusammenhang ausgestrahlt werden. Ziel ist es, die Wirkung eines einzelnen Spots zu verstärken, indem Aufmerksamkeit, Erinnerung oder Verständnis durch Wiederholung und Variation erhöht werden.

    Die Spots können identisch sein oder unterschiedliche Funktionen übernehmen, etwa Aufmerksamkeit erzeugen und anschließend vertiefen, erklären oder emotional aufladen. Entscheidend ist die bewusste Dramaturgie als Einheit, nicht die isolierte Leistung des einzelnen Spots.

    Typische Ausprägungen

    • identische Spots in direkter Folge
    • Spot-A (Aufmerksamkeit) + Spot-B (Vertiefung/Call-to-Action)
    • Variation desselben Motivs mit unterschiedlichen Botschaften

    Strategische Bedeutung

    • höhere Durchsetzungskraft im Werbeblock
    • bessere Erinnerung durch zeitliche Nähe
    • Reduktion von Streuverlusten bei hohem Mediendruck

    Risiken

    • Reaktanz oder Irritation bei zu hoher Wiederholung
    • ineffizienter Mitteleinsatz ohne klare Spot-Logik
    • Abnutzungseffekte bei schwacher Kreation

    Abgrenzung

    • Tandem-Spot ≠ Einzelspot
    • Tandem-Spot ≠ Serienkampagne (nicht über längere Zeit verteilt)
    • Tandem-Spot ≠ Roadblock (keine Blockdominanz)

    Tandem-Spots sind eine medienstrategische Verstärkungstaktik, keine kreative Ersatzlösung.

    Querverweise

    Mediaplanung · Werbewirkung · Erinnerung · Spotdramaturgie · Kontaktfrequenz

    #ohne

    Targeting

    Gezielte Ausspielung von Werbung an definierte Zielgruppen.

    #ohne

    Teaser

    (Content, Kommunikation, Aufmerksamkeit)

    Ein Teaser ist ein bewusst verkürztes Kommunikationselement, das Neugier erzeugen und zur weiteren Auseinandersetzung anregen soll. Er liefert keine vollständige Information, sondern deutet Inhalte an, um Aufmerksamkeit zu lenken.

    Teaser werden in Marketing, Medien und Content-Strategien eingesetzt, um Einstiegspunkte zu schaffen und Nutzer schrittweise durch Inhalte zu führen.

    Strategischer Kontext

    • Aufmerksamkeit im Erstkontakt
    • Einstieg in Funnel- oder Content-Strukturen
    • Reduktion kognitiver Einstiegshürden
    • Steuerung von Erwartungshaltungen

    Wichtige Abgrenzungen

    Teaser ≠ vollständige Information

    Teaser ≠ Clickbait

    Querverweise

    Content-Marketing · Funnel · Attention · Headline · Hook

    #ohne

    Technisches SEO

    Optimierung der technischen Website-Struktur für bessere Indexierung.

    #ohne

    Through the Line (TTL)

    (Integrierte Kommunikation, Kampagnenarchitektur, Marken- und Aktivierungslogik)

    Through the Line bezeichnet einen integrierten Kommunikationsansatz, der Elemente von Above the Line und Below the Line verbindet. Ziel ist es, Markenaufbau und Aktivierung entlang einer konsistenten Leitidee zu verzahnen und über alle Kanäle hinweg wirksam zu orchestrieren.

    TTL-Kampagnen starten häufig mit reichweitenstarker Kommunikation zur Etablierung von Aufmerksamkeit und Markenbedeutung und führen diese anschließend in gezielte, aktivierende Maßnahmen über. Entscheidend ist dabei nicht die Kanalwahl, sondern die durchgängige Idee, die vom ersten Kontakt bis zur Handlung trägt.

    Abzugrenzen ist Through the Line von der bloßen Kombination einzelner Maßnahmen. TTL ist kein Addieren von ATL und BTL, sondern ein konzeptionell durchgängiger Ansatz, bei dem Reichweite, Relevanz und Conversion aufeinander aufbauen. Im Unterschied zu ATL allein zielt TTL nicht nur auf Bekanntheit, und im Unterschied zu BTL allein nicht nur auf kurzfristige Reaktion, sondern auf beides im Verbund.

    Beispiel

    Eine Kampagne startet mit einem aufmerksamkeitsstarken TV- oder Online-Video, wird in Social Media und Content-Formaten vertieft und mündet in personalisierte Angebote oder Aktionen, die zur Handlung führen.

    Strategische Einordnung

    • verbindet langfristigen Markenaufbau mit messbarer Aktivierung
    • besonders geeignet für komplexe Customer Journeys
    • erfordert saubere Kampagnenarchitektur und Konsistenz

    Querverweise

    Above the Line · Below the Line · Integrierte Kommunikation · Customer Journey · Kampagnenstrategie

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    Tier (loyalty)

    Tier, auch als Statuslevel oder Mitgliedschaftsstufe bekannt, beschreibt eine hierarchische Einordnung von Kunden, Nutzern oder Mitgliedern in unterschiedliche Leistungs- oder Wertgruppen. Häufig eingesetzt in Loyalitätsprogrammen, Airlines oder Abosystemen. Je höher das Tier, desto mehr Vorteile: z. B. Upgrades, Support-Priorität, exklusive Angebote oder Bonuspunkte. Tiers helfen Unternehmen, wertvolle Kunden zu identifizieren und gezielt zu belohnen, ohne alle Leistungen flächendeckend anbieten zu müssen. Für Nutzer ist der Tier-Status ein Signal für Zugehörigkeit und Erfolg („Status Reward“), oft verstärkt durch sichtbare Elemente wie Badges oder Punktesysteme.

    #ohne

    Tier-System

    Der Begriff „Tier“ stammt aus dem Englischen und bedeutet nicht „Tier“ wie das deutsche Lebewesen, sondern „Stufe“ / „Ebene“.

    Das Tier-System ordnet Unternehmen nach Nähe zum Endprodukt, vor allem in der Automobilindustrie:

    • Tier 1 = direkter Systemlieferant an den OEM (z. B. Scheinwerfersystem vollständig).

    • Tier 2 = Zulieferant von Komponenten für Tier 1 (z. B. LED-Module).

    • Tier 3 = Basismaterialien / Rohstoffe / Vorprodukte (z. B. Leiterplatten, Kunststoffe).

    Das System ist später auf Markenwelten übertragen worden: Tier-1-Brand = Premiummarke, Tier-2-Brand = solide Markenmitte, Tier-3-Brand = Commodity-Level.

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    Touchpoint

    Touchpoint, auch als Kontaktpunkt oder Berührungspunkt bekannt, bezeichnet jeden Moment, in dem Menschen auf eine Marke treffen – online, offline oder durch andere Personen. Touchpoints formen den Gesamteindruck einer Marke: Website, Social Media, Telefonkontakt, Verpackung, Service, Werbung. Entscheidend ist die Konsistenz: Jeder Touchpoint stärkt oder schwächt die Marke. Gute Touchpoints sind klar, hilfreich und passend zur Markenpersönlichkeit.

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    Tracking Pixel

    Tracking Pixel, auch als Web-Pixel oder Zähl-Pixel bekannt, ist ein kleines Code-Element, das auf Websites eingebunden wird, um Nutzeraktionen zu messen. Der Pixel selbst ist meist ein unsichtbares 1×1-Bild, das beim Laden ein Signal an einen Server sendet. Damit lassen sich Seitenaufrufe, Conversions, Käufe, Klickpfade oder Nutzersegmente erfassen.

    Tracking Pixel sind die technische Basis für Analyse, Attribution und Retargeting. Sie speichern keine Inhalte, sondern übermitteln Ereignisse und anonyme IDs an Analyse- oder Werbeplattformen. Ihre Genauigkeit hängt von Einwilligung, Browser-Regeln und technischer Implementierung ab. Moderne Setups kombinieren Pixel mit serverseitigem Tracking (z. B. CAPI), um Verluste durch Cookies oder Adblocker zu reduzieren.

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    Traffic-Quellen

    Traffic-Quellen bezeichnen die Herkunft der Nutzer, die eine Website besuchen. Sie zeigen, über welchen Kanal Menschen auf eine Seite gelangen – etwa über Suchmaschinen (organisch oder bezahlt), Social Media, Direktaufrufe, E-Mail-Kampagnen, Referral-Links, Marktplätze oder Offline-Impulse mit QR-Codes.

    Die Analyse der Traffic-Quellen ist zentral, weil sie sichtbar macht, welche Kanäle Reichweite, Qualität und Conversion liefern. Nicht jede Quelle ist gleichwertig: Organische Suche bringt oft informierte Nutzer, Social Ads liefern Reichweite, E-Mail erzeugt Wiederkehr, Referral-Traffic stärkt Vertrauen.

    Traffic-Quellen helfen dabei, Budgets sinnvoll einzusetzen, Streuverluste zu reduzieren und die Customer Journey zu verstehen. Starke Marken wissen genau, welcher Kanal welchen Beitrag im Funnel leistet – und optimieren gezielt dort, wo Wirkung entsteht.

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    Trait vs. State

    Trait vs. State – Warum Marken beides brauchen

    Traits definieren den Charakter einer Marke, States steuern die Wirkung im Moment. Ohne Traits fehlt Stabilität, ohne States fehlt Handlung. Menschen nehmen Marken gleichzeitig langfristig (Traits) und situativ (States) wahr. Wer nur auf Traits setzt, wirkt austauschbar. Wer nur auf States setzt, wirkt beliebig. Markenführung funktioniert erst, wenn der stabile Markenkern gezielt States aktiviert, die Klicks, Käufe oder Anfragen auslösen.

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    Trait-Marke

    Trait-Marke (Auch bekannt als: Markenpersönlichkeit, stabile Markenmerkmale, Brand Traits) beschreibet die dauerhaften, stabilen Eigenschaften einer Marke – das, was sie langfristig ausmacht. Dazu zählen Werte, Haltung, Tonalität, Stil, Anspruch und Identität. Traits verändern sich selten. Sie bilden den Kern, der Wiedererkennung schafft und Vertrauen aufbaut.

    Traits beantworten die Frage: „Wie ist diese Marke grundsätzlich?“ Typische Traits sind z. B. Klarheit, Präzision, Mut, Verlässlichkeit, Qualität oder Innovationskraft.

    Unabhängig von Kampagnen bleibt dieser Charakter bestehen – er ist der rote Faden, an dem Menschen eine Marke wiedererkennen und einordnen.

    Missverständnis: Eine Marke besteht nicht nur aus Traits. Sie definieren das Grundgerüst, aber nicht die Wirkung in einem konkreten Moment.

    Beispiel: Ein Premium-Werkzeughersteller hat stabile Traits wie Präzision, Härtegrad, Zuverlässigkeit. Diese Merkmale gelten immer – egal, ob Katalog, Website oder Messe. In einer Kampagne zur Markteinführung eines neuen Akkusystems erzeugt die Marke jedoch einen State wie „Power“ oder „Sofort-Lust auszuprobieren“. Trait = Grundcharakter. State = der aktuelle Funke. Beides zusammen erklärt, warum die Marke dauerhaft stark wirkt und trotzdem kurzfristig Verhalten auslösen kann.

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    Trust-building

    Trust-Building, auch als Vertrauensaufbau bekannt, beschreibt die systematische Gestaltung aller Maßnahmen, die wahrgenommenes Risiko reduzieren und eine Marke glaubwürdig wirken lassen. Trust-Building entsteht nicht durch Aussagen („Wir sind zuverlässig“), sondern durch konsistente Signale, die Kompetenz, Sicherheit und Professionalität belegbar machen.

    Im Kern basiert Trust-Building auf drei Ebenen:

    1. Harte Signale – überprüfbare Nachweise wie Referenzen, Zertifizierungen, Prozesse, Garantien, Fachpresse, klare Ansprechpartner und transparente Regeln.
    2. Weiche Signale – Designqualität, Bildsprache, Tonalität, Reaktionsgeschwindigkeit, echte Fotos, Social Proof und konsistenter Markenauftritt.
    3. Kohärenz – die Übereinstimmung zwischen dem, was eine Marke sagt, zeigt und tatsächlich liefert. Widersprüche sind die häufigste Ursache für Vertrauensverlust.

    Trust-Building ist besonders relevant bei komplexen Leistungen, hohen Investitionen, Dienstleistungsangeboten und digitalen Plattformen. Ein internationales Beispiel ist Airbnb: Verifizierungen, Bewertungen, Superhost-Badges und klare Regeln sind zentrale Trust-Building-Elemente, die Unsicherheit reduzieren und Buchungen ermöglichen.

    U

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    UI (User Interface)

    Bedienoberfläche, über die Nutzer mit einer Anwendung interagieren.

    #ohne

    USP (Unique Selling Proposition)

    USP, auch als Alleinstellungsmerkmal oder einzigartiger Vorteil bekannt, ist das, was ein Angebot klar von anderen unterscheidet. Ein starker USP beantwortet die Frage, warum jemand genau dieses Produkt wählen sollte. Er basiert auf echtem Nutzen, nicht auf Floskeln. Der USP muss verständlich, relevant und glaubwürdig sein – und im Alltag der Marke sichtbar werden.

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    Usability / Nutzerfreundlichkeit

    Usability beschreibt, wie einfach, verständlich und reibungslos ein digitales Produkt – Website, App, Software – genutzt werden kann. Eine hohe Usability bedeutet: Nutzer finden schnell, was sie suchen, verstehen Funktionen ohne Erklärung, machen keine Fehler und haben ein intuitives Gefühl für den nächsten Schritt. Entscheidend sind Klarheit, Struktur, Geschwindigkeit, Barrierefreiheit, erwartbare Muster und reduzierte kognitive Belastung.

    Schlechte Usability führt zu Absprüngen, Frust und Misstrauen. Gute Usability wirkt dagegen unauffällig: alles funktioniert, ohne dass der Nutzer darüber nachdenken muss. Sie steigert Conversion, Vertrauen und Wiederkehr. In der Praxis ist Usability kein Layout-Thema, sondern ein Zusammenspiel aus Psychologie, Logik und sauberem Design.

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    User Flow

    UX, Conversion-Optimierung, Nutzerverhalten

    User Flow beschreibt den geplanten oder tatsächlich durchlaufenen Weg, den Nutzerinnen und Nutzer innerhalb einer digitalen Anwendung zurücklegen, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Dazu zählt etwa der Weg vom Einstieg über einzelne Inhalte oder Funktionen bis zu einer Conversion, Interaktion oder abgeschlossenen Aufgabe.

    Im Kontext von Marketing und Conversion-Optimierung dient der User Flow dazu, Nutzerverhalten zu verstehen, Hürden zu identifizieren und die Nutzerführung gezielt zu verbessern.

    Ein klar strukturierter User Flow reduziert kognitive Belastung, minimiert Abbrüche und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Nutzer ihr Ziel erreichen.

    User Flows können sowohl konzeptionell definiert als auch datenbasiert analysiert werden. Während geplante User Flows die ideale Nutzerführung abbilden, zeigen reale User Flows, wie sich Nutzer tatsächlich durch ein System bewegen. Abweichungen zwischen beiden liefern wertvolle Hinweise auf Reibungspunkte, Entscheidungsabbrüche oder unklare Inhalte.

    Mit professionellen Plattformen wie Pimcore ermöglichen wir es, Nutzerverhalten detailliert auszuwerten und Nutzer anhand ihres tatsächlichen Verhaltens dynamisch Usergruppen zuzuordnen, um die User Experience gezielt anzupassen und weiterzuentwickeln.

    Dadurch können Inhalte, Strukturen und Angebote personalisiert ausgespielt werden, vergleichbar mit Empfehlungssystemen, wie sie etwa aus Streaming-Plattformen bekannt sind. Diese Logik lässt sich auch kanalübergreifend nutzen, beispielsweise für personalisierte Ausspielungen in Performance- oder Social-Media-Kampagnen.

    Bei einfachen CMS oder Generator erzeugte Websites ist eine solche granulare Analyse und Personalisierung meist nur eingeschränkt möglich, da Nutzerflüsse nicht ausreichend strukturiert erfasst oder systemseitig weiterverarbeitet werden können.

    Strategisch betrachtet ist der User Flow ein zentrales Bindeglied zwischen Kampagnen, Content, Systemarchitektur und personalisierter Nutzerführung. Er beeinflusst Wahrnehmung, Entscheidungsgeschwindigkeit und die Wirkung digitaler Maßnahmen unmittelbar.

    Querverweise

    User Journey, Conversion Funnel, Cognitive Load, Friction, Personalisierung, Information Architecture, Conversion Rate

    #ohne

    User Generated Content (UGC)

    Content-Marketing, Markenkommunikation, Vertrauen

    User Generated Content bezeichnet Inhalte, die nicht von der Marke selbst, sondern von Nutzerinnen und Nutzern erstellt und öffentlich geteilt werden. Dazu zählen unter anderem Bewertungen, Kommentare, Social-Media-Posts, Bilder, Videos oder Erfahrungsberichte, die im direkten oder indirekten Zusammenhang mit einer Marke, einem Produkt oder einer Dienstleistung stehen.

    UGC spielt eine zentrale Rolle in der Markenkommunikation, da er als besonders glaubwürdig wahrgenommen wird. Inhalte von realen Nutzern wirken authentischer als klassische Werbebotschaften und können Vertrauen, soziale Bewährtheit und Relevanz erzeugen. In Kauf- und Entscheidungssituationen fungiert UGC häufig als Orientierungshilfe und reduziert wahrgenommene Unsicherheit.

    Strategisch eingesetzt kann UGC Markenreichweite erhöhen, Engagement fördern und die Bindung zur Community stärken. Er unterstützt insbesondere Awareness-, Consideration- und Conversion-Ziele, da er Nähe, Echtheit und soziale Bestätigung vermittelt. Gleichzeitig ermöglicht UGC Marken, ihre Zielgruppen besser zu verstehen und Inhalte aus realen Nutzungskontexten sichtbar zu machen.

    UGC bringt jedoch auch Risiken mit sich. Da die Inhalte nicht vollständig kontrollierbar sind, können negative Bewertungen, unpassende Darstellungen oder Markenkonflikte entstehen. Zudem besteht die Gefahr von rechtlichen Problemen, etwa bei Urheberrechten, Persönlichkeitsrechten oder fehlender Transparenz bei der Nutzung von Nutzerinhalten. Ein weiterer kritischer Faktor ist der Verlust an Markensteuerung, wenn UGC nicht klar kuratiert oder eingeordnet wird.

    Der erfolgreiche Einsatz von User Generated Content erfordert daher klare Leitlinien, aktives Community-Management und eine bewusste Integration in die Markenstrategie. UGC ist kein Ersatz für Markenkommunikation, sondern eine ergänzende Wirkquelle, deren Stärke in Authentizität und sozialer Validierung liegt.

    Querverweise

    Social Proof, Vertrauen, Brand Authenticity, Community Management, Influencer Marketing, Brand Safety

    #ohne

    Usergruppen

    UX, Marketingstrategie, User Experience

    Usergruppen beschreiben die Einteilung von Nutzern in definierte Gruppen auf Basis gemeinsamer Merkmale, Verhaltensweisen oder Bedürfnisse. Im Marketing- und Digital-Kontext werden Usergruppen häufig anhand verhaltensbezogener, kontextueller oder intentionsbasierter Signale gebildet, nicht ausschließlich über demografische Daten.

    Usergruppen dienen als operative Übersetzung von Verhaltensanalysen in konkrete Maßnahmen. Durch die Bündelung von Nutzern mit ähnlichen Mustern, Motivationen oder Entscheidungsphasen lassen sich Inhalte, Strukturen und Botschaften gezielt auf Erwartungen ausrichten. Dies reduziert Komplexität, erhöht Relevanz und verbessert die Qualität der Nutzererfahrung.

    Usergruppen entstehen häufig aus verhaltensbasierter Segmentierung und User-Flow-Analysen. Nutzer können sich dynamisch zwischen Gruppen bewegen, abhängig von ihrem aktuellen Verhalten. Dadurch passen sich Erlebnisse über Zeit an, statt auf statischen Personas oder Annahmen zu beruhen.

    Mit professionellen Plattformen wie Pimcore sind wir in der Lage, Usergruppen dynamisch und in Echtzeit zu steuern. Nutzer werden auf Basis ihres Verhaltens zugeordnet, wodurch personalisierte Inhalte, adaptive Navigation und differenzierte Angebote möglich werden. Diese Gruppierungen lassen sich zudem kanalübergreifend aktivieren, etwa zur Abstimmung von Onsite-Erlebnissen und Media- oder Social-Kampagnen.

    Strategisch bilden Usergruppen die Brücke zwischen Datenanalyse und Experience Design. Sie machen Verhaltensdaten handlungsfähig und ermöglichen skalierbare Personalisierung, ohne die Markenführung zu fragmentieren.

    Querverweise

    Verhaltensbasierte Segmentierung, Personalisierung, User Flow, User Journey, Relevanz, Conversion-Optimierung

    V

    #ohne

    VP – Vice President

    Vice Presidents verantworten operative Geschäftsbereiche oder Kernfunktionen. Sie steuern Teams, Prozesse und Ergebnisse im Tagesgeschäft – mit klarem Fokus auf Produktivität, Qualität und Zielerreichung. VPs setzen die Rahmenvorgaben von SVP- und EVP-Level um und sind maßgeblich für die fachliche Umsetzung verantwortlich.

    #ohne

    Value Proposition

    Value Proposition, auch als Nutzenversprechen oder Wertangebot bekannt, beschreibt den klaren Grund, warum jemand ein Produkt oder eine Dienstleistung wählen sollte. Sie beantwortet: „Warum du – und nicht jemand anderes?“ Eine gute Value Proposition ist kurz, konkret und zeigt den echten Vorteil für den Kunden. Sie verbindet Nutzen, Ergebnis und ein Gefühl von „Das passt zu mir“.

    #ohne

    Vektordateien & Pixeldaten

    Vektordateien und Pixeldaten, auch als Vektorgrafiken und Rastergrafiken bekannt, unterscheiden sich grundsätzlich in Aufbau, Skalierbarkeit und Einsatzbereich.

    Vektordateien (AI, EPS, SVG, PDF-Vektor):

    Sie bestehen aus mathematischen Formen (Linien, Kurven, Flächen).

    Besonderheiten:

    – unbegrenzt skalierbar ohne Qualitätsverlust

    – ideal für Logos, Icons, Diagramme, Schrift

    – geringe Dateigröße

    – Farbflächen und Konturen bleiben exakt

    – perfekte Druckdatenbasis (CI-Farben, Sonderfarben, Pfade)

    Achtung: enthalten oft eingebettete Pixelbilder → trotzdem nur teilweise vektorbasiert.

    Pixeldaten / Rastergrafiken (JPG, PNG, TIFF, PSD, WEBP, HEIC):

    Sie bestehen aus einzelnen Pixeln.

    Besonderheiten:

    – Qualität hängt von Auflösung (PPI) ab

    – Vergrößerung führt zu Pixelbildung

    – ideal für Fotos und feine Bilddetails

    – TIFF/PSD für Druck geeignet (verlustfrei, ICC-Profile)

    – JPG/WEBP für Web → nicht druckideal

    Achtung: Transparenzen korrekt nur in PNG oder TIFF; JPG kennt keine Transparenz.

    Zusammenhang:

    Vektoren = Formgenauigkeit.

    Pixel = Detailgenauigkeit.

    Professionelle Druckdaten nutzen oft beide: vektorbasierte Logoelemente + hochauflösende Pixelbilder.

    #ohne

    Venting Bias

    Der Venting Bias beschreibt das psychologische Muster, dass unzufriedene Kunden deutlich häufiger Bewertungen abgeben als zufriedene. Bewertungen dienen als Ventil – besonders dann, wenn der direkte Dialog fehlt oder Probleme nicht zeitnah gelöst wurden. Zufriedene Kunden bewerten seltener, weil ihr Bedürfnis nach Abschluss bereits erfüllt ist. Das führt zu einer strukturellen Verzerrung: Ein kleiner Anteil unzufriedener Stimmen wirkt lauter, sichtbarer und dominanter als die große Mehrheit zufriedener Nutzer. Für Marken bedeutet das: aktives Bewertungsmanagement ist Pflicht, weil Schweigen kein Qualitätsurteil ist – sondern ein bekanntes psychologisches Muster.

    #ohne

    Verbreitungskurve (Rogers)

    Das Modell, das erklärt, wie neue Ideen und Technologien sich verbreiten – von Innovators bis Laggards. Extrem wichtig für Pricing, Markteinführung und Content-Strategie, weil jede Gruppe anders entscheidet, andere Risiken sieht und andere Botschaften braucht.

    #ohne

    Veredelungen

    Veredelungen, auch als Druckveredelungen oder Finishing-Techniken bekannt, erhöhen Wirkung, Haptik und Schutz eines Druckprodukts. Sie werden während oder nach dem Druck eingesetzt und prägen Wertigkeit und Markenwirkung.

    Lacke: Dispersionslack, UV-Lack, Relief-/Hochglanz-UV, Softtouch-Lack.

    Folien & Prägungen: Heißfolienprägung, Kaltfolie, Blindprägung, Strukturprägung.

    Druckbasierte Effekte: Reliefdruck, Spotlack/Spot-UV, Drip-Off, Überdrucken.

    Kaschierungen: Matt-Kaschierung, Glanz-Kaschierung, Softtouch-Kaschierung, kratzfeste Kaschierung.

    Weitere Veredelungen: Laserstanzen, Stanzungen, Metallicfarben, Neonfarben, Duftlacke, Rubbelfelder, Texturfolien, 3D-Lacke.

    Veredelungen bestimmen Haptik, Wertigkeit, Aufmerksamkeit und Schutz eines Printprodukts.

    #ohne

    Verfügbarkeitsheuristik / Availability Bias

    Die Verfügbarkeitsheuristik (Auch bekannt als: Availability Heuristic, Sichtbarkeitsverzerrung) beschreibt, dass Menschen Entscheidungen auf Grundlage der Informationen treffen, die ihnen am schnellsten einfallen – nicht derjenigen, die objektiv am wichtigsten wären. Alles, was häufig gesehen, oft wiederholt oder emotional stark erlebt wurde, wirkt automatisch wahrscheinlicher, relevanter und „richtiger“. Deshalb erscheinen starke Marken präsenter und damit verlässlicher. Risiken, Trends oder Probleme werden ebenfalls verzerrt wahrgenommen, wenn sie medial stark vertreten sind.

    Für Marken bedeutet das: Sichtbarkeit erzeugt gefühlte Wahrheit. Wiederholung, Präsenz und klare Muster entscheiden darüber, was Kunden spontan mit einer Kategorie verbinden – und diese spontane Assoziation steuert spätere Entscheidungen stärker als Fakten.

    Beispiel:

    Wenn jemand über „Elektroautos“ nachdenkt und zuerst Tesla in den Sinn kommt, liegt das nicht an technischer Überlegenheit, sondern daran, dass Tesla in Medien, Social Media und Alltagssprache über Jahre extrem sichtbar war. Die Verfügbarkeit erzeugt den Eindruck von Marktführerschaft – selbst wenn andere Marken technisch besser abschneiden.

    #ohne

    Verhaltensbasierte Segmentierung

    Marketingstrategie, datengetriebenes Targeting, Nutzerverhalten

    Verhaltensbasierte Segmentierung beschreibt die Einteilung von Nutzern in Segmente auf Basis ihres tatsächlichen Verhaltens und nicht anhand demografischer oder statischer Merkmale. Grundlage sind beobachtbare Handlungen wie Navigationsmuster, Content-Nutzung, Interaktionstiefe, Besuchshäufigkeit oder Conversion-Verhalten.

    Im Marketing und in der digitalen Strategie dient verhaltensbasierte Segmentierung dazu, Nutzerintentionen besser zu verstehen und Kommunikation, Inhalte sowie Nutzerführung gezielt auf unterschiedliche Verhaltensmuster auszurichten. Statt alle Nutzer gleich anzusprechen, entstehen Segmente danach, wie Nutzer handeln, was sie interessiert und wo sie sich im Entscheidungsprozess befinden.

    Verhaltensbasierte Segmentierung ist eng mit der Analyse von User Flows verknüpft. Durch die Auswertung unterschiedlicher Nutzerpfade lassen sich Muster erkennen, die auf Motivation, Entscheidungsreife oder Informationsbedarf hinweisen. Diese Erkenntnisse ermöglichen eine präzisere Aussteuerung von Kampagnen, Content-Strukturen und Nutzerpfaden.

    Mit professionellen Plattformen wie Pimcore können wir verhaltensbasierte Segmentierung dynamisch umgesetzen. Nutzer lassen sich fortlaufend auf Basis ihres aktuellen Verhaltens neu segmentieren, wodurch adaptive User Experiences und personalisierte Kommunikation über digitale Touchpoints hinweg möglich werden. Diese Logik kann auch auf Media-Aktivierung übertragen werden, etwa zur Verzahnung von Onsite-Verhalten und Social-Media-Targeting.

    Strategisch erhöht verhaltensbasierte Segmentierung die Relevanz, reduziert Streuverluste und verbessert die Conversion-Effizienz. Ihre Wirksamkeit hängt maßgeblich von der Datenqualität, einer sinnvollen Segmentierungslogik und der konsequenten Integration in Marketing und Experience Design ab.

    Querverweise

    User Flow, Personalisierung, Usergruppen, Conversion Funnel, Relevanz, Data-Driven Marketing

    #ohne

    Verlustaversions-Spanne

    Die Verlustaversions-Spanne beschreibt, wie stark Menschen Verluste im Verhältnis zu Gewinnen gewichten – ein zentrales Konzept der Verhaltensökonomie. Je höher die Verlustangst, desto schwerer fällt eine Entscheidung: Wechsel, Kündigung, Neukauf, Bewerbung. Marken müssen diese Spanne berücksichtigen und Risiken reduzieren: Garantien, transparente Kommunikation, einfache Prozesse.

    #ohne

    Vertrauenssignale

    Vertrauenssignale, auch als „Trust Signals“ bekannt, sind Elemente in Kommunikation, Design und Unternehmensdarstellung, die wahrgenommenes Risiko reduzieren und zeigen, dass ein Anbieter zuverlässig, kompetent und professionell ist. Sie beantworten für Kunden die Frage, ob eine Entscheidung sicher ist – besonders bei komplexen Leistungen oder hohen Investitionen.

    Man unterscheidet harte und weiche Vertrauenssignale.

    Harte Signale sind objektiv überprüfbar: vollständige Kontaktangaben, Zertifizierungen (TÜV, ISO, DIN), Presseberichte, belastbare Referenzen, klare Vertragsregeln, Garantien, technische Sicherheitsmaßnahmen und nachvollziehbare Prozesse. Sie schaffen Beleg, nicht Eindruck.

    Weiche Signale wirken psychologisch: professionelle Gestaltung, konsistente Bildwelt, klare Sprache, reale Fotos, schnelle Reaktionszeiten, Social Proof, ruhiger Tonfall und verlässliche Erreichbarkeit. Sie formen das Gefühl, dass ein Anbieter sicher, seriös und organisiert arbeitet.

    Ein internationales Praxisbeispiel ist Airbnb: Reviews, Verifizierungen, Superhost-Status, klare Regeln und transparente Stornobedingungen dienen als gezielte Vertrauenssignale, um Unsicherheiten bei privaten Unterkünften zu reduzieren.

    #ohne

    Vertriebsregionen

    Auch bekannt als: Marktregionen, Vertriebsregionen, internationale Cluster, Global Regions

    DACH: Deutschland, Österreich, Schweiz. Kernmarkt für Premium-B2B, Industrie, Technologie und Marken mit hohem Qualitätsanspruch.

    EMEA: Europe, Middle East, Africa. Sehr heterogen, oft für globale Reporting- und Vertriebsstrukturen genutzt.

    EMEAI: Europe, Middle East, Africa & India. Erweiterter EMEA-Verbund. Indien wird separat geführt, da es ein eigener Hochwachstumsmarkt mit eigener Preislogik und digitaler Reife ist. Unternehmen binden Indien häufig organisatorisch an Europa an, um Steuerung und Reporting zu vereinheitlichen.

    MENA: Middle East & North Africa. Wird oft separat vom übrigen EMEA behandelt, da Kultur, Mediennutzung, Marktmechaniken und Preisgefüge stark abweichen.

    GCC: Gulf Cooperation Council (VAE, Saudi-Arabien, Katar, Kuwait, Bahrain, Oman). Hohe Kaufkraft, stark premium- und luxusgetrieben.

    APAC: Asia-Pacific. Ost-, Süd- und Südostasien plus Ozeanien. Extrem unterschiedliche Märkte in Digitalreife, Preisgefüge und Markenadoption.

    SEA: Southeast Asia (Singapur, Malaysia, Indonesien, Vietnam, Thailand, Philippinen). Sehr dynamische Digitalmärkte, junge Zielgruppen, hohe Mobile-First-Nutzung.

    ANZ: Australia & New Zealand. Wird oft vom restlichen APAC getrennt geführt, da Konsumverhalten, Marktstrukturen und Kultur europäischer geprägt sind.

    LATAM: Lateinamerika. Märkte mit hoher Dynamik, großen Preisgefällen und sehr kulturell geprägter Kommunikation.

    NORAM / NA: Nordamerika (USA & Kanada). Einer der global anspruchsvollsten Märkte: hochkompetitiv, technologiegetrieben, stark performanceorientiert.

    UKI: United Kingdom & Ireland. Häufig eigenständiges Cluster, besonders in Tech, SaaS, Finance und Agenturdienstleistungen.

    CEE: Central & Eastern Europe (Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Baltikum etc.). Wichtig für Handel, E-Commerce, Produktion und schnell wachsende Märkte.

    BENELUX: Belgien, Niederlande, Luxemburg. Klein, aber wirtschaftlich stark. Häufig gemeinsame Vertriebsregion.

    CIS: Commonwealth of Independent States (ehem. GUS-Staaten). Relevanter Verbund für Industrie, Energie, Logistik und Maschinenbau.

    BRICS: Brazil, Russia, India, China, South Africa. Makroökonomisches Cluster, eher für geopolitische oder wirtschaftliche Einordnung als für operative Vertriebscluster.

    ROW: Rest of World. Alle Länder außerhalb der definierten Hauptregionen. Dient meist der Budgetstrukturierung oder Reporting-Vereinfachung.

    #ohne

    Vigilanz

    Vigilanz beschreibt einen erhöhten Aufmerksamkeits- und Wachsamkeitszustand. Menschen sind dabei geistig „hellhörig“ und reagieren schneller auf Hinweise, Veränderungen oder potenzielle Risiken. In der Kommunikation spielt Vigilanz eine zentrale Rolle: Sobald ein Thema als wichtig, gefährlich oder chancenreich markiert wird, schaltet das Gehirn in einen Modus erhöhter Beobachtung. Marken, Führungskräfte oder Medien setzen Vigilanz bewusst ein, um Relevanz zu erzeugen oder Fehlentwicklungen sichtbar zu machen.

    Beispiel: Wenn ein Unternehmen sagt: „Achten Sie auf diese drei Warnsignale – sie kündigen einen möglichen Systemfehler an“, steigt die Vigilanz automatisch. Das Publikum nimmt Informationen genauer wahr und bewertet sie kritischer.

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    Virales Marketing

    Virales Marketing, auch als „Viral Marketing“ bekannt, beschreibt Inhalte, die sich durch starke Reaktionen schnell und eigenständig über soziale Netzwerke verbreiten. Der Effekt entsteht nicht durch große Budgets, sondern durch Ideen, die Nutzer freiwillig teilen, nachahmen oder weiterverbreiten – oft, weil sie überraschen, provozieren oder einen Punkt treffen, den viele sofort verstehen.

    Viral sind Inhalte, die eine klare Emotion auslösen: Lachen, Zustimmung, Ärger, Staunen oder kollektives Erkennen. Häufig entsteht virale Wirkung durch Einfachheit, Wiedererkennbarkeit und einen präzisen kulturellen Moment.

    Ein deutsches Beispiel ist Sixt: Die Marke nutzt aktuelle Nachrichten, Politik und gesellschaftliche Ereignisse für extrem schnelle, pointierte Motive. Die Plakate oder Social-Ads wirken spontan – sind aber strategisch gebaut: klare Pointe, reduzierte Visuals, ein einziger Gedanke. Viele Motive verbreiten sich weit über die eigentliche Zielgruppe hinaus, weil Nutzer sie teilen, kommentieren oder weiterleiten. Der virale Effekt entsteht hier nicht über Provokation, sondern über Relevanz, Geschwindigkeit und eine deutliche Haltung.

    In Social Media entsteht Viralität zusätzlich durch Plattformmechaniken: kurze Formate, starke Hooks, klare Bildsprache und Inhalte, die ohne Erklärung funktionieren. Virales Marketing ist kein Konzept für garantierte Reichweite – es ist ein Zusammenspiel aus Timing, kultureller Passung, Einfachheit und einer Idee, die Menschen sofort weitererzählen wollen.

    #ohne

    Visual Hierarchy

    Die gezielte Ordnung visueller Elemente, damit das Auge automatisch das Wichtigste zuerst erkennt. Reihenfolge wird gesteuert durch Größe, Kontrast, Position, Farbe, Abstand. Ohne klare Hierarchie entsteht Chaos – mit ihr fließt Aufmerksamkeit dorthin, wo sie wirken soll (Fokusprodukt, CTA, USP).

    #ohne

    Visual Processing

    Wie schnell das Gehirn eine visuelle Information entschlüsseln kann. Formen werden zuerst wahrgenommen, dann Farben, dann Inhalte. Wenn eine Marke gegen diese Abfolge arbeitet (z. B. komplexe Claims in überladenen Bildern), verliert sie Wahrnehmungsenergie.

    #ohne

    Visual Transfer

    (Markenwahrnehmung, Bedeutungspsychologie, medienübergreifende Wiedererkennung)

    Visual Transfer bezeichnet die Übertragung und Reaktivierung visueller Eindrücke über unterschiedliche Werbemittel und Kanäle hinweg. Bereits aufgebaute visuelle Reize werden dabei so stark im Gedächtnis verankert, dass sie in anderen Medien durch einzelne Signale erneut aktiviert werden können.

    Ein zentrales Merkmal ist die medienübergreifende Wiedererkennung: Visuell stark penetrierte Kampagnen, etwa im Fernsehen, können in anderen Kanälen allein durch reduzierte Reize – zum Beispiel akustische Signale, Farbimpulse oder formale Codes – im Gedächtnis reaktiviert werden. Die visuelle Erinnerung wird dabei nicht neu aufgebaut, sondern abgerufen.

    Typische Ausprägungen

    • Reaktivierung visueller Bilder durch akustische Signale
    • Wiedererkennung von Kampagnenmotiven in reduzierter Form
    • Übertragung von Bildwelten zwischen TV, Online, Audio und Print

    Strategische Bedeutung

    • Steigerung der Werbewirkung bei geringerem Mediadruck
    • Effiziente Vernetzung von Kanälen und Touchpoints
    • Stärkung von Markenwiedererkennung und Erinnerung

    Risiken

    • fehlende visuelle Penetration als Grundlage
    • inkonsistente Codes zwischen Medien
    • Überladung durch zu viele konkurrierende Signale

    Abgrenzung

    • Visual Transfer ≠ reines Wiederholen von Motiven
    • Visual Transfer ≠ Image-Transfer (personen- oder markenbezogen)
    • Visual Transfer ≠ Storytelling (funktioniert auch ohne Narrativ)

    Visual Transfer setzt vorab aufgebaute visuelle Stärke voraus und entfaltet seine Wirkung erst im Zusammenspiel mehrerer Medien.

    Querverweise

    Distinctive Assets · Wiedererkennung · Mediaplanung · Crossmedia · Markenwahrnehmung

    #ohne

    Visuelle Konsistenz

    Visuelle Konsistenz bedeutet nicht „alles sieht gleich aus“, sondern „alles spricht dieselbe Sprache“. Farben, Typografie, Formen, Abstände, Lichtstimmung, Bildstil – das Gehirn verarbeitet diese Muster schneller als Worte. Wenn sie zusammenpassen, entsteht Vertrauen. Wenn sie brechen, entsteht Zweifel, oft ohne dass Menschen sagen können, warum.

    Marken unterschätzen, wie sensibel unser Wahrnehmungssystem auf Wiederholungen reagiert. Ein einziges Bild im falschen Stil, eine andere Schrift, eine abweichende Farbe – und die Marke wirkt auf einmal unsicher oder beliebig. Konsistenz ist kein ästhetischer Luxus, sondern ein psychologischer: Das Gehirn liebt Muster, weil sie Energie sparen. Je konsistenter eine Marke ist, desto leichter kann sie gespeichert werden.

    Visuelle Konsistenz wirkt wie ein stiller Qualitätsbeweis. Sie signalisiert: „Hier hat jemand nachgedacht. Hier ist Struktur. Hier stimmt etwas.“ In Kampagnen, Social Media, Print, Websites oder Packaging entscheidet sie darüber, ob eine Marke als professionell, vertrauenswürdig oder wertig wahrgenommen wird.

    Eine starke Marke erkennt man nicht am Logo – sondern daran, dass selbst ohne Logo alles nach ihr aussieht.

    #ohne

    Voice & Style Guide

    Regelwerk für Sprache, Tonalität und Struktur einer Marke. Legt fest, wie geschrieben wird – Wortwahl, Satzrhythmus, Dos and Don'ts. Sichert konsistente Kommunikation über alle Teams und Kanäle. Wichtig für Websites, Social Media, PR, Vertrieb.

    #ohne

    Von-Restorff-Effekt

    (Aufmerksamkeitspsychologie, Wahrnehmung, Differenzierung)

    Der Von-Restorff-Effekt beschreibt, dass ein auffälliges, isoliertes oder unerwartetes Element innerhalb einer homogenen Umgebung besonders gut wahrgenommen und erinnert wird. Abweichung erzeugt Aufmerksamkeit und Gedächtnisvorteile.

    n der Werbung erklärt der Effekt, warum Kontraste, Brüche oder visuelle Isolation wirken. Der Effekt ist stark situationsabhängig und entfaltet seine Wirkung vor allem im direkten Vergleich zu ähnlichen Reizen.

    Abzugrenzen ist der Von-Restorff-Effekt vom Pattern Interrupt. Während der Pattern Interrupt Wahrnehmungsmuster grundsätzlich unterbricht, wirkt der Von-Restorff-Effekt innerhalb eines bestehenden Musters durch relative Auffälligkeit.

    Beispiel

    Eine Anzeige mit bewusst reduziertem Design fällt in einem visuell überladenen Umfeld besonders auf und bleibt besser im Gedächtnis.

    Querverweise

    Pattern Interrupt · Aufmerksamkeit · Isolation Effect · Differenzierung · Brand Recall

    #ohne

    visuelle Belastung

    Wie stark das Auge gefordert wird. Hohe Visual Load bedeutet: Das Gehirn muss hart arbeiten. Gute Marken reduzieren die visuelle Belastung, indem sie klare Hierarchien, wenige Fonts, starke Icons und eindeutige Bildführung nutzen. Jede Entlastung erhöht Conversion & Verständnis.

    W

    #ohne

    Wahrnehmungsfehler

    Systematische Verzerrungen, durch die Menschen Informationen falsch gewichten oder übersehen.

    In der Markenarbeit besonders relevant:

    • Gorilla-Effekt (Selective Attention)

    • Tropicana-Fehldeutung (Frame-Bruch)

    • GAP-Logo-Desaster (Identity Loss)

    Wahrnehmungsfehler zeigen, warum Design, Bildführung und Botschaften präzise orchestriert werden müssen.

    Die Beispiele finden Sie in den Citylights Insights.

    #ohne

    Wear-out Effect

    Werbepsychologie, Kampagnenwirkung

    Der Wear-out-Effekt beschreibt den Wirkungsverlust von Werbung infolge zu häufiger Wiederholung derselben Botschaft oder Kreation. Bei übermäßiger Exposition sinken Aufmerksamkeit, Erinnerung und Überzeugungskraft, während Irritation oder Ablehnung zunehmen können.

    Der Eintritt des Wear-out-Effekts wird unter anderem beeinflusst durch die kreative Qualität, Variationsgrad, Kanalumfeld, Involvement der Zielgruppe und Kampagnendauer. Starke, variantenreiche Kreationen können Wear-out verzögern, während statische oder niedrig involvierende Botschaften ihn beschleunigen.

    In der Kampagnenstrategie stellt der Wear-out-Effekt eine zentrale Begrenzung bei der Festlegung von Frequenz, Mediendruck und Aussteuerung dar.

    Querverweise

    Frequenz, Effektive Frequenz, Mediendruck, Ad Fatigue, Brand Recall

    #ohne

    Wechselkosten

    Alle tatsächlichen und gefühlten Kosten eines Wechsels – Zeit, Energie, Risiko, Unsicherheit, Aufwand. Hohe Wechselkosten halten Kunden – aber sie hindern auch Bewerber daran, sich zu verändern. Für Branding, Recruiting und CRM eines der wichtigsten Konzepte.

    #ohne

    Wertbasierte Preisfindung

    Preise werden nicht nach Kosten kalkuliert, sondern nach dem Wert, den der Kunde empfindet. Entscheidend sind Nutzen, Risiko­reduzierung, Verlässlichkeit, Zeitersparnis und emotionale Faktoren. Marken, die wertbasiert arbeiten, erzielen höhere Margen und weniger Preisverhandlungen.

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    #ohne

    Zahlungsbereitschaft WTP

    Das maximale Preisniveau, das ein Kunde bereit ist zu zahlen. Entsteht durch Nutzen, Vertrauen, soziale Signale, Markenimage und Alternativen. WTP ist kein Fixwert – er steigt, wenn Marken klarer kommunizieren.

    #ohne

    Zero-Moment-of-Truth (ZMOT)

    Zero Moment of Truth, auch als Nullmoment der Entscheidung bekannt, beschreibt den Moment, in dem Menschen online recherchieren, bevor sie kaufen. Bewertungen, Google-Suchergebnisse, Videos, Foren, Social Media – all das prägt die Entscheidung, noch bevor jemand eine Website betritt. ZMOT ist entscheidend, weil Marken hier Vertrauen gewinnen oder verlieren, ohne direkt anwesend zu sein, er entscheidet über Leads, Bewerbungen und Käufe weit früher als klassische Werbung. Brands, die ZMOT ignorieren, verlieren Kunden an die, die online präsenter und klarer sind.